Donnerstag, 22. Mai 2014

Focus Money - Macht Fehler aber ist lernwillig

Aufgrund eines Tests der Wohngebäudeversicherungen hatte ich dem Focus Money den u. g. Leserbrief geschickt, da ich mich an einer wichtigen Sonderklausel gestört habe. Erstaunlicher weise, weil es meist länger dauert und weniger aufrichtig ist, habe ich zeitnah eine wohlwollende Antwort (weiter unten) erhalten.

Mein Leserbrief




Sehr geehrte Damen und Herren,

grundsätzlich begrüße ich Ihre Tests, die meist höherwertiger sind als bei einigen Mitbewerbern. Erstaunt stelle ich jedoch fest, dass Sie eine Besonderheit beachten um diese dann bei der Bewertung unzureichend zu würdigen: Die Einrede der groben Fahrlässigkeit bei der Wohngebäudeversicherung.
Diese Klausel entscheidet in sehr vielen Fällen über die Erstattung und kann als kriegsentscheidend gesehen werden. Selbst bei preiswerten Tarifen darf ein Verbraucher nicht auf derart niedrige Erstattungen reduzieren wie in Ihrem Test dargestellt. Denn bei einem verschuldeten Schaden, der jedem Menschen passieren kann, wäre es ruinös, wenn die Maximalerstattung 10.000€ oder weniger beträgt.
Gleiches gilt für die Badische Allgemeine im unteren Test. Mit Sicherheit ein guter Anbieter aber bei einem Premium Tarif ist die Begrenzung auf 50.000€ inakzeptabel.
Hier ist die Berücksichtigung dieser Tarife ohne kritischen Vermerk seitens der Redaktion fahrlässig. Also gut erkannt aber leider unzulänglich umgesetzt.

Mit der Bitte um Korrektur sowie Beachtung beim nächsten Mal, verbleibe ich als freudiger Leser mfG.

Antwort der Redaktion

Hallo Herr Benda,

danke für Ihre Rückmeldung. Der Punkt grobe Fahrlässigkeit ist im Rating von Franke und Bornberg mit der höchsten Gewichtung aller Einzelfaktoren berücksichtigt, wie sie den Rating-Kriterien entnehmen können http://www.franke-bornberg.de/_fb_download/fb-rating/fb_ratings_wg_bewertungsrichtlinie.pdf

In der Kategorie Top-Schutz ist zudem der Verzicht auf Leistungskürzung bei Schäden durch grobe Fahrlässigkeit zwingend, um die Bestnote FFF erreichen zu können, wie Sie in der Methodenbeschreibung zum Test sehen können. 

Insofern ist dieser Punkt durchaus stärker berücksichtigt. Man kann natürlich immer darüber diskutieren, ob stark genug. Ich werde da mit Franke und Bornberg nochmal in Klausur gehen. 

Beste Grüße


Meine Meinung

Völlig in Ordnung! Niemand ist perfekt und wenn nochmal drüber nachgedacht wird, bin ich zuversichtlich, dass man das künftig beachtet. Ansonsten motze ich einfach nochmal. Also ein gutes Beispiel, dass Fachmagazine durchaus lernwillig sind und sich der Kritik nicht mit Trotz stellen, wie vielleicht eine Stiftung Finanztest...
In diesem Fall also mal Daumen hoch für den Focus Money. Das soll aber kein Persilschein sein, denn da gibt es auch Fehler, weshalb weiterhin gilt: Holzauge sei wachsam!

Wünschen Sie einen Vergleich Ihres Vertrags? Kontaktieren Sie uns, wir helfen gerne!
 

1 Kommentar:

  1. Lob an den aufmerksamen Makler und an die Redaktion von FM sich dem Thema anzunehmen und die Anmerkung zur Kenntnis zu nehmen. Vielen Mitmenschen wäre diese kleine weitreichende Einschränkung nicht aufgefallen. Beste Grüße aus Hannover
    Stefan Bode

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