Montag, 20. Juni 2011

Fondsvermittler - Wer darf das in Deutschland eigentlich?

Status quo, jeder der ausreichend Geld (ca. 1600€ in Köln) auf den Tisch legt. Können muss er nichts, nachweisen auch nur das Allernötigste. Wenn es also nicht mit dem Gebrauchtwagenhandel klappte, konnte man für kleines Geld sehr lukrative, für die eigene Tasche versteht sich, Anlageberatung betreiben.

Es kommt der §34f GewO aber es gibt Ausnahmen

Vermittler müssen jetzt eine Sachkundeprüfung ablegen, welche noch entwickelt werden muss. Davon ausgenommen sind die u. g. Berufe sowie unter besonderen Bedingungen der Fachberater für Finanzdienstleistungen (IHK).

  • Betriebswirtschaftlicher Studiengang der Fachrichtung Bank, Versicherungen und Finanzdienstleistung (Hochschul- oder gleichwertiger Abschluss)
  • Bankfachwirt (IHK)
  • Fachwirt für Versicherungen und Finanzen (IHK)
  • Investmentfachwirt (IHK)
  • Fachwirt für Finanzberatung (IHK)
  • Bank- oder Sparkassenkaufmann
  • Kaufmann für Versicherungen und Finanzen „Fachrichtung Finanzberatung“ oder als Investmentfondskaufman
 Irgendwie schon wieder merkwürdig. Einen Hochschulstudent, welcher internationale Märkte, internationale Bilanzierung sowie Kapitalmarktentwicklungen studiert hat ist als Berater nicht geeignet aber eine "popeliger" Bankkaufmann schon.
Ich habe einen guten Kollegen, welcher genau unter dieser Idiotie zu knabbern hat. Deutscher Wahnsinn...

Lassen Sie sich die Qualifikation Ihres Beraters zeigen; nicht sagen, zeigen!

Immerhin wissen Sie jetzt, dass Sie mal fragen müssen, da auch heute schon gilt, dass zu viele vermitteln obwohl sie eigentlich gar nicht in der Lage dazu sind.
Positiv: Es gibt keine alte Hasen Regelung, was bedeutet dass niemand vor der Prüfung verschont bleibt nur weil er schon lang genug Kunden betrügt. Jeder muss ran, bleibt nur zu hoffen dass nicht jeder durchkommt...

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