Freitag, 21. Januar 2011

Freie Arzt- und Krankenhauswahl für die gesamte EU eingeführt

Bis Ende 2013 müssen die EU Staaten in ihr nationales Recht umsetzen, dass Patienten überall innerhalb der EU ambulante Behandlungen bekommen können ohne diese vorher mit ihrer Versicherung absprechen zu müssen. Dies gilt nicht für längere Krankenhausaufenthalte und teure Spezialbehandlungen.
Für diese müssen Patienten vorher eine Genehmigung einholen, welche von den Kassen nur in Ausnahmefällen verweigert werden darf. Jeder Staat muss eine Kontaktstelle einrichten, welche über die Auslandsbehandlungen informiert sowie bei Streitigkeiten mit der Krankenversicherung unterstützt.
Bezahlt wird dabei nur der in der Heimat angefallene Kostenanteil. Für das deutsche Gesundheitswesen werden Mehreinnahmen sowie längere Wartezeiten durch Gesundheitstouristen erwartet. Die Auslandsbehandlung unterliegt der Vorkasse, die Kostenerstattung der Versicherung ist zeitlich nicht festgelegt.

Anmerkung:
Ein zweischneidiges Schwert, für die Masse der deutschen Bevölkerung eher schlecht statt gut. Wir haben vergleichsweise hohe Kosten, d. h. die gutbetuchten Gesundheitstouristen kommen. Für Kassenmitglieder könnte es also hart kommen, längere Wartezeiten oder Selbstzahler. Der Benefit wird für Deutschland von Fachleuten als gering bis schädlich eingeschätzt. Profitieren werden vor allem Grenzbewohner Deutschlands, welche die Zahnbehandlung o.ä. im Ausland günstiger erhalten. 

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