Mittwoch, 1. Juni 2011

Tarifverhandlungen der Angestellten von Versicherungen sind geplatzt

Oh wie schade, wie jammerschade! Keinem sollte man sein Geld neiden, denn er hat vermutlich hart dafür gearbeitet. Nur manche bekommen den Hals nicht voll genug, wobei es ausnahmsweise nicht um den Vertrieb gehen soll.

ü30.000€ im ersten Jahr

Mal als Beispiel, eine gute Bekannte von mir ist nach ihrer Lehre zur Versicherungskauffrau bei einem Kölner Versicherer eingestiegen und bekommt 2390€ Brutto x 13,5 vom ersten Jahr an. Abgesehen davon, dass das ein guter Einstiegslohn ist, erst Recht für jemanden der "nur" eine Lehre hat, steht es in keiner Relation zu artverwandten Berufen oder den Kollegen ohne Tarifvertrag. Oder spitz formuliert, man zeige mir jemanden im eigenen Bekanntenkreis welcher als Angestellter einer Versicherung Einkommens bedingte Not leidet. Dürfte schwierig werden.

Ziel: +6% aber min. 150€/ Monat

Da wundert sich Verdi trotzdem, dass sie für die 160.000 Angestellten keine 6% mehr Lohn, mindestens aber 150€/ Monat durchsetzen konnten.
Jetzt mal ehrlich. Der Vertrieb, welcher die unbeliebteste aller Arbeiten ausführt und Kunden ranschafft, sei ständig zu teuer und müsse günstiger werden. Aber im Innendienst verdiene man - so Verdis Argumentation ob des guten Umschiffens der Finanzkriese - mehr Geld? Besonders ironisch bei der Sache ist, dass man variable Gehaltsanteile (z. B. gemessen an Fehlerquoten etc.) abgelehnt hat.

Kein Wunder, so wird das nichts mit einer Einigung! Da nutzt auch ein Protest von 1400 Mann in Köln nichts. Ob ich hier grad etwas neide? Ja doch, über ein derartiges Einstiegsgehalt hätte ich mich gefreut. Auf die Idee dann wegen Geldmangels zu protestieren wäre ich aber nicht gekommen...

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