Donnerstag, 8. Juli 2010

Mehr Stornohaftung -> Stabiläre Beitragsentwicklung

Anlass ist diesmal die UniVersa Krankenversicherung, allerdings weil sie eine gute Idee hatte. Es gibt da so einen Einsteiger- Tarif, den IntroPrivat. Ganz nett, nicht der preisgünstigste zum Einstieg aber bestimmt keiner der sich verstecken muss. Doch woher das Wehklagen?

Ah ja, was gut für den Kunden ist, ist schlecht für den Vermittler.

Der Vermittler bekommt ja Provision für den Abschluss, diese ist nach der Stornohaftungszeit vollständig verdient. Bei privaten Krankenversicherungen war das bislang ein Jahr. Sprich übersteht der Vertrag ein Jahr, darf er das Geld behalten. Geht was schief, muss er Teile bis alles zurück zahlen. Das nennen Vermittler dann Storno, unliebsame Sache.

Doch warum ist das für den Kunden gut? Nun wer jedes Jahr seine private Krankenversicherung wechselt, verliert Geld und zahlt drauf. Altes Sprichwort: "Hin und Her macht Taschen leer!"
Weniger Kündigungen bedeuten weniger Fluktation im Bestand, dadurch gewinnt dieser an Stabilität, das nützt letztlich allen Beteiligten. Die Beiträge bleiben stabiler! Klar, auf der Allee gerade aus ist die Geschwindigkeit leichter konstakt zu halten als in unberanderten Serpentinen...

Für schlechte Vermittler, eben jene die Scheiß Verträge an den Versicherer reichen oder ihre Kunden jedes Jahr umdecken, ist die Verlängerung auf zwei Jahre schrecklich. Für alle die gute beraten, letztlich auch für den Kunden, ist es aber nicht so schlimm.
Mal ehrlich, schlechte Vermittler verkaufen meist eh nur über den Preis, vermutlich kennen sie deshalb nicht einmal den UniVersa Tarif.

Ein guter Anfang!

Schön wäre, wenn die ganzen anderen Anbieter nachziehen würden. Wenn das Krankenversicherungsgeschäft weniger attraktiv wird, bislang erzielt man nirgends sonst so hohe aber risikoarme Provision, dann profitieren letztlich alle!
Stornohaftung ist nur ein Problem für alle die nicht sauber arbeiten oder auf jeden Abschluss angewiesen sind. Beide haben nichts in der Beratung verloren.

Anmerkung

Wenn Sie Privatpatient sind und ständig Ihre Gesellschaft wechseln, sollten Sie mal den Berater wechseln. Wenn Sie ständig den Berater wechseln, sollten Sie mal bei einem bleiben. Aber hören Sie mit dem Tarifroulette auf, das bringt nichts... ;)

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