Mittwoch, 9. November 2011

Höhere Kosten beim Zahnarzt - Letztlich zahlt es der Patient

Die Gebührenordnung für Zahnärzte, kurz GOZ, regelt die privat ärztliche Versorgung, welche nicht von den gesetzlichen Krankenkassen erbracht wird. Die dort aufgeführten Leistungen, müssen Patienten selbst zahlen, sofern diese nicht per Zusatzversicherung abgedeckt sind. Selbst bei PKV Vollversicherten müssen oft umfangreiche Zahlungen nachgeleistet werden. Manch einer würde sogar erschrecken, wenn er wüsste, dass er noch schlechter versichert ist als die meisten Kassen Mitglieder.

Mehr Kosten für alle

Die GOZ wurde seit 1988 nicht mehr aktualisiert. Am 04.11.2011 wurde eine Erhöhung des Volumens von sechs Prozent beschlossen, da viele neuere Behandlungsmethoden dort nicht erfasst sind. Dadurch erhöhen sich die Kosten für Versicherte, egal in welchem System. Denn auch bei Kassen Mitgliedern sind private Zusatzleistungen die Regel statt der Ausnahme. 

Höhere Steigerung befürchtet

Der Verband der privaten Krankenkassen ging ursprünglich von 14- 20% Steigerung aus, wobei er trotzdem kritisiert, dass die Honorarvolumina für Zahnärzte die letzten Jahre bereits überdurchschnittlich stark gestiegen sind.

Meinung des Autors zum Thema:Man soll ja jedem sein Geld gönnen, doch ausgerechnet Zahnärzte sind nicht die armen Mediziner. Da gibt es ganz andere Gruppen (z. B. Orthopäden).
Eine Regelung von neueren Methoden, welche ja angewandt werden, ist aber angebracht. Dass es dadurch mehr kostet ist bedauerlich, noch teurer wäre aber, wenn jeder Arzt abseits der GOZ frei den Preis wählen dürfte. Mich interessiert jedoch auf wen die Kosten konkret umgelegt werden. Irgendwie sagt mir ein leiser Verdacht, dass die Versicherer nicht auf Teile Ihres Gewinns verzichten werden...

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