Freitag, 4. März 2011

Substanzverlust: Krankenkassen zehren an den Reserven

16 Kassen erheben einen Zusatzbeitrag, betroffen sind 5,5 Millionen Mitglieder, was mehr als 10% aller Versicherten ausmacht. Er beträgt acht Euro im Monat, bei der CITY BKK und der BKK Hösch sind es 15 Euro je Monat. Aus Angst vor Mitgliederschwund verzichten vielen Kassen auf den Zusatzbeitrag.

Ein Defizit haben die Betriebskrankenkassen (103 Millionen), Innungskassen (70 Millionen) und die Knappschaft (17 Millionen). Die AOK en erwarten eine Nullrunde. Der Barmer/ GEK fehlen 298 Millionen, das Vermögen hat sich auf 308 Millionen halbiert. Der fehlen trotz Zusatzbeitrag DAK 79 Millionen.


Die Ersatzkassen haben ein Plus von 212 Millionen. Die KKH Allianz hat wegen dem Zusatzbeitrag einen Minigewinn, die Reserven reichen für einen Tag. HEK und HKK sind im Plus, die Techniker Krankenkasse (TK) sogar mit einer halben Milliarde und doppelt so viel Vermögen. Mit Verdi wird über Nottarifverträge verhandelt. Die Wochenarbeitszeit soll ohne Gehaltsausgleich auf 35 Stunden reduziert werden können.


Meinung des Autors zum Thema:
Was soll man dazu noch sagen? Es ist fast egal ob privat oder gesetzlich, die System sind übel zerfressen und bedürfen einer grundlegenden Reform. Mit so miesen Grundlagen ist keine nachhaltige Finanzierung möglich. Es muss Mut zu Änderungen geben, und das bedeutet auch schmerzhafte Leistungskürzungen.

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