Montag, 5. August 2013

Gefahr durch Pensionsrückstellungen bei einigen DAX Unternehmen

Nur ein kurzes Lebenszeichen, weil mich ich gefragt wurde und dies hier die alternative zur E-Mail Antwort darstellt.

Sind stille Lasten ein Selektionsmerkmal?


Neulich fragte mich ein Interessent warum er über Fonds investieren sollte, wenn er doch direkt in die Unternehmen investieren könnte. Grundsätzlich kann man das so machen, aus Gründen der Sicherheit (Klumpenrisiken, mangelnde Streuung, Volatilität, etc.) sollte man es aber nicht. Interessant fand ich, dass er mir unter anderem sagte, dass Banken so viele stille Lasten hätten während andere DAX Konzerne sauber da standen.
Er hat u.a. Banken als weniger sicher eingestuft wie Versicherungen und meinte eine Telekom wäre alleine wegen der hohen Dividende ein Renner. Grundsätzlich ist es besser keine stillen Lasten zu haben aber es muss nicht per se ein KO Kriterium sein, denn je nachdem wie lange und sicher ich investiert sein will, ist dieses Manko verschmerzlich.
Sie finden unten deshalb einen kleinen Auszug aus den Unternehmen welche er genannt hat und welche ich bspw. ggü. stellte. Die Werte sind in Miollionen Euro angegeben, da kommt bei einigen schon ganz schön was zusammen...

Ein paar DAX Unternehmen fehlt Geld für die Pensionen


Fakt ist, dass einige Unternehmen echte Schwierigkeiten bekommen werden, da sie unzulänglich ausfinanziert sind. Die Ironie dahinter ist, dass ausgerechnet Banken dieses Versicherungsgeschäft (Langlebigkeit ist ein biometrisches Risiko) anscheinend besser beherrschen als die Versicherungen als solches...
Es gibt natürlich auch ein paar gute Ausreißer, so sind z.B. BASF, BMW, EON, HeidelbergCement, Henkel, Linde, SAP und Siemens mit über 70% in Anbetracht der jetzigen Zinslage gut ausfinanziert. Das macht sie aber nicht automatisch zu guten Investments!


Firma Pensionsverpflichtungen Vermögen Ausfinanzierungsgrad
Adidas 317 76 23,97%
Allianz 19228 11206 58,28%
Commerzbank 7273 6489 89,22%
Deutsche Bank 14994 13602 90,72%
Deutsche Börse 328 233 71,04%
Deutsche Telekom 8978 1680 18,71%
Fresenius 986 294 29,82%
Fresenius Medical Care 497 173 34,81%
Munich Re 4234 2000 47,24%
ThyssenKrupp 9811 2082 21,22%
Volkswagen 31185 7288 23,37%

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