Mittwoch, 27. April 2011

Versicherung für AKWs würde 100 Milliarden Euro kosten

Eine Versicherung für AKWs würde laut Aktuaren (Versicherungsmathematiker) 100 Milliarden Euro jährlich kosten, Atomstrom wäre damit unbezahlbar. Auch menschliches Leid sowie die Folgekosten müssten bezahlt werden, was ohne hohe öffentliche Subventionierung nicht zu leisten wäre.

Bis zu 20€ je kw/h

Ein Umlage dieser Kosten würde die Kilowattstunde auf 15 bis 20 Euro erhöhen, weil das Risiko sehr groß ist. Da für den Einzelbetreiber der finanzielle Schaden durch einen GAU zu groß wäre, hat man sich zum Pool Deutsche Kernreaktor-Versicherungsgemeinschaft (DKVG) zusammen geschlossen.

100 Mrd. € Prämie gegen 3,8 Mrd. € Erstattung

Der Pool plus Partner deckt 1,1 Milliarden Euro Sachschäden. Bei Personenschäden zahlt die Haftpflicht 256 Millionen Euro. EnBW, Eon, RWE und Vattenfall müssen 2,44 Milliarden Euro stellen. Eine Durchgriffshaftung verhindert die Auslagerung der Risiken auf kapitalarme Tochterunternehmen.

Meinung des Autors zum Thema:
Der letzte Absatz klingt erstmal nicht schlecht. Das Problem ist, dass wir die o. g. 100 Mrd. Euro bräuchten und nur mickrige 3,8 Mrd Euro bereit stehen.
Nicht das ich eine gute Sofort- Lösung hätte, aber diese hier kann es nicht auf Dauer sein! Eine Versicherungsprämie im Sachbereich stellt immer einen Gegenwert zum Risiko dar und beim Verhältnis 3,9 zu 100 muss ich doch ganz klar ein offenkundiges Missverhältniss anprangern...
Die Vorstellung, dass wir auf gut Glück weiter machen, gefällt mir nicht. Mist, vor ein paar Jahren hätte ich noch "blind" Atomkraft befürwortet. Zumindest lebt ich Naivling da glücklicher, ggf. ging es Ihnen genau so.

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