Freitag, 10. Juni 2011

Liebesbeziehung auf der Arbeit haben arbeitsrechtliche Konsequenzen

Allgemeine Ethikrichtlinien für den zwischenmenschlichen Umgang sind erlaubt, wenn sie nicht zu persönlich werden. Von Führungskräften wird beispielsweise erwartet, keine Liebesbeziehungen zu untergebenen Mitarbeitern zu beginnen. Der Betriebsrat ist bei den Bestimmungen mit ein zu beziehen.
Außerhalb von US amerikanischen Unternehmen ist das jedoch die Ausnahme.

Beziehungsverbote sind nicht gestattet

Eine Beziehung darf nicht verboten werden. Ein Versuch von Wal-Mart aus dem Jahre 2005 wurde als nichtig erklärt, da es gegen die Menschenwürde verstößt. Eine räumliche und/oder organisatorische Trennung ist zumutbar. Auch eine Versetzung bei gleichem Lohn sowie ähnlicher Qualifikation ist erlaubt.

Bei Trennung darf keine Kündigung erfolgen

Eine Trennung stellt keinen Kündigungsgrund dar. Bei Ärger muss mindestens eine Abmahnung folgen. Die Kündigung dar nur nach §1 Kündigungsschutzgesetz erfolgen und wenn nachweislich langfristig Betriebsstörungen an zu nehmen sind. Da sich Gemüter meist abkühlen, ist das nicht als Norm zu werten.
Wobei ich glaube, nein weiß, dass das in der Praxis immer wieder für Sprengstoff sorgt. Wie erbringt man denn bitte den Beweis langfristiger, zu erwartender Betriebsstörungen, hm?
Hier empfiehlt es sich übrigens bei seiner Rechtsschutzversicherung zu fragen. Viele zahlen die erste Instanz beim Arbeitsgericht nicht (weil dort paritätische Kostenteilung gilt). Auch sollte geprüft werden ob Mediation oder außergerichtliche Schiedsverfahren bezahlt werden, denn ein Arbeitskampf bringt selten nur Vorteile. Bei der neuen Firma bestimmt auch spannend zu Bewerbung: "Wieso haben Sie kein Arbeitszeugnis?" "Ich klage noch..."

Meinung des Autors zum Thema:
Man entschuldige bitte den generischen Maskulinismus, denn wenn ich immer beider Geschlechter ausgeschrieben hätte, bliebe kein Platz mehr für den Informationsgehalt. Es frisst zu viel Zeit und auch ich bin faul... manchmal! ;)

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