Freitag, 2. Dezember 2011

Finanzamt - Popkorn Kino - Mehrwersteuer

Liebe Leser,

Sie erinnern sich an meinen streitsüchtigen Mandanten mit der Currywurst: Wg. der Currywurst vor Gericht

Beim Currywurst Urteil ging es um die Sitzmöglichkeit und wie daraus die Mehrwertsteuer von 7% auf 19% springen kann, oder eben anders rum.
Diesmal hat mich ein Kollege auf einen anderen Rechtsstreit aufmerksam gemacht, welcher leicht skurial anmutet aber eine ähnliche Problematik betrifft.

Chips mit Soße und Popkorn

Derartige Snacks können im Kino sitzend eingenommen werden, deshalb will das Finanzamt den höheren Mehrwertsteuer Satz. Doch der BFH urteile bereits beim Az. V R 3/07 anders.
Da das Finanzamt anders kassieren wollte und verklagt wurde, musste der BFH erneut ran. Er urteilte dass es sich bei Kinos eher um Imbisse handelt, da durch den Verkehr Wartehallen Atmosphäre aufkäme, schließlich dienen die Vorsäale ja auch als belebter Treffpunkt.
Der Entscheid erging auf Grundlage des Europäischen Gerichtshofs mit dem Az. C-499/09.

Risiko McDonalds

Für Sie als Bürger hat das insofern Konsequenzen, als dass ich mich grad frage wann der erste Schlaumeier die neuen McDonalds Restaurants - man betont den Weggang vom Fast Food/ Imbiss - mit der höheren Mehrwertsteuer belegen will. Schätze dann gehen die Klagen in die Milliardenhöhe.
Meiner Meinung nach bleibt der Frittentempel ein Fast Food Lokal, aber ein findiger Finanzbeamter hat bestimmt Langeweile in seiner Arbeitszeit von zwölf bis Mittag...

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen