Dienstag, 21. Februar 2012

Die Rechtsschutzversicherung zahlt keine Spekulationsgeschäfte und keine Straftaten, sofern rechtskräftig verurteilt

Da war es mal wieder so weit, ein potentieller Neukunde hat mich angeschrieben ob ich denn helfen könnte. Nur "kleine" Probleme, sein Vermögensberater der Deutschen Vermögensberatung (DVAG) hat ihn leider beschissen...

Der Interessent hat mit Wertpapieren gezockt, genauer gesagt mit Zertifikaten, welche der Vermögensberater gar nicht hätte beraten dürfen. Trotzdem geschehen, soll ja vorkommen...
Der Herr Muster (Name geändert) hat also ca. 35.000€ verloren. Mittels seiner Rechtsschutzversicherung wollte er seinen DVAG Vertreter angehen.

Die Rechtsschutzversicherung verweigerte die Kostenübernahme

Der gute Herr Muster hatte vorher einen Rechtsschutzvertrag bei Roland Rechtsschutz gehabt, der an sich nicht schlecht war, nur leider gekündigt wurde um zur ach so tollen AdvoCard zu kommen. Ohne jetzt auf die Details ein zu gehen, ist allgemein bekannt, dass alte Verträge Spekulationsgeschäfte mitversichert hatten und neuere Bedingungswerke das nicht vorsehen. Und der nette Herr Vermögensberater hat verschwiegen, dass die AdvoCard als Verbundunternehmen der Generali Gruppe keine Prozesse gegen ihre Vertreter mitfinanziert. Aber es kommt noch dicker!

Es handelte sich um Schwarzgeld aus der Schweiz

Denn in Deutschland wäre das ja aufgefallen, aber der Vermögensberater ist angeblich auch Schweizbänker. Irgendein fadenscheiniges Zertifikat hat ihn dazu benannt. Nicht nur dass Herr Muster jetzt haufenweise Kohle verloren hat, das Finanzamt hätte jetzt gerne für die letzten vier Jahre die Gewinne verzinst nachversteuert...

Offizieller Schwarzgeld Rechner der Swissbankiers

Kein Mitleid mit Halsabschneidern! Hier haben sich zwei gefunden, Mitleid bekommt keiner von mir. So bekam Herr Muster den Rat sich auf eigene Kosten einen Anwalt zu suchen. Die Eidgenossen machen es derweil leicht, denn für Steuersünder gibt es jetzt einen offiziellen (Schwarzgeld) Steuerrechner. Man muss ja prüfen dürfen ob eine Selbstanzeige sinnvoller ist als die Füße still zu halten. Das ist mal ein Service...
Weil es hier eine Verurteilung gibt und Steuerhinterziehung eine Strafttat ist, wird die Rechtsschutzversicherung erneut nicht leisten. Außerdem lag der ursächliche Schadenzeitpunkt bereits vor Vertragsbeginn. Darüber wurde bestimmt auch nicht gesprochen...

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