Donnerstag, 23. Dezember 2010

Wann Weihnachtsfeiern dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung unterstehen

Ende 2008 fand in einem Bowlingcenter eine Betriebs- Weihnachtsfeier für eine Abteilung statt. 17 der 20 Mitarbeiter kamen, die Teamleiterin war fest eingeplant, konnte aber wegen einer plötzlichen Erkrankung ihres Kindes nicht erscheinen. Auf dem Weg ins hauseigene Restaurant stolperte eine Frau.

Aufgrund des Beinbruchs folgten eine monatelange Krankschreibung sowie drei Wochen Kur. Die Berufsgenossenschaft lehnte eine Kostenübernahme ab, da weder ein Vorgesetzter noch der ganze Betrieb teilnahmen. Die Frau klagte vor dem Berliner Sozialgericht und bekam dort Recht.

Da eine "betriebliche Gemeinschafts- Veranstaltung" vorliegt, muss nicht der gesamte Betrieb eingeladen werden. Jedes Teammitglied muss die Chance auf eine Teilnahme haben. Mindestens ein Vorgesetzter muss die Feier fördern, eine plötzliche Absage aus persönlichen Gründen ändert den Umstand nicht.

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