Dienstag, 12. Juli 2011

Schwangere erhält Entschädigung für entgangene Beförderung

In einem internationalen Medienkonzern bewarben sich eine Schwangere sowie ein Kollege auf die frei gewordene Stelle des ehemaligen Abteilungsleiters. Der Bewerbung der Frau wurden im Vorfeld gute Chancen eingeräumt, die Stelle ging aber an den Mann. Gründe wurden auch auf Nachfrage nicht genannt.

Erfolg vor Gericht

Die Schwangere forderte 17.000€ Schmerzensgeld, da sie eine Benachteiligung durch Schwangerschaft erlitt. Dafür spreche beispielsweise die Originalaussage sie solle sich auf ihr Kind freuen. Vor Gericht bekam Sie Recht, da das Gericht eine Diskriminierung vermutet.

Urteil aufgrund von Vermutungen

Unter Gesamtwürdigung aller Umstände erließ das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg im Urteil 3 Sa 917/11 vom vom 28.6.2011 aufgrund von Vermutung, dass die Klägerin eine Entschädigung wegen einer Diskriminierung aufgrund ihrer Schwangerschaft zusteht.

Meinung des Autors zum Thema:
Gut für die Schwangere, schließlich soll ja niemand benachteiligt werden. Als Mann fühle ich mich hier aber ganz klar vera*scht, denn nur aufgrund einer Vermutung finde ich das schon hart. Eigentlich zählt nur die unwiderlegbare Vermutung vor Gericht und die sehe ich aufgrund einer womöglich tröstlich gemeinten Aussage nicht gegeben.

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