Montag, 25. November 2013

Wie die Basler (Baloise) Versicherungen Vermittler und Kunden verarscht

Danke an den Kollegen aus... einer anderen Ecke von Deutschland. Die u. g. Mail ist ein Original Auszug aus unserem E-Mail Verkehr, natürlich gekürzt um die Namen der Beteiligten. Die Schuldigen sind immer Max Muster und Ali Mente. ;)

Der Hintergrund war einfach, wir vertreiben zzt. ein exklusives Produkt für die Basler und einige Kollegen haben mir schon schlechtes berichtet, weshalb ich mal nachgefragt habe was da passiert sei. Diese hier war von den dreien aber der Oberkracher. Vermutlich mache ich mich jetzt bei der Basler unbeliebt, da ich sowohl die Mail veröffentliche als auch mal ein paar kritische Fragen zur Vertriebsvereinbarung habe...

Original E-Mail




Nunja …. Die Sache mit der Basler war folgende:

Meine Mutter hatte ursprünglich in einer Basler Agentur gelernt, daher kam mal grundsätzlich die Verbindung zu diesem Unternehmen.
Nachdem sich die Wege des Agentur-Besitzers und meiner Mutter getrennt haben, machte sie sich selbstständig.
Unser Versicherungsmaklerbüro gibt es daher seit über 15 Jahren. Mit der Basler pflegten wir zwar netten, aber nie sehr engen Kontakt.

Der damalige Agenturbetreiber hatte neben seiner Tätigkeit als Basler Agent auch noch ein Versicherungsmaklerbüro gegründet.
Dies verstoß zwar gegen seinen Agenturvertrag … die Basler billigte das Verhalten jedoch und ließ ihn ziehen.

Exakt dieser Herr starb vor ca. 2 Jahren. Sein Todesfall kam sehr überraschend….
Zunächst waren wir mit der Erbabwicklung nicht befasst. Die damalige Trennung verlief nicht wirklich in Freundschaft. (Wie das eben immer so ist)
Doch nach ca. 6 Monaten rief uns die Alleinerbin (Türkin, schlechte Deutschkenntnisse) im Vertrauen an und bemängelte das sie das Gefühl hätte beschissen zu werden.

Unsere Einstellung ist das wir immer jedem Menschen helfen wollen. Das treibt einen zwar manchmal fast in den Wahnsinn…. Aber so sind wir eben in unserem Familienbetrieb…. Wir übernahmen zum Teil die Erbabwicklung. Unser Bestreben nach Fairness und Gerechtigkeit passte nun plötzlich zahlreichen „Geiern“ überhaupt nicht. Das alleinige Erscheinen des Namens „Ali Mente“ hat dazu geführt das die Testamentsvollstreckerin ihren Titel zurückgab. Alles hat mächtig gestunken…. Wir forschten und forschten.

Die Basler hatte gemäß Agenturvertrag einen Nachfolger bestimmt der den Bestand übernehmen sollte. Dieser Bestand war einen Tag nach Ableben bereits abgeholt und die PC`s gelöscht. Der Maklerbestand in den gleichen Räumen wurde umfangreich gesichtet…. Von allen.

Die ehemaligen Mitarbeiter wollten ebenfalls den Bestand fortführen und haben sich in den sechs Monaten zwischen Tod und unserem Erscheinen den Bestand intensiv verinnerlicht und Kundschaft abgezogen. Einer der Mitarbeiter war „in Ausbildung“ als Discotheken-Fachmann …. Der verstorbene war ausgewiesener Discotheken-Spezialist. Deutschlandweit hatte er hier ca. 300 Discotheken versichert. Dieser Mitarbeiter der Firma (so kann man es nachweisen) hat sich Vertragsauswertungen gezogen und den Arbeitgeber gewechselt.

Sein neuer Arbeitgeber war ein Versicherungsmaklerbüro, welches vom gleichen Geschäftsführer geführt wird wie die Maklerfirma die diese Discothekenkonsortien bildet. Bei diesem Makler hatte der verstorbene bis zuletzt auch Geschäft eingedeckt.
Natürlich waren nach sechs vergangenen Monaten lediglich fünf Bordell-Policen im Bestand. Der Rest wurde „mit anderer Maklervollmacht in neue Betreuung geändert“.

Wir nahmen also was noch da war! Privatbestand der teilweise Basler-Verträge auf der anderen Seite jedoch auch Maklerverträge enthielt.
Die Kunden kannten natürlich meine Mutter von früher aus dem Büro. Die Wahl wer sie daher betreuen sollte war natürlich klar!
Der Basler passte das jedoch nicht … hier wollte man mit aller Macht den eigenen Vertrieb schützen… die Probleme nahmen ihren lauf!

Die klassischen Probleme mit solchen Versicherern sind ja bekannt … „Wir können ihren Vertrag nicht übertragen … weil … schlechtes Wetter…. Kalter Kaffee…. Unleserlich ….“ - Die Kreativität ist hier sehr hoch!
Doch dann wollten wir eben das der neue Basler-Agent wenigstens keine Informationen über Vertragsbewegungen bekommt. Wir haben verlangt den Bestand konzernintern in der Direktbetreuung zu führen.
Die Basler war lange anderer Meinung …. Wir mussten die Basler mit vielen Gerichtsurteilen hier vom Gegenteil überzeugen. Die Juristen der Basler haben uns letztlich wohl zugestimmt … der Konzern lenkte ein.

ð  Plötzlich: Kündigung der Zusammenarbeit. Aus dem nichts! Mit dem Hinweis das man die Konzerneigenen Agenturen schützen müsse …. Ein Hammer!

Seitdem wurde es immer Krasser ….
Einmal haben wir einen Schaden einer Apothekerin gemeldet. Ihr wurde eine iPhone aus der Tasche gestohlen.
Die Basler lehnte den Schaden in der Elektronikversicherung ab! (haha!!) …
Bevor wir noch reagieren konnten trat ein Basler-Agent mit Bezirksdirektor bei der Kundin auf … erzählte ihr von der Schadenablehnung die ihr Makler bestimmt schon weitergeleitet hatte….
Und bot ihr eine Kulanzzahlung an sofern der Maklervertrag gekündigt werde.

Das kann man zwar nicht schriftlich nachweisen … da die Kundin aber Hausverbot für die Herren erteilt hat, glaube ich ihr.

Reaktion des Basler …. Einige Tage später wurde der 12 Jahre schadenfreie Elektronikversicherungsvertrag wegen Schadenzahlung gekündigt.
Dabei … wurde ja gar nichts bezahlt J


Alles nachweisbar. Alles aufgehoben….
Wir gingen jedoch nicht gerichtlich gegen die Basler vor. Das war es uns nicht wert.
Unsere Juristen gaben uns in mehr als vier Fällen den Tipp eine einstweilige Verfügung gegen das Unternehmen zu erwirken.

Haben Sie schon erwähnt wie verdorben die Branche ist? ….
Ja! J Aber man muss es nicht explizit erwähnen … sondern nur ERLEBEN! J
 
Ich hoffe ich habe Sie nun nicht totgelabert!
P.S.: Bitte vertraulich behandeln. Ich will nicht wieder so einen Kindergartenaufstand mit der Basler durchfechten.

Fazit

Da fallen mir doch gleich ein paar interessante Sachen auf. Der Vertreter hat mit Duldung der Basler nebenbei gemakelt. Wer das jetzt für einen Witz oder ungewöhnlich hält, das kommt häufiger mal vor. Selbst bei Größen wie der Allianz, welche sogar reagiert und Mehrfachagenturen eröffnet!
Es gibt einen Rechtsanspruch auf die Bestandsübertragung, wenn auch noch nicht auf das Geld, aber das interessiert Versicherungen im Zweifel nicht.
Sie werden als Kunde bestraft, weil ein Vermittler lästig wird. Die Provisionen bemessen sich am Volumen und je größer dieses ist, umso mehr Provision fließt. Da scheint es lukrativer statt einem großen viele Kleine bei der Stange zu halten. Pech für den Kunden, wenn er grad in so einem zersplitterten Bestand ist...
Dass die Durchwühlung der Daten unerlaubt ist scheint eben so wenig zu interessieren wie, dass die Anrufe gem. §7 II UWG nicht erlaubt gewesen wären. Aber wo kein Kläger...

Ich bin mal auf die Antworten der Basler gespannt. Vermutlich darf ich bald das Exklusivprodukt nicht mehr vertreiben, das würden Sie aber zeitnah erfahren. ;)

Beweis 1

Beweis 2

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