Montag, 11. November 2013

Eine Vergewaltigung auf dem Arbeitsweg ist kein Arbeitsunfall

Grundsätzlich können Sie als Opfer eines Verbrechens die gesetzliche Unfallversicherung (GUV) in Anspruch nehmen, wenn Sie auf dem Weg zur Arbeit behelligt wurden.

Der Ex-Freund vergewaltigte eine Schulangestellte


Der Ex-Freund lauerte der Frau vor Ihrem Haus auf, da er sonst keine Möglichkeit hatte die Frau alleine zu treffen. Diese Argumentation brachte auch der Anwalt des Opfers. Die Tat an sich ist unstrittig.

Das Bundessozialgericht Kassel verweigert eine Leistung


Dennoch hat das Bundessozialgericht in Kassel (Az: B 2 U 10/12 R) die Revision der Frau abgewiesen, sowie ihr die Leistung aus der gesetzlichen Unfallversicherung verweigert. Die Begründung: "Es müsse abgewogen werden, welche Ursache wesentlich sei. In diesem Fall sei es die Beziehung.
Weil er als private Rache wollte, wiegte das schwerer als der Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung auf dem Arbeitsweg... der in diesem Fall halt ein minorer Zufall war. Der Täter hätte verhindern wollen müssen, dass sie zur Arbeit kommt, dann hätte die Lage anders aussehen können. So ging es "nur" um die Schädigung der Person.

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