Dienstag, 17. Mai 2011

Kinder und die Haftpflicht - Was versichert ist und was nicht

In Kindertagesstätten wie KiTas, Horts etc. greift die gesetzliche Unfallversicherung, wenn der Betreuer durch den Jugendhilfeträger bestätigt ist, egal ob öffentliche oder private Einrichtung. Der Unfall muss der Landesunfallkasse oder der dem Gemeindeversicherungsträger gemeldet werden.

(Private) Tagesbetreuung ist nicht versichert

Die Tagesbetreuung auch durch Tagesmütter ist davon ausgenommen, hier ist eine private Haftpflichtversicherung notwendig. Im Falle minderjähriger Babysitter muss die Klausel "Betreuung im Auftrag" mit enthalten sein. Die Eltern haften, auch wenn die Tätigkeit schwarz erfolgt, wie ein Arbeitgeber.

Der Ziegelstein in Nachbars Auto ist meist nicht versichert

Kinder bis sieben Jahre sind deliktunfähig, im Straßenverkehr bis zehn Jahre. Da sie keine Schuld tragen können, würde ein Schaden auch nicht bezahlt. Außer eine Aufsichtspflichtverletzung der Betreuer liegt vor. Präventiv wird eine Kinderunfall- oder Kinderinvaliditätsversicherung empfohlen.

Meinung des Autors zum Thema:
Also nur zum Verständnis: Wenn die Sechsjährige beim Aufräumen ihre Spielzeuge auf Nachbars Auto wirft, wird der Schaden nicht bezahlt. Haben die Eltern aber die Aufsichtspflicht verletzt - was man in dem Fall eingestehen sollte - dann kann der Schaden reguliert werden. Die Formulierung ist wichtig!
Achtung: In der Praxis weichen Gerichte je nach geistiger Reife manchmal leicht von der 10er Grenze ab.

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