Dienstag, 29. Oktober 2013

Unfall beim Privattelefonat, die Berufsgenossenschaft zahlt nicht

Vor dem hessischen LSG erlag mit Urteil vom 17.09.2013 (Az. L 3 U 33/11) ein Lagerarbeiter. Er hatte seine Halle verlassen um kurz mit seiner Frau zu sprechen, auf dem Rückweg stürzte er und erlitt eine Kreuzbandruptur. Sein Anliegen den Sturz als Berufsunfall zu werten wies die BG zurück.

Keine Tätigkeit im Vorbeigehen


Nur zeitlich und räumlich begrenzte Tätigkeiten werden von der gesetzlichen Unfallversicherung erfasst, also alles "im Vorbeigehen" oder "nebenher". Da das Telefonat drei Minuten dauerte und der Mann mehr als 20m vom Arbeitsplatz entfernt war, verneinten die Richter hier einen Betriebsunfall.
Genaue Richtlinien existieren nicht aber dieses Urteil schließt sich all jenen an, welche die Grenzen für einen BG Unfall eng auslegen. Schutz hilft nur eine private Versicherung, welche 24/7 leistet, egal wo der Unfall eingetreten ist...

Gefahr auch für Büroberufe & Raucher


Wer im Großraumbüro sitzt und zum telefonieren raus geht, egal ob vor die Tür oder auf den Balkon, hat das gleiche Problem. Wer zum Rauchen mal eben weg ist, ist idR auch nicht versichert. Und selbst beim Gang zum Essen und zur zurück, sogar der hauseigenen Kantine, gilt oft die Lücke im Schutz! Es gibt jeweils analoge Urteile dazu.
Schutz bietet nur private Versicherungen, vergleichen Sie rechts selbst oder kontaktieren Sie uns jetzt.

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