Donnerstag, 7. April 2011

Verbraucherschutz und ARAG Versicherung unterstützen Sammelklagen

Sammelklagen sind in Deutschland zurzeit nicht möglich, lediglich die Streitgenossenschaft eröffnet begrenzte Möglichkeiten. Ein EU- Vorstoß soll Verbrauchern bei Kleinschäden neue Möglichkeiten eröffnen ihre Rechte durch zu setzen. Aufgrund von Kosten und Aufwand schrecken momentan viele zurück.

Verbraucherschutz und Versicherer beziehen oppositionelle Lager

Der Bundesverband Verbraucherschutz (vzbv) und der Bund der Versicherten (BdV) befürworten den Vorstoß, der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) lehnt ihn ab. Die ARAG Rechtsschutzversicherung unterstützt die Verbraucherinitiative, da sie Ersparnisse und Vereinfachungen sieht.

Kampfmittel werden angekündigt

Der vzbv prüft zurzeit ab welcher "Schmerzgrenze" Verbraucher sich beispielsweise bei Telefonabzocken wehren würden und leitet zur Ausgestaltung die Ergebnisse an die EU nach Brüssel weiter. Der GDV befürchtet amerikanische Verhältnisse aufgrund von Klagewellen und will dagegen ankämpfen.

Meinung des Autors zum Thema:
Grundsätzlich befürworte ich mehr Verbraucherrechte sowie Vereinfachungen. Sofern keine amerikanischen Verhältnisse einkehren - wovon ich zurzeit nicht ausgehe - brächte es viele Vorteile. Unter anderem eine Entlastung der Justiz!
Im besten Fall würde das sogar sinkende Prämien bedeuten. Ähnlich wie bei den kostenlosen Telefonberatungen, würden die Rechtsschutzversicherer auch Anwälte für Sammelklagen beschäftigen, was summa summarum günstiger werden müsste... wobei wir den Tag nicht vor dem Abend loben sollten.

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