Montag, 17. Januar 2011

Kassenpatienten unerwünscht - Wieso Ärzte & Patienten andere Wege gehen

Einige Ärzte behandeln keine Kassenpatienten mehr, da sie entweder mehr Zeit oder mehr Geld wünschen. Ihre Kassenzulassung haben sie zurück gegeben. Bereits am Praxiseingang wird oft auf mehreren Sprachen auf die Privatpraxis hingewiesen, Kassenangehörige werden zu Selbstzahlern.

Beispiel: 

Während Dr. Merrettig (Berlin) auf High Tech Medizin setzt, befürwortet Dr. Hansen (Berlin) alternative Behandlungsmethoden. Ihre Argumentation steht stellvertretend für alle Ärzte: Mehr Zeit pro Patient, intensivere Betreuungsmöglichkeiten, mehr Verdienst.

Wieso?

Ursächlich u. a. ist teils die pauschale Entlohnung der Kassen, welche bei Orthopäden ca. 25€ je Patient & Quartal zahlen. Häufige Arztbesuche werden so zu Unkosten für den Mediziner. Teure, teils unnötige Zusatzbehandlungen sind notwendig um die Praxis zu finanzieren. Doch Verkäufer wollte keiner werden.

Und jetzt? 

Naja, alle schreien immer, dass sie so viel für ihre Kranke(n)Kasse bzw. Versicherung zahlen, aber gleichzeitig fordern sie eine gute medizinische Versorgung. Vielleicht sollten die Leute mal aufwachen und erkennen, dass gute Leistung nicht für umsonst zu haben ist. Es gibt Gründe warum ein Oberklassewagen mehr kostet als ein Dacia Logan oder die fahrenden Särge aus Indien...

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