Donnerstag, 30. Juni 2011

Carpe Diem - Ein Bericht der ARD

Vielleicht kennt der ein oder andere Leser diesen Film ja, alle anderen sollten ihn aber auch gucken.
Mag sein, dass es etwas überspitzel ist, aber im Kern ist die Aussage richtig. Die Drücker von Carpe Diem schrecken vor nichts zurück, denn die "Berater" müssen ja auch von etwas Leben: Provision. Aber sehen Sie selbst!

20.000.000 Euro Rückforderungen für Mitglieder der City BKK möglich

Update der News wegen mieser Stil:

Die City BKK ist in der Abwicklung und erhob einen Zusatzbeitrag von 15 Euro. Bei Erhebung des Zusatzbeitrags muss auf ein Sonderkündigungsrecht hingewiesen werden. Das Kleingedruckte auf der Rückseite bei der City BKK war laut Berliner Sozialgericht zu klein, die Klausel ist ungültig.

Das Urteil kann beim Landessozialgericht Berlin-Brandenburg mangels Rechtskraft angefochten werden. Ca. 20.000.000 Euro Zusatzbeiträge dürften die Ex Mitglieder jetzt zurück fordern. Die anderen BKK en müssten dafür gerade stehen, eine Kettenreaktion wird befürchtet.

Die Kassen müssen keine Geschäftsberichte veröffentlichen, darum fallen Schieflagen zu spät auf, dies soll transparenter werden. Die Kontrolle des Bundesversicherungsamts versagte hier. Weitere 25 Kassen sind gefährdet und müssen konsolidieren, etwa durch Stellenstreichungen oder Zusatzbeiträge.

Meinung des Autors zum Thema:Jetzt geht der Laden schon in die Binsen und da wird im Nachhinein nochmal großer Aufwand betrieben um den paar Wechselunwilligen noch ein paar Euros mit auf den Weg zu geben. Das kostet nur wieder Zeit & Nerven. Zumal es das Versichertenkollektiv belastet.
Auch wenn das ein dummer Formfehler war, ein jeder hätte zu jederzeit wechseln können. Bei der City BKK sogar ohne Mindestversicherungsdauer. Das kommt die Gemeinschaft nur unnötig teuer zu stehen, denn das Geld holen die sich wieder rein! Bei Ihnen!

Mehrkosten für Kassenmitglieder- Abschaffung der Familienversicherung diskutiert

Die Familienversicherung der Kassen sei ungerecht, da Einzelverdiener gegenüber Doppelverdienern bevorteilt sind. Eine Pauschale von 126€ je Monat für alle Hausfrauen und -männer brächte eine Beitragsentlastung von 0,7%. Trotzdem müssen sich Kassenmitglieder auf steigende Beiträge einstellen.

Was soll das? Erstmal sollte man gucken, dass alle Kinder gleichen Schutz genießen können, der unabhängig vom Geldbeutel der Eltern ist. Dann darf man auch gerne jedem Erwachsenen was abknöpfen. Dass Kinder ein Segen für die Sozialversicherung sowie die Gesellschaft als Ganzes sind, wird hier einfach unter den Teppich gekehrt, sollte es aber nicht!


100 Milliarden Verlust weisen die Sozialversicherungen durch versicherungsfremde Leistungen aus. Beispielsweise 93 Milliarden für höhere DDR Renten durch höhere Anrechnungen derer Arbeitszeit. Die Abschaffung dieser "Schmutzelemente" könnte laut Prof. Raffelhüschen den Rentenbeitrag um 1,5% senken und 60 Milliarden sparen.

Klingt erstmal gut. Ist ja auch logisch, nehme ich einem Teil was weg und lege es auf alle um, sparen alle etwas. Außer denen die etwas verloren haben, da ists ein Kuhhandel. Mit der Relation der höheren Ost- Renten kann ich im Vergleich leben, denn Arbeitslosigkeit war im Wirtschaftswunder West kein Thema, die Diskussion ist also sehr neidgetrieben.

Der oben genannten Position von Wirtschaftsweise Raffelhüschen sowie den Arbeitgeber Verbänden steht die SPD kritisch gegenüber. Laut ihr ist durch ein Steuersplitting kein Arbeitsanreiz für Ehepartner gegeben. Nur ein höherer Mindestlohn würde mehr Sozialversicherungsbeiträge einbringen.

Hier zeigt sich wieder die Idiotie mancher Politiker! Natürlich waren Steuern schon immer ein Grund viel zu verdienen, denn nur wer viel verdient kann überhaupt Steuern zahlen. Aber das verkennen die Betrüger in Anzügen ja sehr gerne, Steuern zahlen muss man da eh nicht.
Ich will mal wissen wie man in Billiglohnsegment (z. B. Feldarbeit) wo man gegen Maschinen konkuriert mit Mindestlohn überhaupt noch Konkurrenzfähig sein soll. Der Schlüssel für Verdienst lag nie in stumpfer Muskulatur sondern im Köpfchen diese Gewinn bringend ein zu setzen. Sprich Qualifikation und die Chance auf mehr ist notwendig. Kein Bauer stellt Erntehelfer für 8€/ Stunde ein!

Meinung des Autors zum Thema:
Es mag hart klingen, aber so lange Kinder weiterhin kostenfrei mitversichert sind, kann ich trotz schmerzlicher Einbuße, die Argumentation verstehen. Und da der Arbeitgeber Beitrag eingefroren ist, wäre das mal eine reine Arbeitnehmer Entlastung. Wenn denn alles so käme wie von der Politik versprochen... wenn.
Das mit dem Steuersplitting ist aufgrund progressiver Steuerstaffel einfach nicht richtig so. Das Steuersplitting verschiebt (ganz grob betrachtet) doch nur die Grenze ab wann und wie hoch eine Steuer (voraus) zu zahlen ist. Selbst in den untersten Einkommensschichten wirkt sich das kaum aus, das ist plumpe Sackgassenrethorik, denn beim Stichwort Steuern schaltet der Deutsche sein Hirn aus. Braucht er ja auch nicht, er will ja Mindestlohn für Dummheit...

Mittwoch, 29. Juni 2011

Carpe Diem oder Carpediem - Egal wie man es schreibt, es macht den Laden nicht besser

Egal wie man es schreibt, anhand der Zugriffszahlen auf dem blog scheint es ein interessantes Thema zu sein. Und weil es wohl Leute in den Fingern juckt, werde ich mich die Tage dran machen und mal ein paar Interna von diesem Saftladen veröffentlichen.
Ich denke da an so Sachen wie den Karriereplan und andere Dinge. Der Karriereplan ist besonders interessant, weil dort auch die Provisionen beistehen. Dann kann ein jeder überlegen warum die "unabhängigen Berater" diesen Garantie Hebelplan empfehlen. Auch Sachen wie die angeblich unter 5% liegenden Weichkosten kann man damit als Lüge oder Dummheit entlarven. Dass die Leute Ihren Führer jubeldn empfangen ist nun auch nicht so verwunderlich, das hat vor 70 Jahren schon geklappt und die Argumente waren ähnlich. Bis auf den Schnauzbart erkenne ich sogar persönliche Ähnlichkeiten.

Der Trick bei Betrügern ist, sie mit ihren eigenen Waffen zu schlagen. Deshalb in ein paar Tagen mehr dazu.

Jetzt erstmal erholen und schlafen. Ich sage Ihnen, ein Keller voll Testosteroner und Klebstoff ist keine gute Arbeitsgrundlage...

So viel verdienen die Drücker (Update)

Jetzt mal eine aktuelle Tabelle, was bei den einzelnen Drückern an Provision umgesetzt wird. Angefangen bei den Abzockern der deutschen Vermögensvernichtung (DVAG), dem asozialen Wucherdienst (AWD) und vielen weiteren...

Eine schlechte Nachricht frontab!

Es gibt immer mehr davon! Anstatt dass es weniger werden, pfuschen jetzt sogar noch mehr Deppen im Markt rum.


Das zweite finde ich witzig!

In der Liste taucht ein Vertrieb auf, welcher mir anwerben wollte und erzählte, dass jeder der 11 Mann über 100.000€ verdient. Nur verdient laut Liste die ganze Truppe "nur" 600.000€, das macht das Pro Kop Einkommen irgendwie was kleiner. So viel zum Thema mehr Schein als sein...

Und jetzt eine aktuelle Vertriebshitliste der erfolgreichsten Drücker

Carpe Diem - Der Vorhang fällt

Liebe Leser,

da ich es als Spam empfinde, habe ich diese Drücke auf den Spamfilter gesetzt. Eine letzte seitenlange Nachricht ereilte mich noch einmal. Ich zitiere nur den ersten Absatz, mehr ist nicht notwendig:

(CARPEDIEM-Kommentar)
CARPEDIEM verspricht keine Renditen, CARPEDIEM empfiehlt, eine chancenreiche Anlage zu wählen, weil nur dieser Weg überhaupt zu einem Vermögensaufbau führen kann. Wer ins Casino geht muss einen Einsatz wagen, denn „nur wer wagt, der gewinnt.“


Herr Shahin empfiehlt also offenkundig sein Geld über eine Casino ähnliche Anlage zu investieren? Bitte, das kann selbst nicht dessen Abzockers Ernst sein! Oder etwa doch...?

Dienstag, 28. Juni 2011

Carpe Diem - Diese blöden Ar***löcher!

Es nutzt nichts! Obwohl ich keinen Spam von diesen Drückern mehr erhalten will, kommt trotzdem ständig was an. Im Anhang der neueste sinnfreie Erguss der Herrn Shahin. Wer Zeit hat um derartige Texte zu fabrizieren, hat keine Zeit was sinnvolles zu tun. Braucht er ja auch nicht, er hat seine Drücker, die für ihn "arbeiten"...

An dieser Stelle wiederspricht er sich selbst; tut er aber öfters

Es ist immer die Rede von einer sicheren, seriösen Geldanlage. Angeblich würde nichts schön geredet und der Kunde würde alles genauestens erklärt bekommen. Irgendwo im Protokoll steht klein was von Totalverlust und dass der BGH dieses Dingen als vollkommen unbrauchbar für die Altersvorsorge kritisiert. Aber das sei ja nur miese Propaganda...

Wenn dieser Finanzmüll wirklich so gut wäre und man niemanden täuschen will, wieso heißt dann eine nach eigenen Worten riskante Anlage "Garantie Hebelplan"?
Auf diese Antwort bin ich mal gespannt...

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Kommentierung zur
Berichterstattung NDR Markt vom 27.06.2011

Ankündigung:
Lütgers aus dem Off zu Bildern vom Kongress: „Ein Finanzvertrieb in Feierlaune, aufgeputschte Mitarbeiter, sie sollen noch mehr Beute machen, Kleinanlegern das Geld abnehmen.“

Sachverständiger: „Ich würde einen gigantischen Bogen um solch ein Produkt machen.“

Abbildung Shahin auf CARPEDIEM-Kongress Juni 2011: „Zuschlagen, so viel Dummheit, die muss vernichtet werden.“

Lütgert aus dem Off zu Bildern vom CARPEDIEM -Kongress Juni 2011: „Wie der Vertriebsgründer seine Gegner beschimpft und Tausenden ihre Altersvorsorge abnimmt, jetzt in Markt.“

(CARPEDIEM-Kommentar)
Klar, dass es Außenstehende beunruhigt, wenn Mitarbeiter sonntags früh bereits voller Freude auf den Tischen stehen und Ihren Chef feiern. In welcher Firma wird schon geklatscht, wenn es morgens früh losgeht? Doch schon die Ansage ist bösartig: „Beute machen…“ – da erübrigt sich ein Kommentar. „Kleinanlegern das Geld abnehmen…“ – das sind mehr als nur Angriffe und Unterstellungen. Schade, dass für solche Aussagen niemand ernsthaft belangt wird in Deutschland. Hier bietet die Pressefreiheit leider Täterschutz.

Moderator Jo Hiller: „Guten Abend und herzlich willkommen. Das hier ist kein Samstagabend in einer Disko, das ist ein Sonntagmorgen in einem Riesenhotel in Fulda. Und hier bejubelt sich der Finanzvertrieb CARPEDIEM selbst. Tausende Anleger hat er mit Aussicht auf die ganz große Rendite geködert und es ist ihm gelungen. Bisher wurden über CARPEDIEM Fonds in Höhe von mindestens 230 Mio. Euro gezeichnet. Marktreporter auf der Spur eines Finanzvertriebes, der vielen Menschen hochriskante Produkte aufschwatzt. Markt deckt auf.“

(CARPEDIEM-Kommentar)
CARPEDIEM ködert nicht. CARPEDIEM klärt Menschen auf und gewinnt Kunden wie jedes andere Unternehmen auch. Doch CARPEDIEM macht noch mehr: CARPEDIEM informiert über das mit der Anlage verbundene Risiko sehr ausführlich. Wie der Moderator von „aufschwatzen“ reden kann, bleibt sein Geheimnis. Doch es erfüllt den Zweck: CARPEDIEM gegenüber Dritten zu verunglimpfen.

Christoph Lütgert aus dem Off zu Bildern von Familie Padula: „Gespielte Familienidylle, die Töchter von Nicola Padula sollen nichts von dem Unglück erfahren. Ihre Eltern haben gerade viel Geld verloren, Geld, das für´s Alter gedacht war. Sie hatten dem Finanzvertrieb CARPEDIEM vertraut und jetzt, so klagen sie, wäre das Geld weg.“

(CARPEDIEM-Kommentar)
CARPEDIEM hat keine Verluste der Familie Padula zu verantworten!!!

Christoph Lütgert aus dem Off zu Bildern vom Kongress: „Ein paar hundert Kilometer entfernt in einem Riesenhotel in Fulda, 350 Mitarbeiter von CARPEDIEM feiern ihren Chef Daniel Shahin frenetisch wie einen Guru oder Messias. Und Shahin feuert seine Anhänger an, noch mehr Beute zu machen.“

(CARPEDIEM-Kommentar)
Shahin als Guru oder Messias zu bezeichnen sagt mehr über den Kritiker als über den Kritisierten aus.

Shahin auf der Bühne: „Der einzig wahre Verbraucherschutz wird von uns bereitgestellt. Wir schützen den Verbraucher vor den Fängen einer Bank, Bausparkasse oder Lebensversicherung, wir sagen ihm konsequent: Raus aus diesen Verträgen.“

(CARPEDIEM-Kommentar)
Genau dafür steht CARPEDIEM!

Christoph Lütgert aus dem Off zu Bildern von Familie Padula: „Und genau das hatte Familie Padula aus Wölpinghausen am Steinhuder Meer gemacht. Frau Padula erzählt mir, sie hätten alle Renten- und Lebensversicherungen gekündigt, das Geld landete im sogenannten Garantie Hebel Plan 08, ein Fonds des CARPEDIEM -Partners CIS Deutschland AG. Von zweistelligen Renditen war die Rede und jetzt ist die Absicherung fürs Alter weg.“

Interview Lütgert/Frau Padula:
Lütgert: „Also wenn Sie jetzt alles zusammenrechnen…wie hoch ist denn ihr Verlust?“
Padula: Also alles zusammen, mit den ganzen Versicherungen, die wir gekündigt haben und die Garantie Hebel Planung komme ich auf ungefähr 10.000 Euro. Die sind weg, ja.“
Lütgert: „Sollte wofür sein?“
Padula: „Für unsere Altersvorsorge.“
Lütgert: „Das heißt, so schön, wie sie´s sich vorgestellt hatten, wird’s dann nicht mehr.“
Padula: „Nee, da fehlt ja ´ne Menge Geld.“

(CARPEDIEM-Kommentar)
Nicole Padula hat keinen eigenen Vertrag mit der GHP `08. Lediglich Ihr Mann hatte einen Vertrag in 06/2009 gezeichnet. Monatsbeitrag 100 Euro.
Parallel wurde eine Lebensversicherung der Volksfürsorge an uns verkauft.
Hier wurden seit 01/2004 monatlich 50 Euro einbezahlt. Bei Kündigung dieser Police in 06/2009 betrug der Rückkaufswert gigantische 273,70 Euro. Die Differenz zu den gezahlten rund 3.000 Euro verblieben bei der Versicherung.
Das ist der Grund, warum wir uns für eine Rückerstattung der Beiträge einsetzen!
Wie die Frau sagen kann, Sie habe 10.000 Euro verloren, erschließt sich uns nicht. Zumindest hat sie diese Verluste nicht bei CARPEDIEM und auch nicht bei der GHP `08 gemacht. Auch die Aussage, ihr Geld sei jetzt weg, ist uns nicht klar. An die GHP `08 geleistete Zahlungen sind nach Agioberechnung als Eigenkapital vorhanden.
Aufgrund dieser Falschaussage werden wir hier eine gerichtliche Unterlassung gegen die Frau Padula sowie den NDR anstreben. Denn hier werden nachweisbar falsche Tatsachenbehauptungen aufgestellt. Wieder der Versuch, Anleger zu verunsichern, indem man versucht, von Verlusten zu reden.

Christoph Lütgert aus dem Off zu Bildern von RA Klause Seimetz: „Padulas haben Rechtsanwalt Klause Seimetz eingeschaltet, der vertritt auch 30 andere CARPEDIEM Opfer, die ebenfalls aus ihren Verträgen raus wollen.“
Seimetz: „Wir haben den Eindruck, dass das System darin besteht, äh Gering- und Normalverdiener auf diese Kapitalanlage anzusprechen, die außerdem noch über eine kleine Lebensversicherung oder einen Bausparvertrag verfügen, der verflüssigt werden kann und das Geld dann in diese, in diesen Garantie Hebel Plan zu investieren.“

(CARPEDIEM-Kommentar)
Unser System besteht darin, jeden Verbraucher aufzuklären. Leider hat nun mal jeder einen dieser sinnlosen, konventionellen Sparvertrag. Daran sind wir nicht schuld. Ob die Person das infolge einer Kündigung frei werdende Geld neu investiert oder privat nutzt, wofür auch immer, bleibt der Person überlassen. Wir sehen das als zwei getrennte Paar Schuhe.

Christoph Lütgert aus dem Off zu Bildern von seinem Gespräch mit RA
Seimetz: „Und das CARPEDIEM von sich aus schriftlich, mündlich, scheinbar offen auf Risiken hinweist, ist für den Anwalt bloßes Alibi.“
Seimetz: „Die teilen den Leuten dann oft mit, wie wir schon oft erlebt haben, dass, wenn auch nachgefragt wird, dass im Prospekt doch etwas unter Risiken steht, wird den Leuten gesagt, das hat rein formale Gründe, muss also darin stehen. Aber tatsächlich besteht dieses Risiko nicht oder ist denkbar gering.“

(CARPEDIEM-Kommentar)
Sorry, aber das ist völliger Schwachsinn. Wir beraten anhand von Filmen, nachweisbar, und wir lassen vielfach zur Sicherheit aller beteiligten Dokumente über die Aufklärung zeichnen. Wer allen Ernstes am Ende behauptet, er habe nichts über das Risiko gewusst, kann entweder kein Deutsch oder sollte unter Betreuung gestellt werden. Und Anwälte, die sich auf solche Darstellungen fokussieren (um Geld zu verdienen), am besten gleich mit. Ein Seimetz hat bis heute keine Klage eingereicht, posaunt aber lauthals bei jeder Gelegenheit herum, die Aussichten seien gut. Warum bitte klagt er dann nicht endlich? Mandantenfang – mehr nicht. Bis heute hat KEIN Anleger eine Klage gegen CIS oder CARPEDIEM gewinnen können. Das ist Fakt.

Christoph Lütgert aus dem Off zu Bildern vom Vortrag Shahin auf Kongress:
„Für Daniel Shahin sind Kritiker wie Rechtsanwalt Seimetz minderwertige Subjekte aus dem Gulli.“

Shahin: „Kloaken gibt´s viele. Die Vertriebswelt ist geschädigt von Toten, Halbtoten, Möchtegernen, Schwätzern, Besserwissern. Wir haben ein Ziel und das Ziel heißt: Zweistellig! Wir müssen neue Geschäftspartner für diesen Krieg ausbilden.“

(CARPEDIEM-Kommentar)
Die Aussagen von Shahin bezogen sich an dieser Stelle auf Vertriebskräfte im gesamten Markt und nicht auf „Kritiker“. Dies wurde von Lütgert hier sinnentstellt. Denn kompletten Vortrag von Shahin können Sie auf unserer Internetseite unter www.carpediemgmbh.de einsehen. Dann können Sie sich ein wahres Bild machen. Im Übrigen sind die Aussagen zusammengeschnitten worden, der Krieg bezieht sich auf unsere Aufklärungsarbeit, gegen Finanztest, gegen die Banken- und Versicherungslobby, gegen Presse und Fernsehanstalten. Weil wir laut sagen, was sonst keiner sagt. Auch deshalb dieser Bericht…

Christoph Lütgert aus dem Off zu Bildern von Veranstaltung Hannover:
„Rekrutierung der Krieger: Hannover Kongresszentrum, auf solchen Veranstaltungen ködert CARPEDIEM neue Vertreter. Uns gelang es unerkannt reinzukommen. Fachwissen, so wird hier beteuert, sei hier nicht nötig. Man müsse zweierlei: das Finanzprodukt kaufen und neue Kunden heranschleppen.“

(CARPEDIEM-Kommentar)
Alles reine Polemik, um uns schlecht zu reden. Ködern müssen wir niemanden, wir rechnen vor, klären auf, bieten Lösungen, informieren allumfassend und bieten zwei Tätigkeiten an. Und jeder kann seine freie Entscheidung treffen.

Christoph Lütgert aus dem Off zu Bildern vom „Insider“: „Einer der, der schon länger dabei ist, erzählt detailiert, wie es läuft. Ihm war versprochen worden, in ganz kurzer Zeit könne er auf einen fünfstelligen Monatsverdienst kommen.“

Interviewsituation:
Lütgert: „Sie müssen immer neue Leute bringen, wie findet man die? Wo findet man die?“ Christoph Lütgert aus dem Off was der Insider antwortet: „Es ist immer das gleiche System, erzählt uns der Insider, dass mit den neuen Anlegern immer auch neue Anleger generiert werden. Und das schafft ja jeder. Jeder hat in seinem Bekanntenkreis bestimmt 6, 8 oder 10 Leute, Freunde, Verwandte, die man dazu bringt, in eine CARPEDIEM -Veranstaltung zu kommen. Die sollen dort begeistert werden. Damit man leichter auf Ideen kommt, erhält jeder eine Liste, wo überall man Opfer suchen könnte, im privaten und im Beruf.“

(CARPEDIEM-Kommentar)
Erstens ist niemand ernst zu nehmen, der sein Gesicht nicht zeigen will.
Wir glauben nur dem, der zu seinen Aussagen steht und für diese die Verantwortung übernimmt. Zweitens muss vermutet werden, dass es sich bei dieser Berichterstattung um einen „fingierten“ Mitarbeiter handelt, denn diese Kritik richtet sich seit vierzig Jahren gegen jedes Vertriebsmodell im Bereich Network-Marketing, Multi Level Marketing und Strukturvertrieb, das auf Empfehlungsgeschäft basiert. Ob das ein Mitarbeiter wirklich kritisiert, ist schon recht zweifelhaft. Und im Übrigen ist es auch substanzlos.

Christoph Lütgert aus dem Off zu Bildern von Produktfilm: „„Mit Werbevideos und der eigenen Propagandaproduktion Freie Berater TV macht CARPEDIEM Stimmung, Kostprobe. Systematisch werden die klassischen Anlageformen schlecht gemacht, die brächten nichts, also kündigen.“
Filmausschnitt: „Deswegen lautet unsere Empfehlung mit all diesem Wissen:
Sofort alles aufgeben, was Sie nicht zu Ihrem Ziel führen wird! Je länger Sie warten, umso größer werden Ihre Verluste.“

(CARPEDIEM-Kommentar)
„Propagandaproduktion“, dieser Herr Lütgert muss wirklich eine schlechte Kindheit gehabt haben.

Christoph Lütgert aus dem Off zu Bildern von Produktfilm: „CARPEDIEM wiederholt gebetsmühlenartig, es seien zweistellige Renditen drin.“ Dieter Fleck: „Immer mit dem Ziel bei höchstmöglicher Sicherheit, eine zweistellige Rendite für die Gesellschafter zu erzielen.“
Heinzinger: „Wir haben ein gemeinsames Ziel: eine zweistellige Rendite zu erwirtschaften.“

(CARPEDIEM-Kommentar)
Klar, weil wir wissen, dass diese realistisch sind.

Christoph Lütgert aus dem Off zu Bildern von Sachverständigen Dietmar Vogelsang am Flughafen: „Am Frankfurter Flughafen bin ich mit Dietmar Vogelsang verabredet, einem der renommiertesten Sachverständigen für Kapitalanlagen. Den Renditeversprechungen von CARPEDIEM glaubt er nicht, so zurückhaltend er das auch formuliert.“ Dietmar Vogelsang: „Wenn ich rein sichere Anlageformen hier aufgreifen will, und will es anlegen, dann kann ich das vielleicht auf einem Tabellenblatt erzielen, dass ich auf 14, 16% oder was auch immer komme, ob ich das im wahren Leben schaffen werde, zumindest bin ich aufgrund meiner Erfahrung da sehr skeptisch. Durchaus, theoretisch, hypothetisch vielleicht möglich aber allein mir fehlt der Glaube.“ Christoph Lütgert aus dem Off zu Bildern vom Sachverständigengespräch:
„Fragt man den Privatmann Vogelsang, wie er persönlich handeln würde, dann lässt er jegliche Zurückhaltung fallen.“
Lütgert: „Würden Sie selbst so eine Fondsanlage zeichnen?“
Vogelsang: „Nach dem, was ich mir hier im Prinzip angeschaut habe, ich würde einen gigantischen Bogen um solch ein Produkt machen.“
Lütgert: „Warum?“
Vogelsang: (sichtlich nach Argumenten suchend) „Es ist mir viel zu suspekt.“

(CARPEDIEM-Kommentar)
Erfolg ist den meisten suspekt.

Christoph Lütgert aus dem Off zu Bildern von Stiftung Warentest: „Die Stiftung Warentest, ihre Zeitschrift Finanztest warnt schon lange vor der CARPEDIEM und von ihr vertriebenen Fonds der CIS AG. Treibende Kraft, die Fachredakteurin Ariane Lauenburg.“
Lütgert: „Frau Lauenburg, warum warnen Sie so vor CARPEDIEM?“ Lauenburg (liest offensichtlich ihr Statement ab): „Wir warnen vor CARPEDIEM weil dieser Finanzvertrieb mit dubiosen Methoden sich an Kleinanleger wendet und ihnen Fonds vermittelt, die hoch riskant sind. bei diesen Fonds wissen Anleger überhaupt nicht wohin ihr Geld hinfließt. Damit wollen sie zweistellige Renditen erwirtschaften, wie das gehen soll, ist mir ein absolutes Rätsel.“

(CARPEDIEM-Kommentar)
Kann schon sein, dass es für Frau Lauenburg ein Rätsel ist. Immerhin ist sie Angestellte einer Finanztest und als solche auch fixiert auf diejenigen Anlagen, die dem Staat dienlich sind. Weitere Kommentare bringen an dieser Stelle nichts.

Shahin auf Kongress:
„Lauenburg, eine der Frauen, die ich ganz gern in die Küche verbannen würde. Ich habe ja nichts dagegen, dass Frauen arbeiten, aber wenn, soll sie wissen, wovon sie redet. Diese dämliche Kuh - sage ich ins Fernsehen, soviel Dummheit müsste tot umfallen. Ich frag mich, wo der liebe Gott ist an der Stelle, so ein Luder. Ich sag ja, wo war der liebe Gott, als er die gemacht hat.“

(CARPEDIEM-Kommentar)
Unser Herr Shahin ist bekannt für emotionale Aussagen, wenn er „unter Strom“ steht. Dafür entschuldigen wir uns bei Frau Lauenburg. Allerdings ist bei einem Kongress auch der Unterhaltungswert nicht zu vergessen, den Redner jeder Art mitliefern müssen. Hier sachlich zu bleiben fällt bei einem solchen Auftritt einfach schwer. So sind auch die gezeigten Passagen geeignet, um ein bestimmtes Bild über Herrn Shahin zu erzeugen. Wer ihn kennt, weiß dies alles zu nehmen.

Doch noch ein witziges Thema: Am 27.06.2011 hat unser Herr Shahin ein Schreiben der Anwälte von Frau Lauenburg erhalten. So solle er eine Unterlassungserklärung hinsichtlich dreier Aussagen – die Herr Lütgert ihr vorgespielt hat (wie im Bericht ersichtlich!) zeichnen. Doch diese Aussagen sind vollumfänglich Teil des NDR-Fernsehberichts, damit würden die ständig online wiederholt werden. Bis zur gesetzten Frist muss nun geklärt werden, ob ein Anspruch besteht oder nicht.

Christoph Lütgert aus dem Off zu Bildern von Vorführung des Kongress für
Lauenburg: „Kurz vor Abschluss der Dreharbeiten wurde uns ein Papier der CIS AG zu den von CARPEDIEM vermittelten Garantie Hebel Plan 08 zugespielt.
Darin wird zugegeben, dass die angestrebten Ergebnisse nicht realisierbar sind. und weiter: Bevor wir die Fonds stillschweigend weiterlaufen lassen, sind wir im Interesse aller Anleger verpflichtet, eine Kurskorrektur vorzunehmen.“

Lauenburg: „Das Fondskonzept der CIS Deutschland AG ist komplett gescheitert, die zweistelligen Renditen wurden nicht erwirtschaftet und anstatt den Fonds nun einfach aufzulösen und den Anlegern zu sagen, dass ihr Geld nun mehr oder weniger weg ist, bietet die CIS den Anlegern ein neues Fondskonzept an, was noch viel riskanter ist.“

(CARPEDIEM-Kommentar)
Zu diesen Ausführungen haben wir vollumfänglich in der Finanztestberichterstattung Stellung genommen. Das möchten wir nicht wiederholen.

Christoph Lütgert aus dem Off zu Bildern vom Kongress: „Vor seinen begeisterten Anhängern rüstet CARPEDIEM Gründer Daniel Shahin verbal zum Endkampf, Hasstiraden gegen vieles und viele.“
Shahin: „Bei jeder Gelegenheit ist es ja ein Thema, dass der Staat Werbung macht für Lotto. Dafür gehört jeder Staatsrepräsentant an die Wand gestellt. Das ist eine Unverschämtheit, dabei bleibe ich. Wenn ich Diktator wäre, wären die alle tot, die damit in Verantwortung stehen.“

Christoph Lütgert aus dem Off zu Bildern vom Shahin Vortrag:“Dann volle Breitseite gegen das Fernsehen:“

Shahin: „Das ist Irreführung, das ist Manipulation, gerade so wie irgendein Chef von irgendeiner Fernsehsendung will, die gehören alle an die Wand.
Eine Frechheit ist das.“

Christoph Lütgert aus dem Off zu Bildern vom Shahinvortrag: „Unverblümte Aufforderung zur Gewalt.“

Shahin: „Aufstöbern, zuschlagen, jeder drei Baseballschläger im Auto, einen aus Aluminium, einen aus Holz, einen aus Plastik. Zuschlagen, mit so viel Dummheit muss vernichtet werden.“

Christoph Lütgert aus dem Off zu Bildern vom Shahinvortrag: „Und schließlich der offenkundige Ruf nach Terroristen:“

Shahin: „Wo ist der radikale mit dem Flugzeug?“

(CARPEDIEM-Kommentar)
Ja, wenn man das so sieht, sollten wir einen Neuen Kopf an die Firmenspitze wählen. Shahin ist einfach nicht seriös genug, entspricht nicht dem Klischee eines Kaufmanns, kommt nicht aus einer hoch angesehenen Familie, ist halber Ausländer und gibt sich zu kämpferisch. Doch wenn wir es anders sehen, dann ist es gerade das, was CARPEDIEM ausmacht: Kein Stillhalten, kein Zuschauen, kein Schweigen, nein! Den vollen Kampf gegen Medien und Anbieter, koste es was es wolle! Und die Emotionen eines Shahin zeigen nur, dass er hinter dem steht, was er macht! Er muss nicht ablesen, er macht freie Stunden-Vorträge, weil er aus dem Herzen kommt. Und er explodiert, wenn er oder seine Unternehmen zu Unrecht attackiert werden. Shahin kämpft seit nunmehr 20 Jahren unter der Flagge CARPEDIEM gegen die Interessen der Mächtigen.

Christoph Lütgert aus dem Off zu Bildern vom Shahinvortrag: „Immer wieder hatte Shahin in seiner Hassrede mich persönlich attackiert, als wolle er auch mich am liebsten an die Wand stellen.“
Shahin: „Wenn ich Diktator wäre, Herr Lütgert, ich schwör´s Ihnen…“

(CARPEDIEM-Kommentar)
Ja, Menschen ohne jeden Charakter, die keinen Respekt vor anderen haben, sollten keinen Platz in unserer Gesellschaft haben. Die „Hinrichtung“ ist nur als Metapher gemeint. Vielleicht zu hart, aber den Kern treffend.

Christoph Lütgert aus dem Off zu Bildern vom Shahinvortrag: „Dann sollte ich auf die Bühne kommen vor seinen aufgeputschten Anhängern. Als ich bei diesem Unsinn nicht mitspielte, schmiss er uns raus.“
Shahin: „Dann verweisen Sie wir hiermit des Raumes, auf Wiedersehen. Raus.
Raus.“

(CARPEDIEM-Kommentar)
Einfach den Originalvortrag anschauen, dann erübrigt sich jeder Kommentar.

Christoph Lütgert aus dem Off zu Bildern vom Shahinvortrag: „Jubeln noch im Untergang.“

(CARPEDIEM-Kommentar)
Untergang? Wir? Herr Lütgert, wir betrieben noch Aufklärung, wenn Sie schon lange vor unserem Herrn ihrer gerechten Strafe unterzogen werden! Soviel versprechen wir Ihnen.

Ihre
CARPEDIEM GmbH

Montag, 27. Juni 2011

Carpe Diem & Cis AG - Wenn Lügner Betrüger decken...

Werte Leser,

heute ereilte mich ein Newsletter von dem Strukturvertrieb Carpe Diem obwohl ich mehrfach schon erwähnt habe, keine weiteren E- Mails erhalten zu wollen. Womöglich auch eine Antwort auf meine Reaktion...

Letzten Endes können Sie die - verzeihen Sie bitte den Ausdruck - gequirlte Scheiße gerne selbst lesen. Nach den ersten drei DinA4 Seiten hatte ich keine Lust mehr, weil da nur heiße Luft steht.

Kernaussage: Ihr seid doofe Lügner und wir sind es nicht!

Letztlich behauptet die Carpe Diem - ich behaupte derartig schlechte Texte entstammen der Feder von Daniel Shahin - nur, dass alle außer ihnen Lügen und gezielte Falschinformationen streuen würden.
Dann wirft man noch mit ein paar Zahlen um sich, hat sein Produkt aber nie unabhängig mathematisch prüfen lassen, weil es ja so toll sei, dass es das nicht bräuchte. Diese ganzen Mathematiker wären ja eh Teil des falschen Systems und würden es stützen. Wie das eigene Produkt ohne Mathematiker funktionieren soll, entzieht sich meiner Logik. Ein Rechenbeispiel:

+ 8% Marktrendite (großzügige Annahme)
- 4% Kreditkosten durch Zinsen
- 1,5% Managementgebühr (TER)
- 1,5% Transaktionskosten
- 0,5% performance fee

= 0,5% Realrendite (die Kosten der Cis sowie der Carpe Diem nicht berücksichtigt)

Mal ehrlich, das kann nicht klappen, da wir eine super Annahme tätigen. Steigen die Zinsen, und das werden sie auf absehbare Zeit, dann kippt das ganze Modell. Die Fonds bringen auch regelmäßig keine 8% sondern schwanken, der Kredit wird aber nicht schwankend sondern ständig bezahlt, wodurch sich wieder Löcher ergeben können usw. usf.

Carpe Diem werde ich dann mal wörtlich nehmen und meine Zeit sinnvoller als für so einen Blödsinn nutzen. Schwache Leistung, ich schäme mich, dass derartige Vollidioten sich Finanzdienstleister schimpfen dürfen... ein Armutszeugnis!

Beste Grüße Ihr
Versicherungskritiker

Original E- Mail ohne Kürzung:

The Show must go on...
Auseinandersetzung mit Finanztest erreicht neuen Höhepunkt

Wer geglaubt hat, die Auseinandersetzung mit Finanztest habe schon ihren Höhepunkt erreicht, der hat sich getäuscht. Auch wer angenommen hatte, dass das Niveau nicht weiter fallen könne, dass Lügen und Falschdarstellungen sich nicht weiter steigern lassen würden, hat danebengelegen. Am 24.06.2011 zeigte Finanztest ein weiteres Kapitel zum Thema „Wahrheit geh weg ich komme“ bzw. „Charakter geh weg ich komme“.

Aus diesem Grund hier einmal mehr unsere Kommentare (versehen als CARPEDIEM-
Kommentar) zu den einzelnen Passagen, damit jeder Leser die Chance auf die Wahrheit hat. Denn diese erhält er von einer Finanztest ja leider nicht.
CIS AG: Fondsidee der CIS AG ist gescheitert
24.06.2011
Finanztest warnt Anleger seit Jahren vor den Fonds der Cis Deutschland AG.
Jetzt räumt die Cis ein, dass ihr Konzept gescheitert ist. Der „Garantie Hebel Plan `08“ habe die angestrebten zweistelligen Renditen nicht erzielt.
Anstatt den Fonds aufzulösen und Anlegern zu erklären, dass ihr Geld größtenteils weg ist, will die Cis mit einem noch riskanteren Fondskonzept weitermachen.

(CARPEDIEM-Kommentar) Bereits die Einführung ist eine Zusammenreihung bewusst gesetzter, falscher Tatsachenbehauptungen, die Leser in die Irre führen sollen.

Erstens: Die CIS habe eingeräumt, dass ihr Konzept gescheitert sei. Dann gehen wir doch einmal ins Details: Die CIS hat für all ihre Fonds das Ziel einer zweistelligen Rendite ausgerufen. Dazu steht sie und daran lässt sie sich messen! Wenn die Fondsgeschäftsführung nun die Überzeugung gewinnt, dieses Ziel aus welchen Gründen auch immer nicht realisieren zu können, dann ist es nur fair und ehrlich, dies den Anlegern und Mitgesellschaftern zu kommunizieren. Daraus ableiten lässt sich jedoch nicht, dass der Fonds deshalb große Verluste gemacht hat (so wie eine Finanztest es sicher gern sehen oder aussehen lassen würde). Das Fondskonzept ist aus Sicht der CIS auch dann gescheitert, wenn es nur zu einer Rendite von 5% jährlich führen würde. Das heißt, hier wird die Vokabel „gescheitert“ bezogen auf ein hohes Ziel (zweistellige Rendite!) verwendet, welches allein die Messlatte darstellt. Selbst wenn die Ergebnisse mit all dem sinnlosen konventionellen Kram von Banken, Bausparkassen und Lebensversicherungen mithalten könnten, gelte das Konzept als gescheitert. Um es auf den Punkt zu bringen: CIS lässt ihre Fonds nicht stillschweigend weiterlaufen, ohne große Wellen zu schlagen, liefert ihren Anlegern und Mitgesellschaftern mickrige Renditen und erfreut sich darüber, besser als beispielsweise die Lebensversicherungen abgeschlossen zu haben. CIS steht zu dem ausgerufenen Ziel, CIS lässt sich nur daran messen und CIS geht auch mit sich selbst nur darüber ins Gericht. Es ist nicht Geschäftspraxis einer CIS, sich über diejenigen zu freuen, die schlechter abschließen als man selbst und das Eigenergebnis damit gut zu reden.

Im Ergebnis lässt sich die Vokabel „gescheitert“ hervorragend dafür nutzen, Um Unsicherheit zu schüren und Anleger zu verunsichern. Wir gehen auch davon aus, dass das einer Finanztest sehr wohl bekannt und deshalb auch klare Absicht ist. Zumindest war es das lang ersehnte Haar in der Suppe, das jetzt plakativ eingesetzt wird.

Zweitens: Der GHP`08 habe die angestrebten zweistelligen Renditen nicht erreicht. Unabhängig von allen Ausführungen sollte man klar sehen, dass der
GHP`08 gerade erst einmal geschlossen wurde und somit noch nicht einmal ein Jahr seit Schließung vorüber ist. Die Ausführungen einer CIS mit Hinweisen an die Anleger ändert nichts daran, dass das Ziel für zehn Jahre ausgerufen wurde. In dieser Zeit muss jedem Vermögensverwalter wie Fondsmanagement auch die Möglichkeit eingeräumt werden, die einmal definierte Strategie zu ändern. Wenn wir uns auf den Weg Richtung Italien machen, müssen wir bei Staumeldungen Umleitungen in Kauf nehmen. Dabei zählt letzten Endes nur
eines: Die Zielerreichung.

Drittens: „Anstatt den Fonds aufzulösen und Anlegern zu erklären, dass ihr Geld größtenteils weg ist“ – was will Finanztest hier suggerieren? Hat CIS etwa verkündet, Verluste gemacht zu haben? Wir konnten das zumindest nirgendwo herauslesen, weder im aufwendigen Anschreiben, noch in den sonstigen Erklärungen zu Beschlussvorschlägen. Auch ist uns von Verlusten in Verbindung mit Zielinvestments nichts bekannt.

Viertens: Das schlägt dem Fass dann wirklich den Boden aus: Nachdem Finanztest seit Jahren die Zinsdifferenzfonds der CIS als höchst spekulativ einstuft, soll das neu angedachte Konzept nun „noch riskanter“ sein? Da fragt sich der Kenner, wie „hoch spekulative Anlagen“ sich in der Risikobetrachtung noch steigern lassen? Außer Finanztest wird sich sicherlich niemand finden, der diesen Standpunkt einnimmt. Zumindest dann nicht, wenn er auch nur einen Hauch an Fachwissen besitzt. Und wenn er frei ist, in seinem Reden, und unabhängig, von Stiftern beispielsweise.
Cis räumt Scheitern ein
Mit tollen Renditen von 10 Prozent und mehr hatte die Cis AG für ihre Fondsidee geworben. Finanztest war stets skeptisch und hat seit Jahren vor den Fondsmodellen des Unternehmens gewarnt. Nun zeigt sich: Der Plan der Cis AG geht tatsächlich nicht auf. In einem Schreiben der Cis, das Finanztest vorliegt, heißt es: „Aufgrund der geschilderten Marktsituation sind die prospektierten, angestrebten Ergebnisse nicht realisierbar. Dies gilt für sicherlich einen längeren Zeitraum von einigen Jahren“. Deshalb müsse man nun eine Kurskorrektur vornehmen, um das zweistellige Renditeziel doch noch zu erreichen. Dieser Kurskorrektur – gemeint ist eine Änderung des Gesellschaftszwecks – müssten die Anleger aber noch zustimmen.
(CARPEDIEM-Kommentar) Vorab: Finanztest tut gerade so, als habe man es ja schon immer gewusst und sei nun bestätigt worden. Dass es eine Finanzkrise mit erheblichen, erstmals eingetretenen Marktveränderungen gegeben hat, wird hier nicht erwähnt. Es ist die altbekannte und bewährte Finanztest-
Strategie: Man schießt mit Schrot auf Spatzen und freut sich dann jedes Mal, wenn man einen trifft (losgelöst von all den Fehlschüssen). Doch uns trifft Finanztest mit dieser Kritik nicht. Hinzu kommt, dass es die Finanztest ist, die noch im Mai 2011 Riesterrenten empfiehlt, während diverse Experten bereits 2008 die Riesterverträge als legales Verbrechen der Versicherungswirtschaft aufdeckten. Man muss also immer zuerst betrachten, wer kritisiert. Und: Welche Lösung für einen Vermögensaufbau nennt dieser Kritiker eigentlich? Welche Empfehlungen gibt dieser selbst?
Wozu hat er in der Vergangenheit geraten? Dann kann man eine Finanztest sicherlich lange schon nicht mehr ernst nehmen.

CARPEDIEM hat niemals mit tollen Renditen für eine Fondsidee geworben. Wir haben mehrfach und immer wieder betont und darauf verwiesen, dass wir keine Anleger über Renditeversprechungen einwerben. Wir informieren über die Schwachstellen der sicherheitsorientierten konventionellen Sparformen und empfehlen deshalb, im Vermögensaufbau auf chancenreiche Produkte zu setzen.
Damit werben wir für das Risikosparen, so wie auch Vater Staat, der gegenüber seinem Volk Werbung für das Lottospielen macht. Die Gewinnchance der von uns empfohlenen Produkte ist in jedem Fall höher als beim Lottospielen.

Der Rest des Absatzes wiederholt die Ausführungen der CIS, die Kurskorrektur bezieht sich lediglich auf den Weg, der zum selben, seit Anbeginn der Fonds ausgerufenen Ziel führen soll. Hierzu: CIS hatte anfänglich mit den Zinsdifferenzfonds den einfachsten Weg zur Erreichung einer zweistelligen Rendite eingeschlagen. „Einfach“ in Bezug auf die Verwaltung der Anlagen. So konnten alle Fonds mit unter 1,5% an laufenden Kosten sehr günstig aufgelegt werden. Daran haben auch die lange verbreiteten Falschdarstellungen einer Finanztest nichts ändern können! Mit Kurskorrektur würden jetzt die Investitionskriterien des aktuellen CIS Fonds, des Premium Renditefonds `10 übernommen und das zu den alten Kostensätzen. Der neue Fonds hat aktuell höhere laufende Kosten, da das neue Konzept ein Mehr an Aufwand und Verwaltung bedeutet. So gesehen sogar ein weiterer Vorteil für die alten Anleger und Mitgesellschafter.
Verwirrspiel mit dem Abstimmzettel
Dazu sollen die Anleger bis spätestens zum 30. Juni 2011 einen Abstimmungszettel ausfüllen und unterschrieben zurück senden. Das ist jedoch leichter gesagt als getan: Der Abstimmungszettel der Cis AG ist so unverständlich formuliert, dass Anleger versehentlich gegen ihre eigenen Interessen stimmen könnten. Zahllose Anfragen von Anlegern bestätigen, dass die Vorlage höchst verwirrend ist. Gegenüber Finanztest äußerten ehemalige Mitarbeiter des Finanzvertriebs Carpediem, die Zinsdifferenzfonds an Anleger vermittelt haben, dass der Abstimmungszettel absichtlich so irreführend formuliert worden sei. So würden die Fonds-Initiatoren versuchen, die Zustimmung für ihr neues, noch riskanteres Fondsmodell zu bekommen. Von Finanztest befragte Rechtsanwälte bezweifeln, dass die Abstimmungsvorlage überhaupt wirksam ist..
(CARPEDIEM-Kommentar) Für uns ist nicht ersichtlich, in wie fern ein Verwirrspiel gegeben sein soll. Wer der deutschen Sprache mächtig und zum Kreuze setzen imstande ist, sollte klar kommen mit der Vorlage. Was Finanztest hier erneut versucht zu suggerieren, ist einfach nur unverschämt. Der Beschluss wurde komplett von einer der namhaftesten Münchner Kanzleien erarbeitet und begleitet, CIS hat gemeinsam mit dem Treuhänder ein Rechtsgutachten eingeholt und alles nur Erdenkliche getan, um für Klarheit und Transparenz zu sorgen.

Auch versucht Finanztest zu suggerieren, die ganze Nation wende sich hilfesuchend an sie. Erstens, so glauben wir, überschätzt sich das Blatt gewaltig. Zweitens würden Fakten, z.B. konkrete Zahlen von hilfesuchenden Verbrauchern diese Behauptung sicherlich schnell als Lächerlichkeit entlarven. Doch auch das gehört zur Praxis einer Finanztest. Doch das
Beste: Nach Aussage ehemaliger Mitarbeiter sei der Abstimmzettel absichtlich so irreführend formuliert. Hierzu: CARPEDIEM hat am Abstimmzettel in keiner Weise mitgewirkt. CARPEDIEM hat den Abstimmzettel zu keiner Zeit gegenüber Mitarbeitern besprochen, erklärt, erörtert oder was auch immer, gerade weil man davon ausgeht, dass dieser für den zumindest mittelmäßig gebildeten Bürger selbsterklärend ist. Die Mitarbeiter und Führungskräfte haben die komplette Beschlussvorlage beweisbar erst als fertige Version mit kurzer Erläuterung erhalten. Also auch das nur ein primitiver Versuch, Manipulation zu betreiben.

Erneut die Behauptung, die CIS wolle über diesen Weg die Zustimmung zu einem „noch riskanteren Fondsmodell“ bekommen. Wie bereits gesagt: Bisher vertrat Finanztest den Standpunkt, der Zinsdifferenzfonds sei spekulativ und höchst riskant. Nun findet sie eine Steigerung, echt witzig – und auch deshalb nicht wert, weiter ernst genommen zu werden. Offensichtlich gehen die Argumente aus und man sucht händeringend nach Angriffsflächen.

Letzten Endes ersparen wir uns unseren Kommentar zu den Rechtsanwälten einer Finanztest. Aus anderen Berichterstattungen konnten wir bereits erleben, welche selbsternannten Experten Finanztest zu Rate zieht. Sollen diese die Thematik doch angreifen, immerhin bringt ihnen das Einnahmen und die allermeisten Rechtsanwälte nagen am Hungertuch und schreiben so ziemlich alles, um zu Geld zu kommen. CARPEDIEM und CIS nutzen echte Experten, das allein gibt uns die Sicherheit.
„Schriftlicher Abstimmung widersprechen“ Anleger, die nichts falsch machen wollen, sollten sich umgehend von einer Verbraucherzentrale (zirka 50 Euro) oder einem auf Kapitalanlagerecht spezialisierten Anwalt (Erstberatung maximal 190 Euro plus Mehrwertsteuer und Auslagenpauschalen) beraten lassen. Das ist gut angelegtes Geld: In einer Rechtsberatung kann geklärt werden, ob ein Anleger seinen Vertrag mit der Cis wegen Falschberatung anfechten kann. Rechtsanwalt Klaus Seimetz aus Ottweiler hält das für Erfolg versprechend. So wisse er von seinen Mandanten, dass Mitarbeiter des Finanzvertriebs Carpediem, der die Beteiligungen an den riskanten Zinsdifferenzfonds der Cis AG vermittelt hatte, die Fonds als sichere Altersvorsorge empfohlen hätten. Um die gesetzte Frist (30. Juni 2011) einzuhalten, ist nach Ansicht des Anwalts zunächst nur nötig, der schriftlichen Beschlussfassung über die Änderung des Gesellschaftszwecks zu widersprechen. Das geht, indem Anleger in der ersten Zeile des Abstimmungszettels ein Kreuz setzen. Stimmen 30 Prozent der Anleger auf diese Weise gegen eine schriftliche Abstimmung, muss die Cis eine Gesellschafterversammlung einberufen. Dort könnten dann beauftragte Anwälte die Interessen der Anleger wahrnehmen.
(CARPEDIEM-Kommentar) Irgendwie erschließt sich hier nicht, was Finanztest anstrebt. Unter der Überschrift „Schriftlicher Abstimmung widersprechen“ kommt inhaltlich, man solle prüfen lassen, ob eine Falschberatung vorliege.
Läge Falschberatung vor, so könne der Vertrag angefochten werden. Gleich anschließend wird die gesetzte Frist bis 30.06. genannt, die mit der Gesellschafterversammlung und nicht mit einer Anfechtung wegen Falschberatung in Verbindung steht. Offensichtlich hat der Autor dieses Berichtes, wir denken unsere gute alte Freundin Ariane Lauenburg, selbst keine Ahnung von den Gegebenheiten. Doch wir klären gern auf: Die Frage der Falschberatung steht in keinem Zusammenhang mit irgendeiner Frist oder Gesellschafterversammlung. Wenn der vermeintliche Topanwalt Seimetz Ansatzpunkte für eine Falschberatung sieht, so kann er das immer und zu jeder Zeit angreifen. Fakt ist, bisher konnte noch kein Anleger diesen Nachweis erbringen, immerhin sehen unsere Anleger einen Aufklärungs- und einen Produktfilm vor Zeichnung und unterschreiben zusätzlich vielfach, entsprechend informiert worden zu sein. Das hat bisher vor Gericht Stand gehalten. Sofern Verstöße seitens Vermittler Realität wären, haften diese persönlich hierfür, zumindest im Innenverhältnis.

Das völlig andere Thema der Beschlussfassung kennt die Frist bis zum 30.06.2011. Inwiefern jedoch ein - von Finanztest empfohlener - Widerspruch gegen die schriftliche Beschlussfassung und eine infolge stattfindende Gesellschafterversammlung besser sein soll bzw. inwiefern Rechtsanwälte auf einer Gesellschafterversammlung von Vorteil sein sollen, erschließt sich ebenfalls nicht. Denn was sollen diese denn für die Anleger entscheiden?
Anleger, die sich bereits für eine Beteiligung entschieden und nun Beschluss über andere Zielinvestments zu fassen haben?

CARPEDIEM wird alle Anleger persönlich anschreiben, eigene Ausführungen gegenüber diesen tätigen und allen Anlegern zusätzlich den neuen Produktfilm zum Premium Renditefonds `10 zur Verfügung stellen. Dieser beinhaltet gleiche Investitionskriterien und beschreibt das komplette Konzept. Danach bleiben keine Fragen offen und jeder Anleger kann sich frei entscheiden – ohne schlechte Berater wie Rechtsanwälte und ohne Finanztest.
Im Übrigen: Finanztest hat keine zielführende Antwort auf die Frage, wie Otto-Normalverbraucher zu einem Vermögen kommen kann.
Die Gründe des Scheiterns
Für das Scheitern des Fondskonzepts macht Thomas Heinzinger, Vorstand der Cis, vor allem die Finanzkrise des Jahres 2008 verantwortlich. Die Cis habe die Krise bei der Auflage des Fonds nicht vorhersehen können. Der „Garantie Hebel Plan `08 Premium Vermögensaufbau“ kam Mitte Juli 2008 auf den Markt.
Zudem „hebelten“ die Zinsdifferenzgeschäfte des Fonds dessen Rendite nicht nach oben, so wie es sich die Initiatoren erhofft hatten.
So sollte das Modell funktionieren
Funktionieren sollte das Geschäft so: Ein Anleger zahlt 10 000 Euro in den Fonds ein. Zusätzlich nimmt der Fonds für den Anleger dann weitere 10 000 Euro Kredit auf. Für den Kredit zahlt der Fonds 4 Prozent Zinsen jährlich.
Die 20 000 Euro werden vom Fonds anschließend gewinnbringend angelegt. Bei einer angenommenen Rendite der Zielanlagen von 8 Prozent soll der Anleger dann einen sogenannten Zinsdifferenzgewinn in Höhe von 4 Prozent erzielen.
Nach Abzug der Kreditzinsen blieben dann von der Anlagerendite 4 Prozent übrig. Diese 4 Prozent schlägt die Cis AG auf die erwartete Anlagerendite des Kunden von 8 Prozent drauf und kommt so auf eine Gesamtrendite von 12 Prozent auf das Eigenkapital. In der Theorie las sich das alles sehr Erfolg versprechend. In der Praxis fielen die Renditen für die Zielanlagen aber sehr viel niedriger aus. Das Rechenbeispiel ist nun Makulatur.
(CARPEDIEM-Kommentar) Unglaublich, aber auch bei noch so vielen Versuchen, dem Leser das Konzept zu erklären, welches sich einfach aus dem Verkaufsprospekt ablesen ließe, scheitern die Finanztest-Profis. Das allein zeigt das herrschende Niveau.
Kreditgebende Banken zogen sich zurück
Als das Zinsdifferenzgeschäft aus dem Ruder lief, haben offenbar auch die kooperierenden Banken kalte Füße bekommen. Die Cis AG schreibt, dass sie nur noch zu einer einzigen kreditgebenden Bank „in positiver Geschäftsbeziehung“ stehe – und selbst diese Bank zeige „Befindlichkeiten“ und „Dünkel“. Die Bank wolle – auch wegen der negativen Berichterstattung der Stiftung Warentest über Zinsdifferenzgeschäfte – nicht mit dem Hebel- Modell in Verbindung gebracht werden. Sie habe eine „Verschwiegenheitsvereinbarung“ von der Cis verlangt. Jetzt müsse sogar täglich damit gerechnet werden, dass die Partnerbank von ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch mache. Die einzelnen Fonds müssten sich deshalb frühzeitig wappnen.
(CARPEDIEM-Kommentar) Hier muss man schon fragen, ob es der fehlende Intellekt oder Absicht ist, die Dinge einfach falsch wieder zu geben. CIS hat nicht gesagt, dass sich eine Bank „zurückgezogen hat“. Das ist eine freie (und falsche) Interpretation. Die eine Geschäftsbeziehung steht von Anbeginn. Die Verschwiegenheitserklärung gibt es ebenfalls von Anbeginn.
CIS sagt, daraus lassen sich die grundsätzlichen Ängste einer Bank erkennen, welche durch negative Berichterstattungen natürlich nicht gerade positiv beeinflusst werden.
Anleger haben 250 Millionen Euro gezeichnet Im Cis-Schreiben heißt es weiter, dass Schwierigkeiten bei der Umsetzung des Fondskonzept ohnehin vorhersehbar gewesen seien, weil die Bank ihre Kreditzusage begrenzt habe. Anleger hätten bei den bisher aufgelegten drei Zinsdifferenzfonds über 250 Millionen Euro gezeichnet. Bisher hätten die Anleger aber erst 20 Prozent des Geldes eingezahlt. Da die Fonds jedoch einen Kreditbedarf von insgesamt 400 Millionen Euro hätten, sei die von der Bank gesetzte Höchstgrenze bald überschritten.
(CARPEDIEM-Kommentar) Wir reden von einem Kapitalbedarf von mittlerweile 500 Millionen Euro (das Zweifache des Eigenkapitals). Auch wenn CIS eine Kreditzusage von einem dreistelligen Millionenbetrag hat, während andere längst keine Fremdgelder für diese Zwecke mehr erhalten und deshalb auch alle einer CIS die Tür einrennen, um von deren Kreditzusage profitieren zu können, so sprechen wir hier dennoch von einer gigantischen Summe, die monatlich bei weiterem Vertrieb des Konzeptes steigt und steigt. Das waren die Bedenken einer CIS.
Künftiges Konzept ist noch riskanter
Die eigene Zielsetzung und die eingetretenen Risiken – so das Cis-Schreiben – zwängen die Fondsgeschäftsführung jetzt dazu, das Konzept zu ändern und den Fonds auf breitere Füße zu stellen. Im Klartext heißt das: Um das Ziel einer zweistelligen Rendite aufrecht erhalten zu können, will der Fonds in noch riskantere Anlagen investieren – ähnlich wie es schon beim zuletzt aufgelegten „Premium Rendite Fonds `10 AG & Co. KG“ der Fall ist.
Gefährlich: Anleger sollen einem Blindpool-Modell zustimmen. Die Cis darf ihr Geld danach in Immobilien, Unternehmensbeteiligungen, Kapitalanlagen und Projekte aller Art investieren. Bei so einem Modell erfahren Anleger nicht, wie ihr Geld investiert wird. Besonders riskant am neuen Fondskonzept sind zudem die „erweiterten Handlungsspielräume“, die die Geschäftsführung erhalten soll. Danach dürfte die Cis das Anlegergeld auch in Unternehmen investieren, mit denen sie selbst verbunden sind.
(CARPEDIEM-Kommentar) Hier wird wieder die alte Mache eingesetzt:
Angstmache! Finanztest hat bis heute immer noch nicht verstanden, dass wir Risiko verkaufen und gerade nicht Sicherheit. Unsere Kunden sind somit in jedem Fall risikobewusste Anleger. Diese erwarten keine Sicherheit, sie sind bereit, das Risiko in Kauf zu nehmen – für einen sinnvollen und zielführenden Vermögensaufbau. Allein deshalb ist die ständige Wiederholung von „riskant“ purer Finanztest-Schwachsinn.

Wie nun schon mehrfach gesagt, sehen wir den neuen Fonds keinesfalls als riskanter als die bisherigen Konzeptionen. Hierüber kann und muss sich jeder Anleger selbst ein Bild machen. Auch ist ein Blind-Pool Modell nicht gleichzusetzen mit riskant, auch das ist nur eine Irreführung. Blind-Pool mit Investitionskriterien, die beschreiben, wann die Geschäftsführung wie investieren kann, ist nicht besser oder schlechter als ein Fonds, der eine Zielanlage exakt definiert. Immerhin erfordert es der Alltag, gute Geschäfte abwickeln zu können, die sich nicht immer im Vorfeld genau definieren lassen. Die Anleger erfahren außerdem sehr wohl, wie investiert wird. Auch das ist eine bewusste Falschaussage. Zu den Investitionen in verbundene Unternehmen hat die CIS ausführlich im neuen Verkaufsprospekt Stellung genommen. Auch hier interpretiert nur der was Böses hinein, der böse Gedanken beherbergt. Das sagt mehr über die Person des Kritikers aus als über die Kritisierten.

Zur Kritik des Blindpoolcharakters noch eine Anmerkung: Welcher Kunde weiß genau was mit seinem Geld passiert, das er einer Bank gibt? Oder in einen Bausparvertrag investiert? Oder einer Lebensversicherung anvertraut? Oder in festverzinsliche Wertpapiere investiert? Wir behaupten kaum einer.
Vielmehr handelt es sich ausschließlich um Vertrauensinvestitionen. Der Verbraucher geht nur aufgrund eines allgemeinen Images diverser Geldanlagen davon aus, dass es sicher sei und ist deshalb bereit, hier sein Kapital zu investieren. Die genauen Details interessieren die allermeisten auch gar nicht. Wenn das Ergebnis gut ist, ist alles gut. Aus diesem Grund sprechen auch wir bzw. CIS von einer Vertrauensinvestition. Man sollte immer daran denken, dass der Initiator der CIS Fonds nichts verdient hat, sollten keine ansprechenden Gewinne erzielt werden. Seine Gewinnbeteiligung greift bei den neuen Gesellschaftsverträgen erst oberhalb 15% p.a. (vorher oberhalb 8%). Auch das ist ein Plus für die Anleger.
Investitionen ohne Zustimmung getätigt
Pikant: Ausweislich eines Finanztest vorliegenden Schreibens, investiert die Cis bereits im Vorgriff auf die erwartete Zustimmung der Anleger zum neuen Fondskonzept in riskante Unternehmensbeteiligungen. Insgesamt wurden
2,9 Millionen Euro in Immobilien sowie im Bereich Medien und Photovoltaik investiert. Nach Angaben der Cis versprechen alle drei Investitionen Renditen von 20 Prozent im Jahr. Sollten die Gesellschafter die Investitionen nicht per Beschluss billigen, müssten sie rückabgewickelt werden.
(CARPEDIEM-Kommentar) Pikant? Warum pikant? Das zeigt die eigene Überzeugung vom Weg, das zeigt Verantwortung für Anleger, das zeigt, dass man zu dem steht, was man macht! Im Gegensatz zu anderen, die nur kritisieren, ohne selbst einen Weg aufzuzeigen, übernimmt hier jemand die volle Verantwortung. Und im Übrigen wurden den Anlegern hier beste Investitionen in die Fonds gereicht.

Betrachten wir uns doch einfach mal genauer die bereits getätigten Investitionen. Diese positiven Argumente haben wir bisher nicht eingesetzt, weil es bei Zustimmung einer Konzeption nicht um einzelne Investitionen geht, sondern vielmehr um die Gesamtkonzeption. Doch wenn wir schon angegriffen werden hierfür, dann lassen wir mal Fakten sprechen.

1. Projektieren von Photovoltaikanlagen

Unser Gesellschafter hat persönlich einen Vertrag über das Projektieren von 120 Megawatt gezeichnet. Hierfür ist er zu einem Drittel in eine italienische Gesellschaft eingestiegen. Ein weiteres Drittel hat der italienische Projektierer und ein Drittel die Vertriebsseite. Auch wurde ein deutscher Rechtsanwalt mit perfekten italienischen Sprachkenntnissen als Vorstand eingesetzt.

Wer sich auskennt weiß, dass nicht der Kauf und das Betreiben einer Photovoltaikanlage den ganz großen Gewinn bringt, sondern das Projektieren und ans Netz bringen einer Anlage. Während sich Erwerber über eine zweistellige Rendite erfreuen, haben sich die Macher bereits im Vorfeld die „Taschen gefüllt“. Der kleine Mann hat hier keine Chance, mit von der Partei zu sein bzw. auf der Seite der Macher zu stehen.

Ein Beispiel: Das Projektieren eines Megawatt (Maßeinheit) kostet die o.g.
Gesellschaft 55.000 Euro. Der Verkaufspreis eines zum Bau bzw. zur Realisierung stehenden Megawatts ist derzeit am Markt ca. 250.000 Euro. Das Projektieren dauert rund 9 Monate, vergleichbar mit dem Einholen einer Baugenehmigung beim Hausbau (nur sehr viel aufwendiger). Jetzt können Sie sich selbst die Rendite ausrechnen, die bei Verkauf einer projektierten Anlage erzielt wird.

Der Bau, also die komplette Realisierung einer Megawatt-Anlage, kostet 2,2 Millionen Euro. Der Verkaufspreis liegt bei 2,8 Millionen Euro. Die Dauer der Realisierung bis zum Anschluss ans Netz dauert maximal drei Monate.
Auch hier kann sich jeder den möglichen Gewinn ausrechnen.

Von der Fondsgesellschaft GHP `08 wurden bisher 10 Megawatt – Projektierung übernommen. Somit wurden 1,1 Million Euro (am 28.01.2011) hierein investiert. Diese Investition hat CARPEDIEM der Anlegerschaft bereitgestellt.

2. Unternehmensbeteiligung im Medienbereich

Auch in diesem Bereich hat unser Gesellschafter von ihm persönlich in 2010 gezeichnete Beteiligungen / Verträge auf die Fondsgesellschaften GHP `08 (300.000 Euro am 31.03.2011 Projekt „AU SCHWARTE“ und „DIE WELT IM KRIEG“) und GHP `09 (225.000 Euro am 31.03.2011 Projekt Filmklassiker, 49 Titel) übertragen – und das ohne jede Provision. Damit sind die Fonds an höchst interessanten Medienprojekten der Firma Black Hill Pictures, Hamburg beteiligt. Hier wird aktuell so verfahren, dass die Firma Black Hill Pictures immer zu 50% mit ins Projekt einsteigen und so ihre Überzeugung vom Erfolg des Projektes zeigen muss. Genau gesagt geht es um die Vermarktungsrechte von Filmen (DVD`s). Hierzu die Einschätzungen des Geschäftsführers Dautzenberg:

Projekt „AU SCHWARTE“ und „DIE WELT IM KRIEG“ Zu „Au Schwarte“ sind 6 DVDS bereits veröffentlicht, Folge 7 und 8 erscheinen im Juli, 9 und 10 im Oktober, 11 - 13 im Februar 2012. Mit Veröffentlichung der letzen DVDs werden wir bereits alle Kosten eingespielt haben und in die Gewinnzone übergehen. Die Serie ist nach wie vor äußerst populär bei Kindern, was die hohen Einschaltquoten zeigen, was sich wiederum auf die Verkäufe während der ganzen Lizenzzeit auswirken wird. Vor allem von den 7 DVDs, die erstmalig im Markt erscheinen, versprechen wir uns sehr viel. Die Einschätzung unseres Vertriebes wurden bisher übererfüllt. Somit sehe ich keine Schwierigkeiten, die prognostizierten 30% Rendite ab Erreichen der Gewinnzone für die restliche Laufzeit (bis April
2016) einzufahren.
Aufgrund des hohen Bekanntheitsgrades der Serie befinden wir uns zzt. mit mehreren Sondervertriebskanälen in Verhandlung zu Sonderaktionen. Als da wären z.B.: ALDI und ROSSMANN. Auch stehen wir in Verhandlung zur Veröffentlichung einer Sonderedition (DVD und CD). Ich bin sehr optimistisch, in den nächsten 4 Monaten mindestens einen positiven Abschluss vermelden zu können, wodurch die Kalkulation sich nochmals erhöhen würde (beim Abschluss mit ALDI sogar deutlich).
Zur Dokumentationsserie „DIE WELT IM KRIEG“ sind auch alle 3 Boxsets bzw.
12 DVDs inzwischen veröffentlicht. Zum Herbst (November) erfolgt die Veröffentlichung der Gesamtedition. Für diese Edition gibt es schon hohe Commitments bzw. Zusagen von diversen Kunden, wie z.B. Der Club Bertelsmann. Wie prognostiziert werden wir hier Ende des II. Quartals 2012 in die Gewinnzone gehen und dann für 4 1/2 Jahre Gewinne einfahren, die pro Jahr bei mindestens 25% - 30% liegen.

Aufgrund der äußerst positiven Medienberichterstattung zu dem Thema gibt es hier folgende erfolgsversprechende Aussichten, die die Kalkulation nochmals deutlich anheben wird. Wir stehen zzt. in Verhandlungen bei Spiegel TV über den Verkauf der TV-Rechte sowie einer Kooperation bei Ausstrahlung. Mit der TV Ausstrahlung werden sich die Verkäufe erfahrungsgemäß mindestens verdoppeln. Auch die Erlöse aus dem TV-Rechte Verkauf sind in unserer Kalkulation nicht enthalten. Ich hoffe Ihnen hier schon in den nächsten Wochen, den Abschluss mitteilen zu können.

Projekt „FILMKLASSIKER“

Alle 49 Titel sind inzwischen veröffentlicht und wir erwarten zum Herbst/Weihnachtsgeschäft die ersten großen Absatzerfolge. Wir haben die Titel in allen relevanten Katalogen (Reader's Digest, Weltbild, Bertelsmann, Rhenania) untergebracht, sodass die Zeichen auch hier auf Erfolg stehen. Hier erwarte ich, mit dem I. Quartal, spätestens dem II.
Quartal 2012 alle Kosten einzuspielen. Ich erwarte eine Rendite von 25 - 30% ab Erreichen der Gewinnzone.

Zusätzlich haben wir uns an den Verwertungsrechten der neuen Max Raabe Produktion „Küssen kann man nicht alleine“ beteiligt. Ob diese in die Fondsgesellschaften übertragen werden, steht derzeit nicht fest.
Interessant sind die Rechte allemal. (Dautzenberg): Die aktuelle CD von Max Raabe ist die bisher erfolgreichste und hat schon vier Wochen nach Veröffentlichung Goldstatus erreicht. Wir liegen jetzt mit der letzten DVD bei über 65.000 Einheiten. Durch die weltweiten Tourneeerfolge wird die Max Raabe Fangemeinde von Monat zu Monat größer, wodurch wir auch unsere Prognosen für Max Raabe noch einmal anheben werden. Gemäß Absprachen mit dem Management wird die neue DVD voraussichtlich in Salzburg, Wien oder Stockholm aufgezeichnet. Die Veröffentlichung wird voraussichtlich im Februar nächsten Jahres sein. Mit Veröffentlichung werden wir aufgrund der zu erwartenden hohen Vorverkäufe bereits in die Gewinnzone gehen.

3. Immobilieninvestition
Von der Fondsgesellschaft GHP `08 wurden 1,5 Millionen Euro und von der GHP
`09 wurden 500.000 Euro jeweils am 23.02.2011 für Immobilieninvestitionen bei einer Immobiliengesellschaft investiert. Die vertragliche Grundlage sieht vor, dass Immobilien gekauft und weiterverkauft und die Fondsgesellschaften an diesen Erträgen maßgeblich beteiligt werden. Eine Festverzinsung von 15% ist p.a. gesichert, darüber hinaus wurde eine sehr lukrative Gewinnbeteiligung vereinbart.

Die Immobiliengesellschaft hat aus diesem Kapital bisher erst ein Objekt erworben, welches nach einigen Sanierungen einen Verkaufswert von 3,3 Millionen Euro hat und sich aktuell im Abverkauf befindet. Nach Abzug aller Nebenkosten ist der ausgereichte Investitionsbetrag bereits zu 100% gesichert. Und das bei nur einem ersten Geschäft.

Letzten Endes sollte auch berücksichtigt werden, dass mit durchgeführter Gesellschafterversammlung vom Dezember 2010 die Fondsgeschäftsführung davon ausgegangen ist, dass sämtliche Beschlüsse zustande gekommen sind. Erst über drei Monate später kam es zu rechtlichen Bedenken seitens des Aufsichtsrates und der Treuhandkommanditistin, die dazu führten, dass ein Gutachten erstellt wurde. Dieses hat sodann klare Anleitung hinsichtlich Informationspflichten und Beschlussvorlage gegeben. Somit wurden die neuen Investitionen in der Annahme einer Beschlussfassung getätigt. Die aktuelle Gesellschafterversammlung dient ausschließlich der Rechtssicherheit.
Führungskräfte verlassen Vertrieb
Die schlechte wirtschaftliche Lage der verschiedenen Fonds der Cis AG wirkt sich inzwischen auch auf den Finanzvertrieb Carpediem aus. Immer mehr Führungskräfte und Vertriebspartner verlassen das Unternehmen. Sie fürchten, dass die Fonds Pleite gehen. Wie dramatisch die Situation ist, zeigen Briefe des Carpediem-Chefs Daniel Shahin. Er warnt Anleger vor den angeblich üblen Methoden seiner ehemaligen Geschäftspartner. Diese würden versuchen, Kunden zur Vertragsauflösung zu überreden.
(CARPEDIEM-Kommentar) Erste Falschaussage: Schlechte wirtschaftliche Lage verschiedener Fonds... das hat niemand gesagt (außer Finanztest!) und stimmt so auch einfach nicht. Die von CARPEDIEM vertriebenen Fonds haben bisher keine nennenswerten Anlageverluste erlitten. Zweite Falschaussage:
Immer mehr Führungskräfte verließen das Unternehmen... da hört es aber nun auf. Auf eine Anfrage von Frau Lauenburg haben wir bereits gesagt, dass wir alle zur Rede stehenden Personen losgelassen haben.


Hier der Auszug:

Von: info@carpediemgmbh.de
Gesendet: Dienstag, 21. Juni 2011 11:42
An: Lauenburg, Ariane (mailto:A.Lauenburg@stiftung-warentest.de)
Betreff: Anfrage zur Gesellschafterversammlung
Wichtigkeit: Hoch

Sehr geehrte Frau Lauenburg,

die bisherige Kommunikation mit Ihnen führt nicht dazu, dass wir Ihre Anfragen zukünftig beantworten werden. Im Gegenteil: Eine Finanztest sehen wir als staatliches Hilfsbataillon, vor dem man Verbraucher eher warnen muss, als es ernst zu nehmen. Das natürlich nur, hat man sich dem Verbraucherschutz wirklich auf die Fahne geschrieben.

Ihre ständigen, wiederkehrenden Aussagen gegenüber der Presse und dem Fernsehen hinsichtlich konventioneller „Sicherheitsanlagen“ und des Risikosparens sorgen für Spekulationen darüber, ob Sie evtl. über einen vierten Bildungsweg zu Ihrem Job gelangen oder bisher kaum echtes Wissen erlangen konnten. Beide Annahmen führen auf unserer Seite zu wenig Verständnis für Ihre wiederkehrenden Manipulationen und Irreführungen.

Zu Ihren erneuten anspruchsvollen Fragestellungen:

Zu 1) Zwei haben wir gekündigt, zwei haben ihre Kündigung formuliert. Da wir diesen zweien allerdings seit drei Monaten den finanziellen Hahn in Form abgeschaffter Fixzahlungen abgedreht haben und beide mit über 150.000 Euro bei uns in der Kreide stehen, war dies nur der formelle Schritt einer bereits ausgesprochenen geistigen Kündigung. Ich hoffe, das wurde Ihnen auch zugetragen – von wem auch immer. Wem das wichtig ist, der kann gern unsere Klagen einsehen, die wir gegen die Betreffenden schon bald im Sinne von Wahrheit, Klarheit, Ehrlichkeit online zur Einsicht bereitstellen werden.

Zu 2) CIS müsste alle Gesellschafter eingeladen haben. Voraussetzung, eine aktuelle Anschrift liegt vor.

Zu 3) Weil wir eine hohe Zielsetzung haben, nämlich eine zweistellige Rendite (und nicht wie Finanztest, im Namen der Sicherheit Kapitalvernichtung zu betreiben). Und weil wir für eine Zielerreichung alles bereit sind zu tun und an Häme in Kauf zu nehmen.

Also viel Spaß bei Ihrem nächsten verleumderischen Bericht! Jeder bisherige steigerte die uns geschenkte Aufmerksamkeit und zeigt Verbrauchern Ihr Vorgehen und Ihren wahren Charakter.

Mit freundlichen Grüßen


Von: Lauenburg, Ariane (mailto:A.Lauenburg@stiftung-warentest.de)
Gesendet: Dienstag, 21. Juni 2011 10:29
An: info@carpediemgmbh.de
Betreff: Anfrage zur Gesellschafterversammlung
Wichtigkeit: Hoch

Sehr geehrter Herr Shahin,

zu den neuesten negativen Entwicklungen bei der Carpediem und der Cis AG haben wir folgende Fragen:

Gegenüber Mitarbeitern des Vertriebs behaupten Sie, dass sich die Carpediem von vier Führungskräften getrennt hat. Die Führungskräfte erklären jedoch, von sich aus gekündigt zu haben. Was ist richtig?
Warum haben Sie nicht alle Gesellschafter zur außerordentlichen Gesellschafterversammlung am 30. Juni 2011 eingeladen?
Warum wollen Sie den Gesellschaftszweck ändern?

Alle ausgeschiedenen Geschäftspartner waren kein weiteres Festhalten wert.
In allen Fällen handelte es sich um Mitarbeiter, die gern wichtig genommen wurden, deren Ergebnisse jedoch nicht einmal im mittleren Management anzusiedeln waren. Die Wahrheit ist: Die CARPEDIEM hat keine echten Führungskraft verloren. Lediglich von uns gesetzte „Führungskräfte“, die über Jahre gesponsert werden mussten. Vielleicht sollte man sich einfach mal deren Provisionsabrechnungen anschauen. Diese beweisen doch, wie diese und wovon diese tatsächlich gelebt haben und wie diese heute finanziell gegenüber CARPEDIEM stehen.

Im Übrigen: Dass ausscheidende Mitarbeiter die Schuld für Ihr Versagen immer beim Unternehmen und weniger bei sich persönlich sehen, liegt in der Natur der Sache. Doch auch hier gilt: Die Personen genau anschauen und man sieht, dass diese immer wieder von Unternehmen A nach Unternehmen B springen (und Fixzahlungen kassieren) und immer wieder die Schuld für das eigene Versagen einem Unternehmen zuschieben. Mit diesem Versagerverhalten leben wir seit 20 Jahren.

Dass wir unsere Anleger vor gerade solchen Vermittlern warnen und dazu aufrufen, deren Charakter genau zu betrachten, ist im Interesse der Anleger. Immerhin schreiben diese im großen Stil Anleger an und raten zur Vertragsauflösung. Dieselben Vermittler, die Finanztest als Informanten sieht (und als Führungskräfte bezeichnet), veranstalteten eine Geschäftspräsentation im Namen der CARPEDIEM und vermitteln auf folgenden Kundenworkshops eine Produktlösung, die uns unbekannt ist, werden vertragsbrüchig, werben Mitarbeiter ab, werben Kunden ab – und machen genau dasselbe weiter, was wir machen: Aufklärung und Ankauf von konventionellen Verträgen und Vermittlung einer Beteiligung. Dort sollte man allerdings mal genauer hinschauen – doch da schläft Finanztest. Denn man jagt ja bekannter weise lieber den großen Fisch.

Doch Der Freie Berater schläft nicht. Denn der Verkauf von Genussrechten an einer Proindex Capital AG ist aus Verbrauchersicht zehnmal mehr wert, Aufmerksamkeit zu erhalten. Immerhin weiß sicherlich kaum ein Verbraucher in Deutschland, was ein Genussrecht tatsächlich ist. Die Vermittlung eines Postbank Privatkredites zum Zwecke der Investition ist schon mehr als nur anrüchig. Partiarische Darlehensverträge als Investitionsmodell für Verbraucher, auch diese sind dem Laien mit all ihren rechtlichen Gegebenheiten und Sonderheiten völlig unbekannt. Zusätzlich handelt es sich bei dem Geschäftsmodell einer Sunrise Energy GmbH um ein von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) zu genehmigendes Einlagengeschäft, welches einer Bankzulassung bedarf. Eine solche hat die kleine GmbH (siehe www.sun-rise.eu) nicht. Problem dieser Modellanbieter:
Schlägt die BaFin zu, müssen alle Geschäfte rückabgewickelt werden, das Kapital ist jedoch aufgrund von Nebenkosten nicht mehr vollständig vorhanden.

Das alles zeigt den Charakter dieser Personen und nicht unseren. Wir sehen unsere Verantwortung für unsere Kunden. Und die Not dieser Vermittler, wieder Geld verdienen zu müssen, darf nicht dazu führen, dass unsere Anleger verunsichert werden oder gar Verluste erleiden.

Hier der Text des Kundenanschreibens:

Sehr geehrte Kunden,

heute wenden wir uns mit einem Thema an Sie, das vielleicht ungewöhnlich, zu Ihrem persönlichen Schutz jedoch ggf. wichtig sein könnte.

Immer wieder kommt es vor, dass sich Unternehmen von Geschäftspartnern trennen müssen. So auch geschehen im Monat Mai in unserem Fall. Wir konnten einige Situationen nicht länger tragen und mussten in einigen Fällen Trennungen eingehen.

Diese Geschäftspartner haben aktuell nichts Besseres im Sinn, als diverse Kunden hinsichtlich einer Vertragslösung anzusprechen – natürlich mit gezielter Absicht, eine Neuanlage zu tätigen. Man kann diesen Personen nicht übel nehmen, dass sie als Unternehmer Geld verdienen müssen, doch dass sie es auf Kosten von bestehenden Altkunden tun, ist unter der Gürtellinie.
Vor allem, wenn man noch gestern für A spricht und heute plötzlich für B.
Charakter hat dies zumindest keinen bzw. wenn, dann allenfalls einen negativen.

Lassen Sie sich deshalb bitte nicht negativ beeinflussen, sollten diese Personen auf Sie zukommen. Zu Ihrem Eigenschutz sollten Sie sich jede Aussage schriftlich geben lassen. Wer das verweigert, zeigt sein wahres Gesicht.

Wir bieten Ihnen für alle Fragen ein Gespräch mit uns.

Bitte haben Sie Verständnis für dieses Schreiben – in der heutigen Zeit muss sich ein Unternehmen vor übler Nachrede und charakterlosem Verhalten Dritter aktiv schützen.

Mit partnerschaftlichen Grüßen

Bericht über Carpediem bei PlusMinus
Das ARD-Wirtschaftsmagazin PlusMinus sendet am Dienstag, den 28. Juni 2011 um 21:50 Uhr eine Reportage über den Finanzvertrieb Carpediem und seinen Gründer Daniel Shahin.
(CARPEDIEM-Kommentar) Na das zeigt doch wieder den Einfluss und Zusammenhalt von Öffentlich Rechtlichen Fernsehanstalten und Finanztest.
Nachdem wir den Panorama Reporter Lütgert aus unserem Kongress am
05.06.2011 geworfen haben, weil dieser keine Verantwortung für an anderer Stelle selbst getroffene Tatsachenbehauptungen, eine Beteiligung sei Gift für Kleinanleger, übernehmen wollte, dauert es nun offensichtlich zu lange, auf die nächste Panorama-Sendung im Juli zu warten.

Also wir freuen uns auf jede Berichterstattung – und wissen, dass außer Hetze und Verleumdungen nichts wirklich Wichtiges kommen kann. Wir können den Bericht sogar schon jetzt zusammenfassen: Böser Shahin manipuliert seine Mitarbeiter, CARPEDIEM rät zur Kündigung konventionelle Verträge und Einzahlung der Gelder in riskante Beteiligung, Konzept ging jetzt nicht auf, Finanztest immer gewusst, Verluste drohen, ...

Immerhin wissen wir, dass die Wahrheit auf unserer Seite ist. Und für diese zu arbeiten und zu leben ist lebenswert. In unserer 20-jährigen Firmenhistorie gab es noch keine Zeit, in der wir mit so starker Überzeugung für unsere Werte eingetreten sind. Und wie heißt es so schön:
Erst wirst du belächelt, dann wirst du bekämpft und letzen Endes nachgeahmt. Diesen Kampf nehmen wir an und wir werden ihn durchstehen!


Gesamtwürdigung

Wir fragen uns, was bitte ist schlimmes geschehen?

Unsere Anleger haben in vollem Wissen ein Risikoprodukt gezeichnet.
Zielsetzung war eine zweistellige Rendite.

Der Initiator hat einen Weg vorgeschlagen, den nach seiner Überzeugung einfachsten, um an das Ziel zu gelangen. Jetzt wird eine Korrektur des Weges notwendig, das Ziel steht nach wie vor.

Der Vertrieb, die CARPEDIEM übernimmt die volle Verantwortung, der Gesellschafter übernimmt sogar die CIS. Zusätzlich wurden Investitionen an die Fondsgesellschaften übertragen, die renditeträchtig sind. Auch das, um das anfängliche Ziel zu erreichen.

Finanztest zieht sich das eine Wort raus, aus all dem Gesagten:
„Gescheitert“ – und versucht anhand dessen, die Öffentlichkeit verrückt zu machen. Immerhin hat man ja lange genug gesucht, um das Haar in der Suppe zu finden.

Nebenschauplätze werden eröffnet (Beispiel Vertriebsseite) und Falschaussagen veröffentlicht. Und wieder wird die komplette Presse informiert und beeinflusst, so dass selbst die schlecht schreiben, die sich kein eigenes Bild machen konnten. Und diesmal auch neu: Plusminus wird aufgrund Dringlichkeit gleich mit ins Boot geholt. Sicherlich dienen auch die Anschreiben der CIS sowie der Lütgert-Besuch auf dem CARPEDIEM-Kongress für ausreichend Stoff, uns pauschal zu verunglimpfen.

Lassen wir uns überraschen – doch eines steht fest wie das Amen in der
Kirche: Der Entschluss, die Schlacht weiter zu schlagen, bis uns eines Tages der große Sieg gelingt.

CARPEDIEM

Sonntag, 26. Juni 2011

X3 Video zur Commerzbank

Es ist nicht mehr ganz aktuell aber das Desaster der Commerzbank, welche sich mittlerweile zu großen Teilen freigekauft hat, wiederholt sich leider ständig mit anderen Banken... oder jetzt Staaten. Mir ist das eigentlich egal ob es Griechenland ist, welches systemrelevant sein soll, die Hypo Vereinsbank, welche systemrelevant sein soll oder welcher Drecksladen auch immer... der grad systemrelevant zu sein hat.

Kurz Ansehen und darüber nachdenken ob das was da mit unserem Steuergeld gemacht wird wirklich sinnvoll ist...



PS. Versicherungen sind noch außen vor, wobei ich mich frage wann auch die erste Versicherunge durch Verzocken in Schieflage gerät. Bei der Mannheimer hätte das damals auch keiner gedacht aber es traf ein.

Facebook gefährdet den Versicherungsschutz

Achten Sie auf den Datenschutz

Die "Was machst du gerade"-Funktion gleicht einer persönlichen Einladung zur Straftat, wenn im Profil gleichzeitig die Adresse sowie eine Auslandsaufenthalt - beispielsweise auf Mallorca - angegeben sind. Ein dem folgender Einbruchdiebstahl ist aufgrund grober Fahrlässigkeit nicht mitversichert.

Nochmal Glück gehabt

Anlässlich der Facebook Party von "Thessa" am 6. Juni erfolgten 16.000 Einladungen, wovon nur 1.600 Gäste eintrafen. Da der Vater die Party im Vorfeld absagte und einen privaten Sicherheitsdienst engagierte, musste er weder Polizei noch die die Abfallbeseitigung bezahlen.

Oder auch nicht

Wenn die Social Media Party zur "Hausabrissparty" im eigenen Haus wird, zahlt die Hausratversicherung nicht. Die Schäden durch solche Feiern finden meist mutwillig statt, deshalb geht der Versicherer von Vandalismus aus. Dieser Tatbestand ist bedingungsgemäß nicht mitversichert.

Meinung des Autors zum Thema:
Und das sind bei Leibe nicht die einzigen Probleme, generell kann man sagen, dass social networks den Versicherungsschutz auf viele Art und Weise gefährden. Sie haben Fragen dazu? Nur zu, ich freue mich auf interessante Anregungen. ;-)

250.000.000 Euro Anlegergelder der Cis AG sind durch dubiose Anlage gefährdet

Der Finanzvertrieb Carpe Diem vertreibt den Garantie Hebelplan (GHP) der Cis AG, dessen fehlende mathematische Grundlage oft kritisiert wurde. Mit Krediten sollten durch Zinsdifferenzgeschäfte Renditen von über 10% geschafft werden, was nicht nur wegen der Finanzkrise nicht gelang.

Die Zinsdifferenzfonds sind auf 250.000.000€ gezeichnet, der Kreditbedarf liegt aber bei 400.000.000€. Dabei sind erst 20% der gezeichneten 250.000.000€ eingezahlt worden.

Rette sich wer kann!

Die Führungskräfte verlassen den Vertrieb. Alle Banken außer einer, welche eine Verschwiegenheitserklärung verlangt, haben die Kooperation beendet. Eine Kündigung ist jeden Tag denkbar, da man nicht mit der Cis in Verbindung gebracht werden will.

Skrupellose Drücker lügen munter weiter

Die Carpe Diem - Hr. "Schuhgröße Kindersarg" Sahin sogar persönlich - warnt Ihre Kunden vor Kündigung und bittet um Zustimmung einer noch riskanteren Strategie um Renditen jenseits der 20% zu erreichen. Rechtsanwälte warnen, mindestens 30% der Kunden müssen widersprechen. Die Shreiben sind natürlich so gefasst, dass der Laie keine echte Chance hat diese zu verstehen.
Andernfalls darf das Geld in Fotovoltaik, riskante Beteiligungen, spekulative Hebelgeschäfte und andere Schweinereien investiert werden. In Tochterfirmen wurde schon ohne Erlaubnis investiert, das will man sich nachträglich auch noch legitimieren lassen.


Grundüberlegungen

Die Milchmädchenrechnung war:
Anlegergeld 10.000€ zu 8% Rendite
Kreditgeld   20.000€ zu 4% Zinsen

Das macht dann 12% Rendite durch 8% Rendite + 2 x 4% Hebelrendite (8% Rendite - 4% Zinsen). Vollkommen lächerlicher Ansatz, denn da wurden diverse Dinge nie berücksichtigt:

  • Variable Zinsen
  • Steigende Zinsen
  • Fallende Märkte
  • Ausfall der Versicherungen
  • Renditen unter 8%
  • Kosten
Meinung des Autors zum Thema:
Die Carpe Diem ist ein Strukturvertrieb von der ganz üblen Sorte. Der Garantie Hebelplan ist eine mathematische Totgeburt gewesen, denn die vom Fonds aufgekauften Lebensversicherungen brachten nie 8% Rendite und derartige Kredite waren nie für 4% zu haben.
Außerdem wurden da NIE Kosten der Anlage mit berücksichtigt.

Es heißt ja immer so schön "Gier frisst Hirn!" und das war hier wohl die ganz klare Überlegung. Menschen so lange blenden, bis sie einfach jeden Mist kaufen. Wer bitte glaubt denn an risikolose, kostenfreie 12%, welche einem uneigennützig angeboten werden. So doof kann doch niemand sein verdammt!

Mittwoch, 22. Juni 2011

Welche Finanzdrücker machen die meiste Kohle?

Auszug aus der Cash Hitliste der größten deutschen Finanzvertriebe. Kritisch sollte man anmerken, dass nicht alle Ergebnisse testiert sind.

Die größten Allfinanzvertriebe
Rang Name Provisionserlöse 2009 in Mio. EUR   Mitarbeiteranzahl (aus 2010)
1 DVAG 1.066 37.199
2 AWD 547 6.009
3 MLP 472 2.428
4 Postbank Finanzberatung 289 8.946
5 OVB 197 4.862
6 Infinus 121 551
7 Telis 83 672
8 Global-Finanz 37 312
9 ASG 30 750
10 A.S.I. 21 131

Warum habe ich keine Zahlen von 2011? Weil ich zu faul bin in den Büchern nachzulesen, denn wegen Mitarbeiterschwund veröffentlich die großen Drücker teilweise keine Angaben.

Wie viel ein Vertrieb verdient ist nebensächlich, die entscheidende Frage ist doch was verdient der Berater, der vor mir sitzt? Denn wenn er selber keine Kohle hat, will er ja unbedingt an meine ran. Logisch oder?

Ungewichteter pro Kopf Jahresbruttoverdienst:
  • 28656€   DVAG
  • 91030€   AWD
  • 194398€ MLP
  • 32304€   Postbank
  • 40518€   OVB
  • 219600€ Infinus
  • 123511€ Telis
  • 118589€ Global- Finanz
  • 40000€   ASG
  • 160305€ A.S.I.
Wenn ich mir das so angucke, verwundert es wenig, dass bestimmte Strukturvertriebe ständig mit negativen Schlagzeilen Presse machen. Denn wo die Berater am langen Arm verhungern, kann keine saubere Beratung stattfinden! Bitte beachten Sie dabei, dass es sich um Durchschnittswerte handelt, welche in der Finanzdienstleistung stark in Extreme reicht, dass heißt es gibt sehr viele, die noch weniger haben und wenige, welche mehr haben. Eine gesunde Mittelschicht bei Vermittlern existiert kaum...

Vielleicht sollte der ein oder andere gut überlegen ob er mit jemandem über Geld spricht, der selbst keins hat.

Horror- Schadensbearbeitung für den Kunden

Der Alptraum eines jeden Versicherungsnehmers ist vermutlich, dass er eine Versicherung abschließt, welche dann im Ernstfall nicht zahlt, nicht wahr?
Nun, dass es sowas gibt, kann und will ich nicht leugnen. Wenn Sie aber den Scan unten lesen, dürfte es auch Ihnen die Sprache verschlagen:

<< Bild einfügen >>

Wissen Sie was daran besonders übel ist?

Die Versicherung zahlt nicht oder kaum, klare Aussagen werden noch nicht getroffen.
Jetzt kann ein Vermittler der Frau nicht mehr helfen, denn es wäre verbotene Rechtsberatung, sie muss sich also einen Anwalt suchen.
Außerdem muss der Vermittler seine Vermögensschadenhaftpflicht (VSH) informieren, welche versuchen wird mögliche Schadensersatzansprüche gegenüber dem Vermittler abzuwehren.

Zusammengefasst zahlt die Versicherung nicht, der Vermittler kann, darf und will nicht mehr helfen und der mögliche Schadensersatzzahler arbeitet auch gegen die Kundin. So stellt man sich eine vertrauensvolle Partnerschaft vor...

Dienstag, 21. Juni 2011

Kurzmeldung zum neuen Ergo Riester Skandal

Nachdem im Internet diverse Zahlen kursierten, habe ich über einen entfernten Bekannten bei der Ergo jetzt einen Schätzwert erfahren, der intern als mögliche Entschädigungshöhe gehandelt wird. Alle Angaben ohne Gewähr:

  • Ca. 70400 Riester Verträge
  • Ca. 162.000.000€ zu viel einbehaltene und nicht als Überschüsse ausgekehrte Beiträge
Super: Man nehme den Verlierer- Versicherer Victoria (seit Jahren unterstes Schlusslicht der Überschussbeteiligung sowie Gesamtverzinsung), die Drückertruppe HMI sowie Sex Partys in Budapest und schon hat man ERGO.
Da war überall vorher schon der Wurm drin, ergo (haha!) nichts Neues...

Montag, 20. Juni 2011

Fondsvermittler - Wer darf das in Deutschland eigentlich?

Status quo, jeder der ausreichend Geld (ca. 1600€ in Köln) auf den Tisch legt. Können muss er nichts, nachweisen auch nur das Allernötigste. Wenn es also nicht mit dem Gebrauchtwagenhandel klappte, konnte man für kleines Geld sehr lukrative, für die eigene Tasche versteht sich, Anlageberatung betreiben.

Es kommt der §34f GewO aber es gibt Ausnahmen

Vermittler müssen jetzt eine Sachkundeprüfung ablegen, welche noch entwickelt werden muss. Davon ausgenommen sind die u. g. Berufe sowie unter besonderen Bedingungen der Fachberater für Finanzdienstleistungen (IHK).

  • Betriebswirtschaftlicher Studiengang der Fachrichtung Bank, Versicherungen und Finanzdienstleistung (Hochschul- oder gleichwertiger Abschluss)
  • Bankfachwirt (IHK)
  • Fachwirt für Versicherungen und Finanzen (IHK)
  • Investmentfachwirt (IHK)
  • Fachwirt für Finanzberatung (IHK)
  • Bank- oder Sparkassenkaufmann
  • Kaufmann für Versicherungen und Finanzen „Fachrichtung Finanzberatung“ oder als Investmentfondskaufman
 Irgendwie schon wieder merkwürdig. Einen Hochschulstudent, welcher internationale Märkte, internationale Bilanzierung sowie Kapitalmarktentwicklungen studiert hat ist als Berater nicht geeignet aber eine "popeliger" Bankkaufmann schon.
Ich habe einen guten Kollegen, welcher genau unter dieser Idiotie zu knabbern hat. Deutscher Wahnsinn...

Lassen Sie sich die Qualifikation Ihres Beraters zeigen; nicht sagen, zeigen!

Immerhin wissen Sie jetzt, dass Sie mal fragen müssen, da auch heute schon gilt, dass zu viele vermitteln obwohl sie eigentlich gar nicht in der Lage dazu sind.
Positiv: Es gibt keine alte Hasen Regelung, was bedeutet dass niemand vor der Prüfung verschont bleibt nur weil er schon lang genug Kunden betrügt. Jeder muss ran, bleibt nur zu hoffen dass nicht jeder durchkommt...

Sonntag, 19. Juni 2011

2,4 Millionen Dollar

2,4 Millionen Dollar Einkommen pro Stunde gefällig? Kein Problem, machen Sie es wie dieser Mann. Hedge- Fonds Manager John Paulson hat im vergangenen Jahr mit seinen Investments - böse Zungen würden von Spekulationen sprechen - einen Gewinn von 2,4 Millionen Dollar die Stunde gemacht.

Nicht unsympathischer Glückspilz
Warum Glückspilz?

Mal ehrlich, abgesehen davon dass derartige Gewinne schon pervers sind - der Mann verdient mehr als manche Länder (!) - sie sind garantiert nicht das Resultat "harter" Arbeit. Spekulationen machten den Mann reich. Reicher.

Abgebrühter Zocker

Alle sprechen immer nur über die wenigen, welche es "geschafft" haben. Guckt man sich die Zehntausenden an, welche gescheitert sind und ständig scheitern, kann man nur noch von Glück sprechen. Survivor bias könnte man das hier nennen, auch wenn es mehr im übertragenden Sinne ist.

Wie war es hier?
Der Mann wettete gegen den neuen Markt und gewann, ein finanzieller Grundstock war gelegt. Er wettete gegen subprimes (also die faulen Kredite) und sollte gewinnen. Gleichzeitig wettete er den möglichen Gewinn - er hatte bislang noch nicht gewonnen - auf fallende Immobilienpreise und hebelte das ganze indem er auf eine Niedrigzinspolitik der USA hoffte. Er sollte gewinnen. Gleichzeitig hat er für und wieder bestimmte Banken & Staaten gewettet, er gewann. Dieses Geld sollte in Gold angelegt werden, bevor die Hausse kam und absehbar war. Auch hier gewann er.

Genie? Vielleicht, dumm wird er nicht sein. Glück? Wohl eher, denn niemand kann derartige Bewegungen treffsicher voraus sagen.

Und was ist das Schlimme?

Haben Sie sich mal gefragt was denn Gewinn bei Finanzdienstleistungen bedeutet? Er hat keine realen, anfassbaren Werte geschaffen. Schlimmer noch, er entzieht der Volkswirtschaft Geld. Nachweislich ist für soziale Gerechtigkeit eine gerechte Verteilung von Einkommen und Vermögen notwendig.
Ehrlich, finden Sie 2,4 Millionen Dollar die Stunde gerecht?

Erfolg oder Glück?

Wenn Sie glauben, dass es kein Glück war, nur zu. Sein Depot ist zu großen Teilen öffentlich, weil er seine Transaktionen der amerikanischen Börsenaufsicht melden muss. Schauen Sie es nach und kopieren Sie es, ich bin gespannt ob er nächstes Jahr immer noch state of the art ist oder ein anderer Glückspilz... äh Leistungserbringer oben steht.
Lassen Sie es sich auf der Zunge zergehen, der Typ hat mehr verdient als ein Dax Unternehmen wie Siemens. Geschaffen hat er aber nicht mal im Ansatz so viel, verkehrte Welt!

Freitag, 10. Juni 2011

Liebesbeziehung auf der Arbeit haben arbeitsrechtliche Konsequenzen

Allgemeine Ethikrichtlinien für den zwischenmenschlichen Umgang sind erlaubt, wenn sie nicht zu persönlich werden. Von Führungskräften wird beispielsweise erwartet, keine Liebesbeziehungen zu untergebenen Mitarbeitern zu beginnen. Der Betriebsrat ist bei den Bestimmungen mit ein zu beziehen.
Außerhalb von US amerikanischen Unternehmen ist das jedoch die Ausnahme.

Beziehungsverbote sind nicht gestattet

Eine Beziehung darf nicht verboten werden. Ein Versuch von Wal-Mart aus dem Jahre 2005 wurde als nichtig erklärt, da es gegen die Menschenwürde verstößt. Eine räumliche und/oder organisatorische Trennung ist zumutbar. Auch eine Versetzung bei gleichem Lohn sowie ähnlicher Qualifikation ist erlaubt.

Bei Trennung darf keine Kündigung erfolgen

Eine Trennung stellt keinen Kündigungsgrund dar. Bei Ärger muss mindestens eine Abmahnung folgen. Die Kündigung dar nur nach §1 Kündigungsschutzgesetz erfolgen und wenn nachweislich langfristig Betriebsstörungen an zu nehmen sind. Da sich Gemüter meist abkühlen, ist das nicht als Norm zu werten.
Wobei ich glaube, nein weiß, dass das in der Praxis immer wieder für Sprengstoff sorgt. Wie erbringt man denn bitte den Beweis langfristiger, zu erwartender Betriebsstörungen, hm?
Hier empfiehlt es sich übrigens bei seiner Rechtsschutzversicherung zu fragen. Viele zahlen die erste Instanz beim Arbeitsgericht nicht (weil dort paritätische Kostenteilung gilt). Auch sollte geprüft werden ob Mediation oder außergerichtliche Schiedsverfahren bezahlt werden, denn ein Arbeitskampf bringt selten nur Vorteile. Bei der neuen Firma bestimmt auch spannend zu Bewerbung: "Wieso haben Sie kein Arbeitszeugnis?" "Ich klage noch..."

Meinung des Autors zum Thema:
Man entschuldige bitte den generischen Maskulinismus, denn wenn ich immer beider Geschlechter ausgeschrieben hätte, bliebe kein Platz mehr für den Informationsgehalt. Es frisst zu viel Zeit und auch ich bin faul... manchmal! ;)

Merkwürdige Informationen über Finanzen im Netz

Kennen Sie das: Sie lesen einen Artikel in der Hoffnung auf werthaltige Informationen und werden enttäuscht? Gut, meinen Leser passiert das häufiger... ;)
Spaß bei Seite, es ärgert auch mich manchmal. Hier ein paar neue Auswüchse, was da alles an zumindest diskussionswürdigen Aussagen getroffen wird:


Die Welt Online gibt Tipps wo es starke und schwache Zinsen gibt. Per se nichts Verwerfliches, würde Sie am Ende des Artikels nicht raten auch mal riskante Anlagen zu tätigen, beispielsweise in:
  • polnische Zinsen (WKN: DB6PLN)
  • Zinszertifikate der Royal Bank of Scottland auf die Norwegische Krone (WKN: 918624)
  • Brasilianischen Real (WKN: AA01E9)
  • Mexikanischen Peso (WKN: ABN401)
  • Rumänischen Leu (WKN: AA15ZR)
Mal ehrlich, ich will ja niemanden schlecht machen. Aber zumindest aus Rumänien weiß ich, dass keiner in Geldwerte anlegen will, da man der eigenen Währung und Zinspolitik misstraut. Aber ein Steuerausländer soll das probieren?
Den Artikel kann man mit "Zocken Sie mit Zinsen & Währungen" zusammen fassen; werthaltige Informationen? Fehlanzeige!

Falls Sie doch mal ein wenig spielen wollen, finden Sie unten ein paar Eckdaten. Viel Spaß!

Niedrigzinsländer
USA

Leitzins: 0,00 - 0,25
Prognose 1. Quartal 2012: 0,50
Währung: Dollar
Wertveränderung Währung zum Euro seit 2010: -2,4
Wirtschaftswachstum 2011: 2,8 Prozent
Wirtschaftswachstum 2012: 3,4 Prozent

Euroland

Leitzins: 1,25
Prognose 1. Quartal 2012: 2,00
Währung: Euro
Wertveränderung Währung zum Euro seit 2010: k.A.
Wirtschaftswachstum 2011: 1,7Prozent
Wirtschaftswachstum 2012: 1,2 Prozent

Deutschland

Leitzins: 1,25
Prognose 1. Quartal 2012: 2,00
Währung: Euro
Wertveränderung Währung zum Euro seit 2010: k.A.
Wirtschaftswachstum 2011: 2,6 Prozent
Wirtschaftswachstum 2012: 1,6 Prozent

Japan

Leitzins: 0,05
Prognose 1. Quartal 2012: 0,05
Währung: Yen
Wertveränderung Währung zum Euro seit 2010: 13,3
Wirtschaftswachstum 2011: -1,2 Prozent
Wirtschaftswachstum 2012: 2,9 Prozent

Großbritannien

Leitzins: 0,50
Prognose 1. Quartal 2012: 1,25
Währung: Pfund
Wertveränderung Währung zum Euro seit 2010: --0,6
Wirtschaftswachstum 2011:1,2 Prozent
Wirtschaftswachstum 2012: 1,8 Prozent
Länder mit Fluchtwährungen

Schweiz

Leitzins: 0,25
Prognose 1. Quartal 2012: 0,50
Währung: Franken
Wertveränderung Währung zum Euro seit 2010: 21,2
Wirtschaftswachstum 2011: k.A.
Wirtschaftswachstum 2012: k.A.

Norwegen

Leitzins:2,25
Prognose 1. Quartal 2012: 3,00
Währung: Norwegen-Krone
Wertveränderung Währung zum Euro seit 2010: 5,4
Wirtschaftswachstum 2011: 2,3 Prozent
Wirtschaftswachstum 2012: 3,0 Prozent

Schweden

Leitzins: 1,75
Prognose 1. Quartal 2012: 3,00
Währung: Schweden-Krone
Wertveränderung Währung zum Euro seit 2010: 13,8
Wirtschaftswachstum 2011: 4,9 Prozent
Wirtschaftswachstum 2012: 2,8 Prozent

Kanada

Leitzins: 1,00
Prognose 1. Quartal 2012: 2,25
Währung: Kanada-Dollar
Wertveränderung Währung zum Euro seit 2010: 5,5
Wirtschaftswachstum 2011: 2,9 Prozent
Wirtschaftswachstum 2012: 3,0 Prozent

Neuseeland

Leitzins:2,5
Prognose 1. Quartal 2012: 3,00
Währung: Neuseeland-Dollar
Wertveränderung Währung zum Euro seit 2010: 11,0
Wirtschaftswachstum 2011: k.A.
Wirtschaftswachstum 2012: k.A.

Singapur

Leitzins: 0,44
Prognose 1. Quartal 2012: k.A.
Währung: Singapur-Dollar
Wertveränderung Währung zum Euro seit 2010: 11,8
Wirtschaftswachstum 2011: 6,0 Prozent
Wirtschaftswachstum 2012: 6,5 Prozent
Hochzinsländer

Australien

Leitzins:4,75
Prognose 1. Quartal 2012: 5,25
Währung: Austral-Dollar
Wertveränderung Währung zum Euro seit 2010: 16,4
Wirtschaftswachstum 2011: 2,5 Prozent
Wirtschaftswachstum 2012: 3,8 Prozent

Brasilien

Leitzins: 12,00
Prognose 1. Quartal 2012: 12,50
Währung: Real
Wertveränderung Währung zum Euro seit 2010: 7,5
Wirtschaftswachstum 2011: 4,0 Prozent
Wirtschaftswachstum 2012: 4,6 Prozent

Mexiko

Leitzins:4,5
Prognose 1. Quartal 2012: 4,75
Währung: Peso
Wertveränderung Währung zum Euro seit 2010: 9,3
Wirtschaftswachstum 2011: 4,7 Prozent
Wirtschaftswachstum 2012: 4,1 Prozent

Polen

Leitzins: 4,25
Prognose 1. Quartal 2012: 5,25
Währung: Zloty
Wertveränderung Währung zum Euro seit 2010: 3,8
Wirtschaftswachstum 2011: 4,1 Prozent
Wirtschaftswachstum 2012: 3,7 Prozent

Russland

Leitzins: 8,25
Prognose 1. Quartal 2012: 8,75
Währung: Rubel
Wertveränderung Währung zum Euro seit 2010:5,3
Wirtschaftswachstum 2011: 5,0 Prozent
Wirtschaftswachstum 2012: 5,5 Prozent

Türkei

Leitzins: 6,25
Prognose 1. Quartal 2012: 7,50
Währung: Lira
Wertveränderung Währung zum Euro seit 2010: -7,5
Wirtschaftswachstum 2011: 5,3 Prozent
Wirtschaftswachstum 2012: 4,2 Prozent