Mittwoch, 6. April 2011

Entgeltfortzahlung darf bei manchen Sportarten verweigert werden

Die Entgeltfortzahlung, welche Arbeitnehmer bis zu sechs Wochen vom Arbeitgeber bei Krankheit oder Unfall erhalten, kann bei bestimmten Sportarten bis zur Gänze verweigert werden. Mindestens grobe Fahrlässigkeit muss vorliegen, leichte Fahrlässigkeit genügt nicht zur Verweigerung. Feste Definitionen existieren nicht. Dazu Beispiele:

Sport ist nicht gleich Sport

Manche Sportart wie beispielsweise Kickboxen gelten per se als gefährliche Sportart, aber Karate zum Beispiel nicht. Für Juristen eröffnen sich ungeahnte Möglichkeiten. Wenn also ein Selbstverschulden vorliegt, dürfen Arbeitgeber die Leistung dem Verschulden nach bis 100% kürzen.

Die Beweispflicht obliegt dem Arbeitgeber. Rechtsstreitigkeiten ziehen sich oft in die Länge und sind wegen einem Vertrauensbruch sorgfältig abzuwägen.

Meinung des Autors zum Thema:
Das ist übel! Diverse Urteile haben die Krankenkassen zur Zahlung bei Sportunfällen verurteilt, bitter nur, dass die vorherigen sechs Wochen komplett wegfallen können. Sie wollen keine gefährlichen Lücken haben? Sprechen Sie Ihrem Berater oder fragen Sie bei uns nach!

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