Donnerstag, 23. Dezember 2010

Oh Gott, ich krepiere gleich vor Lachen...



Was ne böse Mutter... *rofl*

Wofür braucht man eine Haftpflicht, ein Praxisbeispiel...

Wenn man dem Express glauben darf, Vorsicht sei hier geboten, dann hat sich ein Mann eine Zigaretten angezündet worauf hin sein Auto explodierte. Was wie eine Räuberpistole klingt, mag aber ein gutes Beispiel sein, wofür eine Haftpflicht sinnvoll sein kann.

Ein 63- jähriger Niederländer in Bocholt wollte in seinen Kleintransporter einsteigen. Dabei zündete er eine Zigarette an, sein Auto explodierte, Teile flogen umher und beschädigten weitere Gegenstände. Gesamtschaden ca. 10.000€.
Wie kam es? Eine der zwei Gasflaschen war undicht, es bildete sich ein geruchloses aber explosives Gemisch.

Was das nun mit einer Versicherung zu tun hat? Ja nun, die Haftpflicht soll unter anderem berechtige Ansprüche Dritter befriedigen. Nun darf man ja wohl annehmen, dass wenn ich durch rumfliegende Trümmerteile schwer verletzt werde, ich schweren Schaden nehme. Bin ich dann noch mit Frau und Kindern unterwegs, geht der Schaden schnell in die hunderttausende. Kann ich dauerhaft nicht mehr richtig arbeiten oder sterbe, ginge er sogar in die Millionen.
Wofür also eine Versicherung? Ja weil wir nie zu 100% garantieren können, dass immer alles so läuft wie es soll. Und für ca. 60€ im Jahr kann mir keiner glaubhaft versichern, dass er sowas nicht haben will...

Wann Weihnachtsfeiern dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung unterstehen

Ende 2008 fand in einem Bowlingcenter eine Betriebs- Weihnachtsfeier für eine Abteilung statt. 17 der 20 Mitarbeiter kamen, die Teamleiterin war fest eingeplant, konnte aber wegen einer plötzlichen Erkrankung ihres Kindes nicht erscheinen. Auf dem Weg ins hauseigene Restaurant stolperte eine Frau.

Aufgrund des Beinbruchs folgten eine monatelange Krankschreibung sowie drei Wochen Kur. Die Berufsgenossenschaft lehnte eine Kostenübernahme ab, da weder ein Vorgesetzter noch der ganze Betrieb teilnahmen. Die Frau klagte vor dem Berliner Sozialgericht und bekam dort Recht.

Da eine "betriebliche Gemeinschafts- Veranstaltung" vorliegt, muss nicht der gesamte Betrieb eingeladen werden. Jedes Teammitglied muss die Chance auf eine Teilnahme haben. Mindestens ein Vorgesetzter muss die Feier fördern, eine plötzliche Absage aus persönlichen Gründen ändert den Umstand nicht.

Freitag, 3. Dezember 2010

Investments in Flugzeugträger

Nein, liebe Leser, das ist nur ein Witz. Hätte ich das nötige Kleingeld, würde ich mir dieses Spielzeug hier unten kaufen und dort Incentices sowie LARPs veranstalten. Die britische Marine aka Royal Navy verkauft einen alten Flugzeugträger, die HMS Invincible!
Vermutlich finde ich nur keinen Investvor, welcher wahnsinnig genug ist mit mir diese Idee umzusetzen... kennen Sie vielleicht einen?


Sind nur 1,1 Millionen Euro. Die sind binnen weniger Jahre mit Plus wieder reingeholt...
Geistige Notiz: Ich sollte einen Investmentfonds gründen!

Die Eckdaten aus dem Originalinserat:
Sale by Tender - HMS Invincible HMS Invincible is for sale by tender. Laid down in 1973 at Vickers Shipbuilding, Barrow-in-Furness, she was completed in 1980. She is currently stable for tow, subject to buyer confirmation.
Displacement - Current 17000 Tonnes
Estimated metal weight - 10000 Tonnes
Estimated metal % - 95% mild steel
Length - OA 210m, W/L 193m
Draught - Fwd 5.2m, Mid 5.8m, Aft 5.8m
Beam - Extreme 35m, Ex-walkways 32m, W/L 27.53m
Height - 46m (estimated at current draught
Engines - Removed
Generators and Pumps - Generally unserviceable or not working
For fuller information, please see the General Particulars

Mittwoch, 1. Dezember 2010

Mieser Artikel, man sollte sich nicht alles bieten lassen

Tja liebe Leser, heute poltere ich gegen einen Autor, welche gestern über Waschmaschinen, heute über Finanzen und morgen über schwedische Enten berichtet... so zumindest schein es. Unten ist der Link über den Artikel "Sparen, sparen..." usw. zu finden, eine selten schlechte Pro Story für die Riester- Rente.
Eigentlich ja positiv, dass nicht jeder Riester gleich verteufelt, aber erbärmlich schlecht umgesetzt. Lesen Sie den Ursprungsartikel ruhig selbst und sagen Sie mir
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Sehr geehrte Damen und Herren,


zum Artikel "Sparen, sparen, sparen - und an die Kosten denken" erbitte ich mir zu folgenden Punkten eine Stellungnahme:

Warum sind Banken mit rabattierten Angeboten per se besser als Versicherungen, wieso werden Kapitalanlagegesellschaften gar nicht erwähnt?
Derartige Aussagen sind, besonders wegen dem vom Autor erwähnten zeitlichen Vorteil, mehr als fragwürdig. Seine angenommene, langfristige Rendite von 5% ist mit reinen Banksparplänen nicht zu erreichen.

Wenn er schon Aktienfonds erwähnt und Kosten als Entscheidungskriterium zu Grunde legt, warum erwähnt er hier nicht die kostengünstigen ETFs im Vergleich zu verwalteten Fonds?

Das generelle anraten die staatlichen Zusprüch immer in Anspruch zu nehmen deutet auf mangelnde Kenntnis der Materie. Pauschalaussagen sind im Bereich der Ruhestandsplanung grundsätzlich gefährlich, da es sich um Einzelfallkonstellationen handelt. Beispiele:
Dem japanischen, türkischen oder russischen Arbeitnehmer, welcher klar angibt seinen Ruhestand in seine Heimat verbringen zu wollen, würde der Autor ernsthaft eine Riester- Rente anraten? Grob fahrlässig, denn die Prüfung ob eine ungeförderte Vorsorge nicht günstiger ist als Riester exkl. Zulagen muss im Einzelfall gerechnet werden.
Dem Geringverdiener, welcher mit Zulagenrente und staatlicher Rente noch unter der Existenzsicherung bleibt, würde er eine Riester- Rente anraten? Er schreibt ja es sei steuerfrei, entscheidender ist jedoch die Frage ob seine Zulagenrente nicht angerechnet wird, dann war die Sparleistung für umsonst. Seine pro Argument ist in seinem Fall ein contra Argument, jedoch verzerrt dargestellt.

Die Aussage auf den pauschalen Nutzen von Zulagen im Vergleich zur nachgelagerten Besteuerung ist sachlich falsch, wenn keine Nachsteuerrendite etc. (nach heutigem Maßstab) berechnet wird. Dies erfordert den massiven Einsatz von Fachwissen! Wie soll der Laie das alleine leisten, zumal er nicht einmal transparenten Zugang zu allen notwendigen Informationsquellen bekommt? Welcher Laie kann den Unterschied zwischen einem zwei- Topf und drei- Topf Hybrid im Vergleich zu einem statischen Hybrid erklären, geschweige denn die Renditeunterschiede berechnen? Oder den vielen anderen Möglichkeiten der Geldanlage?

Mit welch unvergleichlicher Arroganz rät der Autor dem Laien sich in Eigenregie um Themen zu kümmern, welche CFPs und andere in über einem Jahrzehnt Fortbildung hart erlernen? Wie begründet er den irrwitzigen Vorschlag, wenn offensichtlich sein sollte, dass eine mathematisch korrekte Entscheidung ohne Hilfe vermutlich keinen 1% der deutschen Bevölkerung gelingen würde?

Hätte der Autor sich für den Einsatz kompetenter Berater ausgesprochen sowie der intensiven Prüfung durch den Verbraucher, gerne. Auch durch mehrere Makler statt Agenten, gerne. Aber die indirekte Degradierung einer ganzen Berufsgruppe mit Aufforderung zur nahezu unmöglichen Eigenleistung ist Ihres sonst so kompetenten Magazins unwürdig!

Mit freundlichen Grüßen

Freitag, 26. November 2010

Versteckte Provisionszahlungen begründen Schadensersatz

Eine Geschichte:

Einem Anleger wurde Ende der 1990er von seiner Bank ein geschlossener Immobilienfonds für 300.000 DM empfohlen, aus Steuergründen zur Hälfte kreditfinanziert. 2006 ging der Fonds in die Insolvenz, ein Totalverlust trat ein. Nebenbei verschwieg die Bank ihre 12.000 DM Rückvergütung für den Verkauf. Pfui...

Da aber derartige Zahlungen (auch noch höhere) häufig sind, muss der Anleger darüber informiert werden um prüfen zu können, in wie weit die Anlage seinen Zielen dient. Der Interessenkonflikt muss von der Bank seit 1990 offengelegt werden. Wird dies unterlassen, ist eine Rückabwicklung in den Ursprungszustand möglich.

Wann tritt die Verjährung ein?

Die Verjährung beträgt drei Jahre ab Kenntnisnahme, bei allen vor 2002 getätigten Anlagen endet sie pauschal zum 31.12.2011. Das Urteil kann auch auf andere Finanzinstrumente ausgedehnt werden, die Beweisführung obliegt der Bank. Für Lehmann-Brothers-Geschädigte gelten teilweise andere Regeln.
Der geneigte Leser kann die dazugehörigen Urteile gerne verfolgen: AZ: XI ZR 586/07 vom 12.5.2009, AZ: XI ZR 308/09 vom 29.6.2010

Provisionsoffenlegungspflicht für freie Anlageberater ausgeweitet

In seinem Grundsatzurteil hatte der BGH (Az III ZR 196/09) keine unaufgeforderte Offenlegung der Provisionen gefordert. In einem noch nicht bestätigen Urteil hat das OLG Düsseldorf (Az I-6 U 136/09) die Offenlegungspflichten von reinen Bankberatern auf freie Anlageberater ausgedehnt.

Das Urteil dient der Vermeidung von Interessenkonflikten. Das Argument, dass der Berater von Dritten eine Vergütung erhällt, nur weil der Kunde keine gesonderte Provision entrichtet, ist damit hinfällig. Die Aushändigung eines Prospekts, in welchem alle Kosten dezidiert aufgelistet sind, genügt nicht.

Die Finanzbranche, welche sich Rechtssicherheit durch das BGH-Urteil erhoffte, wird in weiteren Rechtsstreitigkeiten versuchen ihre gegenläufige Meinung zu bestärken. Bis dato müssen die Vertriebsprovisionen auf den Cent genau offen gelegt werden.

Fraglich ob das den gewünschten Erfolg bringt. Natürlich sollten Verbraucher wissen was etwas kostet, ist beim Auto sowie anderen hochpreisigen Gütern genauso, warum aber die Marge des Vermittlers bennant werden muss ist mir schleierhaft.
Seis drum, es ist Rechtssprechung und damit verbindlich. Naja so halb zumindest, könnte ja noch gekippt werden.

Donnerstag, 11. November 2010

Kostenfreie Informationen zu Zertifikaten

Der Deutsche Derivate Verband (DDV) bietet kostenfreie Informationen zu Zertifikaten, speziell zu Discount Zertifikaten zum Download an.
Wertpapiere (WP) gehören in jedes gutes Portfolio. Um aber überhaupt entscheiden zu können ob und was etwas taugt, muss man sich zumindest einmal damit beschäftigt haben. Nur dann kann ein Vergleich zu alternativen Geldanlagen sauber getroffen werden, denn auch die allseits gepriesenen Fonds sind nicht die universelle Wahrheit, die sich mitnichten für jeden Anleger eignen.

Im Laufe der nächsten Tage folgt meine persönliche Meinung zu dem Thema. Viel Spaß bis dato.

Berunfsunfähigkeitsversicherung: Wofür Schutz gegen Strahlen?


Berechtigte Frage, welche mir auch gestern Abend gestellt wurde. Mag sein, dass bei Erwachsenen die Gefahr einer strahlenbedingten Berufsunfähigkeit vergleichsweise gering ist. AKW Techniker wissen um die Gefahr und auch Wüstenforscher wissen um die gefährliche Menge UV. Was aber bei jenen, die sowas unterschätzen? -> Kinder!

Es soll ja vorkommen, dass Eltern für Ihre Kinder BU- Versicherungen abschließen. Was dann, wenn der Sprößling sich für den Asi- Toaster (Altdeusch Sonnenbank) entscheidet? Der Fall der Alin J. (18J.) aus Düsseldorf (vgl. Bild) ist mir heute beim Frühstück wirklich rein zufällig begegnet.
Das Mädchen ging auf die Sonnenbank. Die Beratung war schlicht bis falsch und das Gerät zu stark für die Anfängerin im Bereich Körperbräune. Sie erlitt Verbrennungen ersten Grades und fiel mehrere Wochen aus, konnte weder richtig sitzen, schlafen noch sich bewegen.

Nochmal gut gegangen, doch es geht auch anders

In diesem Fall ist die Sache nochmal gut gegangen, was aber bei Verbrennungen zweiten bzw. dritten Grades, welche laut Experten überhaupt nicht unwahrscheinlich sind? Lassen Sie den Sproß auch ruhig nach Mallorca oder woanders in die UV- Bratpfanne reisen...

Was will uns das also sagen? Erwachsene können durchaus abwägen in wie weit das Risiko tragfähig ist, für die Unbekümmerheit Ihrer Kinder können jedoch die wenigsten etwas. Dumm nur, wenn dann nicht gezahlt würde.

Dienstag, 9. November 2010

Genialer Winkelzug

Liebe Leser, heute geht es nicht direkt um Versicherungen und Banken sondern um einen sportlichen Spielzug. Schauen Sie sich das Video kurz an und überlegen Sie sich in wie fern es in der Finanzdienstleistung manchmal Sinn ergibt von der Norm abzuweichen, eben nicht zu tun was alle tun.

Freitag, 5. November 2010

Wie die Geliebte den Versicherungsschutz vernichtet...

Liebe Leser, Sie möchten gerne eine Geschichte aus dem Leben hören? In Ordnung:

Es war einmal ein Abteilungsleiter eines großen DAX Unternehmens aus Deutschland. Der fuhr mit seinem sündhaft teuren Sportwagen nach la bella Italia - Italien, das Land der gesunden, mediterranen Küche.
An Bord war massenhaft Geld und eine Geliebte um dieses aus zu geben. Leider sollte eine nasse Fahrbahn den Wagen ins Schleudern bringen. Es krachte, der Schaden war unmerklich. Die Carabineros wurden eben so wenig gerufen wie die Policia, war ja nichts...
Denkste, von wegen! Zurück in Deutschland stellte die Werkstatt Schäden von 17480€ fest, der Geschädigte reichte deshalb den Schaden zur Regulierung bei seiner Versicherung ein. Unfallbogen erhalten, alles ausgefüllt und die Unterlagen zurück geschickt, die Geliebte fehlte bei den Angaben. Als hätte es die Versicherung gerochen, kam ein erneuter Anhörungsbogen mit erneuter Frage nach Zeugen. Kleinlaut gab der Sünder (haha, wie doppeldeutig) zu, dass er seine Geliebte dabei hatte. Er habe es nicht angegeben, weil er verheiratet ist und zwei Kinder mit seiner Frau hat. Anmerkung der Redaktion, über Kinder mit anderen Frauen stand nichts im Bericht. Er wollte seine Ehe nicht gefährden und hatte Angst, darum hatte er die Geliebte ursprünglich verschwiegen.

Wer kommt für den Schaden auf?

Tage vergingen, es erfolgte keine Zahlung. Der Versicherer weigerte sich, warum kann sich wohl jeder denken. Nein, keine moralischen Gründe, die kennen Versicherer nicht... oder eher selten. Ne, der Blödmann hat gegen seine Aufklärungs- und Mitwirkungspflichten verstoßen.
Also ab ans LG Dortmund (LG Dortmund, 23.04.2010 - 22 O 171/08) und Klage eingereicht. Schlappe Nummer eins! Schön finde ich das Urteil, ein Zitat:
"Nach Ansicht der Richter am LG Dortmund könne auch die Tatsache, dass der Versicherungsnehmer seine Geliebte deshalb nicht als Zeugin angegeben hat, um zu verhindern, dass seine Ehefrau von seiner Liebschaft erfuhr, nicht als Entlastung dienen. Denn es sei nicht ersichtlich, dass das Aufklärungsinteresse der Assekuranz hinter dem Interesse des Versicherungsnehmers, seine Beziehungen störungsfrei zu koordinieren, zurücktreten müsste, so die Richter abschließend."
Soso, das Aufklärungsinteresse der Assekuranz darf nicht der störungsfreien Koordination seiner Beziehungsinteressen hinten an stehen. Irgendwie logisch.

Rechtsmittel noch möglich

Es geht aber weiter, denn man könnte ja Revision (Berufung, kA da ich kein Jurist bin) einlegen. Die Rechter merkten leicht sarkastisch an, ob der Kläger es denn für klug hielte angesichts der Situation öffentlich Staub auf zu wirbeln... ich hoffe demnächst weiter über ihn berichten zu können! :D

Donnerstag, 4. November 2010

Bänkerbashing - Auf die Bänker, fertig, los...

Manchmal gibt es Meldungen, die gehen runter wie Öl. Unsere Regierung hat etwas erkannt, Finanzdienstleister sollten sich gegen Falschberatung absichern. Das wird jetzt im Anlegerschutzgesetz eingefüht, hurra! 1.200.000€ reichen zwar nicht für vermögende Kunden, aber da ist man ohnehin angeraten etwas mehr zu versichern...

Bankberater künftig bei der BaFin registriert

Und die selbsternannten Berater bei den Banken, die Bankberater, sollen zukünftig bei der BaFin registriert werden. Zielsetzung, dass die Beschwerden hierhin gehen und von dort Berufsverbote ausgesprochen werden dürfen. Das ist ja mal endgeil, wäre toll wenn das geschieht. Nur arbeiten die Banken massiv dagegen, warum nur, sind doch keine Geschäfte möglich, wenn man keine Abzocker... äh Berater mehr hat.

Warum das gut ist?


Gut betrifft nicht alle, aber jenen welcher der Schuh passt, die werden ihn sich schon anziehen... :)
Mal ehrlich, Versicherungsleute dürfen Bankprodukte beraten und Bänker dürfen Versicherungen verkaufen. Die Zeiten des Bauchladens sind vorbei, Zeit dass jeder sich auf seine Kernkompetenzen konzentriert... und diese auch gleichen Standards unterworfen sind.

Freitag, 15. Oktober 2010

Versicherungen Überschussbeteiligung 2009

RangUnternehmenMarktanteilVerzinsungVeränderung Vorjahr
1 Europa 0.39 5.00 -0.40
2 Fortis 0.01 4.85 0
3 CiV 1.12 4.80 0
3 Debeka 3.63 4.80 -0.30
5 LVM 0.81 4.75 0
6 Asstel 0.32 4.60 0
6 Continentale 0.72 4.60 0
6 Deutscher Ring 0.82 4.60 0
6 DEVK a.G. 0.50 4.60 0
6 DEVK Allgemeine 0.46 4.60 0
6 Neue Leben 1.18 4.60 0
12 Allianz 17.00 4.50 0
12 Gothaer 1.61 4.50 0
12 Mecklenburgische 0.14 4.50 0
12 Neue Bayerische Beamte 0.08 4.50 0
12 PB Leben 0.36 4.50 0
12 R+V 4.68 4.50 0
18 Basler 0.17 4.48 -0.12
19 Concordia 0.16 4.40 -0.20
20 Generali 1.54 4.35 0
20 Volksfürsorge 3.23 4.35 0
22 KarstadtQuelle 0.94 4.30 0
22 Signal-Iduna 1.75 4.30 0
22 VHV Leben 0.01 4.30 0
22 WGV-Schwäb 0.06 4.30 -0.30
26 Barmenia 0.25 4.25 0
26 Hannoversche 1.06 4.25 0
26 HUK-Coburg 0.82 4.25 -0.25
26 Oeco Capital 0.04 4.25 0
26 VGH 0.79 4.25 0
31 Hamburg-Mannheimer 4.12 4.20 -0.20
31 Öffentliche Oldenburg 0.10 4.20 0
33 Bayern-Versicherung 2.58 4.15 -0.25
33 Familienfürsorge 0.25 4.15 0
35 Alte Leipziger 1.67 4.10 0
35 Provinzial Rheinland 1.57 4.10 -0.55
35 Swiss Life 1.61 4.10 0
35 Württembergische 2.89 4.10 -0.15
39 Arag 0.28 4.00 0
39 Axa 2.59 4.00 0
39 Bayerische Beamten 0.35 4.00 0
39 DBV-Winterthur 1.86 4.00 0
39 HDI Gerling Leben 2.69 4.00 0
39 Nürnberger Beamten 0.02 4.00 0
39 Nürnberger 2.58 4.00 0
39 SV Sachsen 0.40 4.00 0
39 WWK 1.16 4.00 0
48 Protektor 0.21 3.70 0
49 Victoria 2.62 3.60 -0.10
50 Inter 0.15 3.50 0
50 Universa 0.01 3.50 0

Versicherungen Überschussbeteiligung 2010

RangUnternehmenMarktanteilVerzinsungVeränderung Vorjahr
1 Europa 0.40 4.80 -0.20
2 CiV 1.14 4.80 0
3 Volkswohl Bund 1.35 4.75 0
4 Fortis 0.01 4.70 -0.15
5 Stuttgarter Leben 0.55 4.60 0
5 Debeka 3.72 4.60 -0.20
5 Continentale 0.73 4.60 0
5 Neue Leben 1.17 4.60 0
9 LVM 0.85 4.55 -0.20
10 Deutscher Ring 0.81 4.50 -0.10
10 Mecklenburgische 0.14 4.50 0
10 Neue Bayerische Beamte 0.08 4.50 0
10 PB Leben 0.60 4.50 0
14 Basler 0.17 4.48 0
15 DEVK a.G. 0.48 4.40 -0.20
15 Concordia 0.16 4.40 0
17 DEVK Allgemeine 0.49 4.30 -0.30
17 Allianz 17.10 4.30 -0.20
17 R+V 5.15 4.30 -0.20
17 Generali 4.71 4.30 -0.05
17 Signal-Iduna 1.70 4.30 0
17 VHV Leben 0.01 4.30 0
17 WGV-Schwäb 0.06 4.30 0
17 Axa 2.48 4.30 +0.30
17 Provinzial Nordwest 1.80 4.30 -0.20
26 Hannoversche 1.08 4.25 0
26 HUK-Coburg 0.83 4.25 0
26 Oeco Capital 0.04 4.25 0
26 VGH 0.78 4.25 0
26 Familienfürsorge 0.25 4.25 +0.10
26 Cosmos Direkt 1.65 4.25 0
32 Öffentliche Oldenburg 0.10 4.20 0
32 AachenMünchener 5.40 4.20 0
34 Bayern-Versicherung 2.69 4.15 0
35 KarstadtQuelle 0.90 4.10 -0.20
35 Alte Leipziger 1.70 4.10 0
35 Provinzial Rheinland 1.51 4.10 0
35 Swiss Life 1.50 4.10 0
39 Barmenia 0.25 4.00 -0.25
39 Asstel 0.32 4.00 -0.60
39 Gothaer 1.63 4.00 -0.50
39 Hamburg-Mannheimer 3.79 4.00 -0.20
39 Bayerische Beamten 0.32 4.00 0
39 DBV-Winterthur 1.79 4.00 0
39 HDI Gerling Leben 2.60 4.00 0
39 Nürnberger Beamten 0.02 4.00 0
39 Nürnberger 2.70 4.00 0
39 SV Sachsen 0.40 4.00 0
39 WWK 1.15 4.00 0
39 Deutsche Ärzte 0.64 4.00 0
51 Württembergische 2.77 3.90 -0.20
52 LV 1871 0.65 3.85 0
53 Zürich Deutscher Herold 4.81 3.80 0
54 Victoria 2.53 3.70 +0.10
55 Inter 0.15 3.50 0
55 Universa 0.01 3.50 0

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Hardcore Beratung oder wie ich mich totmathematisiere...

Liebe Leser,

klicken Sie den u. g. Link an, überfliegen Sie das *.pdf und überlegen Sie ob das wirklich relevant ist, ob Sie das prüfen wollen und können.
Bei den ersten beiden bin ich noch bei Ihnen, beim letzten Punkt aber nicht. Musste mich da teilweise reinarbeiten, ganz hässliche Materie. Und obwohl nicht ganz up to date, ist zumindest der mathematische Ansatz noch korrekt.

Direktzusage und Pensionsfonds

Na, schäumen Sie auch vor Begeisterung über? Manchmal wird unsere Arbeit mit Schmerzensgeld honoriert... ;)

Freitag, 17. September 2010

Nazi Barbie

Ohne viele Worte. Das Bild unten stammt aus einem japanischen Kaufhaus. Natürlich sollten wir uns mit der Vergangenheit auseinander setzen aber ob das der richtige Weg ist...


Ich frage mich grad, wenn der Hersteller einer Aktiengesellschaft (AG) ist ob deren Kurs steigt oder fällt.

Mittwoch, 15. September 2010

Die Finanzkrise mal anders betrachtet...

Vor langer Zeit verkündte ein Mann in einem indischen Dorf, dass er jeden Affen für $10 kaufen würde.

Da die Dorfbewohner wussten, dass es im Wald sehr viele Affen gibt, gingen Sie los und fingen diese.

Der Mann kaufte dann die ganzen Affen für den versprochenen Preis.

Als sich somit der Affenbestand verringerte, suchten die Dorfbewohner nicht mehr sehr fleißig und gingen lieber Ihrer Arbeit nach.
Darauf hin versprach der Mann jedem für jeden Affen 20$. Neu motiviert gingen sie in den Wald und suchten, suchten, und suchten...

Bald waren die Affen des Waldes wirklich rar geworden und kaum jemand suchte noch richtig. So verkündete der Mann, dass er jeden Affen für 25$ kaufen würde.
Wohlgemerkt, es war schon sehr schwierig einen Affen zu finden oder erwischen.

Deshalb sagte der Mann, er kauft jetzt jeden Affen für 50$. Doch da er geschäftlich in die Stadt müsse, werde ihn sein Assistent vertreten.

Als der Mann verschwand, wandte sich der Assistent an die Dorfbewohner:"Seht Ihr die ganzen Affen hier im Käfig, welche der Mann kaufte? Ich verkaufe Sie euch für 35$ und wenn der Mann morgen aus der Stadt kommt, könnte Ihr sie ihm für 50$ verkaufen. Guter Deal, stimmt's?"

So kauften die Dorfbewohner alle Affen, brauchten ihr Erspartes auf, verpfändeten ihr Hab und Gut und kauften alle Affen für 35$.

...

Nach diesem Geschäft haben die Dorfbewohner nie wieder einen der beiden Männer gesehen. Nur die ganzen Affen waren wieder dort wo sie am Anfang waren.


_________


Herzlichen Glückwunsch! Aber nur, wenn sie den obrigen Text auf das ökonomische Wunder des amerikanischen Imperialismus beziehen, die Wall Street. So oder so ähnlich funktioniert das mit den Aktien...

Donnerstag, 2. September 2010

Verbraucherschutz, der gar keiner ist

Die meisten Leser sowie Bekannten dürften wissen, dass ich ein großer Fan von Stärkung des Verbraucherschutzes bin, wenn dabei die Mündigkeit des Betroffenen gefördert wird. Es gibt aber auch Fälle da entscheiden Gerichte absolut nicht nachvollziehbar, so auch das Landgericht am 14.07.2010 beim Az.: 23 O 377/09.

Grob gesagt, der Interessent für eine Krankenversicherung hat beschissen. Und wenn man mich fragt, welcher ja nie alle Details kennen kann, sieht das glatt nach Vorsatz aus.
Was ist geschehen? Im November 2008 wurde eine Krankenversicherung abgeschlossen. Der Kunde sagt, es gäbe kein Befunde. Etwa ein Jahr später stellt er einen Antrag auf einen Kostenvoranschlag für ein Beatmungsgerät. Auf Recherche des Versicherers kommt raus, dass er seit über zehn Jahren an Schlafstörungen leidet und deshalb auch in stationärer Behandlung war... diese Kleinigkeit hat er vergessen, denn wer könnte bei Atemaussetzern und Krankenhausbehandlungen aus 2007 schon auf Vorsatz schließen. Vergessen, natürlich...

Normalerweise müsste der Kerl zum Schutze ehrlicher Kunden rausgeschmissen werden

Jetzt der Hammer, ist nicht möglich. Wieso? Formfehler. Der Anwalt des Lügners hat es tatsächlich geschafft es glaubthaft darzustellen, sein Mandant hätte die o. g. Kleinigkeit vergessen. Außerdem wäre es ja unzumutbar, denn weiß schon, dass beim Bescheißen Konsequenzen drohen. Die Abwehr plädierte auf "Hat er vergessen" und "Die Konsequenzen beim Bescheißen waren nicht deutlich genug hervor gehoben". Und sie kamen damit durch. Der Richter war vermutlich betrunken, möglicherweise auch härtere Formen der bewusstseinserweiternden Drogen.

Der §19 VVG macht es möglich, dort ist geregelt in welcher Form die Konsequenz angedroht werden muss.
Mal ganz im Ernst, kommen Sie sich nicht plötzlich verarscht vor? Es sind schon Leute wegen harmloseren Sachen vor die Tür gesetzt worden und dieser Penner kommt aufgrund eines Formfehlers durch? Wo zum Teufel leben wir, in einer Bananenrepublik. Wir Che Merkela gleich Westerruillias den Aufstand proben?

Warum ist das nun kein Verbraucherschutz?

Weil es die ehrlichen Versicherten belastet. Es gibt Leute die zahlen einen Risikozuschlag (RIZ) wegen Übergewicht, weil sie eine Brille tragen oder unter Heuschnupfen leiden. Aber diese gottverfluchte - bitte setzen Sie eine Abfolge (!) passender Beleidigungen ein - Muttersohn kommt ungeschoren davon wegen eines Formfehlers?
Das heißt die Gemeinschaft zahlt seine Leiden mit. Teurer wird es für alle, weil die Gesamtkosten steigen. Derartig hinterpfotizge Leistungserschleicher sind dabei aber nicht berücksichtigt, d. h. es wird für alle ehrlichen teurer, weil ein Lügner in unserem (Un-) Rechtswesen durchkam.

Verzeihen Sie, wenn ich das so schreibe. Aber derart krasse Fehlentscheidungen stimmen mich traurig. Gesetze sollten dafür da sein Menschen zu schützen, und zwar die richtigen...

Montag, 30. August 2010

Der arme Student

Es begab sich einst in Berlin in einem kleinen Kämmerlein.

E-Mail an Papa:
Hallo Vater,

danke für deine letzte Nachricht. Das Leben hier in Berlin ist schön, die Leute sind alle ganz nett, das Studium geht gut. Auch mein Geschenk ist eingetroffen, der Ferrari aus massivem Gold ist wirklich schön. Es macht Spaß ihn zu fahren.
Aber um ehrlich zu sein, ist es mir fast ein bischen peinlich. Alle gucken immer so komisch. Hier in Berlin kommen die meisten Studenten sowie einige Dozenten mit dem Zug, ich falle da ein wenig raus.

Trotzdem Danke, ich freue mich von dir zu hören. Unten findest Du ein Bild des Wagens.

In Liebe, dein Sohn



Der Papa, dessen Wohnsitz in einem Land mit Vorliebe für Kopftücher, Turbane sowie Schals liegt, ließ in seiner Reaktion nicht lange auf sich warten.

E- Mail von Papa:

Geliebter Sohn,

Stolz der Familie, Zierde der Bescheidenheit!

Mach uns nicht lächerlich. Du hast 200.000.000€ auf dein Konto bekommen, geh und kauf dir auch einen Zug.


Möge der Herr dich auf deinen Wegen schützen.

Papa

Sie lachen? Das ist gut, lachen Sie weiter. Denken Sie immer daran, dass Geld dazu da ist das Leben schöner zu machen und kein Selbstzweck sein sollte. Und was angemessen ist und was nicht, bestimmt jeder anhand dessen was er hat.
In diesem Sinne, die Armut dieses Studenten wieder mich an... ;)

Sonntag, 22. August 2010

Machen Sie mir doch mal ein Angebot!

Mal ernsthaft, vermutlich haben die meisten sowas schon mal gedacht. Gerade weil in Deutschland keine gute kaufmännische Kultur - hier wird nicht das Feilschen um jeden Cent gemeint - gepflegt wird.

n hoch m gleich unendlich

Stellen wir uns vor Sie gehen in eine Metzgerei, wem zum Teufel kommt dieser Satz in den Sinn. In der Regel wissen Sie doch was Sie wollen oder einzukaufen haben, oder nicht?
Neulich im C&A wollte ich Hemden kaufen, Mission gescheitert, aber da stand ich auch nicht vor der Verkäuferin und hoffte auf eine Angebotsangabe.
Telefonverhalten, Computer, Autos, Schuhe etc... -> Wer käme da schon auf die Idee ein Angebot einzufordern, zumal bei Porsche was anderes als angemessen gilt wie bei VW. Obwohl es ja letztlich der gleich Konzern ist und beides sich um ein Auto dreht...

Wer bei Versicherung ganz plumb ein Angebot fordert, der hat was nicht verstanden. Es gibt Gründe warum der Gesetzgeber eine Dokumentationspflicht eingeführt hat. Und seien wir mal ehrlich, wenn jemand wüsste was er bräuchte, hätte der nie eine Internetanfrage gestellt. Dann aber zu sagen, dass ein Angebot her soll aber keine Beratung, das zeugt von Dummheit! Diese Art geistig Umnachteter Idioten hat es nicht anders verdient wie unten beschrieben:

Der reine Preisentscheider beachtet zu wenig

Angebot 1: Kaputter Fiat Panda BJ1992 für 100€ an Bastler
Angebot 2: Merces SLK BJ1997 für 4000€

Beides ein Angebot, aber hier nur nach dem Preis zu schielen...

Machen Sie sich Gedanken

Egal in welchem Bereich, gehen Sie nie ganz dumm in ein Geschäft. Und falls doch, lassen Sie sich beraten. Oder lassen Sie sich ein Eigenheim Angebot geben und meckern Sie später, dass es nicht das ist was Sie wollten...

Mittwoch, 11. August 2010

Pump and dump

Weder ein Saufspiel noch Verhaltensmuster die als pervers gelten würden, im Prinzip "nur" eine Blase für betrügerische Absichten bei Aktien.
Mal ehrlich, kaum einer ist nicht in sozialen Netzwerken wie z. B. XING, facebook, studiVZ oder den vielen anderen. Nun gibt es Penner die dort Werbung machen, nichts Neues, nur die o. g. Masche ist in Deutschland kaum bekannt.

Pump and dump

Das besagt grob, dass Anleger mit wahnwitzigen Aussagen (entscheidende Technologie, IBM von morgen, Marktführer, Allteinstellungsprodukt, patentiertes AIDS Mittel, Krebsheilung, etc.) geködert wird. Meist geschieht das mit penny stocks (also Unternehmen deren Aktien Cents kosten).
Hier wird im Hintergrund Werbung gemacht, die Betrüger schieben Aktienpakete hin und her und treiben so künstlich den Kurs hoch. Während immer mehr Doofe einsteigen, steigen die Betrüger irgendwann aus und der Anleger bleibt auf wertlosen Papieren sitzen.

Der Anleger schlägt zurück

Selbst schuld, wer auf unseriöse Ansprache nach dem AUA Prinzip - Anhauen, Umhauen, Abhauen - reinfällt.
Was sonst noch unseriöse sein könnte, hat die BaFin schön als Broschüre für den Verbraucher heraus gebracht.

Was lernen wir wieder daraus? Gier frisst Hirn! Wer seriöse Beratung will, egal ob Aktien, Fonds, Versicherungen oder sonstiges, der soll einen Fachmann fragen. Am besten von Auge zu Auge...

Montag, 9. August 2010

Auf den Strich gehen...

... würde vermutlich niemand von uns gerne. Aber auf den besser gesagt die Striche sollten wir schon achten. Natürlich ist die Rede von den Barcodes. Nachdem die Zucker und Fettlobby es geschafft hat die Ampel auf Lebensmitteln zu torpedieren, gibt es das ganze zumindest online. Nicht so gut wie aufgedruckt aber für den findigen Leser interessant.

Sie wollten schon immer wissen wie (un) gesund Sie essen? Prüfen Sie es hier:
http://www.codecheck.info/

Und bevor einer fragt, nein gegen Ernährungsdummheit gibt es keine Versicherungen. Naja, mal Lebensmittelvergiftungen bei der Unfallversicherung außen vor.

Donnerstag, 5. August 2010

Dat Imperium knibbelt retour


Wers nicht glaubt, soll selbst schauen. Kein mieser Fake sondern einfach der Titel von Star Wars - "Das Imperium schlägt zurück" auf Luxemburgisch.

Donnerstag, 29. Juli 2010

Die 10 häufigsten Berufskrankheiten

Liebe Leser, haben Sie sich schonmal gefragt was eigentlich so typische Berufskrankheiten sind? Nun, hier eine Liste sortiert nach Anzahl der Leistungsfälle. Eigentlich nicht ganz sauber, wenn man bedenkt, dass hier nur die von Amtsärzten anerkannten Leistungsfälle gelistet werden. Die Dunkelziffer wird auf ca. das vierfache vermutet.

Top- Ten- Berufskrankheiten p. a.

  1. 5158 Fälle von Lärmschwerhörigkeit
  2. 4103 Fälle von Asbestose
  3. 996 Fälle von Mesotheliom durch Asbest
  4. 765 Fälle von Lungen-/ Kehlkopfkrebs durch Asbest
  5. 647 Fälle von Hauterkrankungen
  6. 559 Fälle von Silikose (Staublunge)
  7. 462 Fälle von Infektionskrankheiten (z. B. im Krankenhaus)
  8. 419 Fälle von Übertragung von Tierkrankheiten (Würmer, Infektionen, Pilze etc.)
  9. 408 Fälle von Atemwegserkrankungen
  10. 116 Fälle von sonstigen Berufskrankheiten (alles was nicht oben steht)

Montag, 26. Juli 2010

Warum ein Autoschrauber kein gehebeltes Fremdwährungs- Zinsdifferenzgeschäft leveragen kann...

Keine Bange, der Titel soll nur ein wenig die Intransparenz der Finanzprodukte hervor heben. Denn wer kann in dieser schnelllebigen Welt von heute schon sagen, dass er immer alles wüsste und/ oder könnte, mhm?
Um so erstaunlicher, dass es immer wieder Leute zu geben scheint, die glauben, sie wüssten alles. Oder zumindest so tun. Oder schlimmer, von anderen so eingeschätzt und unterstützt werden.


Haben Sie sich schonmal gefragt was der TÜV, ja diese Autoprüfungseinrichtung, was der TÜV eigentlich bei Finanzdienstleistern bewertet? Was bedeutet eigentlich "wertvoll" oder "gut". Und in Bezug zu was? Mal ernsthaft, die Asche meiner Oma ist für mich wertvoll, hat aber für sonst niemanden eine Bedeutung. Ihre Schuhe passen Ihnen (hoffentlich) gut, würden mir aber aller Wahrscheinlichkeit Schmerzen bereiten.
Abgesehen davon, dass die Bewertung subjektiver Empfindungen wie Geborgenheit und Vertrauen wertlos ist - haha, ein Werturteil -, so ist sie ja meistens auch falsch. Rating kommt von Raten. ;)

Wären diese Portale gut, gebe es signifikant weniger Falschberatungen, oder nicht?

Wenn nun diese auch so geilen Internetbewertungsportale was taugen würden, würde es ja keine Nepper, Schlepper und Bauernfänger mehr geben, oder? Wie zum Geier erklären Sie sich dann, dass diese Nieten in Nadelstreifen immer noch umher ziehen... mit besten Empfehlungen glücklicher Verbraucher?

Das einzige was gegen Idioten & Betrüger schützt, ist eine gute allgemeine Bildung, ein gewisses Verständnis sowie der Willen sich mit dem Thema zu befassen. Und selbst das schützt nur bedingt.
Wie sonst kommt es bloss, dass auch anerkannte Betrüger ein paar Jahre lang beste Bewertungen erhalten haben?

Gewollte Intransparenz

Bild dir (d)eine Meinung, die Betonung liegt auf dem "D". Im Laufe der nächsten Tage werde ich mal ein paar Portale unter die Lupe nehmen. Witzig, heute bin ich über "werfinanz" gestolpert. Allen Beratern von dort, welche ich kenne, kann ich Falschberatungen nachweisen.
Ja, bin selbst dort registriert. Meine Fehler wurden aus dem eigenen Geldbeutel bereinigt, und bei den anderen? Wer weiß...

Die Produkte sind extra kompliziert aufgebaut, Intransparenz ist explizit gewollt. Die meisten selbsternannten Berater können nicht mal die unverbindlichen Modellrechnungen Ihrer Versicherungen nachkalkulieren. Wissen nicht, dass manche Kosten nicht berücksichtigt sind aber trotzdem abgezogen werden usw. usf.

Was will mir das sagen? Der Verbraucher kann fast nie die Qualität beurteilen, denn verkaufen wird überall stärker gelehrt als Fachwissen. Nicht nie, aber so gut wie nie!

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PS. Einen schönen Gruß an meinen Freund Roland. Der Einzige, der es in den letzten Jahren geschafft fehlerfrei seinen eigenen Bedarf in Eigenregie zu decken. Der Witz an der Sache, zwei Produkte waren nicht "retail" und musste deshalb eh über einen Makler abgeschlossen werden.

Dienstag, 13. Juli 2010

Blub, blubber, Blase

Seifenblasen sind toll, sie schweben, leuchten ganz toll und verändern ihre Form. Keine ist wie die andere. Eins haben sie aber gleich, sie platzen. Nicht weiter tragisch, macht man doch einfach eine Neue. Wenn aber selbsternannte Vermögensberater sowas tun...

Immobilien in China. Aktien in China. Wo ist da der Zusammenhang? Falsch Frage, richtig wäre: Immobilien in Amerika, Immobilien in China. Wo sind da die Parallelen? Eine Blase, wer folgerichtig erkennt.
Wer keine Lust hat den folgenden Artikel über die Immobilienblase in China zu lesen dem sei hier mit einer Vereinfachung geholfen:

Wohnen tut Not

Nicht nur in einer der 120 Millionenstädte in China sind Wohnungen knapp. Wohl dem der eine eigene hat, nicht wahr? Nein! Mal ehrlich, würden Sie für eine 50m² Wohnung in einem Ostblock Plattenbau für ca. 600.000€ kaufen? Genau, ich auch nicht. Merkwürdiger Weise tun die Chinesen das aber, wieso auch immer. Doppelt schlimm, da die Haltwertszeit chinesischer Wohnungen bei deutlich unter 30 Jahren liegt, mein Geld also vor mir weg ist. Wie gewonnen so zeronnen.
Durch diesen dramatischen Preisverfall kaufen aber Investoren Wohnungen weg, lassen Sie leer stehen und hoffen auf einen Gewinn bei Wiederverkauf. Künstliche Verknappung, irgendwie pervers.

Passiert überall, wo ist das Problem?

Ernsthaft, wirklich! Wenn Profis aussteigen aber es dem Privatmann weiter empfehlen, ist doch irgendwas faul. Wer soll zu den Preisen kaufen, wie lange kann das gut gehen?
Nun, der Chinese darf seinen 1. Kredit für Immobilien nur zu 80% finanzieren. Der Rest läuft über Makulatur. Was aber, wenn Chinesen zu 80% kaufen, leerstehen lassen und nach 2 Jahren zu 120% verkaufen. Ein Gewinn. Was, wenn das der Nächste macht? Noch mehr Gewinn. Was, wenn der Nächste keinen Nächsten mehr findet...

Und die Auswirkungen auf Ihre Aktien? Indirekt, aber Sie sehen an der USA Krise was passieren kann. Wohl dem, der nicht nur an den Aufwärtstrend im Land der Mitte glaubt!

Donnerstag, 8. Juli 2010

Hoffentlich Allianz versichert, nicht!

Die Allianz ist weltweit ein bekannter Name, kaum jemand in den Industrienationen der den Namen noch nicht gehört hat. Leider verursachen die größten Schweine meist auch die dicksten Sche*ßhaufen...

Üblich in der privaten Krankenversicherung ist die Entwicklung neuer Tarife. Klar, denn anders als bei den Kassen, will man ja auch die Wunder der modernen Medizintechnik nutzen. Die Allianz private Krankenversicherung, kurz APKV, sieht/ sah das etwas anders.

Servicewüste Erste Klasse - Warum Alte dahin vegitieren... vegitierten!

Manch ein Alter wollte schon eins von seinem teuren Alttarif in einen jungen, gesunden, dynamischen Supertarif. Leider wollte die Allianz das nicht, also erhob Sie einen Tarifstrukturzuschlag. Sprich ein pauschaler Zuschlag, egal wie alt und gesund jemand war, zahlen sollte er in jedem Fall. Sinn? Kaufmännisch ja, fair für den Kunden, nein!

Bundesverwaltungsgericht auf Kundenseite

Langer Rede kurzer Sinn, die Allianz darf das nicht mehr. In der Folge hat der Sauhaufen erstmal die AktiMed Tarife für Neugeschäft ausgesetzt, man müsse neu kalkulieren, wohin die Preisschraube nur dabei gedreht wird...
Um den Satz eines bekannten KV Profis zu zitieren, wechsle wer kann. Oder könnten Sie sich vorstellen einer Gesellschaft mit derartigen Praktiken Ihr Leben sowie Ihre Gesundheit an zu vertrauen? Eben, drum warnen Sie auch alle anderen. Empfehlen Sie den Blog weiter!

Bitte. Danke.

Mehr Stornohaftung -> Stabiläre Beitragsentwicklung

Anlass ist diesmal die UniVersa Krankenversicherung, allerdings weil sie eine gute Idee hatte. Es gibt da so einen Einsteiger- Tarif, den IntroPrivat. Ganz nett, nicht der preisgünstigste zum Einstieg aber bestimmt keiner der sich verstecken muss. Doch woher das Wehklagen?

Ah ja, was gut für den Kunden ist, ist schlecht für den Vermittler.

Der Vermittler bekommt ja Provision für den Abschluss, diese ist nach der Stornohaftungszeit vollständig verdient. Bei privaten Krankenversicherungen war das bislang ein Jahr. Sprich übersteht der Vertrag ein Jahr, darf er das Geld behalten. Geht was schief, muss er Teile bis alles zurück zahlen. Das nennen Vermittler dann Storno, unliebsame Sache.

Doch warum ist das für den Kunden gut? Nun wer jedes Jahr seine private Krankenversicherung wechselt, verliert Geld und zahlt drauf. Altes Sprichwort: "Hin und Her macht Taschen leer!"
Weniger Kündigungen bedeuten weniger Fluktation im Bestand, dadurch gewinnt dieser an Stabilität, das nützt letztlich allen Beteiligten. Die Beiträge bleiben stabiler! Klar, auf der Allee gerade aus ist die Geschwindigkeit leichter konstakt zu halten als in unberanderten Serpentinen...

Für schlechte Vermittler, eben jene die Scheiß Verträge an den Versicherer reichen oder ihre Kunden jedes Jahr umdecken, ist die Verlängerung auf zwei Jahre schrecklich. Für alle die gute beraten, letztlich auch für den Kunden, ist es aber nicht so schlimm.
Mal ehrlich, schlechte Vermittler verkaufen meist eh nur über den Preis, vermutlich kennen sie deshalb nicht einmal den UniVersa Tarif.

Ein guter Anfang!

Schön wäre, wenn die ganzen anderen Anbieter nachziehen würden. Wenn das Krankenversicherungsgeschäft weniger attraktiv wird, bislang erzielt man nirgends sonst so hohe aber risikoarme Provision, dann profitieren letztlich alle!
Stornohaftung ist nur ein Problem für alle die nicht sauber arbeiten oder auf jeden Abschluss angewiesen sind. Beide haben nichts in der Beratung verloren.

Anmerkung

Wenn Sie Privatpatient sind und ständig Ihre Gesellschaft wechseln, sollten Sie mal den Berater wechseln. Wenn Sie ständig den Berater wechseln, sollten Sie mal bei einem bleiben. Aber hören Sie mit dem Tarifroulette auf, das bringt nichts... ;)

Mittwoch, 7. Juli 2010

:(

Ach Scheiß'ndreck, Deutschland wird zumindest 2010 nicht Weltmeister! :(

Foto: Lars Baron / Bongarts / Getty Images for Continental

Inflation durch Fußball erklärt

Sie wollten schon immer wissen wie stark die Inflation ist? Ok, schauen Sie sich diese Grafik an.


Eine persönliche Anmerkung, weil wir gleich gegen die Spanier ranmüssen: Schlaaaaaaaaaaand!

Es lebt... and it came from the surface!

Jetzt geht's los, jetzt geht's los!

Liebe Leser,

unter Nutzung des generischen Maskulinismus, geht es wieder los. Verbal auf die Fresse für Nepper, Schlepper und Bauernfänger! Alles was mit Versicherungen und Finanzen zu tun hat darf wieder zittern.

Was es geben wird:
  • Eine nämlich meine ungeschönte Meinung
  • Die hässliche Wahrheit
  • Verbalentgleisungen, Vorurteile und alles andere Lesenswerte
Und was fehlt noch? Genau: user support- Sie!

Meine Bitte an Sie:

Senden Sie mir Infos, posten Sie Links und helfen Sie den Schweinereien in der Finanzdienstleistung Einhalt zu gebieten.
Und wenn Sie nur aus Spaß an der Freude mitlesen, lassen Sie sich zumindest gut unterhalten und belehren!

Beste Grüße Ihr
Versicherungskritiker