Dienstag, 13. Dezember 2011

Wüstenrot Affäre Nachtrag

Da mich ein Leser darauf hingewiesen hat, hier noch eine Kommentierung zu folgendem Exzerpt:

"Die W&W prüft die Vorwürfe derzeit. "Eindeutige Ausschweifungen im Rahmen einer Dienstreise verstoßen selbstverständlich gegen unsere Verhaltensrichtlinien. In diesen Fällen werden wir, wenn es angemessen und rechtlich möglich ist, personelle Konsequenzen ziehen. Sollte dies nicht möglich sein, werden wir zumindest disziplinarische Maßnahmen ergreifen", sagte Bernd Hertweck, Vorstand der Wüstenrot Bausparkasse AG laut einer Pressemitteilung des Unternehmens. Als erste Maßnahme habe man beschlossen, dass ab 2012 nur noch Ziele in Deutschland für Incentive-Reisen in Frage kommen. Zudem werde das gesamte System auf den Prüfstand gestellt."


Mal überlegen, es geht um die erfolgreichsten Drücker in einem schlechten System. Wieso glaube ich nur, dass hier ähnlich wie beim Militär verfahren wird? Man hebt den Finger, sagt laut "Ey Du, Du, Du... Du das macht man aber nicht!". Thema erledigt, es fragt keiner mehr. Warum?


Dafür können die keine wichtigen Person rauswerfen, das können die sich gar nicht leisten!


Top Verkäufer haben eine etwas unangenehme Eigenschaft, sie schreiben viel Geschäft, wofür das Unternehmen sie ja letztlich beschäftigt. Die Umsatzbringer können die Abhängigkeiten aber auch umkehren, wenn man deren Umsätze nämlich braucht. Und jetzt entsteht die perverse Situtation, dass man bei einer Kündigung jede Menge Entschädigung zahlen muss: Abfindungen (Angestellte), Ausgleichsanspruch (Handelsvertreter) usw. Es ist folglich billiger diese Entschädigung nicht zu zahlen und dankbar weiterhin die Umsätze an zu nehmen.
Besides, wenn ein Landesdirektor mit 250 Strukkis (Drücker) unter sich rausgeworfen wird, wandern große Teile der Strukkitruppe sowie der Kunden mit ab. Und das wird nochmals teuer. Und mal ernsthaft, wer will das schon, wenn den Finger heben billiger ist als Geld abheben, mhm?


Genau, es ändert sich wieder einmal NICHTS!

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