Sonntag, 24. Februar 2013

DKV Krankenzusatzversicherung - Wenn die Versicherung bei der Tarifumstellung bockt



Eine junge Ingenieurin wollte Informationen wie sie Ihre bestehende Krankenzusatzversicherung besser aufstellen kann ohne dass gleich ein Wechsel notwendig ist, denn sie aufgrund des Gesundheitszustands vermutlich nicht schaffen würde.
Also haben wir - nachdem ich flüchtig einige Leistungswünsche definiert habe - die DKV im Rahmen des §204 VVG angeschrieben und ein paar Angebote erbeten. Mittlerweile befinden wir uns beim dritten Schreiben, da die DKV die gleiche Taktik fährt wie einige andere Gesellschaften: Hinhalten, vorhalten, lügen!

Verarschen kann man sich im Kabarett aber bitte nicht bei Geschäftsbriefen

Es war mal wieder so weit, man schickt ein Standard-Schreiben raus und wartet auf Antwort. Sechs Wochen später folgte dann tatsächlich Reaktion... und da heißt es in einem Absatz der DKV doch frech:
 
"Darüber hinaus ist uns die Willenserklärung Ihrer Tochter nicht ganz eindeutig. Ggf. lassen sich Missverständnisse auch telefonisch klären."

Und weiter:

"Der Tarif AOP ist geschlossen und kann nicht mehr angeboten werden."

Was bleibt ist der Dame zu raten härtere Töne an zu schlagen, denn offenkundig will da keiner richtig reagieren. Da hilft dann nur noch der Holzhammer!
Achja, sollten Sie nicht das Glück haben einen guten (!) Berater privat zu kennen, sollten Sie sich gegen Geld einen Profi holen der sich um derartige Belange kümmert, denn es war nicht der einzige Bockmist, welcher da verzettelt wurde.


Das Antwortschreiben an die DKV (in kursiv)



"Sehr geehrte Damen und Herren,



danke für Ihr Schreiben. Leider ist Ihre Aussage bzgl. der Schließung des Tarifs AOP für die Berechnung eines Umstellungsangebots irrelevant. Eine Tarifschließung bedeutet lediglich, dass diese Tarife für den Verkauf nicht mehr verfügbar sind. Eine Ausklammerung des Tarifwechselrechts nach §204 VVG ist explizit nicht erlaubt, denn sonst könnten langjährig Versicherte nur in neue Tarife wechseln, was vom Gesetzgeber weder gewollt ist nocht in der Praxis so gelebt wird. Außerdem würde es eine Benachteiligung des VN ggü. dem Gesetz bedeuten, was ebenfalls nicht erlaubt ist.

Es gibt die alte und neue Tarifwelt (bzgl. portabler Altersrückstellungen), welche nochmal in heterogene (non-unisex) und unisex Prämien unterteilt wird, wodurch sich letztlich um acht PKV Welten handelt. Gerade in Anbetracht der Tatsache, dass die DKV jetzt bei der PKV-Voll den Anrechnungsbeitrag ausweist und den VNs aktiv Wechselvorschläge unterbreitet, ist Ihre Aussage eine glatte Frechheit, die sich entweder auf Unwissenheit oder Vorsatz stützt.



Unter Androhung einer Beschwerde bei der BaFin wünsche ich die u. g. Umstellungsangebote (alte Welt, heterogene Prämie) samt Antragsunterlagen (OHNE pauschalen Mehrleistungsverzicht) binnen zehn Werktagen zugesandt:



+ SM9O AOP (geschlossen)

+ SM9 AOP (geschlossen)



Nur ungern lasse ich mich für dumm verkaufen. Ich hoffe doch stark, dass dies "ein unglücklicher Einzelfall" ist und kein systematisches Gebahren der DKV. Ihre Antwort erwartend, verbleibe ich mfG.

Die Ingenieurin"

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