Freitag, 25. März 2011

Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt nicht wegen verschwiegener Prüfungsangst

Eine Frau hat über ihre Mutter, welche Vermittlerin war, eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) abgeschlossen und alle Gesundheitsfragen verneint damit der Antrag normal zu Stande kam. Sie verschwieg eine einmonatige Krankschreibung wegen Kopfschmerztabletten sowie Pillen gegen Rückenschmerzen.

Unglaubhafte Begründung

Sie hätte den Antrag nicht durchgelesen. Die "Auszeit" wegen Prüfungsangst sei auch keine Arztbehandlung. Mit diesen Angaben hätte der Versicherer den Antrag abgelehnt. Ein Schaden trat ein und der Versicherer zahlte nicht. Die Frau klagte und erlitt am 10.03.2011 eine Niederlage vor dem Langgericht Dortmund (Az.: 2 O 380/10).

Niederlage vor Gericht

Das Gericht wies die Klage ab, weil die Argumentation unglaubhaft sei und die Mutter den Gesundheitszustand kannte. Der Versicherer muss wegen dem Vertrauensverhältnis von Mutter und Tochter keine Wissenszurechnung gegen sich gelten lassen. Er focht den Vertrag an und trat von diesem zurück.

Meinung des Autors zum Thema:
Die wichtigste Info ist im letzten Absatz: Normalerweise würde hier eine Klage gegen den falsch beratenden Vermittler laufen und der Versicherer müsste wahrscheinlich trotzdem zahlen. Um aber zu verhindern, dass dieses von Familienangehörigen ausgenutzt wird, wurde hier ein abweichendes Urteil gefällt!
Das ist übrigens für die ehrlichen von uns gut, da dadurch nicht künstlich die Prämien steigen!

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