Montag, 16. Januar 2012

Riester und Rürup Renten werden einfacher vergleichbar

Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) beauftragte das Institut für Finanzdienstleistungen e.V. (IFF) zur Erstellung eines Muster-Produktinformations-Blatts (PIB) mit maximal zwei Seiten Länge. Branchen- und Verbraucherverbände wurden bei der Entwicklung mit einbezogen worden.

Alles soll vergleichbar werden

Es soll Vergleiche zwischen Rentenversicherungen, Investmentfonds, Banksparplänen und Wohn-Riester-Produkten möglich machen. Die Renditeminderung (Reduction in Yield) durch Kosten soll prozentual sowie in Euro ausgewiesen werden. Verluste bei vorzeitiger Kündigung sollen in Euro genannt werden, denn die Verbraucher wüssten nicht um die hohen Abschlusskosten.

Gute Ergenisse bei Umfragen und Tests

Eine weitere Informationspflicht im Internet mit beispielhaften Produktberechnungen wird diskutiert. Sogar eine einheitliche Vorlage ist in Planung, was sehr zu begrüßen wäre. Mit den neuen Info-Blättern konnten Verbraucher bei Tests 72-83% der Fragen zu fondsgebundenen Renten oder Banksparplänen richtig beantworten.


Meinung des Autors zum Thema:
Ein Schritt in die richtige Richtung! Die Kennzahl RIY (Reduction in Yield) hat zwar auch Schwachstellen, ist aber ein Fortschritt, zumal eine einheitliche Darstellung auf maximal zwei Seiten von der Regierung vorgegeben wird.

Wünschenswert wäre noch der Einbezug aller Kostenbestandteile (z. B. Fondskosten wie die TER) sowie Modellrechnungen ohne Rückvergütungen (Kickbacks). Denn dann könnte man einfach alle Renten anhand des Rentenbarwerts miteinander vergleichen oder alle Lebensversicherungen anhand des Endkapitalwerts (Kn). Aber ich vergas, das ist ja von der Branche nicht gewünscht...

Und irgendwie fürchte ich, dass bereits kreative Umgehungsmethoden in Arbeit sind. Aber trotzdem gilt für eine gute Idee, Daumen hoch.

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