Mittwoch, 5. Januar 2011

Krankenkasse: Sozialausgleich von 0,00€

Krankenkassen Beiträge in 2011 erfolgen ohne Sozialausgleich

Um soziale Benachteiligungen durch den Zusatzbeitrag zu mildern, dieser ist vom Versicherten alleine zu tragen, wurde ein Sozialausgleich beschlossen. Dieser wird durchschnittlich gezahlt, wodurch negative Abweichungen beim Versicherten möglich sind. Bei 0,00€ sind diese vorprogrammiert!

Persönliche Belastungsgrenze

Die persönliche Belastungsgrenze, ab welcher der Sozialausgleich erfolgt, beträgt 2% vom Bruttoeinkommen. Da der Ausgleich von 0,00€ für das ganze Jahr 2011 gilt, erfolgt auch keine Zahlung, wenn diese Grenze gerissen wird oder die Kasse einen individuellen Zusatzbeitrag erhebt.

Probleme für die Mittel- & Unterschicht

Dieses Problem trifft die Unter- & Mittelschicht besonders hart, da die prozentuale Belastung durch den Zusatzbeitrag diese überproportional trifft. Erhebt die Kasse einen Zusatzbeitrag, wandern vermutlich mehr Mitglieder ab. Eine Abwärtsspirale, welche politisch zumindest offiziell toleriert wird.
Warum auch nicht, müssen dadurch doch mehr Kassen fusionieren, was zwar kurzfristig Geld kostet aber schon mittelfristig mehr Geld in der Kasse lässt. Noch schöner, wenn alles alleine von den Mitgliedern getragen wird. Tolle Mogelpackung...

Nur wo ist das Problem?

Es ist einfach unfair! Normalerweise hacke ich auch auf alles faule Pack. Hier trifft es aber die falschen, denn wenn ich 1000€ verdiene tut der Zusatzbeitrag einfach mehr weh als wenn ich 10000€ verdiene, erst recht, weil dieser eine Obergrenze hat.
Oder um es überspitzt zu formulieren, wenn jemand eh schon zu wenig zum Leben hat, dann interessiert es ihn einen Scheißdreck ob er "nur" geringfügige prozentuale Einbußen zu verzeichnen hat. Gesundheit ist etwas, was entweder jedem zugänglich gemacht werden sollte oder endlich offen als Luxus benannt wird. Dieser hässliche Zwitter ist aber ein Armutszeugnis...

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