Samstag, 19. März 2011

Tipps zum Vergleich von Investmentfonds

Der folgende Text ist für einen bestimmten Mandanten bestimmt, welcher aber einer Veröffentlich zugestimmt hat.

Der ausschließliche Fondsvergleich mittels Charts birgt Gefahren. Thesaurierende Fonds legen ihre Gewinne an, ausschüttende zahlen sie aus. Deshalb sieht bei Thesaurierung der Kurs oft besser aus, denn zur Auszahlung sinkt der Kurswert. Je nach Ende des Geschäftsjahres, wird dieser Effekt weiter verzerrt.

Vergleiche des Fonds zum Index sind nicht immer werthaltig, weil die Fondsgesellschaft einen unpassenden Index zu Grunde legen darf, welcher leichter zu übertreffen ist. Region und Branchen müssen zusätzlich übereinstimmen. Die Vergangenheitsentwicklung und der Vergleich zur Konkurrenz müssen geprüft werden, allerdings keine Äpfel mit Birnen. Ihr ursprünglicher Vergleich zwischen einem deutschen Mischfonds sowie eine Aktienfonds der Emerging Markets hinkt deshalb.

Die Informationsbeschaffung kann mittels Performance- Übersichten aus Fachzeitschriften geschehen, sofern Sie nicht besser mich fragen. Da aber je nach Quelle unterschiedliche Daten geliefert werden, empfiehlt sich der Chart- Vergleich als Ergänzung, nicht aber als alleinige Analyse. Ich freue mich auf Ihre nächste E- Mail!

Meinung des Autors zum Thema:
Vielen ist vermutlich nicht klar, dass Indizes oft gar nicht so aussagekräftig sind. Beispiel: Der MSCI World hat fast 45% USA Anteil, er spiegelt die Kapitalisierung wieder. Der MSCI All Countrys hat nur 24% USA Anteil, weil er mehr Länder umfasst und nicht die Kapitalisierung umfasst. Je nach Bedarf eignet sich einer mehr als der andere, aber ein "besser" existiert nicht!
Spannend wird es bei "fishy markets", also den ineffizienten Märkten, welche auf im Ostblock oder den aufstrebenden Wirtschaftsnationen vorkommen. Es gibt einen Russland Index, welcher zu 40% aus Gazprom besteht. Ob das nun eine sinnvolle Benchmark ist, sei dahin gestellt...

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