Dienstag, 7. Mai 2013

Aragon könnte insolvent werden - Jung DMS & Cie könnte leiden

Schon witzig, dass ausgerechnet heute der Maklerpool Jung DMS & Cie eine Pressemitteilung raus brachte in der Stand wie toll alles ist. Da steht was von toller Lage, super Zahlen, eine großartigen Fusion mit der AITS (Aragon IT Services GmbH) und lauter so Kram. Eigentlich ganz witzig, denn der Pool Jung DMS & Cie ist eine 100% Beteiligung der Aragon Gruppe. Spannend wird deren Geschäftsbericht:

ARAGON braucht Geld oder wird insolvent!


Kein Witz, genau so steht es im Wertpapierprospekt der Aragon zur Kapitalerhöhung. Dort steht auf Seite 24, dass die Aragon 5.000.000€ benötigt, da der Geschäftsbericht sonst KEINE zwölf Monate mehr aufrecht erhalten werden kann. Man sei aber zuversichtlich das Geld auf zu treiben, notfalls würde man Gespräche mit anderen Investoren führen...

Original Screenshot aus dem Wertpapierprospekt (darunter geht es weiter)


 

Was bedeutet das für die Vermittler von Jung DMS & Cie?


Eine ehrliche Antwort wird es auf diese Frage nicht wirklich geben können, denn ich weiß nicht wie die Gewinnabführungsverträge etc. zwischen Jung DMS & Cie und der Aragon formuliert sind. Kann sein, dass die Pleite von Aragon für den Pool völlig unerheblich ist, kann auch sein, dass dort ebenfalls ein Loch gerissen wird. Spätestens seit dem Fehlkauf der MEG AG von Mehmet Göker sollte jedem klar sein, dass die Aragon nicht unbedingt für kluge Investments bekannt ist. Und nach der Nummer findet so schnell auch niemand einen neuen Investor. Mal ehrlich, wenn ich schon keine Aktionäre (also Eigenkapitalgeber) findet, warum sollte mir eine Bank nach dem Desaster noch trauen, hm?
Mal das Horrorszenario ausgeschmückt, die Aragon würde pleite gehen und Jund DMS & Cie würde mitgerissen, also zur Sanierung ran gezogen. Wem würde denn im Falle einer Insolvenz der Bestand gehören, wer würde die Courtage erhalten und wer bekommt Zugang zu den Kundendaten. Die Vermittler von Jung DMS & Cie sollten sich Ihre Verträge mal ganz genau durchlesen, denn nichts von dem was zum Thema Bestandssicherheit erzählt wird, hat im Falle einer Pleite Relevanz. Wer es nicht glaubt, der soll mal §850 f. ZPO lesen und seinen Hirnschmalz aktivieren.
Ein Tipp: Das Zauberwort heißt unbeschränkte A...

Eines weiß ich, ich bin froh meine Bestände & Provisionen NICHT dort zu haben. Das soll über die Qualität des Pools noch nichts sagen, aber die Sicherheit meines Einkommens würde ich dort in Zweifel ziehen...

Grüße
Walter Benda, Versicherungskritiker

PS. Mal schauen wie lange es diesmal dauert bis Drohungen, wüste Beschimpfungen oder strafbewährte Unterlassungserklärungen ins Haus flattern. Hat bislang alles nichts gebracht, geschieht aber immer wieder...

Dienstag, 30. April 2013

Felix Hufeld - Möge ihn der Blitz beim Scheißen treffen

Zwischen Saufen, Lernen, Arbeiten und LARP - achne, das Saufen hatte ich schon erwähnt - lese ich gelegentlich Fachmagazine, was mir diesen Vorboten eines Magengeschwürs einbrachte.

BaFin - Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht - Von wegen!


Der gute Herr Felix Hufeld ist Exekutivdirektor Versicherungsaufsicht bei der BaFin (Chief Executive Director for Insurance Supervision of the Federal Financial Supervisory Authority). Klingt mächtig wichtig, nicht wahr?
Jetzt will man meinen diese Behörde, die ironischerweise nicht überwiegend aus Steuergeldern sondern von den Banken und Versicherungen finanziert wird, sollte sich für Verbraucher einsetzen. Anlässlich der DAV Jahrestagung wurde Hr. Hufeld auch als Redner eingeladen, wo ihm der ug Satz entgleiste:


O-Ton „Wir sind als BaFin nicht der oberste Tugendwächter“


Es ging um die Problematik der Niedrigzinsphase, welche im Konsens der Teilnehmer als Problem benannt wurde, speziell wenn sie länger anhält. Solvency II ist eine Richtlinie zur Verbesserung der Kapitalausstattung von Versicherungen mit Eigenmitteln, weshalb Hr. Hufeld diese als ein Primärziel aufführt. Im Zuge dieser Ausstattung sei es nicht verwerflich oder illegal, wenn Kunden aus Verträgen mit hohen Garantiezinsen (bis zu 4%) in schlechtere umgedeckt würden, das og Zitat hat er gleich nachgeschoben. Es geht ja um die Eigenmittel. Die Versicherungen würden bestimmt einen Ausgleich für diese Nachteile finden...

Auf die Gefahr hin mich wider unbeliebt zu machen, aber für derartige Cretins habe ich eine ganz einfache Bezeichnung: Korruptes Lobbyistenarschloch!


Solche Leute sind so unnütz wie ein Kropf. Wer bei einer Behörde arbeitet, welche zum Schutze der Anleger gedacht ist, darf so einen Schwachsinn nicht fabrizieren. Wer so denkt soll doch bitte gleich zum GDV oder einer anderen Lobby gehen. Kann jemand ohne Schmiergeld wirklich so dummes Zeug von sich geben?

Bei dem Werdegang hätte ich nichts erwarten müssen

Zitat von der BaFin homepage zur Ernennung des Vollpfostens:
Hufeld war lange Jahre in international führender Position bei Marsh beschäftigt, einem weltweit tätigen Versicherungsmakler und Risikoberatungsunternehmen. Zuletzt war er Partner bei der Private-Equity-Gesellschaft Westlake Partners, geschäftsführender Gesellschafter bei Agora Beteiligungen GmbH und Vorsitzender des Aufsichtsrats der Inex24 AG.
Der 51-jährige Jurist bringt aus seiner Zeit bei der Dresdner Bank AG auch Erfahrungen aus dem Bankensektor mit. Dort war er Leiter der weltweiten Konzernentwicklung. Seine berufliche Karriere startete er als Rechtsanwalt und anschließend als Unternehmensberater bei der Boston Consulting Group.

Klar, bei dem Werdegang konnte ihm bestimmt keine klügere oder konstruktivere Aussage einfallen, sicher doch...

Freitag, 5. April 2013

Der Anruf eines verlogenen Maklerbetreuers - Konter mit Provisionshitlisten die 41296.te

Es klingelte erneut das Telefon, ein übereifriger Maklerbetreuer wollte mir erklären warum sein Pool der beste Laden überhaupt sei. Wohlweislich wurde schon mal auf ein paar Namen gefeuert, die Chance ist ja groß, dass ich darüber Geschäft einreichen könnte. Angeblich könne sein Laden alles bieten. Als ich einharkte um meine Anforderungen zu übermitteln, kam nur ein Klassiker "Das haben wir nicht aber wir arbeiten daran!". Natürlich schnell noch ein paar Lügen streut und schon war das Telefonat erledigt. Schade, denn ich schätze gute Geschäftskontakte aber dem besagten Pool habe ich eine kurze Info geschrieben, dass sie besser seriöse Maklerbetreuer einstellen. Klappern gehört zum Handwerk, aber Polka in der Bibliothek geht zu weit... ;)

Ein paar generelle Tipps, womit man Makler nicht mehr ködern kann

  • Kostenfrei, denn gute Dienstleistung muss ohnehin bezahlt werden
  • Best-Provision, was in Kombi mit kostenfrei ohnehin nicht gehen kann
  • Angebotsservice, auf einen guten warte ich bis heute
  • Vergleichsrechner, leider auf Qualität des Angebotsservice
  • Zu viele Abrechnungen, denn einmal im Monat genügt mir das, mir würde sogar einmal im Quartal genügen, reduziert den Aufwand und zwingt zu klügerem kaufmännischen Handeln
  • Provisionsvorschüsse, ein brutales KO Kriterium für einen Pool
  • Bestandssicherheit, aber die dafür notwendigen Bedingungen stehen nicht im Partnervertrag
 Achja, die Aussage, dass alle angeschlossenen Makler über 60K verdienen würden, reduziert die Auswahl ja beträchtlich... dummerweise sprechen die Zahlen es nicht dem Pool zu, der mich angerufen hat. So ein Pech.



Donnerstag, 28. März 2013

Hosen runter - LKW Fahrer müssen jetzt das "Scheiß"-Buch führen

Das Fernfahrer viel unterwegs sind weiß vermutlich ein jeder in Deutschland. Dass sie Spesen und Unkosten abrechnen dürfen vermutlich auch... dass sie aber Dank Finanzbehörde der Länder (Az. IV C 5 - S2353/12/10009) jetzt jeden Klogang eintragen müssen - wobei eine Verrechnung der Wertbons außen vor bleibt - das ist ein typisch deutscher Wahnsinn.

Im Fahrtenbuch steht ja wann und wo ich warum hin musste, ich bin gespannt auf die Lösung im "Scheiß"-Buch der Fernfahrer. Übrigens ist diese Fäkalformulierung mal nicht meinem Kopf entsprungen, sondern einem Amtsleiter, der für die öffentliche Kritisierung ein DisZi (Disziplinarverfahren) erhalten hat. Schöne, neue Welt...

Das kleine Handbuch der Vertriebsausreden

Der Versicherungskritiker beschäftigt sich ja den ganzen Tag mit Humbug, manchmal treibt er sich auch in pseudo sozialen Netzwerken rum und gibt da seinen Senf zu. Bei XING suchte ein Coach - Hr. Glaubitz möge mir verzeihen, da ich keine bessere Bezeichnung habe - die besten Ausreden im Vertrieb. Und als klassischer Maulwerker bin ich ja nicht auf den Mund gefallen, und habe einfach mal gewonnen. Gab aber auch gute Beiträge anderer Leute, kurz lesen und schmunzeln... oder mich als vulgär abtun!

Donnerstag, 14. März 2013

Unzulässige Ausspannung bei der Krankenzusatzversicherung?

Die CSS machte vor allem mit ihren Zahntarifen Schlagzeilen, da sie gute Leistungen für kleines Geld anbot. Das Kalkül ging auf, die Kalkulation anscheinend nicht, weshalb es gerüchteweise zum 01.04.2013 entsprechende Beitragsanpasseungen (kurz BAP) geben wird.

Dreibuchstabenversicherer bläst zum Angriff


Es soll da einen Laden geben, gar nicht so weit von meiner Wohnung weg, der "macht auch in Krankenversicherungen". Und kurzer Hand hat man dort beschlossen, dass man dem unliebsamen Wettbewerber CSS Marktanteile durch Kundenklau wegnehmen möchte. Ich zitiere mal das Original Schreiben, danke an den Maulwurf für die Information, welches lautet:



"Die Kunden der CSS haben eine Anpassung für den Bereich Zahnzusatz erhalten. Die Anpassung wird wirksam zum 01.04.2013.

Hier die wichtige Information von Herrn Wichtig, Geschäftsführer der Dreibuchstabenversicherung:


„Bei allen Kunden mit einer Zahnzusatzversicherung bei der CSS, welche aktuell dort kündigen und nahtlos den Versicherungsschutz bei uns mit "Zahn Super" oder "Zahn Superer" fortsetzen, verzichten wir auf die Wartezeit von 6 Monaten.

Wir erkennen diese Kunden daran, dass auf dem Papierantrag zu Zahnvorsorge deutlich auf der 1. Seite vermerkt ist: "Vorversicherung bei CSS" (s. Anlage).
Andere Wege oder Medien können nicht erkannt und nicht hierfür verwendet werden.

Bei diesen Anträgen mit der Kennung wird das Wartezeiten-Kennzeichen nicht gesetzt. D.h., für diese Kunden gilt keine Wartezeit.  
Leistungen können bereits innerhalb der ersten 6 Monate abgerechnet werden.

Ist das wirklich rechtens?


Meinem Gefühl nach nicht, denn mWn erfüllt das hier den Tatbestand der Ausspannung. Kundenklau ist ja in einem gesättigten Markt das täglich Brot, doch nicht mit unlauteren Mitteln. Man stelle sich vor McDonalds würde sich vor Burger King stellen und sagen: "Für jeden von deren Burgern, die Sie wegwerfen, schenken wir Ihnen zwei von unseren!". Da würden auch alle auf die Barrikaden gehen, nur laufen solche Schweinereien bei Versicherungen normalerweise im Verborgenen ab!
Gut, jetzt kann man einwenden, dass dieses Schreiben nicht direkt von der Dreibuchstabenversicherung kommt, sondern von der Dreibuchstabenversicherung Kranken Makler GmbH. Aber da diese Läden garantiert untereinander verbandelt sind, trügt diese Kosmetik nicht den schlechten Schein!

Unkonventioneller Bank Werbespot - Wahrsager weiß alles über Sie

Vermutlich sind Sie genau so wenig gläubig wie ich, wenn es heißt, dass jemand meine Zukunft kennt, aus der Hand lesen kann oder sonstigen Esoterik Kram erkennt, stimmt's? Dann schauen Sie mal dieses Video einer belgischen Bank Febelfin und werden Sie eines besseren belehrt... Ich finde die Idee gut, denn das Leben der meisten Menschen lässt sich mittlerweile online rekonstruieren. Vor 20 Jahren haben alle wegen dem Mikrozensus aufgeschrien und heute prostituieren sie sich selbst im Internet? Machen Sie bei diesem Wahnsinn nicht mit. Und sollten Sie bei Facebook und Co sein, überlegen Sie nicht, löschen Sie am besten gleich Ihren Account und kehren Sie zum ursprünglichen Leben zurück. Argh, ich drifte ab. Belassen wir es bei, ein schöner Werbefilm!

Mittwoch, 6. März 2013

Der Niedergang Deutschlands - Verrat durch unsere Politdarsteller

Vor einigen Wochen habe ich die EU Pläne zur Privatisierung von Wasser bereits kritisiert. Und ganz heimlich haben unsere Politdarsteller, Volksverräter oder wie man das Dreckspack nennen darf die u. g. Abstimmung durchgeführt.

Volksverräter der großen Parteien


Offensichtlich gibt es bei CDU/CSU quasi keinen und bei der FDP gar keinen vernünftigen Menschen mehr. Bei der SPD tummeln sich nur Feiglinge oder Idioten. Eigentlich bin ich kein Fan der Linken oder der Grünen, aber zumindest hier machen sie was richtig. Wie zum Teufel kann ein Mensch wirklich Wasser als Menschenrecht verkennen?

Achja, es gibt eine Namensliste der ganzen Arschlöcher - wer eine passendere Bezeichnung hat möge sie Kund tun - samt Namen. Sie haben eine dieser Parteien gewählt? Gehen Sie auf die Barrikaden und fragen Sie wie man so etwas mit seinem Gewissen vereinbaren kann! Außerdem kann man bei derart geschlossenen Blöcken doch gar nicht mehr von freier Meinungsäußerung sprechen!

Mein Respekt für gewisse Politker ist gerade unter das von radikalen Parteien oder Fundamentalisten gesunken, wie erbärmlich...


Freitag, 1. März 2013

Beim Autounfall wird ein kaputter Laptop nicht bezahlt

Gemäß geltender Gefährdungshaftung ist die Haftung für die Beschädigung von beförderten Sachen ausgeschlossen, insofern diese nicht am Körper getragen oder mitgeführt werden. Ein Direktanspruch an eines Geschädigten an die Versicherung des Unfallverursachers gilt nach §115 VVG.
Die Versicherung regelt ihre Regulierung in den AKB (allgemeine Kraftfahrbedingungen), wo die Haftung auf üblicherweise mitgeführte Gegenstände wie Kleidung, Brillen oder Portemonnaies begrenzt ist, wodurch diese einen Laptop ausschließt.

Unfallopfer klagte vor dem LG Erfurt auf Schadensersatz


Ein Unfallopfer klagte, da sein Laptop beschädigt wurde, wobei der Unfall nicht konnte rekonstruiert werden konnte. Obwohl das Opfer den Laptop berufsbedingt mitführte, verneinte das LG Erfurt den Schadensersatz mit Hinweis auf §8 III StVG, denn der Laptop sei im Vergleich zu einem Handy groß und sperrig und sei deshalb nicht als "üblich mitgeführt" an zu sehen.

Mein persönlicher Senf dazu

LG Erfurt Urteil vom 29.11.2012 mit Az. 1 S 101/12
Irgendwie erscheint mir das Urteil kleinlich, denn heut zu Tage rennt schon jeder depperte Zivi und/oder Soldat mit nem Laptop umher, da darf man bei Geschäftsleuten ja wohl von "üblich mitgeführten" Gegenständen ausgehen. Ironie, dass ein 1.000€ Handy also bezahlt würde aber ein 500€ Laptop nicht. An Stelle des Opfers würde ich hier ganz klar in Revision gehen, beim lesen der Urteilstexte kommt mir das alles reichlich spanisch vor!

Donnerstag, 28. Februar 2013

Klare Worte eines Monsieur Terrible: Nur etwa jeder sechst Finanzdienstleister ist gut!

Eigentlich interessieren mich Personalien nicht sonderlich, weil meist aufgeblasene Wichtigtuer in die Kamera lügen warum sie doch ach so tolles im Sinne ihrer Melk-Kühe täten. Anders war Carsten Möller, ehemaliger Chef des Maklerpools maxpool & Monsieur Terrible, der sich mit Herzblut engagiert hat und vieles tat um die Branche voran zu treiben. Er war unkonventionell aber kompetent und die wenigen Treffen mit ihm habe ich extrem geschätzt. Und obwohl ein Menschenfreund, hat er doch ein brutales Fazit für die Maklerschaft:

Knapp jeder sechste Finanzdienstleister taugt was, der Rest sind Betonköpfe: dumm, faul, arm, unvisionär und/oder schlicht unbrauchbar. 


Viele Jahre als Geschäftsführer eines Maklerpools, den er freiwillig verlassen hat, sollten ihm eine gute Basis bieten. Ich gehe sogar noch weiter und behaupte, dass nicht einmal jeder zehnte Vermittler (wenn überhaupt!) die nötige Expertise mitbringt um Kunden zu beraten. Zwar mag ich nicht den Erfahrungsschatz eines Carsten Möller haben, aber der Blick links und rechts in die Maklerschaft reicht da auch aus, schließlich schreien alle nach mehr Verbraucherfreundlichkeit aber lehnen gleichzeitig ab:

  • Fortbildungen & verbindliche Prüfungen ohne Alte-Hasen-Regelung
  • Bessere Dokumentation
  • Transparentere Produkte
  • Klare Kommunikation nicht nur von Kosten und/oder von Provisionen

Gerade letzteres ist albern, denn wer nicht unverhältnismäßig verdient (egal ob aus Dummheit oder Bosheit), der müsste sich nicht vor der Kundlegung von Kosten scheuen. Die interessante Erfahrung meiner eigenen Beratungen ist, dass die Kosten kein Problem sind, wenn die Gegenleistung stimmt. Aber seien wir mal ehrlich, genau die stimmt meistens nicht!


Dienstag, 26. Februar 2013

Interessante Leserreaktion wegen einem Carpe Diem Artikel

Die Drückertruppe des Daniel Shahin kommt mir immer wieder negativ zu Ohren. Eigentlich schon langweilig, denn etwas positives kommt immer nur von den Sektenanhängern selbst. Dazu gab es hier und woanders diverse Artikel, welche sich mit den Machenschaften des Daniel Shahin und der Carpe Diem beschäftigen.

Auf den zuletzt genannten folgte eine interessante Leserreaktion, die mir gut gefällt, da sie nicht den völlig verblödeten Ton hat wie all die armen Irren da draußen, die dem Rattenfänger folgen...

Die Leserreaktion von J. W. vom 03.01.2013

Dieser Blog ist von Privat an Privat, schreiben Sie im Impressum. Dann bleibe ich mal privat: Ich finde es SEHR geschmacklos, dass Sie Daniel Shahin mit Hitler vergleichen! Hitler hat Menschen gemordet, Shahin verhilft vielen Menschen zu vernünftigen Renditen - im Gegensatz zu allen Versicherungen. Es stimmt, dass seine Art sehr direkt ist, aber Fakt ist nunmal auch, dass es in Deutschland nichts besseres gab und gibt, als den GHP. Alle diejenigen, die über Shahin schmieren und lästern, sind meiner Meinung nach Versager und teilweise Lügner, und Leute, die Verträge und Vereinbarungen nicht richtig gelesen haben. Ich kenne keinen anderen Geschäftsmann, der mutig genug war, in der Öffentlichkeit so sehr die Wahrheit zu sagen, wie Shahin. Ich wünschte mir mehr von Leuten, die unverblümt die Wahrheit sagen. Ich hoffe sehr, dass Daniel Shahin wieder aktiv wird, auf seine Produkte kann man sich jedenfalls verlassen. Bei Versicherungen kann man sich nur auf Verluste oder niedrigste Renditen verlassen.

Meine Kurzantwort von heute


Es steht Ihnen frei meine Ansichten geschmacklos zu finden. Bitte bedenken Sie, dass der finanzielle Ruin ganzer Familien aber schlimmer sein kann als der Tod. Mit Kindheit in einer Bürgerkriegsregion erlaube ich mir diesen Vorwurf, sowie den Vergleich zu Hitler ganz bewusst. Zumal ich ein paar Mal undercover bei Carpe Diem reingeschnüffelt habe um zu prüfen was dort passiert, meine Erfahrungen sind also aus erster Hand.

Ich finde etwas bestimmtes nicht schmacklos sondern VERLOGEN:

Lebens- und Rentenversicherungen seien unbrauchbar schlechte Produkte? Warum zum Teufel investiert die Cis dann mit dem GHP in diese Dinger und hebelt die auch noch? Ein Verlustgeschäft zu Hebeln käme doch niemandem in den Sinn, was mag den klugen Investor also dazu treiben...

Unabhängig davon, stimme ich mit überein, dass viele der Produkte Unsinn sind aber eben nicht alle. Im Gegensatz zu Cis/CP/GHP haben einzelne Gesellschaften und Verträge schon bewiesen, dass sie ihre Versprechen halten, das haben die von Ihnen zu Unrecht in Schutz genommenen noch zu beweisen.

Mein Senf dazu

Im ersten Moment war ich echt baff, denn eine Kritik frei von Fehlern oder Mängeln habe ich bisher noch nie gelesen. Insofern danke!

Trotzdem bleibt es Hohn den Leuten die versicherungsgebundenen Altersvorsorgeprodukte schlecht zu reden um dann kreditfinanziert selbst welche zu kaufen. Besonders pikant, denn der sog. Zweitmarkt (also der Verkauf "gebrauchter" Altersvorsorge) liegt seit Monaten quasi brach! Sie können teilweise nicht einmal steuerfreie Verträge mit 4% Garantiezins verkaufen!

Neben dem o. g. Vorwurf kommen ja noch ein paar witzige Fakten hinzu. So hat die Carpe Diem auch Mehrfachagenten (und angeblich auch Versicherungsmakler) beschäftigt, welche die Kunden des GHP kontaktieren sollten um das Folgegeschäft mit zu nehmen. Auch wo der GHP nicht plaziert werden konnte, sollte diese Vermittler tätigen werden und verkaufen. Ironie des Schicksal, dass hier auch fondsgebundene Lebens- und Rentenversicherungen an den Mann gebracht wurden. Zwar nur als Betriebsrente oder Rürup aber wenn der Kunde "Steuern sparen" konnte und eine satte Provision winkte, fiel alle Moral über Bord...

Beschiss bleibt Beschiss und stinkt...


...egal wie sehr ich die Kacke einfärbe! Ich bleibe bei meinen Kritiken und erweitere den Vorwurf gerne, da mir z. B. von verschiedenen Opfern Unterlagen vorliegen, selbst aus der Zeitung.
Und ich bin mir nicht einmal sicher ob es mich beruhigen soll, dass es Shahins Schergen offenkundig gelingt selbst gebildete Menschen ein zu fangen. Über die Jungs die den Dativ für ein Kfz-Bauteil halten kann man wenigstens lachen, in diesem Fall verzweifle ich fast an der Menschheit.

Wehren Sie sich gegen Beschiss


Sie legen Geld im GHP an, die Carpe Diem belästigt Sie oder Sie haben Bekannte, welche dort arbeiten? Dann kontaktieren Sie uns, denn womöglich bekommen Sie einen Teil des Geldes zurück und bewahren andere vor dem Unglück.

Sonntag, 24. Februar 2013

DKV Krankenzusatzversicherung - Wenn die Versicherung bei der Tarifumstellung bockt



Eine junge Ingenieurin wollte Informationen wie sie Ihre bestehende Krankenzusatzversicherung besser aufstellen kann ohne dass gleich ein Wechsel notwendig ist, denn sie aufgrund des Gesundheitszustands vermutlich nicht schaffen würde.
Also haben wir - nachdem ich flüchtig einige Leistungswünsche definiert habe - die DKV im Rahmen des §204 VVG angeschrieben und ein paar Angebote erbeten. Mittlerweile befinden wir uns beim dritten Schreiben, da die DKV die gleiche Taktik fährt wie einige andere Gesellschaften: Hinhalten, vorhalten, lügen!

Verarschen kann man sich im Kabarett aber bitte nicht bei Geschäftsbriefen

Es war mal wieder so weit, man schickt ein Standard-Schreiben raus und wartet auf Antwort. Sechs Wochen später folgte dann tatsächlich Reaktion... und da heißt es in einem Absatz der DKV doch frech:
 
"Darüber hinaus ist uns die Willenserklärung Ihrer Tochter nicht ganz eindeutig. Ggf. lassen sich Missverständnisse auch telefonisch klären."

Und weiter:

"Der Tarif AOP ist geschlossen und kann nicht mehr angeboten werden."

Was bleibt ist der Dame zu raten härtere Töne an zu schlagen, denn offenkundig will da keiner richtig reagieren. Da hilft dann nur noch der Holzhammer!
Achja, sollten Sie nicht das Glück haben einen guten (!) Berater privat zu kennen, sollten Sie sich gegen Geld einen Profi holen der sich um derartige Belange kümmert, denn es war nicht der einzige Bockmist, welcher da verzettelt wurde.


Das Antwortschreiben an die DKV (in kursiv)



"Sehr geehrte Damen und Herren,



danke für Ihr Schreiben. Leider ist Ihre Aussage bzgl. der Schließung des Tarifs AOP für die Berechnung eines Umstellungsangebots irrelevant. Eine Tarifschließung bedeutet lediglich, dass diese Tarife für den Verkauf nicht mehr verfügbar sind. Eine Ausklammerung des Tarifwechselrechts nach §204 VVG ist explizit nicht erlaubt, denn sonst könnten langjährig Versicherte nur in neue Tarife wechseln, was vom Gesetzgeber weder gewollt ist nocht in der Praxis so gelebt wird. Außerdem würde es eine Benachteiligung des VN ggü. dem Gesetz bedeuten, was ebenfalls nicht erlaubt ist.

Es gibt die alte und neue Tarifwelt (bzgl. portabler Altersrückstellungen), welche nochmal in heterogene (non-unisex) und unisex Prämien unterteilt wird, wodurch sich letztlich um acht PKV Welten handelt. Gerade in Anbetracht der Tatsache, dass die DKV jetzt bei der PKV-Voll den Anrechnungsbeitrag ausweist und den VNs aktiv Wechselvorschläge unterbreitet, ist Ihre Aussage eine glatte Frechheit, die sich entweder auf Unwissenheit oder Vorsatz stützt.



Unter Androhung einer Beschwerde bei der BaFin wünsche ich die u. g. Umstellungsangebote (alte Welt, heterogene Prämie) samt Antragsunterlagen (OHNE pauschalen Mehrleistungsverzicht) binnen zehn Werktagen zugesandt:



+ SM9O AOP (geschlossen)

+ SM9 AOP (geschlossen)



Nur ungern lasse ich mich für dumm verkaufen. Ich hoffe doch stark, dass dies "ein unglücklicher Einzelfall" ist und kein systematisches Gebahren der DKV. Ihre Antwort erwartend, verbleibe ich mfG.

Die Ingenieurin"

Dienstag, 19. Februar 2013

Wenn der Versicherungsvermittler böse Briefe schreibt



Heute bewegen wir uns wieder im Gebiet der unerlaubten R... äh nein, ein Kamerad hat natürlich nur einen freundschaftlichen Ratschlag erhalten, wie seine eitle aber gedankenablässige Freundin ein kleines Inkasso-Problem lösen könnte. Irgendwie kommentierten das schon ein paar Leute mit "Asi 2.0", wobei ich das noch nicht schlimm finde. Eindeutig, ich sollte Anwalt werden! 

Der Briefvorschlag in ungekürzter Fassung

Sehr geehrte Damen und Herren,

diesen Brief erhalten Sie unter Zuhilfenahme meines deutschsprachigen Freundes. Bitte entschuldigen Sie vielmals die Umstände, die entstanden sind.

Als Student der Universität in Siegen habe ich mich für ein Auslandsemester in Portugal im Wintersemester 2012/2013 entschieden, was via E-Mail vom 03.08.2012 bestätigt wurde. Unter Zeugen wurde im Juli 2012 zusätzlich Ihr russischsprachiger Trainer Alex informiert.

Der von Ihnen gestellten Forderung, sowie der Inkasso-Forderung Az. F62593 widerspreche ich in voller Höhe, denn weder spiegelt sie die Absprache wieder, noch ist sie nach Treu und Glauben haltbar.
Lt. Ihren Bedingungen ist die außerordentliche Kündigung mgl. sobald ein Ortswechsel von mehr als 30 km stattfindet, was im vorliegenden Fall bejaht werden kann. Eine Belehrung über dieses Sonderkündigungsrecht ist ausgeblieben, da Sie keine Unterlagen in Russisch bereit stellen und ich somit vollends auf die Ausführungen der Trainer angewiesen war.

Auch die Frage nach einem „deregistration“ form – fälschlicherweise von Ihnen als „deregistration certificate“ bezeichnet – war irreführend, denn Abmeldeformulare existieren in Russland nicht und eine „certification“ ist eine amtliche Bescheinigung, weshalb eine Studienbescheinigung der Form genügt. Eine Kopie finden Sie im Anhang.

Ich habe Deutschland am 01.08.2013 gen Russland verlassen, zwecks Vorbereitung des Semesters, wobei ich im unmittelbaren Anschluss am 12.09.2012 nach Portugal flog, mit einem kurzen Zwischenstopp in Deutschland um mir mein Visa für Portugal abzuholen; Direktflüge von Russland nach Portugal existieren nicht.

Seit dem 04.02.2013 bin ich wieder in Deutschland, weshalb mir erstmalig am 09.02.2013 von „Cash Control“ eine Inkasso-Forderung einging. Mangels offizieller Meldeadresse, kann mir vorher keine Post von Ihnen zugegangen sein, von E-Mail Verkehr abgesehen. Alleine der Form halber wäre Ihre Inkasso-Forderung damit hinfällig!

Die Fälligstellung künftiger Forderungen wg. Zahlungsverzug ist in Deutschland nicht rechtens, denn diese Klausel benachteiligt Verbraucher unangemessen und darf zu Recht als überraschend verworfen werfen.
Hinzu kommt, dass der Gesetzgeber bei den von Ihnen zitierten Rechtsverfolgungskosten, etwa durch Verzugszinsen, den Verzug ein Formerfordernis in Form zugegangener Mahnung samt Belehrung voraus setzt. Auf die Beweisführung der angeblich zugegangenen Post bin ich doch sehr gespannt.
Ferner sollten Sie die Zusammenarbeit mit dem Inkasso-Büro überdenken, denn Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass irgendein ein Richter Verzugszinsen auf künftig zu zahlende Beiträge, nur weil Altbeiträge im Verzug sein könnten. Das würde Ihnen nicht einmal in Russland gelingen.
Ihrerseits verschuldete Mehrkosten infolge fehlerhaften Vorgehens werde ich nicht begleichen.

Ich bedaure die Umstände, die mit Sicherheit auch den Sprachbarrieren geschuldet waren, doch ärgert mich, dass die Lösung „auf kurzem Dienstweg“ offenkundig weder funktioniert, noch richtig kommuniziert wurde.
Ich hätte gerne wieder bei Ihnen trainiert aber nur, wenn man sich an die Absprachen hält, die getroffen wurden.

Mit der Bitte um Rückmeldung binnen zehn Werktage, verbleibe ich mfG.

Sonntag, 17. Februar 2013

Steuer - Welche Dokumente Sie in 2013 wegwerfen können

Tja, manch einer fragt sich er in dem Wust an Unterlagen noch aufbewahren muss. Hier ist eine Übersicht jener Unterlagen, welche Sie ruhig wegwerfen können ohne dass Ihnen daraus ein Strick gedreht wird.


Donnerstag, 7. Februar 2013

Kleine Zwangspause wg. Autoschrott

Oder wegen Schrottauto! Meine Asi-Schleuder, Bamm-Bamm der kleine BMW 320i, hat leider beschlossen Defekte zu haben, welche ihn zum wirtschaftlichen Totalschaden verkommen lassen.
Also musste ein Mietwagen her. Dann verliere ich natürlich sowohl den Führerschein als auch den Chip für die Mietwagen. Ergo bin ich jetzt bewegungsbehindert und muss zusehen wie ich meine Termine organisiert kriege, denn mit Bus & Bahn dauert alles zu lange, das Taxi ist unbezahlbar und ohne Führerschein gibt es auch keine neuen Mietwagen...

Mietwagenservice Drive-Now von BMW, Mini und Sixt


Aber das gute war, dass ich zumindest von guten Erfahrungen beim Mietservice von Drive-Now sprechen kann. Wer mag, kann sich gerne registrieren und bekommt als Werbeprämie eine reduzierte Startgebühr (10€ statt 30€) sowie 15 Freiminuten.

Das System ist einfach:

Fahren kostet 29 Cent/Minute, km und Sprit sind unbegrenzt inklusive. Wer den Wagen tankt, bei 20% Restfüllung nötig, bekommt als Dank sogar 20 Minuten geschenkt, es lohnt sich sogar!
Parken (also den Wagen besetzt halten) kostet 10 Cent/Minuten.
15 Minuten Reservierung sind gratis und erlischen danach. Aber zumindest in Köln findet sich immer ein Wagen in 500m Reichweite. Ich finde es gut!

Achja, Sonderpreise und Kontingente gäbe es auch, lohnen sich aber nur für Vielfahrer!

Sonntag, 3. Februar 2013

BU-Aktion (fast) ohne Gesundheitsprüfung

Erstaunlich, anscheinend war das Geschäft der letzten Monate so lukrativ, dass sich ein Anbieter wieder dafür entschieden hat eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU-Versicherung) mit extrem vereinfachter Gesundheitsprüfung an zu bieten.
Gleichzeitig wurde die Aktion auf die Berufsgruppen 1 & 2 erweitert, also nicht nur die Top-Berufe.

Die stark vereinfachte Gesundheitsprüfung




Hiermit erkläre ich,

dass ich voll arbeitsfähig, nicht schwerbehindert und in den letzten zwölf Monaten vor Antragstellung nicht mehr als 20 Arbeitstage krank gewesen bin,

dass es während der letzten zwölf Monate vor Antragstellung keinen zusammenhängenden Zeitraum von mehr als zwei Wochen gab, in denen ich auf ärztlichen Rat hin das gleiche Medikament täglich einnehmen sollte (ausgenommen Verhütungsmittel) 

dass keine vollständige oder teilweise Erwerbsminderung vorliegt, dass keine Erwerbsminderungs-, Erwerbsunfähigkeits- bzw. Berufsunfähigkeitsleistung bei einem gesetzlichen oder privaten Versicherungsträger anerkannt oder beantragt ist

Die Laufzeit darf bis 67 sein ABER die BU ist nur in Kombination mit einem Sparvertrag zu haben. Da es aber auch als Rürup- und Betriebsrente möglich ist, ergibt sich am Ende eine Menge Geld zurück, sowie schon während der Sparphase eine Steuerersparnis. Ein paar Beispiele von Kunden, welche ich im vergangenen Jahr versichert habe.

Beispielkunden aus 2012 vor unisex


Mrs. Aktensortierer, w30
Beitrag vor Steuererstattung 100€
Beitrag nach Steuererstattung 60€
BU-Rente 500€
Kapitalabfindung ca. 85.000€

Mrs. Kauffrau, w36
Beitrag vor Steuererstattung 100€
Beitrag nach Steuererstattung 57€
BU-Rente 500€
Kapitalabfindung ca. 48.000€

Hr. selbstständiger Datenbanktipper, m40
Beitrag vor Steuererstattung 150€
Beitrag nach Steuererstattung 110€
BU-Rente 500€
Altersrente 415€

Hr. Ingenieuer, m33
Beitrag vor Steuererstattung 220€
Beitrag nach Steuererstattung 130€
BU-Rente 500€
Kapitalabfindung 174.000€

Montag, 28. Januar 2013

PKV/ Unisex/ Rechnungszins Absenkung - Was tun?

Zwei Dinge machen in der PKV (private Krankenversicherung) die Runde, die Kalkulation aufgrund von unisex, sowie die Absenkung des Rechnungszinses einiger Gesellschaften.

Die Absenkung des Rechnungszinses wird überschätzt

Denn jede Zentel-Senkung beim Rechnungszins, zieht etwa eine Beitragsanpassung von 1% nach sich. Bedeutet, dass eine Absenkung von 3,5% auf 2,5% eine Beitragssteigerung von 10% zur Folge hätte. Das ist aber relativ, denn durch den Überzins (wovon Kunden mindestens 90% gutgeschrieben bekommen) relativiert sich das wieder ganz schnell auf nur 1% Steigerung! Also locker bleiben. Wenn Ihr "Berater" Sie wegen der Senkung des Rechnungszinses zu einer anderen Versicherung locken will, hat er keine Ahnung oder will Sie für blöd verkaufen. Nicht tun!

Tarifschließungen sind ein Handlungsgrund


Auch hier aber NICHT zum Wechsel der Versicherung (meistens nicht), da können wir Ihnen klügere Wege zeigen. Bei den folgenden Gesellschaften müssen Sie aufpassen:
  • Die Barmenia macht das meiste dicht und führt neue Tarife ein.
  • Die Debeka hat dicht gemacht und schon neue unisex Tarife eingeführt.
  • Die Central schließt alle anfangs umworbenen Vario-Tarife und führt neue DVAG Tarife ein.
  • Die DKV macht einiges zu und führt neue Tarife ein.
 Hier können wir helfen, wenn Sie dort versichert sind oder jemanden kennen, der dort versichert ist.

Bei diesen Tarifen (Eintrittsalter 35) besteht die Gefahr hoher Beitragsanpassungen (BAP)


Oben haben wir das vermeintliche Problem mit dem Rechnungszins angesprochen. Problematisch ist es aber, wo unisex und heterogene (also non-unisex) krass auseinander weichen. Hier müssen Sie von einer Unterkalkulation ausgehen, welche zu wahrscheinlich massiven Beitragsanpassungen führen wird!

+22% Allianz AktiMed Best 90
+30% Allianz AktiMed Plus 90

+15% ARAG K900 (wieso nicht die anderen K-Tarife, denn die Kunden können beliebig wechseln)

+31% AXA Vital 900
+34% AXA EL-Bonus

+28% BBKK/UKV CompactPRIVAT-Start 900
+29% BBKK/UKV GesundheitCOMFORT 900

+18% Continentale Economy
+21% Continentale Comfort

+18% Deutscher Ring Comfort
+29% Deutscher Ring Esprit (Autsch, hier trifft es mich! Ich bereue immer noch den Wechsel hierhin)
+37% Deutscher Ring Esprit MX

+46% DKV BM

+26% Gothaer MediStart
+36% MediComfort

+17% Hallesche NK2
+26% Hallesche Primo Bonus
+31% Hallesche Primo SB 2

+12% HanseMerkur KVT1

+74% HanseMerkur KVS1 (nein, kein Tippfehler!)

+26% SDK A75u

+29% Signal Iduna EXKLUSIV1
+31% KOMFORT1

+16% und mehr bei der uniVersa, deren Kunden sind Leid aber gewohnt, weshalb ich da nix zu schreiben muss...

Toll, oder nicht?

Freitag, 25. Januar 2013

EU will Wasser privatisieren- Aufruf zum Widerstand

In Deutschland ist Wasser bisher ein Gemeingut der örtliche Kommune, gehört also allen und niemand kann da an der Preisschraube drehen. Mit der Privatisierung ändert sich das schlagartig, denn man macht einmal einen kleinen Gewinn und zahlt ab dann immer wieder kräftig drauf...
Eine Erinnerung aus der BWL: Das oberste Ziel von Privatunternehmen ist die Gewinnmaximierung, von einzelnen Sonderfällen mal abgesehen. Gewinnmaximierung kann nicht gleichzeitig mit Verbraucherschutz in Form von Preissenkung oder -stabilität gelingen! Damit der Verkäufer mehr hat, muss der Käufer weniger haben, das verstehen schon Grundschüler. Die Politmarionetten aus Brüssel aber nicht, die EU brachte ja auch eher selten Gutes.

Ihre Unterschrift gegen die Privatisierung von Wasser - Bitte machen Sie mit!


Dazu auch ein Film von ARD Monitor


Dienstag, 22. Januar 2013

Schlampige Recherche von Focus Money zu VL (=vermögenswirksame Leistungen)

Eines meiner Lieblingsschmierblätter ist der Focus Money, das ist quasi Galileo unter den Finanzblättern: Oftmals interessante Themen, gute Ansätze aber schlampige Umsetzung, die häufig noch Fehler beinhaltet. Sie können einen stümpferhaften Artikel bei Focus Money dazu hier lesen...

Wie kann man VL grundsätzlich anlegen?
  • Banksparplan
  • Fondssparplan
  • Bausparvertrag
  • Genossenschaftssparen (glatt im Artikel unterschlagen)
  • Private Versicherung (glatt im Artikel unterschlagen)
  • Betriebliche Versicherung (bAV) als Sparvertrag
  • Betriebliche Versicherung (bAV) als Risikoabsicherung

Irren ist ja menschlich aber ich finde es schon stark, dass man einfach ein paar Dinge unterschlägt. Aber die Fehler werden ja noch härter:

Focus Monet (anders sind die bunten Farben nicht zu erklären) empfiehtl Beratung bei der Bank oder dem Honorarberater


Wieso nicht beim unabhängigen Versicherungsmakler, beim Makler, beim Versicherungsagenten oder an der Wursttheke? 
Dieses Schmierblatt, dessen Artikel regelmäßig noch die Erde des Baumes beleidigen der in Papier verarbeitet wurde, schimpft ständig über die Abzocke bei Banken und empfiehlt jetzt den Weg dorthin. Und hievt die Bankster noch auf eine Stufe mit unabhängigen Beratern? Hallo, Bauschutt geraucht? Muss dringend einen Leserbrief aufsetzen, das geht so nicht!

Das mit den Förderungen ist beim Focus auch interessant

Der Artikel hat den qualitativen Inhalt der Aussage "Um zu fahren braucht ein Auto Räder"!

Angeblich 20K (Single) bzw. 40K (Ehepaare) sind förderfähig, mehr Infos gibt es dazu nicht. Halt doch, angeblich gibt es die Formulare zur Beantragung dafür bei der Bank. Informationen gibt es beim BMF. Wie offenkundig können diese dreckigen Schmierfinken eigentlich von einer Bank gekauft sein. Die verdammten Formulare erhalte ich kostenfrei (!):
  • Beim Finanzamt
  • Über Elster
  • Bei meinem Produktanbieter (egal welcher)
  • Und bestimmt noch an diversen anderen Orten
Dass die Fördergrenzen, sowie Förderhöhen unterschiedlich hoch sind und teilweise nur bei Aktienfonds gewählt werden, das wird mal wieder großzügig unterschlagen. Aber bestimmt wird der Bänker das schon richten... ist ja eine Empfehlung des Focus. Haha!

Vorsicht beim Jobwechsel? Achja, Vorsicht bei Finanzraten des Focus!


Ist ja nett - wirklich, ernst gemein - dass die über die VL im Rahmen einer Betriebsrente sprechen. Auch nett, dass die die etwaigen Nachteile davon teilweise anführen. Aber völliger Unsinn ist, dass der Garantiezins für alle Neuverträge 1,75% berträgt. Es gibt Anbieter die zahlen mehr, weil anders aber trotzdem garantiert!
Der Tipp mit der privaten Fortführung einer Betriebsrente ist auch echt super, ich zahle einfach alles ungefördert aus eigener Tasche und muss es später in voller Höhe versteuern, geiler Tipp, ist ja viel besser als Geld verlieren... gibt ja nichts wo es anders läuft, nein, haben die oben nicht drüber gesprochen!
Im Rahmen einer Risikoabsicherung wäre der Tipp ggf. verwertbar, aber auch das wurde von dem Laden komplett ignoriert.

Das kotzt mich so an, erstmal ein paar Beruhigungs-Cracker - Cracker nicht Crack - und dann was Essen. Womöglich schaffe ich dann im Anschluss eine halbwegs vertretbare E-Mail an dieses Halunken-Pack. Am besten schreibe ich von einer Bankadresse, könnte meine Chancen auf Veröffentlichung erhöhen, wäre ja dann unabhängig... *kopfschüttel*

Montag, 21. Januar 2013

Versicherungen betrügen Verbraucher UND ihre Vermittler

Geschichten eines Kollegen, der auch haarsträubende Dinge erlebt. Aber lesen Sie selbst:



Mail 2: Das wollen Sie nicht lesen Teil II


Liebe Kolleginnen und Kollegen,

nach der großen Resonanz auf den vorherigen Newsletter, lege ich einfach mal einen zweiten Teil nach.

Es geht um das gleiche Thema. 100% bezahlt, 100% Storno.

Ein Versicherungsmakler hat für einen Kunden eine Rentenversicherung abgeschlossen. Der Vertrag wird regelmäßig bezahlt.

Nach vielen Monaten fordert der Versicherer die Provision komplett zurück.

Begründung: Der Versicherte hat während der Laufzeit einen anderen Vertrag beim Versicherer gekündigt, der über einen anderen Vermittler bestand.

Nochmal: Sie verkaufen eine Rentenversicherung die 58 Monate bezahlt wird. Dann fordert der Versicherer die komplette Provision zurück, weil ein anderer Vertrag der vorher schon bestand, während der Laufzeit gekündigt wurde.



Noch einmal zur Klarstellung, weil es hier viele Rückfragen gibt. Ja, es ist tatsächlich so, dass jede Angebotsanforderung und jeder Abschluss für eine Autoversicherung, im Jahresendgeschäft einen Gutschein auslöst. Der Start ist für die nächste Woche vorgesehen.

P.S.: Bitte vergeben Sie mir, wenn ich nicht alle Zuschriften beantworten kann. Es sind einfach zu viele :-) .

Aber wir sind ja auf der DKM.

Viele Grüße

Peter Föll
Vorstand

 

Mail 1: Das wollen Sie nicht lesen - 100% bezahlt, 100% Storno



Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wieder einmal hat es ein Versicherer geschafft, mich nachhaltig zu beeindrucken. Nicht positiv, aber immerhin.

Es geht um eine private Krankenversicherung, die 2012 abgeschlossen wurde. Der Kunde hatte Zahlungsschwierigkeiten, der Versicherer hat gemahnt und den Vertrag damit ruhend gestellt. Gleichzeitig forderte der Versicherer vom Vermittler die Provision zurück.

Zwei Monate später hat der Versicherte den Rückstand wieder ausgeglichen, der Vertrag war voll bezahlt. Der Vermittler forderte wieder seine Provision, diese wurde abgelehnt.

Begründung:
Wird ein Vertrag in der Haftungszeit in einem courtagepflichtigen Vollversicherungstarif nach einer Ruhendstellung, die aufgrund gesetzlicher Vorschriften eingetreten ist, in diesem Tarif wieder in Kraft gesetzt, wird die Courtage aus dem wieder in Kraft gesetzten Beitrag zu dem Anteil gutgeschrieben, zu dem storniert wurde, sofern die xxx Krankenversicherung im Zeitpunkt der Wiederinkraftsetzung das entsprechende Neugeschäft gezeichnet hätte.

Auszug aus meinem Schreiben an den Versicherer:
Wenn ich Sie richtig verstehe, legen Sie diesen Passus  "das entsprechende Neugeschäft gezeichnet hätte" so aus, dass nur dann Courtage wieder fällig wird, wenn Sie den Kunden nach Zahlung der rückständigen Beiträge, wieder aufnehmen würden. Legt man diesen Satz so aus, dann könnte sich die xxx auch auf den Standpunkt stellen, dass sie diesen Kunden nicht nehmen würden, weil er ein schlechter Zahler ist.

Ganz ohne Polemik. In den letzten 25 Jahren habe ich keinen Fall gesehen, der mir derart absurd erschien. In dem Schriftwechsel der mir vorliegt, wird ihr Kunde nicht einmal über die Folgen der Ruhendstellung informiert (wir sowieso nicht, wir haben nur eine Mahnliste erhalten). Im Prinzip hat die xxx einen voll bezahlten Vertrag, war einige Zeit zum Großteil aus dem Risiko, hat sich die Inkassokosten vom Kunde bezahlen lassen und behält auch noch die Provision ein. Das finde ich ziemlich herbe Kost.


Auszug aus § 193 Abs 6.
'Während der Ruhenszeit haftet der Versicherer ausschließlich für Aufwendungen, die zur Behandlung akuter Erkrankungen und Schmerzzustände sowie zur Schwangerschaft und Mutterschaft erforderlich sind'.

Preisfrage:
Der Kunde mit dem ruhenden Vertrag fällt die Treppe runter und verliert alle Zähne. Er zahlt auch weiterhin nicht und wird nach 12 Monaten im Basistarif versichert. Bekommt er nun im Basistarif die Sanierung bezahlt?

Preis
Wer die Frage heute richtig beantwortet, gewinnt eine Reise nach Prag. Ja, genau die, die als Gewinn für alle Angebotsanforderungen und Abschlüsse zur Verfügung stehen. Aber in diesem Fall übernehmen wir zusätzlich die Kosten für das 4 Sterne Upgrade (Falls Sie nicht wissen worum es geht. Der Newsletter liegt im Newsletter Archiv).

Ich wünsche Ihnen ein tolles Wochenende und würde mich sehr freuen, wenn Sie uns auf der DKM besuchen würden.

Viele Grüße

Peter Föll
Vorstand