Mittwoch, 1. Juni 2011

Androhung einer Krankschreibung berechtigt zur fristlosen Kündigung

Ein Berufskraftfahrer bekam an einem Freitagmittag eine weitere Tour verordnet obwohl er seine Wochenarbeitszeit erfüllt hatte. Er stritt mit seinem Chef, erklärte eine Fußverletzung und drohte mit Krankschreibung.Später rief er seinen Chef an und erklärte eine einwöchige Krankschreibung.

Niemand muss sich bedrohen lassen

Die Androhung einer Krankschreibung eines Angestellten berechtigt laut Landesarbeitsgericht Rheinland- Pfalz zu einer außerordentlichen Kündigung, da eine wirtschaftliche Schädigung des Arbeitgebers in Kauf genommen wird. Der Kündigungsschutzklage des Arbeitnehmers wurde trotzdem statt gegeben.

Wenn die Drohung aber eine Realität ist, ist sie keine Drohung

Die Kündigung gilt nicht, wenn der Arbeitnehmer wirklich krank ist. Die Fußverletzung wurde erwähnt und ärztlich bestätigt, ein fehlender Arbeitswille sei laut Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz vom 16.12.2010 nicht erkennbar . Eine Revision beim Bundesarbeitsgericht ist ausgeschlossen.

Meinung des Autors zum Thema:
Erfreuliche Rechtssprechung: Az.: 10 Sa 308/10
Natürlich muss ein Arbeitgeber Rechte haben, seine Reaktion kann ich ob der Situation erstmal nachvollziehen, aber Angestellte sollten sich nicht trotz Beschwerden kaputt arbeiten müssen.

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