Mittwoch, 5. Oktober 2011

Unfallversicherung (UV): Ärztepfusch führt nicht zum Leistungsanspruch

O- Ton:
Eine  private  Unfallversicherung muss  nicht  für Schäden zahlen, die durch ein Missgeschick im Operationssaal entstehen. Dauerhafte Schäden durch eine OP-Zange, die bei einer Operation im Körper einer  Patientin  abgebrochen war,  seien  eine  „eigentümliche Gefahr“ der Heilbehandlung, die vom Versicherungsschutz  ausgeschlossen  ist.  Die  Klägerin hatte wegen Lähmungserscheinungen vom Versicherer rund 65  000 Euro plus eine lebenslange monatliche Rente von 300 Euro verlangt  (LG Dortmund, Az. 2 O 253/10).

PAUKE = Unfallbegriff entsprechend der Definition

Wie war das doch gleich: Plötzlich von außen unfreiwillig auf den Körper einwirkendes Ereignis.
Irgendwie erschließt sich mir nicht wo die eigentümliche Gefahr herrühren soll, denn niemand darf in Deutschland davon ausgehen, dass solche Fehler in einer signifikanten Menge geschehen. Und auch kausale Zusammenhänge spielen keine Rolle (Vorsatz etc. außen vor), was also soll das? Verträge, in denen solche Klauseln enthalten sind, gehören direkt geschreddert.

Ganz klar, man muss sich wehren!

Aber sei es drum, man kann ja noch den Arzt bzw. das Krankenhaus verklagen. Wohl dem, der eine gute Rechtsschutzversicherung hat. Und den Vermittler sollte man direkt mit am Kragen packen. Denn wer so einen Mist verkauft, hat gefälligst auch die Zeche dafür zu zahlen.

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