Sonntag, 27. Februar 2011

Eine satirische Abhandlung eines Kollegen (Update)

Liebe Leser, gerne möchte ich Ihnen heute etwas aus einer fremden Feder präsentieren. Gelegentlich fragen Menschen warum Sie Ihren Beruf ausüben, bei mir ist das nicht anders... nur dass die Antworten regelmäßig Kopfschütteln beim Gegenüber auslösen. Das warum dürte viele wundern! 

 
Wegen Beendigung der Geschäftsbeziehungen, habe ich den Artikel entfernt. Ich bitte um Entschuldigung, eine entsprechende Abhandlung aus eigener Feder ist auf unbestimmte Zeit geplant.
Sie lachen nicht? Verständlich, klingt auch zu schlecht um wahr zu sein. Das traurige ist, dass solche Zustände an der Tagesordnung sind während gleichzeitig gefragt wird warum kein Nachwuchs für die Branche gewonnen werden kann. Auf der letzten Schulung waren wir ca. 90 Kollegen, davon drei unter 35 und nur einer unter 30. Das war übrigens ich...

Jetzt also ein paar Eckpunkte warum kaum jemand Makler werden möchte:
  • Sie bezahlen für Ihre Ausbildung
  • Sie bezahlen für die Büronutzung
  • Sie bezahlen die Software
  • Sie bezahlen die Werbematerialien der Gesellschaft
  • Sie bezahlen Ihre Provision zurück, wenn es nicht läuft wie erdacht
  • Sie beziehen kein Fixgehalt
  • Sie beziehen bestenfalls einen Vorschuss, welchen Sie verzinst zurückzahlen müssen
  • Sie bezahlen für Ihre Kundenanfragen (Lead) oder
  • Sie müssen sich Ihre Kunden selbst suchen
  • Sie sind teilweise weisungsgebunden
  • Sie sind als Selbstständiger ohne soziale Absicherung
  • Sie verbinden die Nachteile eines Angestellten mit den Nachteilen eines Selbstständigen

Mal ehrlich, ich selbst würde heute nicht mehr in diese Branche einsteigen. Warum auch, gibt es doch deutlich lukrativere Berufe, welche auch noch soziale Anerkennung widerfahren?

Sonntag, 20. Februar 2011

Börsenweiseheiten die es zu meiden gilt

Eine Menge selbsternannter Finanzgurus tummeln sich in deutschen Landen. Leider gibt es auch transatlantische Idioten. Ergebnisse dieser Dampfquaseler können Sie unten lesen. Und da es jede Menge Beweise gegen diese Thesen gibt, sollten Sie sich davor hüten!

Falsche Börsenweisheiten:

1. Sell in may and go away. But always remember: Come back in September
2. The trend is your friend
3. Lege nie alle Eier in einen Korb
4. Renditen sind wie Stöckelschuhe: je höher, desto besser
5. Zinsen runter, Aktien rauf
6. Kaufen Sie Aktien, schlucken Sie Schlaftabletten, und wenn Sie nach ein paar Jahren wieder aufwachen, sind Sie reich
7. Die Rente ist sicher!
8. Immobilien sind Betongold
9. Cash is king
10. Nach Golde drängt, am Golde hängt doch alles

Sollte jemand anderer Meinung sein, speziell bei Punkt drei wird es ganz viele geben, so möge er sich doch bitte eingehend mit der These beschäftigen. Sollte er danach immer noch anderer Meinung sein, kann er gerne fragen warum. Bei der Recherche sollte er aber von alleine darauf gekommen sein...

Mittwoch, 16. Februar 2011

Zwangspause wg. Schaden

Ein Bild sagt ja bekanntlich mehr als tausend Worte. Trotzdem meine Entschuldigung! Da hier ein Regal einbrach, wurde diverse Peripheriegeräte zerstört, weshalb ein ungestörtes Arbeiten zzt. nicht mgl. ist.

Die Seite wird im Laufe der Tage weiter aktualisiert, jetzt gilt es erstmal den "mess" zu entsorgen.

Freitag, 11. Februar 2011

Krankenkassen: Abrechnungsbetrug in Krankenhäusern

Mit Aufnahme in den Landeskrankenhausplan darf ein Krankenhaus mit allen 157 Krankenkassen abrechnen. Dabei sollen Krankenhausinvestitionen durch die Länder sichergestellt werden, welche sich aber immer mehr daraus zurück ziehen. Wegen politischer Prioritäten entstehen Mangel- und Überversorgungen.

Überkapazitäten treten vermehrt in Ballungszentren im stationären Bereich auf. Krankenhäuser dürfen Zuschläge für kleinere Zimmer verlangen , wenn sie viele große Zimmer einplanen. Das Upcoding, das künstliche Krankmachen auf dem Papier, bringt weiteres Geld durch höhere Fallpauschalen der Kassen.

Prüfen Kassen ungerechtfertigt eine Rechnung, müssen sie eine Strafe an die Klinik zahlen. Zu hohe Rechnungen der Kliniken lösen keine Strafen aus. Ungleicher Wettbewerb, beispielsweise da keine Verträge zwischen Kasse und Klinik möglich sind, belasten Kassen und Versicherte deshalb durch Kosten.

Meinung des Autors zum Thema:
Gesundheitsminister Rösler hat mehr Wettbewerb versprochen, hier wäre er wünschenswert. Die Qualitätsstandards sind definiert, die Kassen brauchen aber auch eine Möglichkeit zur Kontrolle. So findet einseitiger Abrechnungsbetrug statt, für falsche Abrechnungen sollte Strafe gezahlt werden. Bei uns im Krankenhaus wo ich meinen Beruf gelernt habe, wurde auch pauschal zu hoch abgerechnet. Die Vorgabe kam aus der Verwaltung von ganz oben. Warum auch nicht, ists doch ein risikofreies Verbrechen dessen Zeche letztlich die Versicherten über ihre Versicherungsbeiträge zahlen...

Donnerstag, 10. Februar 2011

Deutsche Börse und New York Stock Exchange bekennen Fusionsabsichten

Die NYSE Euronext, eine Tochter der New York Stock Exchange (=NYSE), plant eine Fusion mit der Deutschen Börse Frankfurt. Dadurch entstünde die größte Börse der Welt. Der Handel der Papier beider Partner wurde ausgesetzt, was als Anzeichen für eine Fusion gilt. Die Kurse stiegen wegen der Neuigkeit.

Es soll eine gemeinsame Gesellschaft mit Sitz in den Niederlanden gegründet werden. Reto Francioni ist Chef der Deutschen Börse und soll Vorstandsvorsitzender mit Büro in Frankfurt werden. Duncan Niederauer ist Chef der NYSE Euronext und soll von New York aus Geschäftsführer werden.

Die Ersparnis soll 300 Millionen Euro jährlich betragen. Die Börsenplätze Paris, Amsterdam, Brüssel und Lissabon werden über Euronext bereits betreut. Die Marktkapitalisierung der Deutschen Börse liegt bei 11,4 Milliarden Euro, die New Yorker Börse ist zurzeit 10,43 Milliarden Wert.

Meinung des Autors zum Thema:
Harte aber konstruktive Kritik ist willkommen. Das scheint mal eine gute Idee zu sein, da es die Märkte schneller, transparenter und günstiger macht. Zumal die Federführung in Europa zu finden sein wird, statt in den USA!

Private Krankenversicherung: Beitragssteigerung aufgrund von Gesetzesänderung?

Das Portal Finance Scout 24 rechnet mit einer Umkehr in der privaten Krankenversicherung (=PKV). Früher galt ein hoher Selbstbehalt mit hoher Beitragsrückerstattung als intelligent. Zukünftig werden kleine Selbstbeteiligungen wichtig, da eine Aufrechnung stattfindet.

Das Bürgerentlastungsgesetz erlaubt die vollständige Anrechnung der Krankenversicherung in Höhe der Basisversorgung als Vorsorgeaufwendungen bei der Steuererklärung. Wer eine Beitragsrückgewähr bekommt, muss seine Vorsorgeaufwendungen aber um diese mindern.

Es kann sich je nach Steuersatz lohnen Rechnungen einzulösen statt die Beitragserstattung zu erhalten, obwohl letztere höher wären. Es bedarf zukünftig immer der Einzelfallprüfung. Experten rechnen mit einer Beitragsexplosionen, da Versicherungen künftig mehr Rechnungen werden erstatten müssen.

Meinung des Autors zum Thema:
Wer genau aufpasst, bemerkt, dass Finance Scout 24 einen Zitats- bzw. Argumentationsfehler hat. Wenn die Versicherungen zukünftig mehr Rechnungen bezahlen statt Beiträge zu erstatten, und die Rechnungen sind in der Regel niedriger, geben sie weniger Geld aus als vorher. Das alleine kann kein Grund für die Kostensteigerung sein. Aber Hauptsache man hat sich wieder wichtig gemacht...

Dienstag, 8. Februar 2011

Steuerprivilege für Fondssparpläne sowie Verbesserung bei Riester- und Rüruprenten

Fondssparpläne sollen künftig wie Versicherungen nach dem Halbeinkünfteverfahren besteuert werden, wenn Sie zwölf Jahre bestehen und nicht vor dem 60. Lebensjahr ausgezahlt werden. Der maximale steuerwirksame Vorsorgebetrag der Rüruprenten soll auf 24.000€ angehoben werden.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung kann im Rahmen Riester- Rente bis maximal 15% des Betrags steuerlich gefördert werden, dieser Beitrag soll angehoben werden. Der Strafzuschlag für Wohnriester durch Wegzug im Alter, beispielsweise ins Pflegeheim, soll künftig entfallen.

Gleichzeitig soll mit dem geförderten Kapital der altersgerechte Umbau eines Wohnobjekts möglich sein. Die Änderungen soll praxisnäher sein und dieses Jahr Kraft Gesetzes auf den Weg gebracht werden.

Anmerkung des Autors: Sollte die steuerliche Begünstigung der Fondssparpläne (erwünschte) Wirklichkeit werden, gäbe es kaum noch Gründe (meist) überteuerte Versicherungslösungen zur Vorsorge abzuschließen. Ein großer Schritt Richtung Verbraucherfreundlichkeit. Sehr wahrscheinlich, da dem Staat keine Einnahmen verloren sondern diese lediglich bei den Versicherungen abgeschöpft würden.

Ungarn: Private Altersvorsorge komplett verstaatlicht

Im Dezember verabschiedete die ungarische Regierung ein Gesetz, welches die gesamte private Altersvorsorge zum Ausgleich von Haushaltslöchern verstaatlichte. Seit dem 07.02.2011 dürfen die Ungarn nur noch im privaten Sektor oder der öffentlichen Altersvorsorge bleiben.

Erworbene Ansprüche des jeweils anderen System werden reduziert. Da das Gesetz die EU-Grundprinzipien zu Rechtssicherheit, Diskriminierungsverbot, sozialer Sicherheit sowie Schutz von Eigentum schwer verletzt, wandte sich der Verband der ungarischen Rentenkassen an den europäischen Gerichtshof.

Die Regierung von Ministerpräsident Viktor Orbán erklärt ein misch finanziertes Modell mit Steuerzuschuss nicht als Enteignung. Mitgliedern privater Vorsorgeeinrichtungen wird geraten nicht ins staatliche System zu wechseln.

Anmerkung des Autors: Bereits 1997 hat Ungarn Vorsorgeformen wie Riester- und Rüruprenten eingeführt, das Ergebnis sehen wir jetzt. In Ungarn liegt der offizielle Renteneintritt bei unter 60 Jahren. Anders als in Deutschland findet keine Kalkulation statt, die Renten unterliegen der Willkür der jeweiligen Regierung.

Steuerersparnis: Kombigeräte besser absetzbar als Drucker

Geringwertige Wirtschaftsgüter müssen ohne externe Peripherie funktionieren. Ein Drucker erfüllt diesen Tatbestand nicht, da er eines PCs zur Nutzung bedarf. Damit darf ein Drucker bis 410€ Kaufpreis nicht direkt als Betriebsausgabe abgezogen werden.

Laut Urteil vom Bundesfinanzhof am 15.7.2010 (Az. III R 70/08) muss die Abschreibung über drei Jahre erfolgen. Da Kombigeräte beispielsweise auch Zusatzunktionen bieten, etwa Faxen und Scannen, benötigen Sie nicht zwingend Peripheriegeräte.

Laut Urteil vom Bundesfinanzhof am 19.2.2004 (Az. VI R 135/01) darf der Kaufpreis bis 410€ deshalb sofort als Betriebsausgabe abgeschrieben werden.

Anmerkung des Redakteurs: Auf Drucker welche ohne Peripherie auskommen ging das Gericht nicht ein, da dies laut den Richtern noch die Ausnahmen sein. Warum die Steuer dies nicht berücksichtigt, entzieht sich unserer Auffassung.

Montag, 7. Februar 2011

Warnung - Vermeintlicher Aktienbetrug der Firma Hybridbox

Wer könnte hier skeptisch werden: Bei einer Bilanzsumme (September 2010) von etwas unter 2000 Euro und einem Kassenbestand von 15 Euro? Niemand, ok. Sitz in Ungarn, 10,2 Millionen Aktien bei einer Marktkapitalisierung von über 40.000.000€. Immer noch niemand?

Ok! Schließlich versenden heute seriöse Geschäftsleute massenhaft Spam... äh Werbung aus dem russischen Irktusk. *Gesundheit!* Alles im Namen bekannter Börsenprofis, wie z. B. Joachim Brunner, Heiko Thieme oder Markus Koch, welche bedauerlicher weise nichts davon wissen. Aber Politiker interessieren sich auch nie für ihr Geschwätz von gestern! In dem Fall sind die Leute aber unschuldig, da sie haben verlauten lassen, dass sie wirklich nichts von der Firma Hybridbox wissen.
Braucht ja auch niemand, gibt es doch tolle Namen wie Wallstreet Depot oder Anleger Depot.

Wohl dem, der die Aktie nicht hatte und nie haben wird. Beleid für alle anderen. Also Finger weg und raus mit dem Müll bevor noch andere auf die faulen Äpfel im Korb aufmerksam werden! Verkaufen!

Aktien, Börse und Betrüger, immer wieder spannend!

Freitag, 4. Februar 2011

Schneeballsystem Carpe Diem - Wie Finanzdrücker sich immer neue Schweinereien überlegen

Der Finanzvertrieb Carpe Diem, die Vertriebstruppe des Magazins "Der freie Berater", macht mit seinem Schneeballsystem Schlagzeilen, da er skrupellos alle Vorsorgeverträge kündigt um sie mit dem Garantie Hebelplan der Cis AG zu ersetzen. "Wahrheit, Klarheit und Ehrlichkeit" sind nur noch ein Slogan.

Mittels gebührenpflichtiger Anwälte werden alle Verträge gekündigt und durch den Hebelplan ersetzt. Vorwürfe falscher Berechnung werden mit dem Vorwurf der eigenen Manipulation durch Presse und Staat abgeschmettert und als falsch abgetan, nur die Carpe Diem wäre objektiv und würde richtig rechnen.

Das Totalverlustrisiko der Anlage wird herunter gespielt. Statt dessen sollen Freunde und Bekannte auf Workshops eingeladen werden. Die "Berater", welche nicht einmal eine Qualifikation oder geordnete Vermögensverhältnisse nachweisen müssen, haben die Informationen ihrer Kunden selbst zu bezahlen.

Quelle: www.test.de
WebReporter: Berufspsycho

Meinung des Autors zum Thema:
Harte aber konstruktive Kritik ist explizit erwünscht. Kenne selbst Opfer dieses Vertriebs. Weiß gar nicht wer schlimmer dran ist: Jene die Geld verloren haben oder jene, die sich nirgends mehr blicken lassen dürfen? Ehrlich gesagt habe ich aber kein Mitleid mit Abzockern, den anders kann man den Verkauf von Finanzprodukten ohne Qualifikation nicht nennen!

Wie kann man eigentlich die Kombination Garantie und Hebel in einen Satz packen? Es kann keine dauerhaft funktionierende risikofreie Methode zur Arbitrage geben, das ist mathematisch bewiesen. Das sind immer nur kurze Irregularien des Marktes, dauerhaft geht das nicht, da Einkommen das einen durch Verluste des anderen begrenzt werden...
Umso schlimmer, dass es immer wieder Deppen gibt, die auf so einen Mist reinfallen. Aber was solls, Gier frist ja bekanntlich Hirn.

Sie wurden geschädigt oder kennen wen der dort arbeitet? Nur zu, mailen Sie mir und der Missstand wird behoben. Falls nicht, muss das Opferlamm zukünftig in vollem Unrechtbewusstsein arbeiten. Es soll ja ganz abgebrühte geben...