Dienstag, 26. Juli 2011

Selten so einen Sche*ß gelesen!

Zitat aus einem Artikel von Capital Online:

Besonders gern schließen Eltern eine Zusatzversicherung für die Klinik ab - was unnötig ist. "Im stationären Bereich gibt es keine Unterschiede in der Behandlung gesetzlich und privat versicherter Kinder", sagt Hartmann. Es nützt nichts, wenn der private Versicherer für ein Einzelzimmer zahlt, das in der Klinik vor Ort für Kinder nicht angeboten wird. Und bevor man die kostenlose Unterbringung eines Elternteils im Krankenhaus absichert, sollte man sich erkundigen, ob die eigene Krankenkasse das nicht ohnehin übernimmt.

Was soll der Sche*ß?

Schon mal was von folgenden Punkten gehört, welche NICHT von der Kasse bezahlt werden:
  • Freie Krankenhauswahl
  • Freie (Privat-) Arztwahl
  • Auslandsbehandlungen
  • Privatärztliche Kliniken (und ich meine nicht das Schloss am Wörthersee)
  • Transportkosten zum nächstgeeigneten statt nur nächstgelegenem Krankenhaus
  • Transport mit Luffahrtfahrzeugen MIT voller Kostenerstattung
Wenn Sie für Ihre Kinder auf die o. g. Punkte verzichten können, dürfen Sie diese schwachsinnige Aussage gerne glauben. Die Redaktion reagierte auf meine Beschwerde mit den Worten:
"... nach bestem Wissen und Gewissen. Unsere Redakteure unterliegen strengen Prüfkriterien, welche sich inhaltlich durch unseren hohen Standard ausdrücken, an dem wir uns messen lassen."

Man wisse nicht was ich auszusetzen hätte? -> Ja ne is' kla'!

AWZ vs Regeln der medizinischen Kunst

Wer mir nicht glaubt, der soll doch im Gesetz nachlesen. Dort steht im Sozialgesetzbuch, ich zitiere:



§ 12 SGB V Wirtschaftlichkeitsgebot


(1) Die Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein; sie dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten. Leistungen, die nicht notwendig oder unwirtschaftlich sind, können Versicherte nicht beanspruchen, dürfen die Leistungserbringer nicht bewirken und die Krankenkassen nicht bewilligen.

Auf Deutsch, nur das Billigste ist akzeptabel. Mehr hat es nicht zu geben!

(2) Ist für eine Leistung ein Festbetrag festgesetzt, erfüllt die Krankenkasse ihre Leistungspflicht mit dem Festbetrag.

Man kann also alles für sein Kind wählen, es wird halt nur nich bezahlt...

(3) Hat die Krankenkasse Leistungen ohne Rechtsgrundlage oder entgegen geltendem Recht erbracht und hat ein Vorstandsmitglied hiervon gewußt oder hätte es hiervon wissen müssen, hat die zuständige Aufsichtsbehörde nach Anhörung des Vorstandsmitglieds den Verwaltungsrat zu veranlassen, das Vorstandsmitglied auf Ersatz des aus der Pflichtverletzung entstandenen Schadens in Anspruch zu nehmen, falls der Verwaltungsrat das Regreßverfahren nicht bereits von sich aus eingeleitet hat.

Na was glauben Sie, welcher Vorstand wird für die Behandlung Ihres Kindes persönlich haften?

Q. E. D. !

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