Sonntag, 26. Juni 2011

250.000.000 Euro Anlegergelder der Cis AG sind durch dubiose Anlage gefährdet

Der Finanzvertrieb Carpe Diem vertreibt den Garantie Hebelplan (GHP) der Cis AG, dessen fehlende mathematische Grundlage oft kritisiert wurde. Mit Krediten sollten durch Zinsdifferenzgeschäfte Renditen von über 10% geschafft werden, was nicht nur wegen der Finanzkrise nicht gelang.

Die Zinsdifferenzfonds sind auf 250.000.000€ gezeichnet, der Kreditbedarf liegt aber bei 400.000.000€. Dabei sind erst 20% der gezeichneten 250.000.000€ eingezahlt worden.

Rette sich wer kann!

Die Führungskräfte verlassen den Vertrieb. Alle Banken außer einer, welche eine Verschwiegenheitserklärung verlangt, haben die Kooperation beendet. Eine Kündigung ist jeden Tag denkbar, da man nicht mit der Cis in Verbindung gebracht werden will.

Skrupellose Drücker lügen munter weiter

Die Carpe Diem - Hr. "Schuhgröße Kindersarg" Sahin sogar persönlich - warnt Ihre Kunden vor Kündigung und bittet um Zustimmung einer noch riskanteren Strategie um Renditen jenseits der 20% zu erreichen. Rechtsanwälte warnen, mindestens 30% der Kunden müssen widersprechen. Die Shreiben sind natürlich so gefasst, dass der Laie keine echte Chance hat diese zu verstehen.
Andernfalls darf das Geld in Fotovoltaik, riskante Beteiligungen, spekulative Hebelgeschäfte und andere Schweinereien investiert werden. In Tochterfirmen wurde schon ohne Erlaubnis investiert, das will man sich nachträglich auch noch legitimieren lassen.


Grundüberlegungen

Die Milchmädchenrechnung war:
Anlegergeld 10.000€ zu 8% Rendite
Kreditgeld   20.000€ zu 4% Zinsen

Das macht dann 12% Rendite durch 8% Rendite + 2 x 4% Hebelrendite (8% Rendite - 4% Zinsen). Vollkommen lächerlicher Ansatz, denn da wurden diverse Dinge nie berücksichtigt:

  • Variable Zinsen
  • Steigende Zinsen
  • Fallende Märkte
  • Ausfall der Versicherungen
  • Renditen unter 8%
  • Kosten
Meinung des Autors zum Thema:
Die Carpe Diem ist ein Strukturvertrieb von der ganz üblen Sorte. Der Garantie Hebelplan ist eine mathematische Totgeburt gewesen, denn die vom Fonds aufgekauften Lebensversicherungen brachten nie 8% Rendite und derartige Kredite waren nie für 4% zu haben.
Außerdem wurden da NIE Kosten der Anlage mit berücksichtigt.

Es heißt ja immer so schön "Gier frisst Hirn!" und das war hier wohl die ganz klare Überlegung. Menschen so lange blenden, bis sie einfach jeden Mist kaufen. Wer bitte glaubt denn an risikolose, kostenfreie 12%, welche einem uneigennützig angeboten werden. So doof kann doch niemand sein verdammt!

1 Kommentar:

  1. Banalste Selbstverständlichkeiten

    "Wenn wir einmal die Natürliche Wirtschaftsordnung erleben, dann braucht man sie nicht mehr in Büchern zu studieren, dann wird alles so klar, so selbstverständlich. Wie bald wird dann auch die Zeit kommen, wo man den Verfasser bemitleiden wird, nicht aber, wie es heute noch geschieht, weil er solch utopischen Wahngebilden nachstrebt, sondern weil er seine Zeit der Verbreitung einer Lehre widmete, die ja doch nur aus einer Reihe banalster Selbstverständlichkeiten besteht."

    Silvio Gesell

    Angefangen beim Dr.-Vater von Ludwig Erhard, Franz Oppenheimer, und dem "Jahrhundertökonomen" J. M. Keynes (um nur die bekanntesten zu nennen) hat es immer wieder "Besserwisser" gegeben, die versucht haben, "Die Natürliche Wirtschaftsordnung durch Freiland und Freigeld" (Silvio Gesell, 1916) anzuzweifeln. Alle sind gescheitert. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn wer kein "Besserwisser", sondern einfach nur ehrlich ist, wird einsehen, dass Silvio Gesell zweifelsfrei in allen Punkten Recht hatte.

    Die Alles entscheidende Frage lautet: Was hielt die Menschheit bis heute davon ab, die ideale Makroökonomie (Marktwirtschaft ohne Kapitalismus) zu verwirklichen?

    An der Intelligenz kann es nicht liegen, denn nicht einmal Albert Einstein, der Silvio Gesell persönlich kannte und immerhin einsah, dass "die Schaffung eines Geldes, das sich nicht horten lässt, zu Bildung von Eigentum in anderer, wesentlicherer Form führen würde", war in der Lage, die "banalsten Selbstverständlichkeiten" zu verstehen:

    http://www.deweles.de/files/lebendigkeit.pdf

    Für die Beendigung der "Finanzkrise" und den anschließenden, eigentlichen Beginn der menschlichen Zivilisation bedarf es der Auflösung einer künstlichen Programmierung des kollektiv Unbewussten, die vor Urzeiten erforderlich war, um die halbwegs zivilisierte Menschheit erst einmal "wahnsinnig genug" für das Unternehmen "Arbeitsteilung mit Konstruktionsfehlern" zu machen; denn kein vernünftiger Mensch wäre dazu bereit, in einer a priori fehlerhaften (kapitalistischen) Marktwirtschaft zu arbeiten, wenn er weiß, dass ein nachhaltiges Wirtschaften unmöglich und der nächste Krieg - zwecks umfassender Sachkapitalzerstörung, um den Zinsfuß hochzuhalten - unvermeidlich ist!

    Das - und nichts anderes - war (und ist noch) der eigentliche Zweck der Religion, die im Verlauf vieler Jahrhunderte vom Wahnsinn mit Methode zum Wahnsinn ohne Methode (Cargo-Kult um die Heilige Schrift) mutierte, und die uns - unabhängig vom so genannten Glauben - alle zu Untertanen machte, die ihr eigenes Programm nicht kennen. Die Bewusstwerdung der Programmierung nennt sich "Auferstehung".

    Herzlich Willkommen im 21. Jahrhundert:

    "Der Weisheit letzter Schluss"
    http://www.deweles.de/willkommen.html

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