Sonntag, 9. September 2012

Delikates: Wie versichere ich Geliebte und Gigolo?

Sie werden lachen, aber diese Frage kommt im Alltag häufiger als man meint. Derart offen wird es selten benannt, meistens kommen Umschreibungen oder Begriffe wie:

  • Mätze/ Muse
  • Gute Freundin
  • Gönner
  • Ausgleich alter Familienschuld
  • Korrektur früherer Fehler

Das "Problem" ist der aktuelle (Ehe-)Partner


Bevor einer weint, natürlich ist ein Partner kein Problem, grundsätzlich ist es schön jemanden da zu wissen. *zwinker*
Aber versicherungstechnisch sowie vermögenswirksam gibt es da ein paar Probleme. Nehmen wir mal an wir wollen der Affäre (m/w, manchmal beides) was hinterlassen und greifen zu einer x-beliebigen Versicherung.

Beispiele der Diabolica mit dem Motto: "Teuflisch gut versichert und auch bei Olympia nicht verkehrt"


1) Kann die Affäre einfach im Bezugsrecht stehen? Na klar, dumm nur, dass die Frau nach dem Tod den Versicherungsschein bekommt und das Bezugsrecht ändern könnte, da es vorher der Annahme durch die Geliebte bedürfte. Noch blöder, wenn sie den Schein noch während der Laufzeit, also vor dem Tod - der dann unweigerlich folgen wird - findet. Keine Option.

2) Ich vereinbare ein unwiderrufliches Bezugsrecht. Das Problem mit der Frau bleibt, das Problem wird charmant, wenn auch die neue/ andere Frau geht. Die geht dann nämlich mit dem Geld. Irgendwie auch keine Option, obwohl draußen ständig praktiziert... *kopfschüttel*

3) Die Methusalem Police bietet die Möglichkeit verschiedenste Personen als Vertragsinhaber gleichzeitig zu führen, wodurch man eine steuerfreie Auszahlung ermöglichen kann. Blöd ist hier aber, dass aufgrund des Erbes Pflichtanteile anfallen und - das ist eigentlich viel besser - die persona non grata Teil der Erbengemeinschaft wird, sprich bei zukünftigen Sachen auch am Tisch sitzt. Wer keinen post mortale Schändung riskieren will, macht sowas besser nicht...

4) Die Police gehört der Geliebten und Sie zahlen nur die Beiträge. Geht, die Beiträge sind zwar eine Schenkung aber bis 20K Freibetrag unkritisch. Kritisch aber auch hier, sie bestimmt wie lange Sie zahlen werden, denn aus der Beitragspflicht kommen Sie hier nicht raus. Dumm nur, wenn sie sich grad mehr für Ramos den rassigen Spanier interessiert... entfällt also auch.

Und wie mache ich es jetzt richtig?


Es gibt da gerüchteweise ein paar Versicherungen in Deutschland, die das wie folgt abhandeln: Sie und die Dame sind Vertragsinhaber. Die Post geht zur Dame. Sie sind Beitragszahler und bereits bei Antragsstellung wird eine Annahme des Bezugsrechts durch die Dame vereinbart.
Ihr Frau kriegt nichts mit, der Pflichtanteil ist umgangen und falls die gute doch mal abrauscht, ändern Sie das Bezugsrecht. Gut, am Messer in ihrem Rücken wird das nichts ändern aber Sie werden dieses Risiko bei der Vielpartnerei ohnehin tragen müssen.
Tipp zum Tipp: Wenn Sie nicht einmal in der Police steht sondern ein Bankkonto zur Abtretung hinterlegt wird, können Sie ihr eine Freude - sie weiß dann ja nichts vom Vertrag - machen ohne gleich zu riskieren ein Mordopfer zu werden. ;)

Und die Moral von der Geschicht


Äh... ja... ich sollte mich wieder ans arbeiten machen. Es gibt da auch Lösungen ohne Versicherungen an der Familie vorbei. Aber mal ehrlich, was halten Sie von Leuten, die derartige Dinge planen? Genau, darum auch nur die Lösung bis 20K. Wer seine Familie für diese Summe verrät, hat den Ärger echt verdient. In diesem Sinne, lieber Herr J., bitte suchen Sie sich einen anderen für ihre schmierigen Geschäfte. Die Deppen, welche Sie vorher beauftragt haben, scheinen so viel von ihrem Handwerk zu verstehen wie Sie von Moral und Anstand...

PS. Arschloch! Da ist wohl der kleine Tourretter in mir zum Vorschein gekommen! xD
SPS. Meine Entschuldigung an alle, welche an der Krankheit leiden, aber das musste ich loswerden!

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