Donnerstag, 13. Januar 2011

Na wer hätte es gedacht

Das OLG Oldenburg hat am 21.5.2010 (Az. 5 U 34/10) nochmals festgestellt, dass man auf Antragsfragen ehrlich antworten muss und dies konkretisiert. Ich erlaube mir mal ein Zitat:

"Gibt der Versicherte auf die entsprechende Risikoanfrage nicht an, dass er 34 von der Krankenkasse bezahlte Sitzungen bei einem Diplom-Psychologen in Anspruch genommen hat, verletzt er seine Anzeigepflicht. Es kommt nicht darauf an, ob die Gründe für die Sitzungen einen Krankheitswert hatten oder nicht. Denn gefragt wurde nicht nur nach Krankheiten, sondern auch nach Beschwerden."

Hier ist übrigens eine Versicherung gemeint, denn die Kassen stellen keine Risikofragen. Und sollten sie es tun, müssten sie trotzdem jedem annnehmen. Das ist dann Kontrahierungszwang. Schön, grundsätzlich kann ich das verstehen. Mir stellen sich nur ein paar Fragen:
  • Wer kommt auf die Idee 34 Sitzungen beim Kopfdoktor der Versicherung verschweigen zu wollen?
  • Welcher Vermittler hat hier mitgepfuscht? Ein Betrüger oder ein Dillettant...
  • Wenn er schon nicht bei Beschwerden antwortet, warum antwortet er nicht bei der Frage nach Arztbesuchen? Mit der Begründung, dass Psychologen nicht zwingend Ärzte sind, is' nich' wahr...
Was lernen wir daraus?
Am besten gar nicht bescheißen, aber wenn, dann bitte gekonnt! Hier verstehe ich, dass die Versicherung den Vertrag wegen arglistiger Täuschung angefochten hat.

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