Mittwoch, 30. November 2011

Mehr Geld für Minijobs - Mehr Bürokratie aber auch

Zum 01.04.2012 oder 01.07.2012 werden neue Regeln für die 7,5 Millionen Minijobber in Kraft treten. Die Entgeltgrenze soll auf 450 Euro angehoben werden. Gleichzeitig ändert sich die rentenrechtliche Beurteilung. Dies soll mehr Flexibilität für Arbeitgeber und Arbeitnehmer bringen. Zusätzlich soll für zwei Monaten die Grenze von dann 450 Euro überschritten werden dürfen.

Die Kehrseite der Münze

Der Arbeitgeber zahlt weiterhin die Sozialversicherungsbeiträge über eine Pauschale. Der Minijobber zahlt aber künftig 4,6% seiner Einkünfte zur Rente dazu und erwirbt dadurch Ansprüche. Leider hat er deshalb in Relation auch weniger Geld in der Tasche. Rechenbeispiel:

400,00€ - 400,00€ x 0,00% = 400,00€
450,00€ - 450,00€ x 4,60% = 429,30€


Unterstellen wir also zehn Euro Stundenlohn, so bleibt für fünf Stunden Mehrarbeit nur der Verdienst von 59,6% Arbeitszeit, also eine Gehaltseinbuße von 41,4%. Denn das bischen Rente was da rauskommt, kann einen derartigen Verlust gar nicht kompensieren.

Also was tun?

Auf Antrag kann man sich von dieser Zahlung befreien lassen. Die Bundesregierung gibt aber zu, dass die Ansprüche sehr gering sind - 85 Euro mehr Rente bei 40 Jahren Einzahlung und sechs Jahren Erziehungszeit - und der aktive Austritt unnötige Bürokratie verursacht. Es sei keine ausreichende Vorsorge.

Meinung des Autors zum Thema:
Was zum Geier soll das?
Die Erhöhung ist gut! Auch die zwei Freimonate, wo man mehr verdienen darf. Aber was soll der Unsinn mit dem aktiven Austreten aus der Rente? Haben wir es in Deutschland mittlerweile echt so nötig? Das kostet den Staat Millionen an Verwaltung aber bringt dem einzelnen Bürger einen Witz.
Wenn schon, dann sollte der Staat es in ein Kapital gedecktes System stecken um die Bürger breiter auf zu stellen. Aber so das ist großer Blödsinn, zumal die es auch zugeben! Da zwingt sich unweigerlich die Frage auf wie blöd oder korrupt diese Volksvertreter, also die Berufslügner genannt Politiker, eigentlich sein können?

Hinzu kommt ein haftungsrechtliches Problem für Arbeitgeber, da die neu rentenversicherungspflichtigen einen Anspruch auf Betriebsrenten haben. Möchte mal sehen wer seiner 400€ Kraft eine Betriebsrente einrichtet, und wovon diese das auch noch bezahlen soll?

Wer profitiert?

Die Eherpartner reicher Selbstständiger sowie Minijobber mit gutem anderen Einkommen, aber das taten die schon vorher.
Dort war es schon immer Gang und Gäbe, dass man seinen Ehepartner als Minijobber einstellt und damals aktiv Rentenversicherungsbeiträge entrichtet, damit man mit diesem eine Betriebsrente sowie eine Riester für beide umsetzen kann. So konnte der Selbstständige ca. 260€ im Monat an Sozialabgaben und Steuer am Staat vorbei schleußen sowie 308€ Riester Zulage abgreifen.
Toll, belohnt werden wieder nur die, die eh schon genug Kohle haben!

Aber auch ich will mich nicht beschweren, denn wer Selbstständig und verheiratet ist oder Minijobber ist, der sollte sich jetzt bei uns melden.

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