Dienstag, 18. Oktober 2011

Krankenkassen auch in 2012 ohne Sozialausgleich

Das Bundesministerium für Gesundheit bestimmt die Höhe des durchschnittlichen Zusatzbeitrags (dZB) für das Folgejahr jährlich zum 01.11. Für 2012 wurden 0,00€ bestimmt, ergo hat kein Kassenmitglied Anspruch auf Ausgleichszahlungen. Der Gesundheitsfonds prüft pauschal alle Kassen, nicht jede Einzelne.

Schönfärberei im Ministerium - Einzelschicksale  interessieren nicht

Dadurch müssen vereinzelt Mitglieder bestimmter Kassen trotzdem Zusatzbeiträge zahlen, obwohl der Gesundheitsfonds in 2012 vermutlich Überschüsse haben wird. Die Zuweisungen genügen im Schnitt zur Kostendeckung. Der Beitragssatz bliebe gleich, ein pauschaler Sozialausgleich wäre nicht notwendig.

Fällt sonst noch jemandem auf, dass da ein ganz gehöriger Fehler drin ist? 5,1 Millionen den Zusatzbeitrag zahlender Mitglieder hat die DAK, ca. 56 Millionen zahlende Kassenmitglieder gibt es laut Focus über alle Kassen hinweg. D. h. dass ca. 10% einen Zusatzbeitrag zahlen!
Egal wie ich das rechne, auf 0€ durchschnittlichen Zusatzbeitrag komme ich keinesfalls. Außer ich lege alle 5,8 Millionen Zusatzbeiträge zahlende Mitglieder aller Kassen und halte sie gewichtet gegen alle Kassenversicherten (72 Millionen).
5.800.000 / 72.000.000 x 8€ = 0,64€ durchscnittlicher Zusatzbeitrag (dZB)

Ja so kann man sich das auch schön rechnen...

Außer Politikern will es keiner haben!

Die Verschiebung des zDB wird begrüßt, da durch die komplizierte Berechnung die Software Entwicklung nicht abgeschlossen ist. Es ist ähnlich der ELENA-Problematik, wo unnötige Bürokratie geschaffen wurde, da die Arbeitgeber trotzdem ab 2012 Mehrbelastung wegen unnötiger Meldungen haben werden.

Meinung des Autors zum Thema:
Wie kann man einen Durchschnitt von 0€ haben, wenn alleine durch die DAK begründet der Wert schon größer 0 sein muss? Die halten uns auch für total doof! ELENA war eine Steuer Problem. zDB wird ein Kassenproblem. Beides ist ein Bürger Problem. Hinter vorgehaltener Hand diskutiert man schon die Abschaffung, da die Berechnung nicht nachvollziehbar sei.

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