Montag, 12. Dezember 2011

Bunga Bunga - Die Wüstenrot Drücker am Zuckerhut

Ein Skandal? Wirklich?

Im April 2010 gab es für die 50 besten Wüstenrot Vertreter, also jene mit den meisten Neuabschlüssen, eine Reise nach Rio de Janeiro in Brasilien. Unter anderem wurde dort im Club "Barbarella" eingekehrt, wo man Geld gegen Sex tauschen kann. Oder je nachdem welche Fleischeslust einen sonst noch so treibt...
Gerüchteweise, denn die Vertreter mussten strafbewährte Verschwiegenheitserklärungen unterschreiben, haben ca. 14- 20% der Vertreter das Lokal besucht und ganze drei (also läpische sechs Prozent) die sonstigen Dienste auch in Anspruch genommen.

Ein Skandal? Mitnichten!

Wenn ich mir die Gesamtreisekosten ansehe, welche bei ca. 200.000€ für zehn Tage Rio + Vergnügen liegen, kann ich mir schwerlich vorstellen, dass es von oben mitorganisiert war. Dort gibt man sich natürlich, wie immer wenn man kein Rückgrat hat, völlig entsetzt, sowas würde weder zur Unternehmenskultur passen noch würde man das gut heißen.
Ich heiße es auch nicht gut, was aber Leute in ihrer Freizeit machen, kann mir getrost egal sein! So lange die Vertreter ihr privates Geld auf den Kopf hauen, dürfen sie sich meinetwegen gegen Geld mit Fäkalien beschmieren lassen, es hat mich nichts an zu gehen. Anders als bei dem HMI Budapest Skandal haben hier Privatpersonen ihr Privatgeld verausgabt. Auch Trunkenheit ist bei so einer Fahrt keine Seltenheit, denn zumindest der Alkoholkonsum wird bei jeder Gesellschaft gezahlt. Miese Doppelmoral!

Alkohol ist okay aber Sex wäre es nicht?

An der Stelle übrigens eine ehrliche Anmerkung: Mir ist noch kein Industrieunternehmen (Einblicke habe ich von Ford, Bosch & Siemens) noch eine Versicherung (hier kenne ich ein paar mehr) untergekommen, die NICHT den Alkohol bezahlt haben. Es mag albern klingen, aber die fünf Minuten Vergnügen - gerüchteweise schaffen andere Männer mehr - sind preiswerter als die mehrstündige Sauftour jeden Abend. Beides ist verwerflich, aber bei Alkohol ist das ok? Der Sex ist böse? Amerikanische Zustände, die einfach albern sind, denn das Problem ist ein ganz anderes:

Es werden die falschen Leute auf diese Incentives geschickt!

Um mehr Verträge zu vermitteln, hat die Wüstenrot mehr Provision ausgekehrt als üblich. Wenn die abgeschlossenen Verträge dann tatsächlich bespart wurden, warum das anders sein sollte verstehe ich nicht, dann gab es nochmal Geld extra. Stornierte Verträge oder generell die Stornoquote fand - mal wieder - keine Berücksichtigung. Das heißt auf Deutsch, die Bauspar Drücker haben sich erneut jene eingeladen, welche am rücksichtslosesten Verträge verkauft haben. Dass diese Leute schon in der Schule nicht die Benimm Könige waren sollten selbst die Vorstände bei der Wüstenrot wissen. Aber da kommt man meist auch nur hin, wenn man schon am Schulhof am lautesten Rülpsen konnte, und Rio hat man vorher auch schon besucht...

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