Sonntag, 14. September 2014

Berichte und Urteile - Womit ich die letzten Wochen gelegentlich zu tun hatte


Sittenwidrige Überteuerung beim Immobilienkauf

Wie kommt man aus Kreditverpflichtung raus?
1. Mit Privatinsolvenz drohen, wenn die Bank bockig ist.
2. Liegt der Kaufpreis der Hütte beim über 14-fachen der Nettojahresmiete, darf man laut BGH von einer sittenwidrigen Überteuerung ausgehen. Mein Neukunde hatte ca. 23x-fache Nettojahresmiete gezahlt. Da geht was!

Lieber Thomas W. aus JÜ (ehemals DN), da dein Fall Ähnlichkeiten hat, bin ich mir sicher, dass wir auch hier was bewegen können. Wir sehen uns in zwei Wochen! :)

Risikolose Zinsen gibt es nicht - Erfolgreich einen Bank"berater abgemahnt"

Früher sprach man gerne vom risikolosen Zins obwohl es heute eher ein zinsloses Risiko ist. Dank der Geldentwertung (oft mit der Inflation verwechselt), verliert ein Sparbuch jedes Jahr an Wert. Die 0,4% die einem Vater meiner Mandanten angeboten wurden, sind ein schlechter Witz. Der junge Bänker hat doch tatsächlich von einer sicheren Rendite gesprochen, die sein Geld mehre. Leider sprechen Volkswirte in diesem Zusammenhang von einer Nominalwertillusion (=sieht nach mehr aus, ist aber leider weniger wert).
Ein Schreiben an den Filialleiter mit kurzer Bitte um Stellungnahme zwecks Veröffentlichung wurde abgelehnt. Unser Angebot auf Erstattung der Kosten für einen eben so sinnlosen Bausparer mit Verzicht auf die Stellungnahme oder weitere Anspruchsstellung schien ihm wohl die bessere/preisgünstigere Lösung.

Es hilft nachbohren, lassen Sie sich nicht verarschen. Niemand muss unnötige Zinsrisiken tragen, aber ein quasi Nullzins ist auch ein Risiko. Solche Produkte braucht niemand, denn sie vernichten Geld.

Kasse prüft länger als sechs Wochen = Automatisch Geld


Nicht direkt mein Fall aber von einem Kollegen für eine KH-Praxis vorgelegt bekommen und erfolgreiche gegen die AOK Rheinland verwendet. Achtung, es ging im u. g. Urteil um einen Streit bzgl. Kostenübernahme zwischen Träger und Kasse, das ist nicht 1:1 auf Verbraucher zu übertragen.


Dauern Prüfung der gesetzlichen Krankenkassen zur Erstattung länger als sechs Wochen, müssen sie auch für nicht erstattungsfähige Sachen aufkommen. Urteil des LSG Niedersachsen-Bremen mit dem Az L 1 KR 501/10 (Download Link).

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