Mittwoch, 25. Januar 2012

Der Satan kehrt zurück - Mehmet E. Göker ist wieder da!

Nein, das ist kein schlechter Witz. Mehmet E. Göker, der Chef des ehemaliger Kasseler Strukturvertriebs MEG hat die Bühne wieder betreten, nicht dass er sie ja ernsthaft verlassen hätte. Unten gibt es übrigens ein neues Video dazu.

Was war?

Mit der MEG hat Göker dicke Provisionen für die Abzocke... äh den Verkauf von privaten Krankenversicherungen am Telefon verdient. Zu Spitzenzeiten hatten die Auszubildenden firmeneigene (geleaste) Ferraris, die Führungskräfte firmeninterne Huren - man verzeihe mir den Ausdruck aber so haben die Jungs den Großteil ihrer weiblichen Azubinen selbst bezeichnet - Partys, Drogen und Mehmet selbst.
Keine Frage, vertrieblich war Göker extrem erfolgreich, menschlich war er es nicht.

Dann kam der Absturz

Razia, Vorschüsse wurden zurück gefordert, es lief nicht mehr. Göker flüchtete in die Türkei und führt ein sorgenfreies Leben. Seine Mutter hat jetzt dort eine Firma, wo er "nur Angestellter ist". Die Firma macht zufälligerweise das gleiche wie der Sohn auch, aber die Mama leitet das bestimmt und ist nicht nur eine Marionette, natürlich. Jetzt werden halt aus der Türkei heraus Krankenversicherungen verkauft. Macht sich auch viel besser, kann man Verkäufern doch gleich das schöne Leben bei 30° im Schatten schmackhaft machen...

Versicherungen sind die verlogensten Lügner überhaupt!

Wer mit so einem skrupellosen Abzocker arbeitet - menschlich ist Mehmet übrigens echt nett, denn ich habe ihn privat kennen gelernt - , der hat selbst keine Skrupel. Alle schimpfen sie und sagen wie schlecht es doch wäre, aber ich wette jede Versicherung arbeitet mit der Firma "der Mutter", weil es wieder Umsatz bringt. Die geldgierigen Schweine lernen es wohl nie. An sich darf ein solcher Laden keinen einzigen Vertrag mehr in Deutschland platzieren, aber hier wird offenkundig mit charakterlich nicht geeigneten Leuten gearbeitet.

Und mir wirft man vor, ich dürfte Versicherungen nicht als unfaire, intransparenter Dienstleister fernab des Kundennutzens bezeichnen. Werfe doch den ersten Stein... ach lassen wir das.

Unten übrigens ein Videoausschnitt aus Versicherungsvertreter. Ja, der gute Mehmet bekommt sogar seinen eigenen Film...

Sonntag, 22. Januar 2012

Unisex nur bei neuen Versicherungen

Am 21.12.2012 greift die EU-Gleichstellungsrichtlinie, nach derer Versicherungen nur Unisex-Tarife anbieten dürfen. Die Versicherer befürchten eine Ausweitung der Richtlinie mit hohen Kosten, denn dann müsste beispielsweise unabhängig von Gesundheit oder Behinderungszustand kalkuliert werden. Sprich eine Separation nach Risiko wäre kaum noch möglich, aber genau das machen Versicherungen.

Versicherer übten Druck auf Brüssel aus

EU-Justizkommissarin Viviane Reding hat Ausnahmen für den Bestand, etwa die 90 Millionen Lebensversicherungen sowie andere Versicherungen, erlaubt. Die Richtlinie soll trotzdem ausgeweitet werden, wobei die Kommission plant jedwede Finanzdienstleistungen aus zu nehmen. Weitere Änderungswünsche der Versicherungen wurden abgelehnt.

Hintergrund - Ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom März 2012

Die EU-Richter hatten eine in der Gleichstellungsrichtlinie von 2004 enthaltene Ausnahme von der Gleichbehandlung gekippt. In der Folge war unklar ob es für Bestand oder Neugeschäft das Neugeschäft gilt. Ein kostenintensiver Umdeckungsprozess wurde dadurch zumindest nicht begünstigt.

Und jetzt?

Unisex hat in der Versicherungswirtschaft nichts zu suchen! Es ist einfach erwiesen, dass wir nicht alle Menschen gleich sind, nicht alle Lebensumstände gleich usw.. Kapital gedeckte System brauchen diese Differenzierungen, da sie sonst nichts anderes werden als Umlagesysteme, wie sie der Staat betreibt. Dann bräuchte man auch keine Versicherungen mehr.

Fehler in der Denkweise

Man könnte es aus reinem Selbstzweck argumentieren. Aber die Umlagesysteme sind nicht in der Lage Katastrophen auf zu fangen, da sie aufgrund der Umlage und vollumfänglicher Risikoadjustierung nur sehr geringe Summen auskehren können. Mögliche Folgen sind, dass Sie für Ihr abgebranntes Haus nur eine Mindesterstattung bekommen, weil der Durchschnittswert deutlich geringer ist als Ihr Verkehrswert. Oder aber Sie bekommen willkürliche Prämien und Erstattungen, weil jedes Jahr die Umlage (mehrfach) angepasst werden muss. Irgendwie sagt mir mein Gefühl, kein Versicherter fände irgendeine dieser Gangarten dauerhaft gut...

Montag, 16. Januar 2012

Riester und Rürup Renten werden einfacher vergleichbar

Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) beauftragte das Institut für Finanzdienstleistungen e.V. (IFF) zur Erstellung eines Muster-Produktinformations-Blatts (PIB) mit maximal zwei Seiten Länge. Branchen- und Verbraucherverbände wurden bei der Entwicklung mit einbezogen worden.

Alles soll vergleichbar werden

Es soll Vergleiche zwischen Rentenversicherungen, Investmentfonds, Banksparplänen und Wohn-Riester-Produkten möglich machen. Die Renditeminderung (Reduction in Yield) durch Kosten soll prozentual sowie in Euro ausgewiesen werden. Verluste bei vorzeitiger Kündigung sollen in Euro genannt werden, denn die Verbraucher wüssten nicht um die hohen Abschlusskosten.

Gute Ergenisse bei Umfragen und Tests

Eine weitere Informationspflicht im Internet mit beispielhaften Produktberechnungen wird diskutiert. Sogar eine einheitliche Vorlage ist in Planung, was sehr zu begrüßen wäre. Mit den neuen Info-Blättern konnten Verbraucher bei Tests 72-83% der Fragen zu fondsgebundenen Renten oder Banksparplänen richtig beantworten.


Meinung des Autors zum Thema:
Ein Schritt in die richtige Richtung! Die Kennzahl RIY (Reduction in Yield) hat zwar auch Schwachstellen, ist aber ein Fortschritt, zumal eine einheitliche Darstellung auf maximal zwei Seiten von der Regierung vorgegeben wird.

Wünschenswert wäre noch der Einbezug aller Kostenbestandteile (z. B. Fondskosten wie die TER) sowie Modellrechnungen ohne Rückvergütungen (Kickbacks). Denn dann könnte man einfach alle Renten anhand des Rentenbarwerts miteinander vergleichen oder alle Lebensversicherungen anhand des Endkapitalwerts (Kn). Aber ich vergas, das ist ja von der Branche nicht gewünscht...

Und irgendwie fürchte ich, dass bereits kreative Umgehungsmethoden in Arbeit sind. Aber trotzdem gilt für eine gute Idee, Daumen hoch.

Sonntag, 15. Januar 2012

Unnütze Versicherungen laut Welt Online

Die Redakteure der Welt Online haben wieder im Schlamm gewühlt, heraus kam eine Liste der zehn unnützesten Versicherungen. Ok, eigentlich haben die nur stumpf die Empfehlung vom Bund der Versicherten übernommen. Aber das macht nichts, denn in der Masse sind das ja zutreffende Aussagen.


Platz 10 - Glasbruchversicherung

Die finanzielle Belastung für die Reparatur einer kaputten Scheibe dürfte niemanden in den Ruin stürzen. Lohnen kann sie sich allenfalls, wenn Sie einen Wintergarten oder eine sehr teure Spezialverglasung an Ihrem Haus haben.


Platz 9 - Brillenversicherung

Sie glauben, diese Versicherung ersetzt Ihnen bei Bruch oder Beschädigung Ihrer Brille das gute Stück vollständig? Nein! Ein neues Brillengestell gibt es allenfalls, wenn Ihre Brille gebrochen oder beschädigt oder mindestens zwei Jahre alt ist. Einfache Gläser bekommen Sie lediglich bei Beschädigung oder einer deutlichen Sehstärkenveränderung (mindestens 0,5 Dioptrien). Wollen Sie eine besondere Fassung oder höherwertige Gläser, kommen Sie um eine kräftige Zuzahlung nicht herum, da der Zuschuss sehr überschaubar ist.

Typisches Produkt mit dem geistige Unterschichtler schnell auf den Warnlisten der Versicherungswirtschaft landen.


Platz 8 - Krankenhaustagegeldversicherung (KHTG)

Ob die Krankenhaustagegeldversicherung die finanzielle Grundlage fürs tägliche Obst oder für das Fernsehgerät im Krankenhaus sein muss, ist mehr als fraglich.

Ausnahme: Wenn Sie es als Ersatz für ein Zweibettzimmer nehmen, kann man darüber nachdenken. Aber auch dann ist es meist zu teuer. Bei Selbstständigen kann es als Ersatz für den Verdienstausfall angesehen werden, wobei da ein anständiges Krankentagegeld (KTG) deutlich sinnvoller ist!
IdR rentieren sich derartige Verträge nur, wenn man sie in ganz jungen Jahren abschließt oder jedes Jahr bettlägrig ist.


Platz 7 - Reisegepäckversicherung

Haben Sie Ihren Koffer im Flughafen oder im Bahnhof immer in der Hand oder zwischen die Beine geklemmt? Denn die Reisegepäckversicherer zahlen oft nur anteilig oder gar nicht, weil sie Ihnen grob fahrlässiges Verhalten im Umgang mit Ihrem Gepäck vorwerfen. Zudem sind Wertsachen wie Schmuck, aber auch wertvolle Sachen beispielsweise Film- und Fotoapparate nur unzureichend mitversichert.

Tipp: Unter bestimmten Voraussetzungen ist Ihr Gepäck ohnehin in der Hausratversicherung versichert.


Platz 6 - Handyversicherung

Verlust oder Beschädigung eines Handy wird nienamden ruinieren. Entschädigt wird ohnehin nur der Zeitwert, meist mit Selbstbeteiligung. Neugeräte lassen sich meist auch nur innerhalb von drei Monaten ab Kaufdatum versichern.

Typisches Produkt mit dem geistige Unterschichtler schnell auf den Warnlisten der Versicherungswirtschaft landen.


Platz 5 - Hochzeits-Rücktrittskostenversicherung


Sie glauben nicht, dass es eine Hochzeits-Rücktrittskostenversicherung gibt?

Kein Geld gibt es, wenn Braut oder Bräutigam bei der Trauung „Nein" sagen! Also ehrlich, sowas braucht kein Schwein!



Platz 4 - Versicherung gegen „häusliche Notfälle"

Sie haben sich ausgesperrt? Ihre Heizung ist ausgefallen? In solchen und anderen Fällen werden Sie vermutlich einen Notdienst rufen. Kostet zwar, ruinieren wird es aber niemanden. Da wird sich eine Versicherung kaum rechnen können, wie denn auch? Die tritt nur selten ein. Mieter müssen ohnehin nicht für Schäden an Mietsachen aufkommen, die sie nicht selbst verursacht haben.



Platz 3 - Unfallversicherung mit Prämienrückgewähr (UBR/ UPR)

Diese Police ist eine „Milchmädchen-Rechnung". Denn sie zahlt sich keineswegs aus: Den Betrag, den Sie nachher zurückbekommen, haben Sie vorher zusätzlich einbezahlt. Obendrein wird die Erstattungssumme nur mäßig verzinst. Wenn Sie genau hinschauen, sind auch die Versicherungsleistungen meistens nicht ausreichend.

Der Abzocker Klassiker: Hier wird eine Kapitallebensversicherung verkauft und der Unfall Mantel wird als Alibi oben drauf gelegt. Doppelt blöd, denn es kommt nicht zur Auszahlung, nur weil man einen Unfall hat. Es gilt PAUKE - Erklärung an anderer Stelle - und eine dauerhafte Invalidität!


Platz 2 - Insassenunfallversicherung

Verursachen Sie einen Unfall und werden Ihre Fahrgäste verletzt, tritt Ihre eigene Kfz-Haftpflicht ein. Trägt ein anderer Verkehrsteilnehmer die Schuld, zahlt dessen Versicherung. Auf eine zusätzliche Insassenunfallversicherung können Sie also verzichten.

Möglichkeit: Wenn Sie Fahrgemeinschaften mit Kindern haben, dann könnte das eine Option sein. Aber selbst dann halte ich es für rausgeworfen Geld, denn das könnten Sie anderweitig sinnvoller absichern.


Platz 1 - Sterbegeldversicherung

Die Sterbegeldversicherung ist eine geldzehrende Kapitallebensversicherung. Wer sie abschließt, zahlt bei langer Laufzeit am Ende häufig mehr ein als die Hinterbliebenen herausbekommen. Wenn Sie Ihre Angehörigen entlasten wollen, ist eine rechtzeitige Geldanlage die bessere Alternative.

Für junge Menschn gilt, lieber eine Risikolebensversicherung und den Differenzbetrag angelegt, so bekommt man in jedem Fall mehr raus!


Teilweise Text Quellen:
Bund der Versicherten & Welt Online

Donnerstag, 12. Januar 2012

Rechengrößen in der Sozialversicherung in Euro

Wert Monatlich/
Jährlich
Alte Bundesländer
2012
Alte Bundesländer
2011
Neue Bundesländer 2012 Neue Bundesländer 2011
BBMG Allgemeine Renten- und Arbeitslosen-Versicherung Monatlich 5.600 5.500 4.800 4.800

Jährlich

67.200

66.000

57.600

57.600

BBMG Knappschaftliche Rentenversicherung

Monatlich

6.900

6.750

5.900

5.900

Jährlich

82.800

81.000

70.800

70.800

BBMG Kranken- und Pflegeversicherung

Monatlich

3.825

3.712,50

3.825

3.712,5
Jährlich 45.900 44.550 45.900 44.550

Jahresarbeitsentgelt-Grenze Kranken- und Pflegeversicherung (JAEG)

Monatlich

4.237,50

4.125

4.237,50

4.125
Jährlich 50.850 49.500 50.850 49.500

Bezugsgröße in der Sozialversicherung

Monatlich

2.625

2.555

2.240

2.240
Jährlich 31.500 30.660 26.880 26.880

Montag, 9. Januar 2012

Versaute OP & Notfall Zahnklinik - Ihr Autor ist ein paar Tage außer Gefecht

Erklärungen später, jetzt gilt erstmal aua und ab ins Bett. :(

Das Bild ist weiter unten und SEHR EKLIG. Zwar nicht von mir, kam der Situtation aber schon ziemlich nahe. Die Story dazu folgt, leider. Und so saublöd es sich anhören mag, hier war ich heilfroh Privatpatient zu sein!





















Donnerstag, 5. Januar 2012

Verschuldung von Staaten und Unternehmen

Ein kluger Leser und Mandant, an der Stelle ein "Hallo" an Thomas,

hat mich gefragt, warum ich Staatsanleihen für schlechter erachte als Unternehmensanleihen. Da mir grad die Zeit für lange Erklärungen fehlt, fasse ich mich kurz.

Unternehmen (produktiv) brauchen keine Staaten, Staaten brauchen aber Unternehmen (Steuern). Bricht der Staat zusammen, werden wir immer noch essen, trinken, bauen und andere Unternehmensleistungen konsumieren.
Unternehmen dürfen sich nicht beliebig verschulden, nach einem Bankrott sind die führenden Köpfe arm und weg vom Fenster, außer bei Bänkern, da gibt es immer noch goldene Handschläge. Beim Staatsbankrott sitzen dagegen die selben Idioten an der macht, die den Karren vorher mit an die Wand gefahren haben. Und sowas spiegelt sich auch in Kennzahlen wieder, eine davon ist die Verschuldung. Schön zu sehen in der Grafik unten.

Montag, 2. Januar 2012

User Frage zur Beitragsentlastung bei der Krankenversicherung

Frage:

Ich grüße euch :-)
Ich musste neulich meine PKV kündigen, da die Beitragserhöhung sehr krass ausfiel. Beim Abschluss der neuen PKV riet man mir, die Altersrückstellung separat abzuschließen - damit sie nicht bei einem erneuten Wechsel bei dem Versicherer bleibt, sondern ich sie somit garantiert hätte. Stellte sich dann allerdings mit Zusendung der Unterlagen raus, dass es sich im Endeffekt um eine Lebensversicherung handelt - was ich etwas seltsam finde.
Meine Frage daher - ist es sinnvoll dabei zu belassen oder soll ich doch widerrufen?
Herzlichen Dank euch für eure Ratschläge :-)

Antwort:
Werter USER,

vermutlich sind Sie einem Scharlatan aufgesessen. Oben finden Sie Informationen zum Wechsel, unten zur Lebensversicherung/ Beitragsentlastung.

Wechsel oft nachteilig

Der Wechsel einer PKV sollte deshalb immer gut durchdacht werden. Aufgrund von Profilbild und Geschlecht, sowie Ihrer Äußerung zur Beitragsanpassung, vermute ich, dass Sie ein Central Kunde waren.

Bevor eine Kündigung angeraten wird, sollte der Berater eine Tarifoptimierung innerhalb der Gesellschaft nach §204 VVG prüfen. Mit diesem Vorgehen lassen sich geringere Beiträge bei gleicher, teils sogar besserer Leistung, erzielen. Ihr Gesundheitszustand verhindert das nicht, wenn es richtig angegangen wird. Nicht nur dass ein seriöser Berater darauf hinweist, er erklärt Ihnen auch, dass derartige Dienstleistungen ein Honorar kosten, weil diese nicht verprovisioniert sind. Ob jetzt erfolgsabhängig oder Pauschal, ist eine Individualvereinbarung. Sie finden dazu Angebote im Internet oder - Achtung Eigenwerbung - beim persönlichen Kontakt.


Beitragsanpassungen (BAP) sind ein systemimmanentes Problem


Selbst wenn Sie wenige Euros durch einen Wechsel sparen würden, so ist dies nur bedingt sinnvoll. Aufgrund der Kalkulation sind Tarife oft einige Jahre moderat in der Steigerung und haben dann einen hohen Sprung, was u. a. daran liegt, dass Kostensteigerungen von unter 5% p. a. (nicht kummuliert!) vom Versicherer NICHT den Kunden belastet werden dürfen. So kann es sein, dass ein acht Jahre lang stabiler Tarif plötzlich um 50% im Beitrag steigt, weil die notwendigen Steigerungsraten vorher von der Versicherung nicht umgelegt werden durften. Auf Rechtsquellen wird hier verzichtet, da es Sie ja nicht befriedigt das zu wissen. Der beste Zeitpunkt zum Beitritt in einen Tarif ist NACH so einer Explosion, weil die notwendigen Anpassungen vorgenommen wurden und ein marktgerechtes Preisniveau einkalkuliert wurde. Sofern die Gesellschaft keine strukturellen Probleme hat, bei der Central darf man das aber so sagen, sollte genau das KEIN Grund für einen Wechsel sein.

Sofern Sie kein Central Kunde waren, und selbst dann gilt es das zu prüfen, sollten Sie den Wechsel durch Freigabeverhandlungen ggf. rückgängig machen. Ein guter Berater würde diesen Prozess für Sie übernehmen. Achtung, auch hier wird mangels Provision ein Honorar fällig. Die Eigenwerbung gilt auch hier.

Das Mär von dem Altersrückstellungstopf - Mehr Geld bei weniger Einzahlung?

Die Auswirkung der Altersrückstellung können Sie erst im Alter greifen, weshalb dieser Verlust nicht bemerkt wird, wohl aber vorhanden ist. Hier wird häufig falsch mit einer fachlich richtigen Aussage des Deutscher Ring argumentiert. Korrekt ist, dass der Versicherer Altersrückstellungen als Töpfe bildet und Sie in Abhängigkeit von Ihrem Beitrag daran partizipieren. Je mehr (Beitrag) Sie einzahlen, umso mehr bekommen Sie davon. Theoretisch könnten Sie woanders weniger zahlen und trotzdem gleich viel bekommen, weil der Topf einfach größer ist.

Wie es aber gehen soll, dass bei durchschnittlich weniger Einzahlung mehr im Topf sein soll, das möchte ich vorgerechnet sehen! Die Aussage des Vermittlers ist sachlich falsch oder inkorrekt wieder gegeben!

Internte statt teure externe Vorsorge

Anstatt einer Lebensversicherung, sollten Sie innerhalb der Krankenversicherung Entlastungsbausteine besparen. Diese haben einen Garantiezins von 3,5%, was Sie zzt. ohne Kosten nirgends risikofrei erhalten können, und können steuerlich so abgesetzt werden wie Ihr Krankenversicherungsbeitrag. Der Clou ist, dass es zu vereinbarten Auszahlungszeitpunkt (z. B. mit 65) nicht zu einer steuerbaren Einnahme kommt, weil die Beiträge direkt bei der Krankenversicherung verrechnet werden. Sie können also vornweg einen Steuervorteil nutzen und haben hinten keine Steuernachteile!

Diese Gelder wären bei einem Versichererwechsel verloren. Ein guter Berater berät aber, dass Sie nicht wechseln müssen, hier darf also die Intention und/ oder das Fachwissen des Vermittlers angezweifelt werden.

Nachteile einer Privatrente

Die Privatrente müssen Sie versteuern. Hinzu kommen die hohen Kosten und Gebühren. Völlig egal ob es die Continentale ist (über die Impuls), das Stuttgarter Gesundheitskonto (über diverse Vertriebe) oder andere Renten, Sie zahlen fast immer drauf. Außerdem sind die Auszahlungen nicht garantiert, bei den internen Rückstellungen schon.
Zusätzlich hätte dann eine Altersvorsorge Beratung statt finden sollen, welche erfahrungsgemäß leider oft ausbleibt.

Handlungsempfehlung Ohne Ihre Situation genau zu kennen, sollten Sie - vorbehaltlich sachverändernder Tatsachen - gegen Gebühr den Verbraucherschutz oder einen spezialisierten Berater aufsuchen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit sind Sie an eine Stümper geraten.


Bitte bleiben Sie regelmäßiger Leser, es warten noch weitere nützliche Informationen auf Sie.Viel Erfolg bei Ihrer Recherche.

Grüße Ihr
Walter Benda

Dienstag, 27. Dezember 2011

Toll, eine Leserreaktion!

Liebe Leser,

es ist ein Hater. Oder doch ein Flamer? Vermutlich ein waschechter Hater. Wobei ich persönlich in der Praxis kaum einen Unterschied ausmachen kann. Was das bedeutet können Sie selbst heraus finden, als Blogleser wissen Sie das aber vermutlich schon.
Hater zeichnen sich durch ihre offene Art aus. Sie sind äußerst  tolerant. Sie versuchen den sachlichen Ton zu wahren, wobei mir bewusst ist, dass ich im Glashaus sitze. Rechtschreibung und Interpunktion gehören zu Ihren Stärken, wobei dieser hier tatsächlich eine vergleichsweise gute - traurig aber wahr - Orthographie an den Tag legte. Sie versuchen konstruktiv zu sein und stehen immer öffentlich zu dem, was sie sagen.

Warum ich Ihnen das schreibe?

Lesen Sie einfach diese E- Mail (in kursiv), eine Antwort erfolgt darunter. Bis auf die E- Mail des Absenders sowie meiner Signatur habe ich nichts verändert! Bitte auch die Kommentierung lesen, danke! :-)


Von: Wichtige Post vom Falken [mailto:falkenpost@heißer-unseriöser-amerikanischer-Anbieter.com]
Gesendet: Freitag, 23. Dezember 2011 17:44
An: walter.benda@die-finanzpruefer.de
Betreff: Das Frauenportal www.einfachanders.de

Leider schlechte recherchiert und das fehlende Hintergrundwissen lässt sich damit auch nicht kaschieren. Dies fängt schon damit an, dass hinter dem Portal nicht die ERGO, sondern ERGO Direkt steckt. Wer sowas nicht bemerkt, sollte mit Kritik lieber den Ball flach halten! LOL
Des Weiteren wird keine Unabhängigkeit propagiert - es wird eher im Gegenteil die Kooperation zwischen OTTO FinanzPlus und den ERGO Direkt Versicherungen deutlich hervorgehoben. Wer dies auch nicht lesen ist, ist selber schuld.

"Spätestens mit Eintritt von unisex Tarifen endet auch diese Luftnummer." - Falsch, weil hier die Versicherungen auch heute schon von Männern abgeschlossen werden können.

"Vorsorgeuntersuchungen für 100€. Da fallen mir spontan haufenweise Tarife ein, welche mehr leisten und dabei weniger kosten. Also Blödsinn!" Ein paar Beispiele Bitte bzgl. Krebsvorsorge.

"Krebsvorsorge. Das zahlt die Kasse, außerdem ließe es sich umfassender anderweitig absichern. Unzureichend." Leider falsch!

Also am besten noch mal vor den Rechner und genau hinschauen. 


ANTWORT E-MAIL
 
Von: Wichtige Post vom Falken [mailto:falkenpost@heißer-unseriöser-amerikanischer-Anbieter.com]
Gesendet: Freitag, 23. Dezember 2011 17:44
An: walter.benda@die-finanzpruefer.de
Betreff: Das Frauenportal www.einfachanders.de


ich danke für Ihre offenen Worte und begrüße, dass Sie nicht einmal Ihren Namen nennen. Das zeugt von wahrer Größe. Gerne dürfen Sie anders lautende Stellungnahmen abgeben oder meine Darstellung öffentlich kritisieren, dieses Recht steht einem jeden frei.

Ihre Argumentation möchte ich indes wortgleich zurück geben, denn es gibt Kassen und Tarife, welche die von Ihnen genannten Punkte erstatten. Ein anderer Tonfall hätte mir womöglich Beispiele abgerungen, vielleicht. So empfehle ich - in Würdigung Ihrer bisherigen Recherchen und Gepflogenheiten - die Eigenintiative, sie scheint sehr konstruktiv zu sein.

Ich wünsche Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und hoffe, dass man Ihnen mit der gleichen Höflichkeit begegnet wie Sie Dritten.

Mit freundlichen Grüßen
Walter Benda
Unabhängiger Makler für Kapitalaufbau, Vermögenssicherung und Versicherungen


Kommentierung

Eigentlich gibt es da nichts zu kommentieren, eigentlich. Die Anmerkung bezüglich Ergo & Ergo Direkt kann man gelten lassen, wobei das sachlich nichts beisteuert. Bemerkt habe ich es zwar schon, aber versäumt ausreichend zu differenzieren. Mea culpa.

Vorwurf unisex Tarife

Das mit den Unisex Tarifen sollte der Absender, ich gehe aufgrund von Wortwahl sowie Rechtschreibefehlern von einem Mann unterer Bildungsschicht aus, nochmal überdenken. Der Kern meiner Kritik war nie, dass Männer diese nicht abschließen können. Im Zweifel hilft ein Duden! Ich versuche es aber, extra mit Rücksichtnahme auf meinen ersten Hater, mit neuer deutsche Rechtschreibung: Subjekt, Prädikat, Beleidung, Objekt, Alter.
Bist Du Lebensversicherung, bist Du immer individuell gerechnet, egal ob Mann, Frau oder Spasti; klar Alter? Bist Du Lebensversicherung, bist Du Gruppe von Vieles. Vieles in unisex gesteckt, dann auch deine Rechnung in unisex gesteckt. Du laberst von Frauentarifes, Du laberst große Zellsammlung von unappetitlicher Körperöffnung!
Entschuldigung, besser ging nicht. Schätze aber, dass er die Kritik immer noch nicht verstanden hat. ;)

Vorwurf Krebsvorsorge

Was soll ich da sagen? Er sagt ja, meine Aussage ist falsch. Dass es beispielsweise Disease Management Programme, gezielte Vorsorgeuntersuchungen etc. gibt, das muss ich mir wohl alles ausgedacht haben. Die entsprechenden Kassen existieren wohl nur in meinem Kopf...

Vorwurf Vorsorge

Da er laut eigener Aussage weiß, dass ich falsch liege, warum will er dann Beispiele haben? Well, einige (gute) Krankenkassen bieten dafür Boni bzw. Bonusprogramme an, da kann man sich meist sogar die Versicherung sparen! Es soll sogar Kassen geben, die dem Versicherten teils mehrere Hundert Euro zurückzahlen, wenn er diese Untersuchungen wahrnimmt. Aber vermutlich denke ich mir auch das nur aus...

Fazit: Gracias!

Man sagt immer so schön, man wird an der Anzahl meiner Feinde gemessen. Die Taliban in Afghanistan waren zwar gefährlicher als der hier, dafür aber weniger amüsant! Aber hey, laut eigener Aussage ist seine Post "wichtig".
Ich freu mich auf weitere Fanpost... :D

Donnerstag, 22. Dezember 2011

Versicherungsvermittler dürfen trotz Insolvenz weitermachen

Wer in Deutschland Versicherungen verkaufen will braucht eine Erlaubnis nach §34 d GewO. Nebst ein wenig Kleingeld bedarf es einer Alibi Qualifikation, der des Versicherungsfachmanns. Besser als nichts, aber nicht einmal ansatzweise genug um Privatpersonen zu beraten, von Gewerbekunden ganz zu schweigen. Wer bei einer Versicherung oder einem Strukturkvertrieb (= Drückertruppe) unterkommt, braucht dafür meist noch nicht einmal eine Qualifikation, da er unter einem Haftungsdach unterkommen kann.

§ 34 Absatz 2 Nummer 2 GewO - Nach mir die Sintflut

Diese zusätzlich Bedingung besagt, dass der Vermittler geordnete Vermögensverhältnisse haben muss, also ein sauberes Führungszeugnis, Gewerbezentralregister, Schufa und natürlich keine Insolvenz. Leider gilt das nur bei Antragsstellung, was man sich also im Anschluss grobe Schnitzer leistet, ist das zumindest der IHK egal. Denn der §12 GewO sagt, dass die Lizenz nicht während eines laufenden Insolvenzverfahrens entzogen werden darf.


Gläubigerschutz vor Kundenschutz

Der Vermittler darf erstmal weiter machen, schließlich sollen seine Gläubiger ja befriedigt werden und dafür muss Geld rein. Dieses wird eben durch Provisionen verdient und je mehr ich verkaufe, umso mehr Umsätze habe ich, umso höhere Provisionssätze erhalte ich auch, verdiene also gleich doppelt mehr. Wer käme eigentlich jetzt auf die Idee, dass der Vermittler unter Druck stehen könnte und auf Gedeih und Verderb verkauft?
In §60 VVG ist geregelt, dass der Vermittler eine Beratungspflicht hat, bei Maklern sogar eine umfassende. Nur wie kann er diese ausführen, wenn er ständig Druck im Nacken hat, weil er mehr Provisionen generieren muss. Spätestens wenn der Insolvenzverwalter in seine Vertragsbeziehungen eingreift, werden wohl eher nicht die provisionsschwachen Anbieter aussortiert...

Stellung der IHK

Man weiß bei der IHK um diese Problematik, zumal es immer wieder Vermittler gibt, bei denen sowas akut wird. Aber man übt sich in Schweigen. Zwar redet man da von Amtsermittlungspflicht, obwohl es ja KEIN Amt ist, aber man würde nur begründeten Hinweisen nachgehen. Anonyme Meldungen werden nicht bearbeitet. Welcher Makler mit Insolvenz klagt sich selbst bei der IHK an? Welcher Insolvenzverwalter hat ein Interesse daran, zumal es den Anspruch der Gläubigerbefriedigung konterkarrieren würde?
Genau, wenn interessiert schon der Verbraucher. Der zahlt am Ende sowieso, auf die eine oder andere Art!

Man müsste es verbieten. Jeder verbrannte Vermittler kann die Branche wechseln oder versuchen woanders unter zu kommen. Wenn jemand aber sechsstellig Schulden hat und nirgends in der Branche mehr Arbeit findet, dann hat er es verdammt nochmal auch nicht anders verdient. Hier wird fahrlässig gehandelt!

Weitere Exits für verbrannte Vermittler?

Leider gibt es noch eine Menge anderer Tricks, die aber schon schwieriger sind, und den meisten Vermittlern nicht klar sind. 

Wenn also ein Unternehmer einen großen Fuhrpark unterhält, massiv Provisionen als Vorschuss auskehrt aber mangels Wirtschaftlichkeit damit gegen die Wand fährt, was passiert dann?
Er liefert die Sachkunde (die o. g. Qualifikation), ein Familienmitglied wird Geschäftsführer einer GmbH (weil Haftung ja doof ist) und der ganze Dreck fängt von neuem an. Meist unter fast gleichem Firmennamen aber definitiv unter gleicher Anschrift. Warum auch umziehen, wenn es doch gemütlich ist, mhm?

Zu viele sind derer

Um es klar aus zu drücken, es gibt keine offiziellen Zahlen über die Anzahl verbrannter Schafe aber selbst mir begegnen in der Praxis Vermittler, wovon geschätzt jeder zwölfte nicht mehr arbeiten dürfte. Sprich fast 8,5% der Vermittler sind abgebrannt, beraten aber andere über Finanzen.

Das Frauenportal www.einfachanders.de

"Weil Frauen keine Männer sind.", ok, ist ja ein Fakt.
"Ich bin ein Tollpatsch. Andere auch.", ok, meinetwegen sei auch das ein Fakt.
"Beim Zahnarzt bin ich "Eure Majästet".", selten so gelacht!

Was soll das bitte?

Selbstredend haben Frauen häufig andere Bedürfnisse als Männer, das ist nun kein großes Geheimnis. Aber dieses Portal verhökert die Emanzipation der Frau für ein paar lausige Versicherungen. Glaubt denn echt jemand, dass man mit diesen teils schon chauvinistischen Sprüchen - und ich hätte nie gedacht mich mal über sowas auf zu regen - mehr Verträge an den Mann, Verzeihung, die Frau bringt?
Der Grundgedanke ist ja gut, aber hier werden Klischees bedient, derer sich sogar mein Opa für schämen würde. Moralisch verwerflich, denn gebildete Kundschaft wird damit kaum angesprochen und allen anderen sollte man ohne Beratung keine Versicherung aufs Auge drücken.

Wer ist der Übeltäter?

Den kennen Sie schon, es sind die Jungs wo es endlich richtig geile Orgien (Ergo) gibt. Der Otto Versand hat auch seine Finger im Spiel. Wenn klassische Handelswaren keine Marge mehr haben, muss man es eben mit Versicherungen versuchen. Logisch: Wer nichts wird, wird Wirt. Und ist auch dieses nicht gelungen, versucht ers mit Versicherungen...
Man tut auf unabhängig, verkauft aber nur eine Gesellschaft, die Ergo. Irgendwie ist das scheinheilig.

Aber was verkaufen die?

Jeden Schrott, hier schreckt man mal wieder vor NICHTS zurück. Bei der Augenversicherung - nein, nicht verlesen - stellt man sogar die provokative Frage, wer das denn bräuchte. Wenn man mich fragt: NIEMAND! Für 10€ im Monat erst recht niemand.
Leider ist der menschliche Geist manipulationsanfällig. Wenn ich ihm einen Blödsinn nur oft genug eintröte, dann glaubt er es vielleicht irgendwann. Auch hier wieder die Sache mit der Bildung...


Hier noch ein paar "tolle" Beispiele für "spezielle" Frauen Produkte? Analyse unter dem Bild.


Krebsvorsorge
Das zahlt die Kasse, außerdem ließe es sich umfassender anderweitig absichern. Unzureichend.

Vorsorgeuntersuchungen für 100€
Da fallen mir spontan haufenweise Tarife ein, welche mehr leisten und dabei weniger kosten. Also Blödsinn!

Tagegeld bei stationärer Behandlung
Zitat Stiftung Finanztest: Eine der unnützesten Versicherungen.
Aussage Walter Benda: Ich unterschreibe das. Denn bei so einem Humbug MUSS ich jedes Jahr ins Krankenhaus, sonst zahle ich das vielfache drauf. Und wer will es denn schon darauf ankommen lassen?

Zuzahlung zu medizinischen Hilfsmitteln
Das ist kein reines Frauenproblem! Und die Zuzahlungen sind kein finanzielles Risiko. Interessant wäre die Versicherung höherwertiger Hilfsmittel!

Ein- oder Zweibettzimmer
Wo soll hier das Frauenproblem sein? Das Bett macht preislich keinen Unterschied ob Mann oder Frau dring liegt, gäbe ja auch Ärger beim AGG.

Chefarztbehandlung
Es heißt Privatarztwahl und auch das ist kein Frauenproblem.

Telefonische Assistance Leistungen
Zeigen Sie mir eine Kasse oder Versicherung, welche das nicht hat!

Prüfung der Heil- und Kostenpläne
Na welche Versicherung würde das aus Kostengründen denn nicht tun, hm?

Diebstahlschutz
Klar, Männer werden neuerdings nicht mehr beklaut.

Kinderbonus beim Parkschaden
Wie bitte? Wenn der Filius am Steuer sitzt, gibt es mehr Geld? Wenn das Kleinkind im Auto sitzt gibt es mehr Geld? Logik? Achja, Ergo, besser nicht nachdenken...

Lebensversicherungen speziell für Frauen
Jede Lebensversicherung ist speziell für Frauen, denn sie verwendet versicherungsmathematische Grundsätze, weshalb Risiken günstiger zu versichern sind und Renten teurer. Spätestens mit Eintritt von unisex Tarifen endet auch diese Luftnummer.

Fazit
Blanker Hohn. Dafür, dass die Ergo einen derartigen Mist auflegt, sollte man schon wieder die komplette Vorstandsetage samt Marketingabteilung rauswerfen. Übrigens sollten die Gewerkschaften das auch fordern! Denn so lange man glaubt Versicherungen derart plump an den Verbraucher bringen zu können, da wundert es doch wenig, dass oft nicht gezahlt wird. Noch weniger verwundert da das hausgemachte, schlechte Image der Versicherungen, wie auch das ihrer Vertreter. Gut, dass Herr Kaiser das nicht mehr miterlebt...

Dienstag, 20. Dezember 2011

In was investieren Versicherungen eigentlich?

Die Frage ist wichtig, denn die klassische Kapitallebensversicherung (KLV) oder klassische Rentenversicherung (RV) gegen Überschussbeteiligung ist ein Auslaufmodell. So wie die Versicherung investiert, kann ein jeder auch selbst investieren, nur ohne die Gebühren der Versicherung mit zu zahlen. Sprich den Risikoanteil kauft man sich aber eine reine Risikoversicherung (Risikolebensversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung, etc.) ein und den Sparanteil legt man selbst an.

Besonders spannend finde ich gerade Anleihen. Beispiel Gothaer, dort kann man eine Versicherung für ca. 4% Rendite vor Kosten kaufen oder eine Anleihe, welche über 5% Zins abwirft und dabei nicht einmal Kosten aufweist. Und das geht auch noch bei anderen Unternehmen!

Nur wie machen es ein paar der Großen?

Wichtige Erkenntnis! Alle Versicherungen, welche überdurchschnittliche Überschüsse abwerfen, investieren in risikoreichere Anlagen! Beispiel Volkswohl Bund, Debeka & Hannoversche, dort sind überall überdurchschnittlich viele Pfandbriefe und Bankanleihen enthalten. Sicher?

Nehmen wir mal als Beispiel die Debeka, die hat nämlich 80% Ihrer Kundengelder in Pfandbriefe - wir erinnern uns an Subprime - sowie Bankanleihen investiert. Die tun also nach außen sicher, haben aber im inneren noch miesere Papiere als andere Gesellschaften. Oder um es mit einer alten Weisheit aus zu drücken, der Zins ist immer ein Gegenwert für das Risiko. Und wenn ich ständig am Limit fahre, weil ich ja oben mitmachen will, dann kommt irgendwann der Moment wo ich etwas zu schnell durch die Kurve fahre... oder eben fliege!

Es gibt keine 100% Sicherheit

Das sollte jedem Depp klar geworden sein. Wenn ich aber über 80% meiner Geld in ein System stecke (Pfandbriefe, Banken und Geldsystem gehören zusammen), dann habe ich noch mehr Risiken als wenn ich es noch über Staaten und Unternehmen streue. Aber gerade letzteres macht kaum einer.
Gerade Unternehmensanleihen sind sinnvoller als Staatsanleihen. Frei Schnaue behaupte ich ganz dreist, dass Läden wie Siemens, Lufthansa und die Telekom noch lange nach einem eventuellen Staatsbankrott da sind und ihre Dienstleistung an den Mann/ die Frau bringen werden. Von der BRD und dem Euro kann man das wohl nicht so sagen...



Allianz Gruppe

Rentenpapiere: 89
Aktien: 7
Immobilien: 2
Sonstiges: 2
Anteil an Rentenanlagen:
Pfandbriefe: 26
Staatsanleihen: 35
Bankanleihen: 10
Industrieanleihen: 19
Sonstiges: 10

AMV Aachen-Münchner

Rentenpapiere: 87
Aktien: 2
Immobilien: 5
Sonstiges: 6
Anteil an Rentenanlagen:
Pfandbriefe: 29
Staatsanleihen: 39
Bankanleihen: 16
Industrieanleihen:
Sonstiges: 16

Debeka

Rentenpapiere: 98
Aktien: 0,5
Immobilien: 1
Sonstiges: 0,5
Anteil an Rentenanlagen:
Pfandbriefe: 40
Staatsanleihen: 15
Bankanleihen: 40
Industrieanleihen: 0
Sonstiges: 5

ERGO Versicherungsgruppe

Rentenpapiere: 93
Aktien: 4
Immobilien: 2
Sonstiges: 1
Anteil an Rentenanlagen:
Pfandbriefe: 41
Staatsanleihen: 40
Bankanleihen: 9
Industrieanleihen: 5
Sonstiges: 7

Zurich Gruppe

Rentenpapiere: 94
Aktien: 1
Immobilien: 3
Sonstiges: 2
Anteil an Rentenanlagen:
Pfandbriefe: 16
Staatsanleihen: 43,6
Bankanleihen: 10,4
Industrieanleihen: 0
Sonstiges: 30

Generali

Rentenpapiere: 82
Aktien: 2,8
Immobilien: 6,1
Sonstiges: 9,1
Anteil an Rentenanlagen:
Pfandbriefe: 34
Staatsanleihen: 44
Bankanleihen: 9
Industrieanleihen: 8
Sonstiges: 5

Volkswohl Bund

Rentenpapiere: 82
Aktien: 2
Immobilien: 7
Sonstiges: 9
Anteil an Rentenanlagen:
Pfandbriefe: 31,7
Staatsanleihen: 15,9
Bankanleihen: 43,9
Industrieanleihen:
Sonstiges: 8,5

Heidelberger Leben

Rentenpapiere: 94,9
Aktien: 0
Immobilien: 0,5
Sonstiges: 4,6
Anteil an Rentenanlagen:
Pfandbriefe: 47,4
Staatsanleihen: 50,6
Bankanleihen:
Industrieanleihen:
Sonstiges: 2

Sparkassen Versicherung

Rentenpapiere: 85
Aktien: 1,4
Immobilien: 5,5
Sonstiges: 8,1
Anteil an Rentenanlagen:
Pfandbriefe: 50
Staatsanleihen: 13
Bankanleihen: 9
Industrieanleihen: 8
Sonstiges: 20


Hannover Leben

Rentenpapiere: 86,2
Aktien: 0,5
Immobilien: 3
Sonstiges: 10,3
Anteil an Rentenanlagen:
Pfandbriefe: 29,7
Staatsanleihen: 13,2
Bankanleihen: 37,7
Industrieanleihen: 2,2
Sonstiges: 17,2

VGH

Rentenpapiere: 87
Aktien: 1,8
Immobilien: 4
Sonstiges: 7,2
Anteil an Rentenanlagen:
Pfandbriefe: 38
Staatsanleihen: 28
Bankanleihen: 30
Industrieanleihen:
Sonstiges: 4

Nürnberger

Rentenpapiere: 82,1
Aktien: 6,1
Immobilien: 5,8
Sonstiges: 6
Anteil an Rentenanlagen:
Pfandbriefe: 24,2
Staatsanleihen: 48
Bankanleihen: 16,3
Industrieanleihen:
Sonstiges: 11,5

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Kurze Funkstille wegen fremdverschuldeter Arbeitsbehinderung

Sehr geehrte Leser,

bitte entschuldigen Sie die mangelnden Berichte. Kommende Woche werden bei den meisten Gesellschaften (Versicherungen, Banken, etc.) die Stifte aus der Hand gelegt. Sprich alles bis zur ersten Januarwoche muss JETZT abgearbeitet werden, da bleibt keine Zeit fürs Schreiben.

Dann kommt Weihnachten. Zwischenzeitlich muss ein Kollege klären ob ein mit Düse betriebenes Skatebord (da ca. 16 PS) nicht schon ein Kraftfahrzeug ist und eine eigene Kfz- Haftpflichtversicherung braucht oder ab das noch bei der Privathaftpflicht durchgeht. So Blödsinn wie die Benzinklausel können also doch ganz interessant sein. Ich möchte es aber nicht statt seiner rausfinden müssen. ;)

Bis zum nächsten Mal, Ihr
Walter Benda

PS. Achja, die Arbeitsbehinderung kommt von dem überfressenen Pack, welches tariflich mehr verdient als viele Akademiker, mehr Urlaub hat und diesjährig protestiert hat, weil es das erste Mal seit 16 Jahren keine automatische Lohnanpassung gab...

Dienstag, 13. Dezember 2011

Wüstenrot Affäre Nachtrag

Da mich ein Leser darauf hingewiesen hat, hier noch eine Kommentierung zu folgendem Exzerpt:

"Die W&W prüft die Vorwürfe derzeit. "Eindeutige Ausschweifungen im Rahmen einer Dienstreise verstoßen selbstverständlich gegen unsere Verhaltensrichtlinien. In diesen Fällen werden wir, wenn es angemessen und rechtlich möglich ist, personelle Konsequenzen ziehen. Sollte dies nicht möglich sein, werden wir zumindest disziplinarische Maßnahmen ergreifen", sagte Bernd Hertweck, Vorstand der Wüstenrot Bausparkasse AG laut einer Pressemitteilung des Unternehmens. Als erste Maßnahme habe man beschlossen, dass ab 2012 nur noch Ziele in Deutschland für Incentive-Reisen in Frage kommen. Zudem werde das gesamte System auf den Prüfstand gestellt."


Mal überlegen, es geht um die erfolgreichsten Drücker in einem schlechten System. Wieso glaube ich nur, dass hier ähnlich wie beim Militär verfahren wird? Man hebt den Finger, sagt laut "Ey Du, Du, Du... Du das macht man aber nicht!". Thema erledigt, es fragt keiner mehr. Warum?


Dafür können die keine wichtigen Person rauswerfen, das können die sich gar nicht leisten!


Top Verkäufer haben eine etwas unangenehme Eigenschaft, sie schreiben viel Geschäft, wofür das Unternehmen sie ja letztlich beschäftigt. Die Umsatzbringer können die Abhängigkeiten aber auch umkehren, wenn man deren Umsätze nämlich braucht. Und jetzt entsteht die perverse Situtation, dass man bei einer Kündigung jede Menge Entschädigung zahlen muss: Abfindungen (Angestellte), Ausgleichsanspruch (Handelsvertreter) usw. Es ist folglich billiger diese Entschädigung nicht zu zahlen und dankbar weiterhin die Umsätze an zu nehmen.
Besides, wenn ein Landesdirektor mit 250 Strukkis (Drücker) unter sich rausgeworfen wird, wandern große Teile der Strukkitruppe sowie der Kunden mit ab. Und das wird nochmals teuer. Und mal ernsthaft, wer will das schon, wenn den Finger heben billiger ist als Geld abheben, mhm?


Genau, es ändert sich wieder einmal NICHTS!

Montag, 12. Dezember 2011

Bunga Bunga - Die Wüstenrot Drücker am Zuckerhut

Ein Skandal? Wirklich?

Im April 2010 gab es für die 50 besten Wüstenrot Vertreter, also jene mit den meisten Neuabschlüssen, eine Reise nach Rio de Janeiro in Brasilien. Unter anderem wurde dort im Club "Barbarella" eingekehrt, wo man Geld gegen Sex tauschen kann. Oder je nachdem welche Fleischeslust einen sonst noch so treibt...
Gerüchteweise, denn die Vertreter mussten strafbewährte Verschwiegenheitserklärungen unterschreiben, haben ca. 14- 20% der Vertreter das Lokal besucht und ganze drei (also läpische sechs Prozent) die sonstigen Dienste auch in Anspruch genommen.

Ein Skandal? Mitnichten!

Wenn ich mir die Gesamtreisekosten ansehe, welche bei ca. 200.000€ für zehn Tage Rio + Vergnügen liegen, kann ich mir schwerlich vorstellen, dass es von oben mitorganisiert war. Dort gibt man sich natürlich, wie immer wenn man kein Rückgrat hat, völlig entsetzt, sowas würde weder zur Unternehmenskultur passen noch würde man das gut heißen.
Ich heiße es auch nicht gut, was aber Leute in ihrer Freizeit machen, kann mir getrost egal sein! So lange die Vertreter ihr privates Geld auf den Kopf hauen, dürfen sie sich meinetwegen gegen Geld mit Fäkalien beschmieren lassen, es hat mich nichts an zu gehen. Anders als bei dem HMI Budapest Skandal haben hier Privatpersonen ihr Privatgeld verausgabt. Auch Trunkenheit ist bei so einer Fahrt keine Seltenheit, denn zumindest der Alkoholkonsum wird bei jeder Gesellschaft gezahlt. Miese Doppelmoral!

Alkohol ist okay aber Sex wäre es nicht?

An der Stelle übrigens eine ehrliche Anmerkung: Mir ist noch kein Industrieunternehmen (Einblicke habe ich von Ford, Bosch & Siemens) noch eine Versicherung (hier kenne ich ein paar mehr) untergekommen, die NICHT den Alkohol bezahlt haben. Es mag albern klingen, aber die fünf Minuten Vergnügen - gerüchteweise schaffen andere Männer mehr - sind preiswerter als die mehrstündige Sauftour jeden Abend. Beides ist verwerflich, aber bei Alkohol ist das ok? Der Sex ist böse? Amerikanische Zustände, die einfach albern sind, denn das Problem ist ein ganz anderes:

Es werden die falschen Leute auf diese Incentives geschickt!

Um mehr Verträge zu vermitteln, hat die Wüstenrot mehr Provision ausgekehrt als üblich. Wenn die abgeschlossenen Verträge dann tatsächlich bespart wurden, warum das anders sein sollte verstehe ich nicht, dann gab es nochmal Geld extra. Stornierte Verträge oder generell die Stornoquote fand - mal wieder - keine Berücksichtigung. Das heißt auf Deutsch, die Bauspar Drücker haben sich erneut jene eingeladen, welche am rücksichtslosesten Verträge verkauft haben. Dass diese Leute schon in der Schule nicht die Benimm Könige waren sollten selbst die Vorstände bei der Wüstenrot wissen. Aber da kommt man meist auch nur hin, wenn man schon am Schulhof am lautesten Rülpsen konnte, und Rio hat man vorher auch schon besucht...

Freitag, 9. Dezember 2011

Ergo - HMI - Alter Wein in neuen Schläuchen

Die HMI, der Strukturvertrieb der Ergo Truppe, ist bekannt für ausschweifende Partys, schlechte Beratung und jeder Menge Negativschlagzeilen.

Bei der MEG hat offiziell auch nie einer auf dicke Hose gemacht

Noch vor zwei Wochen bei Anne Will wurde doch öffentlich behauptet, dass man sich bei der Ergo Methoden wie derer von Mehmet Göker (MEG) nicht bedienen würde. Meine Aussage war ja relativ klar dazu, die ARD hat nach der Anne Will Sendung sogar ein Bild online gestellt. Man hat mich optisch zwar nicht gut getroffen - ich hatte kein rosa Hemd an - , zu meiner Aussage stehe ich aber vorbehaltlos!
Von wegen man würde ich für den angestellten Außendienst einsetzen. Wie denn, wenn es bald keinen mehr gibt. Eine glatte Lüge!

Weniger Freiheit soll dem Druck entgegen wirken

Dieser Strukki Laden, welcher ursächlich mit am schlechten Bild der Branche Schuld hat, macht genau so weiter wie zuvor. Man sägt ein paar der Marionetten ab, denn wer ganz oben an der Spitze ist hat keinen echten Einfluss mehr darauf was unten geschieht, und ersetzt sie durch neue. Durch Einschränkung der unternehmerischen Freiheit wird bestimmt weniger Provisionsdruck lasten, es wird bestimmt weniger vorgegeben und die Berater werden bestimmt mehr beraten statt verkaufen...

Erbärmlich! 

Es ist ein Armutszeugnis für eine ganze Branche, dass sowas selbst nach Medienberichten noch geschieht!

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Update zum Nachtreten des "Kollegen"

Es gibt ein Update, da der "Kollege" nachgetreten hat. Bitte die letzte Mail lesen, darauf folgen ein paar Zeilen von mir.

3. Mail Versicherungsmakler, nachdem da schon Unfug schriftlich festgehalten wurde

> Sehr geehrter Herr Kunde,
>
> leider haben Sie auf meine letzte E-Mail zu DWS nicht geantwortet, obwohl
> diese sehr informativ war…..
>
> Nun aber zum Thema Kfz:
>
> Sie haben den Hauptvertrag sicher aus Beitragsgründen gekündigt, meine
> Ratschläge zur Qualität der VHV scheinen
>
> nicht berücksichtigt geworden zu sein.
>
> Es ist nur klug, wenn Sie die anderen Verträge der Motorräder auch
> kündigen, denn ich hatte mit der VHV
>
> jeweils Sonderregelungen für Sie vereinbart, was das Bestehen eines
> Hauptvertrages bei VHV voraussetzt.
>
> Die Ihnen erteilten Sondereinstufungen (SFR) verlieren Ihre Gültigkeit,
> da nun dieses Konstrukt zusammen-
>
> bricht ……
>
> Mit freundlichen Grüßen


Letzte Mail des Kunden, nach mehrfachen Falschaussagen erstaunlich, dass da überhaupt noch kommuniziert wird


 
Hallo Herr Versicherungsmakler,

vielen Dank für Ihre Empfehlung. Allerdings muss ich mich darüber sehr wundern, denn meinen Recherchen zur Folge gab es und gibt es keine "Sonderregelungen" für meine VHV-Verträge. Der Kfz-Vertrag hat mit den Krad-Verträgen NICHTS zu tun.

Zudem habe ich spaßeshalber bei der VHV angerufen und nach einem Rabatt gefragt. Schon allein durch meinen 2-minütigen Anruf habe ich nur bei meiner Kfz-Versicherung einen Rabatt von 50€ angeboten bekommen. Ist das die Sondereinstufung, die Sie beschreiben?

Bezüglich der von Ihnen und Ihrem Kollegen aufbereiteten Informationen zur DWS auch dafür vielen Dank. Allerdings konnten mich auch diese Informationen nicht überzeugen. Einige der Angaben sind sogar faktisch völlig falsch. Ich gehe davon aus, dass diese Angaben nicht vorsätzlich ihren Weg in die Mail gefunden haben.

Dennoch verzichte ich hiermit auf weitere Beratungsdienstleistungen von Ihnen.

Mit freundlichem Gruß,
Der Kunde


< Guten Tag Hr. Kunde,
<
< ich hoffe nur, dass ich Ihre E-Mail falsch verstehe...
<
< Aber Ihr Vertrauen scheint ja völlig am Boden zu sein, wenn ich das lese.
<
< Schauen Sie sich die Anträge Krad vom 04.06.2007 und 29.07.2008 an, dort steht jeweils die SF 2 als < Ersteinstufung drin, normal ist hier die SF 0, in besseren Fällen auch nur die SF 1/2.
<
< Weshalb behaupten Sie so etwas und unterstellen mir falsche Angaben????
<
< Zur DWS kann ich nur sagen, dass Zurich keine Alternative ist, auch wenn ich diese ebenfalls anbieten < kann, und ich gern wüsste, was Ihrer Meinung nach falsch ausgelegt wurde. Bitte machen Sie sich die Mühe, < denn ich möchte mich auf die Aussagen meines Kollegen verlassen können. Diese sollten immer korrekt sein < und nicht von einem Kunden widerlegt werden können.
< Schade nur, dass Sie erst einen Auftrag auslösen und danach Ihre "Internetrecherchen"
< betreiben.
< Mit freundlichen Grüßen

Kommentar

Die Erkentniss, dass das Vertrauen gestört ist kommt reichlich spät. Aber die Enttäuschung ist verständlich, denn wer rechnet schon mit sowas?
Sich aber beschweren, dass ein Kunde Arbeit macht, nachdem man grob über den Daumen gepeilt fast 6000€ mit diesem verdient haben muss, ist eine Frechheit. Gute Arbeit darf gutes Geld bringen. Wenn ich als Makler aber was von Sonderkonditionen erzähle und der Kunde schafft mit einem simplen Anruf bei der Versicherung direkt 50,00€ Rabatt, dann mache ich meine Arbeit schlampig!

Andererseits muss ich mich fragen, wie man fondsgebundene Altersvorsorge verkaufen kann ohne sich mit Investments aus zu kennen? Für die DWS Riester Rente benötigt man sogar die Erlaubnis nach §34c Gewerbeordnung. Irgendwie beißt sich da die Katze in den Sack. 
Nicht zu wissen wo der Kollege, welcher ja Fachmann dafür sein soll, die Fehler gemacht hat, ist einer Bankrotterklärung gleich zu setzen. Ich empfehle dem Mittbewerber, so ich diesen Status überhaupt akzeptiere, Lektüren vom ITA oder der DAV, dort werden die Auswirkungen von Kosten, Gebühren und Garantiemodellen auf die Rendite ausführlich erklärt. Im Anschluss sollte sich der Zorn des Kunden von alleine erklären lassen... viel Erfolg bei der Lektüre!

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Was sich "Kollegen" wieder für Ferkelkram leisten!

Mit Erlaubnis des Kunden habe ich den E- Mail Verkehr von unten anonymisiert hier online gestellt. Lesen und den Kopf schütteln. Ich darf vorweg nehmen, dass ich mich für derartig arme Aussagen schäme. Hier wird bewusst gelogen um Geld zu verdienen... äh bekommen, verdienen ist etwas anderes.
Der Kunde zahlt übrigens ab Januar nur noch die Hälfte, wir haben ihn woanders untergebracht. Die Motorräder bleiben da wo sie herkommen...

3. Mail Versicherungsmakler, nachdem da schon Unfug schriftlich festgehalten wurde

> Sehr geehrter Herr Kunde,
>
> leider haben Sie auf meine letzte E-Mail zu DWS nicht geantwortet, obwohl
> diese sehr informativ war…..
>
> Nun aber zum Thema Kfz:
>
> Sie haben den Hauptvertrag sicher aus Beitragsgründen gekündigt, meine
> Ratschläge zur Qualität der VHV scheinen
>
> nicht berücksichtigt geworden zu sein.
>
> Es ist nur klug, wenn Sie die anderen Verträge der Motorräder auch
> kündigen, denn ich hatte mit der VHV
>
> jeweils Sonderregelungen für Sie vereinbart, was das Bestehen eines
> Hauptvertrages bei VHV voraussetzt.
>
> Die Ihnen erteilten Sondereinstufungen (SFR) verlieren Ihre Gültigkeit,
> da nun dieses Konstrukt zusammen-
>
> bricht ……
>
> Mit freundlichen Grüßen


Letzte Mail des Kunden, nach mehrfachen Falschaussagen erstaunlich, dass da überhaupt noch kommuniziert wird



 
Hallo Herr Versicherungsmakler,

vielen Dank für Ihre Empfehlung. Allerdings muss ich mich darüber sehr wundern, denn meinen Recherchen zur Folge gab es und gibt es keine "Sonderregelungen" für meine VHV-Verträge. Der Kfz-Vertrag hat mit den Krad-Verträgen NICHTS zu tun.

Zudem habe ich spaßeshalber bei der VHV angerufen und nach einem Rabatt gefragt. Schon allein durch meinen 2-minütigen Anruf habe ich nur bei meiner Kfz-Versicherung einen Rabatt von 50€ angeboten bekommen. Ist das die Sondereinstufung, die Sie beschreiben?

Bezüglich der von Ihnen und Ihrem Kollegen aufbereiteten Informationen zur DWS auch dafür vielen Dank. Allerdings konnten mich auch diese Informationen nicht überzeugen. Einige der Angaben sind sogar faktisch völlig falsch. Ich gehe davon aus, dass diese Angaben nicht vorsätzlich ihren Weg in die Mail gefunden haben.

Dennoch verzichte ich hiermit auf weitere Beratungsdienstleistungen von Ihnen.

Mit freundlichem Gruß,
Der Kunde

Dienstag, 6. Dezember 2011

Was steckt in so einem Index und wie liefen Sie?

Diese Frage hat schon wissenschaftlichen Charakter, denn darüber können ganz Bücher geschrieben werden. Dazu ein für Laien lesenswerter Artikel der aktuellen Stiftung Finanztest, welche zeigt in welchen Länder bestimmte Indizes schwerpunktmäßig angesiedelt sind und wie die Performance der letzten Jahre war.

Achtung, dass ist keine Kaufempfehlung oder Wertung sondern einfach nur ein Hinweis. Egal ob aktiv gemanagte oder passive Indexfonds (ETF), man kann alleine anhand solcher Tabellen keine Handlungsempfehlung ableiten!

Montag, 5. Dezember 2011

Preisschraube private Krankenversicherung - Wie schnell sich bei manchen das Karussell dreht

Werte Leser,

einige von Ihnen sind privat versichert oder kennen Leute, bei denen das so ist. Vergangene Woche gingen wieder die weißen Briefe raus, bewusst getarnt um die schlechte Nachricht nicht anzukündigen, wo die die Beitragsanpassungen der PKV drin stehen. Hier ein paar Beispiele, wer wie hart getroffen wurde, wobei ich teilweise Ausreißer mit über 50% erlebt habe!


Central

Tarif: V323S2
Selbstbehalt: 650 Euro
Erhöhung** für 32-jährigen Mann: 23 Prozent
Erhöhung**für 32-jährige Frau: 20 Prozent

Axa

Tarif: Vision Start*****
Selbstbehalt: 400 Euro
Erhöhung** für 32-jährigen Mann: 20 Prozent
Erhöhung**für 32-jährige Frau: 15 Prozent

LKH

Tarif: G
Selbstbehalt: 900 Euro
Erhöhung** für 32-jährigen Mann: keine Erhöhung
Erhöhung**für 32-jährige Frau: 20 Prozent

DKV

Tarif: K2B
Selbstbehalt: 520 Euro
Erhöhung** für 32-jährigen Mann: 19 Prozent
Erhöhung**für 32-jährige Frau: keine Erhöhung

R+V

Tarif: AGIL classic
Selbstbehalt: 1920 Euro
Erhöhung** für 32-jährigen Mann: 19 Prozent
Erhöhung**für 32-jährige Frau: 2 Prozent

Bayerische Beamtenkasse (BBKK)

Tarif: CompactPRIVAT - Start 900A
Selbstbehalt: 900 Euro
Erhöhung** für 32-jährigen Mann: 17 Prozent
Erhöhung**für 32-jährige Frau: 3 Prozent

Gothaer

Tarif: MediVita 250+Z70
Selbstbehalt: 250 Euro
Erhöhung** für 32-jährigen Mann: 13 Prozent
Erhöhung**für 32-jährige Frau: 3 Prozent

Nürnberger

Tarif: TOP
Selbstbehalt: 306 Euro
Erhöhung** für 32-jährigen Mann: 13 Prozent
Erhöhung**für 32-jährige Frau: keine Erhöhung

Deutscher Ring

Tarif: Classic+
Selbstbehalt: ohne
Erhöhung** für 32-jährigen Mann: 12 Prozent
Erhöhung**für 32-jährige Frau: keine Erhöhung

HanseMerkur

Tarif: Start FIT, KVG1
Selbstbehalt: ohne
Erhöhung** für 32-jährigen Mann: 11 Prozent
Erhöhung**für 32-jährige Frau: 5 Prozent

Universa

Tarif: intro/Privat 300
Selbstbehalt: 300 Euro
Erhöhung** für 32-jährigen Mann: 11 Prozent
Erhöhung**für 32-jährige Frau: keine Erhöhung

Samstag, 3. Dezember 2011

Hinweis zu den Meldefristen der Hausratversicherung

Wenn beispielsweise Schmuck gestohlen wird, muss die Versicherung (VU / VR) dem Versicherungsnehmer (VN) mitteilen, dass er unverzüglich eine Liste der gestohlenen Gegenstände für die Polizei an zu fertigen hat. Hat der VN das vergessen, muss die Hausratversicherung trotzdem leisten, auch wenn der VN das erst nach acht Wochen getan hat. (Vgl. OLG Karlsruhe Az. 12 U 89/11)

Analoge Anwendung

Das Urteil hat insofern Relevanz, als dass man es teilweise auf andere Bereiche übertragen kann. Sprich, wenn der Versicherer Ihnen die Zahlung wegen Fristversäumnis verweigern möchte, können Sie ggf. mit vergessenem Hinweis auf die Fristsetzung die Zahlung doch durchsetzen.
Dazu sollten Sie dann Ihren Berater fragen oder ihn wechseln, wenn er Ihnen dabei nicht helfen kann.

Freitag, 2. Dezember 2011

Finanzamt - Popkorn Kino - Mehrwersteuer

Liebe Leser,

Sie erinnern sich an meinen streitsüchtigen Mandanten mit der Currywurst: Wg. der Currywurst vor Gericht

Beim Currywurst Urteil ging es um die Sitzmöglichkeit und wie daraus die Mehrwertsteuer von 7% auf 19% springen kann, oder eben anders rum.
Diesmal hat mich ein Kollege auf einen anderen Rechtsstreit aufmerksam gemacht, welcher leicht skurial anmutet aber eine ähnliche Problematik betrifft.

Chips mit Soße und Popkorn

Derartige Snacks können im Kino sitzend eingenommen werden, deshalb will das Finanzamt den höheren Mehrwertsteuer Satz. Doch der BFH urteile bereits beim Az. V R 3/07 anders.
Da das Finanzamt anders kassieren wollte und verklagt wurde, musste der BFH erneut ran. Er urteilte dass es sich bei Kinos eher um Imbisse handelt, da durch den Verkehr Wartehallen Atmosphäre aufkäme, schließlich dienen die Vorsäale ja auch als belebter Treffpunkt.
Der Entscheid erging auf Grundlage des Europäischen Gerichtshofs mit dem Az. C-499/09.

Risiko McDonalds

Für Sie als Bürger hat das insofern Konsequenzen, als dass ich mich grad frage wann der erste Schlaumeier die neuen McDonalds Restaurants - man betont den Weggang vom Fast Food/ Imbiss - mit der höheren Mehrwertsteuer belegen will. Schätze dann gehen die Klagen in die Milliardenhöhe.
Meiner Meinung nach bleibt der Frittentempel ein Fast Food Lokal, aber ein findiger Finanzbeamter hat bestimmt Langeweile in seiner Arbeitszeit von zwölf bis Mittag...

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Ekelhaft, wie man sich selbst im Untergang kaputt wetten kann!

Was ist wirklich pervers? Wenn ein Pleitegeier gegen sich selbst wettet, und das mit künstlichen Finanzprodukten, mit Zertifikaten.
So macht es die Commerzbank. Der Aktienkurs liegt knapp über einem Euro und könnte bald ein sogenannter Penny Stock werden. Untergangspropheten können nun mit zwei Commerzbank Zertifikaten gehebelt (d. h. die Marge wird in beiden Richtungen vervielfacht) gegen die Bank wetten, dass diese unter 1€ fällt. Und je weiter sie fällt, umso mehr gewinnenn die Spekulaten.

Warum geht das?

Bei der Commerzbank und der Deutsche Bank spucken Computer quasi im Sekundentakt bei Kursveränderungen entsprechende Wertpapiere aus, mit denen man wetten kann. Bislang hat das nie wen gestört, bei der Commerzbank könnte es jetzt anders sein...
Einer der Gründe, warum viel mehr Wertpapiere gehandelt werden, als es reale Werte auf dem Planeten gibt. Computer haben längst den Handel mit übernommen, sie suchen nur noch blöde, welche die Wetten mit Ihnen eingehen. Die Menge gehandelten Geldes ist ca. 26x mal so hoch wie die real existierende Menge an Waren ohne Dienstleistungen.
Super Basis, kann nur gut gehen so...

Übeltäter an den Pranger

Und das hier sind die zwei Übeltäter, die bestimmt noch Nachahmer finden werden.

Optionsschein mit der WKN: CK5NBM
Optionsschein mit der WKN: CK5NBS

Mittwoch, 30. November 2011

Mehr Geld für Minijobs - Mehr Bürokratie aber auch

Zum 01.04.2012 oder 01.07.2012 werden neue Regeln für die 7,5 Millionen Minijobber in Kraft treten. Die Entgeltgrenze soll auf 450 Euro angehoben werden. Gleichzeitig ändert sich die rentenrechtliche Beurteilung. Dies soll mehr Flexibilität für Arbeitgeber und Arbeitnehmer bringen. Zusätzlich soll für zwei Monaten die Grenze von dann 450 Euro überschritten werden dürfen.

Die Kehrseite der Münze

Der Arbeitgeber zahlt weiterhin die Sozialversicherungsbeiträge über eine Pauschale. Der Minijobber zahlt aber künftig 4,6% seiner Einkünfte zur Rente dazu und erwirbt dadurch Ansprüche. Leider hat er deshalb in Relation auch weniger Geld in der Tasche. Rechenbeispiel:

400,00€ - 400,00€ x 0,00% = 400,00€
450,00€ - 450,00€ x 4,60% = 429,30€


Unterstellen wir also zehn Euro Stundenlohn, so bleibt für fünf Stunden Mehrarbeit nur der Verdienst von 59,6% Arbeitszeit, also eine Gehaltseinbuße von 41,4%. Denn das bischen Rente was da rauskommt, kann einen derartigen Verlust gar nicht kompensieren.

Also was tun?

Auf Antrag kann man sich von dieser Zahlung befreien lassen. Die Bundesregierung gibt aber zu, dass die Ansprüche sehr gering sind - 85 Euro mehr Rente bei 40 Jahren Einzahlung und sechs Jahren Erziehungszeit - und der aktive Austritt unnötige Bürokratie verursacht. Es sei keine ausreichende Vorsorge.

Meinung des Autors zum Thema:
Was zum Geier soll das?
Die Erhöhung ist gut! Auch die zwei Freimonate, wo man mehr verdienen darf. Aber was soll der Unsinn mit dem aktiven Austreten aus der Rente? Haben wir es in Deutschland mittlerweile echt so nötig? Das kostet den Staat Millionen an Verwaltung aber bringt dem einzelnen Bürger einen Witz.
Wenn schon, dann sollte der Staat es in ein Kapital gedecktes System stecken um die Bürger breiter auf zu stellen. Aber so das ist großer Blödsinn, zumal die es auch zugeben! Da zwingt sich unweigerlich die Frage auf wie blöd oder korrupt diese Volksvertreter, also die Berufslügner genannt Politiker, eigentlich sein können?

Hinzu kommt ein haftungsrechtliches Problem für Arbeitgeber, da die neu rentenversicherungspflichtigen einen Anspruch auf Betriebsrenten haben. Möchte mal sehen wer seiner 400€ Kraft eine Betriebsrente einrichtet, und wovon diese das auch noch bezahlen soll?

Wer profitiert?

Die Eherpartner reicher Selbstständiger sowie Minijobber mit gutem anderen Einkommen, aber das taten die schon vorher.
Dort war es schon immer Gang und Gäbe, dass man seinen Ehepartner als Minijobber einstellt und damals aktiv Rentenversicherungsbeiträge entrichtet, damit man mit diesem eine Betriebsrente sowie eine Riester für beide umsetzen kann. So konnte der Selbstständige ca. 260€ im Monat an Sozialabgaben und Steuer am Staat vorbei schleußen sowie 308€ Riester Zulage abgreifen.
Toll, belohnt werden wieder nur die, die eh schon genug Kohle haben!

Aber auch ich will mich nicht beschweren, denn wer Selbstständig und verheiratet ist oder Minijobber ist, der sollte sich jetzt bei uns melden.

Montag, 28. November 2011

Ergo - Manchmal kann ich gar nicht so viel Essen wie ich...

Wenn Sie glauben, dass nur Kunden verarscht werden, dann sollten Sie sich mal in die Welt der Vermittler versetzen. Da erzählt man uns wie toll doch ein neu abwickeltes Sonderkonzept sein soll, in diesem Fall war das Sonderkonzept für Kleingewerbe gut, und dann klaut man es uns direkt wieder.

Vier- Tage- Konzept

Am 24.11.2011 hat die Ergo das neue Deckungskonzept vorgestellt, heute, also am 28.11.2011 wurde es wieder eingestampft. So nicht!
Abgesehen von der verlorenen Arbeitszeit, welche für die Einarbeitung drauf gegangen ist, erschüttert es das Vertrauen der Vermittler. Ein Kollege hat per Zufall sogar einen Antrag binnen dieser Zeit vorbereitet, welcher aber jetzt leider nicht zu Stande kommen kann. Aber er können den Kunden ja zu den üblichen Konditionen bei der Ergo eindecken.

Versichern statt verunsichern?

Ja von wegen, das ist also deren Vorstellung einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit? Irgendwie finde ich das gerade erotisch wie einen Radischenkuchen beim ersten Date...