Donnerstag, 29. Juli 2010

Die 10 häufigsten Berufskrankheiten

Liebe Leser, haben Sie sich schonmal gefragt was eigentlich so typische Berufskrankheiten sind? Nun, hier eine Liste sortiert nach Anzahl der Leistungsfälle. Eigentlich nicht ganz sauber, wenn man bedenkt, dass hier nur die von Amtsärzten anerkannten Leistungsfälle gelistet werden. Die Dunkelziffer wird auf ca. das vierfache vermutet.

Top- Ten- Berufskrankheiten p. a.

  1. 5158 Fälle von Lärmschwerhörigkeit
  2. 4103 Fälle von Asbestose
  3. 996 Fälle von Mesotheliom durch Asbest
  4. 765 Fälle von Lungen-/ Kehlkopfkrebs durch Asbest
  5. 647 Fälle von Hauterkrankungen
  6. 559 Fälle von Silikose (Staublunge)
  7. 462 Fälle von Infektionskrankheiten (z. B. im Krankenhaus)
  8. 419 Fälle von Übertragung von Tierkrankheiten (Würmer, Infektionen, Pilze etc.)
  9. 408 Fälle von Atemwegserkrankungen
  10. 116 Fälle von sonstigen Berufskrankheiten (alles was nicht oben steht)

Montag, 26. Juli 2010

Warum ein Autoschrauber kein gehebeltes Fremdwährungs- Zinsdifferenzgeschäft leveragen kann...

Keine Bange, der Titel soll nur ein wenig die Intransparenz der Finanzprodukte hervor heben. Denn wer kann in dieser schnelllebigen Welt von heute schon sagen, dass er immer alles wüsste und/ oder könnte, mhm?
Um so erstaunlicher, dass es immer wieder Leute zu geben scheint, die glauben, sie wüssten alles. Oder zumindest so tun. Oder schlimmer, von anderen so eingeschätzt und unterstützt werden.


Haben Sie sich schonmal gefragt was der TÜV, ja diese Autoprüfungseinrichtung, was der TÜV eigentlich bei Finanzdienstleistern bewertet? Was bedeutet eigentlich "wertvoll" oder "gut". Und in Bezug zu was? Mal ernsthaft, die Asche meiner Oma ist für mich wertvoll, hat aber für sonst niemanden eine Bedeutung. Ihre Schuhe passen Ihnen (hoffentlich) gut, würden mir aber aller Wahrscheinlichkeit Schmerzen bereiten.
Abgesehen davon, dass die Bewertung subjektiver Empfindungen wie Geborgenheit und Vertrauen wertlos ist - haha, ein Werturteil -, so ist sie ja meistens auch falsch. Rating kommt von Raten. ;)

Wären diese Portale gut, gebe es signifikant weniger Falschberatungen, oder nicht?

Wenn nun diese auch so geilen Internetbewertungsportale was taugen würden, würde es ja keine Nepper, Schlepper und Bauernfänger mehr geben, oder? Wie zum Geier erklären Sie sich dann, dass diese Nieten in Nadelstreifen immer noch umher ziehen... mit besten Empfehlungen glücklicher Verbraucher?

Das einzige was gegen Idioten & Betrüger schützt, ist eine gute allgemeine Bildung, ein gewisses Verständnis sowie der Willen sich mit dem Thema zu befassen. Und selbst das schützt nur bedingt.
Wie sonst kommt es bloss, dass auch anerkannte Betrüger ein paar Jahre lang beste Bewertungen erhalten haben?

Gewollte Intransparenz

Bild dir (d)eine Meinung, die Betonung liegt auf dem "D". Im Laufe der nächsten Tage werde ich mal ein paar Portale unter die Lupe nehmen. Witzig, heute bin ich über "werfinanz" gestolpert. Allen Beratern von dort, welche ich kenne, kann ich Falschberatungen nachweisen.
Ja, bin selbst dort registriert. Meine Fehler wurden aus dem eigenen Geldbeutel bereinigt, und bei den anderen? Wer weiß...

Die Produkte sind extra kompliziert aufgebaut, Intransparenz ist explizit gewollt. Die meisten selbsternannten Berater können nicht mal die unverbindlichen Modellrechnungen Ihrer Versicherungen nachkalkulieren. Wissen nicht, dass manche Kosten nicht berücksichtigt sind aber trotzdem abgezogen werden usw. usf.

Was will mir das sagen? Der Verbraucher kann fast nie die Qualität beurteilen, denn verkaufen wird überall stärker gelehrt als Fachwissen. Nicht nie, aber so gut wie nie!

__________________________________________

PS. Einen schönen Gruß an meinen Freund Roland. Der Einzige, der es in den letzten Jahren geschafft fehlerfrei seinen eigenen Bedarf in Eigenregie zu decken. Der Witz an der Sache, zwei Produkte waren nicht "retail" und musste deshalb eh über einen Makler abgeschlossen werden.

Dienstag, 13. Juli 2010

Blub, blubber, Blase

Seifenblasen sind toll, sie schweben, leuchten ganz toll und verändern ihre Form. Keine ist wie die andere. Eins haben sie aber gleich, sie platzen. Nicht weiter tragisch, macht man doch einfach eine Neue. Wenn aber selbsternannte Vermögensberater sowas tun...

Immobilien in China. Aktien in China. Wo ist da der Zusammenhang? Falsch Frage, richtig wäre: Immobilien in Amerika, Immobilien in China. Wo sind da die Parallelen? Eine Blase, wer folgerichtig erkennt.
Wer keine Lust hat den folgenden Artikel über die Immobilienblase in China zu lesen dem sei hier mit einer Vereinfachung geholfen:

Wohnen tut Not

Nicht nur in einer der 120 Millionenstädte in China sind Wohnungen knapp. Wohl dem der eine eigene hat, nicht wahr? Nein! Mal ehrlich, würden Sie für eine 50m² Wohnung in einem Ostblock Plattenbau für ca. 600.000€ kaufen? Genau, ich auch nicht. Merkwürdiger Weise tun die Chinesen das aber, wieso auch immer. Doppelt schlimm, da die Haltwertszeit chinesischer Wohnungen bei deutlich unter 30 Jahren liegt, mein Geld also vor mir weg ist. Wie gewonnen so zeronnen.
Durch diesen dramatischen Preisverfall kaufen aber Investoren Wohnungen weg, lassen Sie leer stehen und hoffen auf einen Gewinn bei Wiederverkauf. Künstliche Verknappung, irgendwie pervers.

Passiert überall, wo ist das Problem?

Ernsthaft, wirklich! Wenn Profis aussteigen aber es dem Privatmann weiter empfehlen, ist doch irgendwas faul. Wer soll zu den Preisen kaufen, wie lange kann das gut gehen?
Nun, der Chinese darf seinen 1. Kredit für Immobilien nur zu 80% finanzieren. Der Rest läuft über Makulatur. Was aber, wenn Chinesen zu 80% kaufen, leerstehen lassen und nach 2 Jahren zu 120% verkaufen. Ein Gewinn. Was, wenn das der Nächste macht? Noch mehr Gewinn. Was, wenn der Nächste keinen Nächsten mehr findet...

Und die Auswirkungen auf Ihre Aktien? Indirekt, aber Sie sehen an der USA Krise was passieren kann. Wohl dem, der nicht nur an den Aufwärtstrend im Land der Mitte glaubt!

Donnerstag, 8. Juli 2010

Hoffentlich Allianz versichert, nicht!

Die Allianz ist weltweit ein bekannter Name, kaum jemand in den Industrienationen der den Namen noch nicht gehört hat. Leider verursachen die größten Schweine meist auch die dicksten Sche*ßhaufen...

Üblich in der privaten Krankenversicherung ist die Entwicklung neuer Tarife. Klar, denn anders als bei den Kassen, will man ja auch die Wunder der modernen Medizintechnik nutzen. Die Allianz private Krankenversicherung, kurz APKV, sieht/ sah das etwas anders.

Servicewüste Erste Klasse - Warum Alte dahin vegitieren... vegitierten!

Manch ein Alter wollte schon eins von seinem teuren Alttarif in einen jungen, gesunden, dynamischen Supertarif. Leider wollte die Allianz das nicht, also erhob Sie einen Tarifstrukturzuschlag. Sprich ein pauschaler Zuschlag, egal wie alt und gesund jemand war, zahlen sollte er in jedem Fall. Sinn? Kaufmännisch ja, fair für den Kunden, nein!

Bundesverwaltungsgericht auf Kundenseite

Langer Rede kurzer Sinn, die Allianz darf das nicht mehr. In der Folge hat der Sauhaufen erstmal die AktiMed Tarife für Neugeschäft ausgesetzt, man müsse neu kalkulieren, wohin die Preisschraube nur dabei gedreht wird...
Um den Satz eines bekannten KV Profis zu zitieren, wechsle wer kann. Oder könnten Sie sich vorstellen einer Gesellschaft mit derartigen Praktiken Ihr Leben sowie Ihre Gesundheit an zu vertrauen? Eben, drum warnen Sie auch alle anderen. Empfehlen Sie den Blog weiter!

Bitte. Danke.

Mehr Stornohaftung -> Stabiläre Beitragsentwicklung

Anlass ist diesmal die UniVersa Krankenversicherung, allerdings weil sie eine gute Idee hatte. Es gibt da so einen Einsteiger- Tarif, den IntroPrivat. Ganz nett, nicht der preisgünstigste zum Einstieg aber bestimmt keiner der sich verstecken muss. Doch woher das Wehklagen?

Ah ja, was gut für den Kunden ist, ist schlecht für den Vermittler.

Der Vermittler bekommt ja Provision für den Abschluss, diese ist nach der Stornohaftungszeit vollständig verdient. Bei privaten Krankenversicherungen war das bislang ein Jahr. Sprich übersteht der Vertrag ein Jahr, darf er das Geld behalten. Geht was schief, muss er Teile bis alles zurück zahlen. Das nennen Vermittler dann Storno, unliebsame Sache.

Doch warum ist das für den Kunden gut? Nun wer jedes Jahr seine private Krankenversicherung wechselt, verliert Geld und zahlt drauf. Altes Sprichwort: "Hin und Her macht Taschen leer!"
Weniger Kündigungen bedeuten weniger Fluktation im Bestand, dadurch gewinnt dieser an Stabilität, das nützt letztlich allen Beteiligten. Die Beiträge bleiben stabiler! Klar, auf der Allee gerade aus ist die Geschwindigkeit leichter konstakt zu halten als in unberanderten Serpentinen...

Für schlechte Vermittler, eben jene die Scheiß Verträge an den Versicherer reichen oder ihre Kunden jedes Jahr umdecken, ist die Verlängerung auf zwei Jahre schrecklich. Für alle die gute beraten, letztlich auch für den Kunden, ist es aber nicht so schlimm.
Mal ehrlich, schlechte Vermittler verkaufen meist eh nur über den Preis, vermutlich kennen sie deshalb nicht einmal den UniVersa Tarif.

Ein guter Anfang!

Schön wäre, wenn die ganzen anderen Anbieter nachziehen würden. Wenn das Krankenversicherungsgeschäft weniger attraktiv wird, bislang erzielt man nirgends sonst so hohe aber risikoarme Provision, dann profitieren letztlich alle!
Stornohaftung ist nur ein Problem für alle die nicht sauber arbeiten oder auf jeden Abschluss angewiesen sind. Beide haben nichts in der Beratung verloren.

Anmerkung

Wenn Sie Privatpatient sind und ständig Ihre Gesellschaft wechseln, sollten Sie mal den Berater wechseln. Wenn Sie ständig den Berater wechseln, sollten Sie mal bei einem bleiben. Aber hören Sie mit dem Tarifroulette auf, das bringt nichts... ;)

Mittwoch, 7. Juli 2010

:(

Ach Scheiß'ndreck, Deutschland wird zumindest 2010 nicht Weltmeister! :(

Foto: Lars Baron / Bongarts / Getty Images for Continental

Inflation durch Fußball erklärt

Sie wollten schon immer wissen wie stark die Inflation ist? Ok, schauen Sie sich diese Grafik an.


Eine persönliche Anmerkung, weil wir gleich gegen die Spanier ranmüssen: Schlaaaaaaaaaaand!

Es lebt... and it came from the surface!

Jetzt geht's los, jetzt geht's los!

Liebe Leser,

unter Nutzung des generischen Maskulinismus, geht es wieder los. Verbal auf die Fresse für Nepper, Schlepper und Bauernfänger! Alles was mit Versicherungen und Finanzen zu tun hat darf wieder zittern.

Was es geben wird:
  • Eine nämlich meine ungeschönte Meinung
  • Die hässliche Wahrheit
  • Verbalentgleisungen, Vorurteile und alles andere Lesenswerte
Und was fehlt noch? Genau: user support- Sie!

Meine Bitte an Sie:

Senden Sie mir Infos, posten Sie Links und helfen Sie den Schweinereien in der Finanzdienstleistung Einhalt zu gebieten.
Und wenn Sie nur aus Spaß an der Freude mitlesen, lassen Sie sich zumindest gut unterhalten und belehren!

Beste Grüße Ihr
Versicherungskritiker