Donnerstag, 10. Februar 2011

Private Krankenversicherung: Beitragssteigerung aufgrund von Gesetzesänderung?

Das Portal Finance Scout 24 rechnet mit einer Umkehr in der privaten Krankenversicherung (=PKV). Früher galt ein hoher Selbstbehalt mit hoher Beitragsrückerstattung als intelligent. Zukünftig werden kleine Selbstbeteiligungen wichtig, da eine Aufrechnung stattfindet.

Das Bürgerentlastungsgesetz erlaubt die vollständige Anrechnung der Krankenversicherung in Höhe der Basisversorgung als Vorsorgeaufwendungen bei der Steuererklärung. Wer eine Beitragsrückgewähr bekommt, muss seine Vorsorgeaufwendungen aber um diese mindern.

Es kann sich je nach Steuersatz lohnen Rechnungen einzulösen statt die Beitragserstattung zu erhalten, obwohl letztere höher wären. Es bedarf zukünftig immer der Einzelfallprüfung. Experten rechnen mit einer Beitragsexplosionen, da Versicherungen künftig mehr Rechnungen werden erstatten müssen.

Meinung des Autors zum Thema:
Wer genau aufpasst, bemerkt, dass Finance Scout 24 einen Zitats- bzw. Argumentationsfehler hat. Wenn die Versicherungen zukünftig mehr Rechnungen bezahlen statt Beiträge zu erstatten, und die Rechnungen sind in der Regel niedriger, geben sie weniger Geld aus als vorher. Das alleine kann kein Grund für die Kostensteigerung sein. Aber Hauptsache man hat sich wieder wichtig gemacht...

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