Freitag, 11. Februar 2011

Krankenkassen: Abrechnungsbetrug in Krankenhäusern

Mit Aufnahme in den Landeskrankenhausplan darf ein Krankenhaus mit allen 157 Krankenkassen abrechnen. Dabei sollen Krankenhausinvestitionen durch die Länder sichergestellt werden, welche sich aber immer mehr daraus zurück ziehen. Wegen politischer Prioritäten entstehen Mangel- und Überversorgungen.

Überkapazitäten treten vermehrt in Ballungszentren im stationären Bereich auf. Krankenhäuser dürfen Zuschläge für kleinere Zimmer verlangen , wenn sie viele große Zimmer einplanen. Das Upcoding, das künstliche Krankmachen auf dem Papier, bringt weiteres Geld durch höhere Fallpauschalen der Kassen.

Prüfen Kassen ungerechtfertigt eine Rechnung, müssen sie eine Strafe an die Klinik zahlen. Zu hohe Rechnungen der Kliniken lösen keine Strafen aus. Ungleicher Wettbewerb, beispielsweise da keine Verträge zwischen Kasse und Klinik möglich sind, belasten Kassen und Versicherte deshalb durch Kosten.

Meinung des Autors zum Thema:
Gesundheitsminister Rösler hat mehr Wettbewerb versprochen, hier wäre er wünschenswert. Die Qualitätsstandards sind definiert, die Kassen brauchen aber auch eine Möglichkeit zur Kontrolle. So findet einseitiger Abrechnungsbetrug statt, für falsche Abrechnungen sollte Strafe gezahlt werden. Bei uns im Krankenhaus wo ich meinen Beruf gelernt habe, wurde auch pauschal zu hoch abgerechnet. Die Vorgabe kam aus der Verwaltung von ganz oben. Warum auch nicht, ists doch ein risikofreies Verbrechen dessen Zeche letztlich die Versicherten über ihre Versicherungsbeiträge zahlen...

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