Donnerstag, 13. Juli 2017

Mini-Update Vergleichsrechner + Kurzerklärungen

Wieder ein paar neue Vergleichsrechner freigeschaltet. Unter dem jeweiligen Link finden sich kleine Erklärungen was damit eigentlich abgesichert wird.

[Bauherrenhaftpflicht]

Ein MUSS für jeden, der baut. Falls beim Bau was schief geht (Dachschindeln schlagen auf Auto, Kinder verletzen sich auf der Baustelle etc.) haftet der Bauherr. Klingt logisch, oder nicht? Und mit unter 100€ für zwei Jahre Bauzeit im Vergleich zum Gesamtprojekt meist ein kleiner Beitrag.

ACHTUNG: Viele Privathaftpflichtversicherungen haben bis zu 50.000€ Bausumme mitversichert. Im Kleingedruckten steht aber meist, dass es nur für Neubau (nicht Umbau etc.) gilt und dass bei Eigenleistung nicht gezahlt wird. Also aufpassen, der Abschluss einer Bauherrenhaftpflicht ist meist unumgänglich.

[Bauleistungsversicherung]
Oft auch Bauwesensversicherung oder Bauversicherung genannt. Sichert den Bauherren (oder den klugen Unternehmer) vor unvorhesehbaren Ereignissen, die während der Bauzeit entstehen. Versichert sind bestimmte Schäden, z. B. höhere Gewalt (z. B. Sturm), Vandalismus, Fahrlässigkeit etc. Eine Allgefahrendeckung (also Versicherung ohne Liste) ist möglich aber nur eingeschränkt verfügbar und teuer.
Quasi eine Art Gewährleistung für unvorhergesehene oder dumme Ereignisse während des Baus. Kein MUSS aber oft sinnvoll und vom Beitrag im Vergleich zum Gesamtprojekt nicht so teuer (z. B. 300€ Einmalbeitrag für 200.000€ Baussumme).
Empfehlenswert auch für Bauunternehmer, da diese den vollständigen Lohn erst für vollendetes Werk verlangen können. Wenn aber was passiert, ist's auch ein Problem des Bauunternehmers.

[Haus- und Grundbesitzer Haftpflicht]
Haus- und Grundbesitzer haben Pflichten, z. B. sichere Gehwege durch Streuung gewährleisten, das ergibt sich aus Gesetzen, Haftpflichtbestimmungen und der Rechtssprechung. Passiert einem Dritten etwas (z. B. Ausrutschen auf vereistem Gehweg) oder geschieht ein Sachschaden (schlecht befestigte SAT-Schüssel schlägt auf ein Auto), haftet der Besitzer. Meist im Rahmen der Gefährdungshaftung, da zwar die genaue Tat nicht zwingend bezeugt werden kann aber sehr wahrscheinlich die Gefahr vom Eigentümer ausging.

Kriegsentscheidend wichtig, keine Diskussion. Und oft keine 60€ pa Beitrag für Häuser oder ETW (Eigentumswohnung).
Unterscheidet sich natürlich je nach Ort. Z. B. in Bochum-Wattenscheid sind die Folgeschäden meist günstiger als z. B. in Köln-Marienburg. Muss man nicht gut finden, ist aber so. Ich mag das Ruhrgebiet trotzdem!

[Unfallversicherung]

Wer einen Unfall hat und davon dauerhaften Schaden trägt, inklusive Tod, der würde Leistung aus einer Unfallversicherung beziehen. Mal unabhängig von Gliedertaxe, PAUKE & Co, auf das Kleingedruckte kommt es an.
Die Unfallversicherung ist oft nur eine Ersatz- oder Ergänzungslösung, in den seltensten Fällen aber die Hauptabsicherung. Die Berufsunfähigkeitsversicherung hat fast immer Vorrang, das Krankentagegeld nicht zu vergessen!

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