Montag, 14. Mai 2012

Kassen- Patienten haben keinen Anspruch auf Spitzenmedizin

Ein 74- jähriger Krebspatient lies in den Niederlanden für 1.500 Euro ein USPIO-MRT durchführen. Mittels dieser Diagnosemethode können winzige Eisenpartikel selbst kleine Lymphknoten-Metastasen identifizieren. Die Kasse zahlte nicht, da die Leistung nicht im ihrem Leistungskatalog stand. Der Rentner klagte.

Das würde übrigens fast keine Kasse zahlen, denn es steht nirgends im Leistungskatalog und nahezu kein Versicherter hat derartige Leistungen privat versichert. Wenn Sie übrigens gerne derartige Leistungen versichert hätten, sollten Sie am besten mit uns Kontakt aufnehmen.

Impotenz & Inkontinen durch OP sind keine 1.500€ wert

 
Laut ihm sei wegen dem USPIO-MRT keine OP nötig, welche Inkontinenz und Impotenz zur Folge hätten. Er verlor in beiden Instanzen, die Kasse bekam Recht. Besonders pikant ist der O- Ton der Richter: "Kassen müssten nicht alles finanzieren, was verfügbar sei, um die Gesundheit zu erhalten oder wiederherzustellen."
Es gäbe für Prostatakrebs zumutbare Alternativen nach allgemeinen Standard, seine sind Grundrechte nicht verletzt. Für eine Auslandsbehandlung, auch wenn sie nur in den Niederladen möglich ist, bestünde demnach kein Grund. Das Urteil erging am 7.5.2012 am Hessischen Landessozialgerichts Darmstadt.

Nicht jede Gesundheit muss erhalten oder wieder hergestellt werden


Das Aktenzeichen lautet L 1 KR 298/10. Fetter Wahnsinn, denn es ist ein zweischneidiges Schwert. Während ich noch meiner Meinung suche, obgleich ich es nicht ganz nachvollziehen mag, schmunzle ich darüber, dass er in dem Alter noch Sorge um seine Potenz hat. Irgendwie wäre das eine meiner geringsten Sorgen, wenn mein Leben auf dem Spiel stünde... ;)
Eigentlich kein Grund zum Lachen, aber irgendwie bleibt mir bei solchen Entscheidungen nur Kopfschütteln übrig... *kopfschüttel*

Sie wollen nicht, dass Sie mit derartigen Problemen konfrontiert werden, dann fragen Sie uns: Wie sagen Ihnen welche Kassen mehr zahlen oder welche private Krankenzusatzversicherung dafür aufkommt. Fragen Sie jetzt!

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