Montag, 5. Dezember 2011

Preisschraube private Krankenversicherung - Wie schnell sich bei manchen das Karussell dreht

Werte Leser,

einige von Ihnen sind privat versichert oder kennen Leute, bei denen das so ist. Vergangene Woche gingen wieder die weißen Briefe raus, bewusst getarnt um die schlechte Nachricht nicht anzukündigen, wo die die Beitragsanpassungen der PKV drin stehen. Hier ein paar Beispiele, wer wie hart getroffen wurde, wobei ich teilweise Ausreißer mit über 50% erlebt habe!


Central

Tarif: V323S2
Selbstbehalt: 650 Euro
Erhöhung** für 32-jährigen Mann: 23 Prozent
Erhöhung**für 32-jährige Frau: 20 Prozent

Axa

Tarif: Vision Start*****
Selbstbehalt: 400 Euro
Erhöhung** für 32-jährigen Mann: 20 Prozent
Erhöhung**für 32-jährige Frau: 15 Prozent

LKH

Tarif: G
Selbstbehalt: 900 Euro
Erhöhung** für 32-jährigen Mann: keine Erhöhung
Erhöhung**für 32-jährige Frau: 20 Prozent

DKV

Tarif: K2B
Selbstbehalt: 520 Euro
Erhöhung** für 32-jährigen Mann: 19 Prozent
Erhöhung**für 32-jährige Frau: keine Erhöhung

R+V

Tarif: AGIL classic
Selbstbehalt: 1920 Euro
Erhöhung** für 32-jährigen Mann: 19 Prozent
Erhöhung**für 32-jährige Frau: 2 Prozent

Bayerische Beamtenkasse (BBKK)

Tarif: CompactPRIVAT - Start 900A
Selbstbehalt: 900 Euro
Erhöhung** für 32-jährigen Mann: 17 Prozent
Erhöhung**für 32-jährige Frau: 3 Prozent

Gothaer

Tarif: MediVita 250+Z70
Selbstbehalt: 250 Euro
Erhöhung** für 32-jährigen Mann: 13 Prozent
Erhöhung**für 32-jährige Frau: 3 Prozent

Nürnberger

Tarif: TOP
Selbstbehalt: 306 Euro
Erhöhung** für 32-jährigen Mann: 13 Prozent
Erhöhung**für 32-jährige Frau: keine Erhöhung

Deutscher Ring

Tarif: Classic+
Selbstbehalt: ohne
Erhöhung** für 32-jährigen Mann: 12 Prozent
Erhöhung**für 32-jährige Frau: keine Erhöhung

HanseMerkur

Tarif: Start FIT, KVG1
Selbstbehalt: ohne
Erhöhung** für 32-jährigen Mann: 11 Prozent
Erhöhung**für 32-jährige Frau: 5 Prozent

Universa

Tarif: intro/Privat 300
Selbstbehalt: 300 Euro
Erhöhung** für 32-jährigen Mann: 11 Prozent
Erhöhung**für 32-jährige Frau: keine Erhöhung

Kommentare:

  1. Als Versicherungsmakler sollte Ihnen bekannt sein, dass Beitragsanpassungen in der PKV nie in %-Sätzen, sondern in absoluten Beträgen erfolgen.

    Das diese bei unterschiedlichen Beiträgen unterschiedlich hoch ausfallen liegt in der Natur der Mathematik. Die Beispielrechnungen spar ich mir, es liegt aber auch teilweise am Makler/Vertreter selbst, wie hoch die Erhöhung ausfällt.

    Zudem liegt die medizinische Inflation konstant bei circa 5 %, eher drüber denn drunter. Eine Versicherung also, die jährlich um einen Betrag erhöht, der 4 % ausmacht, macht irgendwo was ziemlich richtig.
    Wenn nun Gesellschaften nach mehreren Jahren mal wieder erhöhen, kann das halt auch mal deftig ausfallen. Das kann man dem Kunden aber erklären...
    Genauso wie man den meisten Kunden erklären kann, dass es unmöglich ist, eine bessere Leistung als in der GKV zu haben und lebenslang weniger zu zahlen. Das was man als junger Mensch spart, muss man halt zurücklegen - aber da fängt das Problem ja an.

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  2. Völlig egal wie die Darstellung erfolgt, also Prozente oder absolute Werte, es gibt die Beitragsanpassungen. Hier ist nur eine Auflistung, welche keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, wie es mancherorts aussieht.

    Das Beitragsanpassungen dazu gehören, sollte in einer guten Beratung erwähnt werden, eben so wie die Treppenfunktion (5er & 10er Grenze), welche die BAP nur begrenzt steuerbar macht.

    Ja, man kann nicht immer weniger zahlen und bessere Leistungen bekommen. Aber für viele junge Menschen gilt, sie können das gleiche zahlen (wie beim Höchstsatz Kasse) aber bessere Leistungen bekommen, da sie mit den BE Bausteinen eine gute Vorsorge einrichten können.

    Mir eigentlich ein Rätsel, warum es mir in der Praxis fast nie begegnet, wahrscheinlich weil den meisten der schnelle Abschluss mit regelmäßiger Umdeckung lukrativer erscheint als eine langfristige PKV. Und rechnerisch stimmt das sogar, mieses Sysmte!

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