Freitag, 22. Juli 2011

Versicherungen gehen erneut mit Scheinargumenten auf Kundenfang

Zum 01.01.2012 sinkt der Garantiezins von 2,25% auf 1,75%. Vertreter und Vertriebe wie der AWD werben damit, dass die Renten sowie Ablaufleistungen dann geringer sind, weshalb jetzt noch Verträge geschlossen werden sollten. Verbraucherschützer und Mathematiker warnen vor den "falschen" Argumenten.

Der Garantiezins ist nicht die garantierte Verzinsung!

Der Garantiezins ist lediglich der maximal erlaubte garantierte Zins, so lange es Überschüsse gibt, spielt er für die Wertentwicklung keine Rolle. Viele Versicherer ziehen hier noch Kosten ab, so dass der Sparanteil noch geringer ist. Der Garantiezins bietet lediglich etwas Planungssicherheit.

Die Auswirkungen sind vor allem bei der Verrentung entscheidend

Bei Rentenzahlungen wirkt sich die Senkung stärker aus als bei Einmalzahlungen, weil hier keine Kalkulation mehr notwendig ist. Bei Renten ist lediglich der Garantiewert sicher, der Rest nicht. Verbraucher sollten nicht alleine deshalb Verträge abschließen und sich besser unabhängig beraten lassen.

Meinung des Autors zum Thema:
Mal was ganz Neues: es gibt eine Änderung, welche mit gefährlichem Halbwissen den Drückern an die Hand gegeben werden kann und schon geht es wieder los. Ich frage mich ob der Verbraucher sich nicht langsam verarscht fühlt jedes Jahr "ganz tolle" Argumente für neue Versicherungen zu erhalten...

Rein logisch dürfen solche Gründe genau so wenig wie Steuern sparen der Grund für Abschlüsse sein und trotzdem wird es jedes Jahr aufs Neue durchgezogen. Anscheinend haben die Bundesbürger noch nicht genug Geld verloren...

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen