Montag, 2. Mai 2011

Verkaufsveranstaltungen statt Hochschul- Vorlesungen

Der Finanzdienstleister MLP aus Wiesloch bei Heidelberg ist auf Akademiker spezialisiert und kooperiert bundesweit mit 40 Hochschulen. Die 2200 Berater, welche als Selbstständige von Provisionen leben müssen, halten kostenfreie Seminare für Studenten ab. Laut Hochschulen müssen diese werbefrei sein.

Verkauf statt Information

Die Kritik der Teilnehmer und Hochschulen lautet, dass es sich um Verkaufsveranstaltungen handelt, da konkrete Finanzprodukte beworben werden. Die persönliche Finanzplanung soll anlässlich des vermeintlich ersten Gehalts konkretisiert werden. Der Inhalt der Seminare sei indes akzeptabel.

Nur die anderen sind böse - unsere Jungs machen das nicht!

Die Auswertung der Ergebnisse gerate sehr kurz, dann folgen Verkaufsgespräche. Hochschulen und Stiftung Finanztest warnten bereits vor MLP. Die Zentrale dementiert diese Praxis, sie würde gegensteuern. Ehemalige MLP Berater bezeichnen das als gängige Praxis: Kundenfang und Verkauf als oberstes Ziel!

Meinung des Autors zum Thema:
Wer glaubt denn bitte ernsthaft, dass ein Wirtschaftsunternehmen nur aus Spaß an der Freude Seminare abhält ohne einen Eigennutzen zu verfolgen? Mir tut es leid um die Studenten, aber solches Verhalten ist ja auch schon von Horbach (AWD), Debeka und anderen Sekten bekannt. Wobei das hier noch die harmloseren Methoden beschreibt. Mir selbst haben mal vor einer Klausur die MLP Schergen aufgelauert. Damals gabe es auch die Daten, wollte ja vor einer Klausur nicht noch sinnfrei mit denen rumstreiten.
Tipp an dieser Stelle: Gem. §7 II UWG dürfen die "Berater" nicht mehr anrufen, wenn man ihnen das verbietet. Wenig mag helfen, aber die Aussicht auf Strafe tut es. Also kurz eine E- Mail verfasst, in welcher es heißt, dass keinerlei Werbeanrufe gewünscht sind!

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