Montag, 21. März 2011

Minister Rösler: Weniger Bürokratie bei Mehrleistung in der Pflege

Millionen pflegender Familienangehöriger müssen jede Stunde protokollieren. Gesundheitsminister Philip Rösler (FDP) sagte am 17.03.2011 gegenüber Branchenvertretern, dass er diese und andere Bürokratie abbauen will damit mehr Zeit auf die Pflege aufgewandt werden kann. Der Verband begrüßt dies.

Drei Ziele sollen realisiert werden: Mitarbeiter von Krankenkassen sollen durch mehr Entscheidungsfreiheiten kurze Beantragungswege ermöglichen, bislang die Achillesferse des Systems. Es soll weniger auf Papier und mehr via EDV gearbeitet werden, da kein unnötiger Papierkrieg gewünscht ist. Ein Ombudsmann soll die Koordination von Bund, Land und Kommunen sowie neuer Ideen steuern.

Zusätzlich sollen Demenzkranke mehr Leistungen erhalten, da sie bislang nichts von der Pflegeversicherung erhalten. Die problematische Finanzierung will die Koalition erst zum Verhandlungsende entscheiden.

Meinung des Autors zum Thema:
Grundsätzlich eine gute Idee, wer will schließlich nicht mehr Leistung erhalten, nicht wahr? Die Gretchenfrage ist jedoch, wer soll das zahlen? Die gebeutelten Arbeitnehmer? Der gebeutelte Steuerzahler? Und was nutzt neue EDV, wenn jede Kasse eine eigene Insellösung nutzt? Mehr Vereinheitlichung und Kostenersparnis wäre ein Fortschritt, so bleibt es vermutlich nur bei einem Lippenbekenntnis...

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